Sehen Sie grün im StaBiKat!

Mit unserer neuen Verfügbarkeitsanzeige im klassischen StaBiKat erkennen Sie jetzt bereits in der Trefferliste, welche der gefundenen Medien Sie zeitnah lesen können. Dazu nutzen wir die bewährten Ampelfarben kombiniert mit einer beschreibenden Ausschrift. So können Sie gleich auf den ersten Blick erfassen, dass Sie ein gesuchtes Buch bestellen können und sparen viele Klicks!

Unsere Ampelfarben

Grün steht für aktuell verfügbare, bestellbare Bände und Präsenzbestand in den Lesesälen sowie für online verfügbare Quellen. Hierbei haben wir uns von Ihren Aussagen zu „verfügbar“ in der stabikat+ -Umfrage im letzten Sommer leiten lassen.
Gelb angezeigt werden verliehene, vormerkbare Bände aber auch einige ältere Werke mit dem Hinweis „Kriegsverlust möglich“, deren Daten wir in der nächsten Zeit noch korrigieren werden.

StaBiKat-Ausschnitt mit Verfügbarkeitsanzeige – Staatsbibliothek zu Berlin – PK / CC BY-SA-NC

Rot werden Werke gekennzeichnet, die nicht mehr in der Staatsbibliothek vorhanden oder langfristig nicht zugänglich sind, also Verluste oder vermisste Bände, die aber der Vollständigkeit halber weiterhin im StaBiKat angezeigt bleiben.
Graue Buttons sehen Sie, wenn zu einem Treffer mehrere Exemplare oder mehrere Bände gehören. Die Ampelfarben finden Sie dann erst nach dem nächsten Klick in der Detailanzeige des Treffers wieder.
Der farbige Button mit der zugehörigen Ausschrift führt entweder direkt zum Bestellen oder zur Detailanzeige im StaBiKat.

Snippets im Katalog?

Haben Sie unter einigen Suchergebnissen … Snippets … bemerkt? Snippets sind kurze Textauszüge. Im StaBiKat zeigen sie den Kontext des gesuchten Begriffes im Inhaltsverzeichnis des Bandes oder einer Rezension an, wenn Ihr Suchbegriff nicht in der Titelbeschreibung genannt ist.

Jetzt die neuen Funktionen testen

… und selbst den Mehrwert entdecken. Wir bieten Ihnen die Verfügbarkeitsanzeige zunächst im klassischen StaBiKat in einer Beta-Version an. Manche Einstellungen könnten sich noch ändern. Die komfortable Trefferanzeige möchten wir Ihnen aber nicht länger vorenthalten.

Verfügbarkeit demnächst auch in stabikat+

Für unsere Literatursuchmaschine stabikat+ ist die Einbindung der Verfügbarkeitsanzeige selbstverständlich ebenfalls aktuell geplant, um auch hier die Recherche für Sie noch attraktiver zu gestalten.

 

Save the Date! Am 26. und 27.8. Originalhandschrift Lied der Deutschen

Nur am 26. und 27.8. im Haus Potsdamer Straße zu sehen: Die Originalhandschrift des “Liedes der Deutschen” aus der Feder des Dichters und Germanisten August Heinrich Hoffmann von Fallersleben. Neben dem Autograph werden auch Dokumente rund um den Autor und das Gedicht gezeigt.

Einigkeit und Recht und Freiheit
175 Jahre „Lied der Deutschen“
Die Original-Handschrift von 1841 von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Nur am Freitag, 26. und Samstag, 27. August 2016
10 bis 19 Uhr
Eintritt frei

Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Haus Potsdamer Straße 33
10785 Berlin – Tiergarten

Kennen Sie eigentlich schon….statista?

Wir bieten Ihnen eine Vielzahl elektronischer Datenbanken an, auf die Sie über die bekannten Zugangswege StaBiKat/stabikat+  und Datenbank-Infosystem (DBIS) zugreifen können. In unregelmäßigen Abständen stellen wir hier in SBB aktuell Highlights aus unseren digitalen Ressourcen vor, so beispielsweise Britannica ImageQuest oder MLA.
Dieser Beitrag widmet sich einer weiteren Ressource aus unserem Portfolio, welche wir in diesem Jahr für Sie lizenziert haben: das Statistik-Portal statista.

Inhalt der Ressource:

Statista ist eine der umfangreichsten Datenbanken mit statistischen Zahlen, Daten und Fakten. Neben eigenen Statistiken des Anbieters sind weitere Quellen von Markt- und Meinungsforschungsinstituten, Verbänden und Forschungseinrichtungen, nationaler öffentlicher Institutionen und internationaler Organisationen unter einer Oberfläche enthalten.
Die Bandbreite ist (fast) unerschöpflich:
Von der durchschnittlichen Sonnenscheindauer pro Monat in Berlin über die Anzahl der Richter in Deutschland nach Gerichtsart oder Hotelpreise in europäischen Städten bis hin zu besten Geldanlagen vergangener Tage.

Zugriff:

Die Staatsbibliothek bietet eine so genannte Campus-Lizenz an. Diese bietet nach Eingabe Ihrer SBB-Benutzerdaten den direkten und unlimitierten Zugriff auf die Statistiken mit Download-Optionen. Wie für viele andere von uns lizenzierten Ressourcen gilt auch für statista: Remote Access im Sinne eines Fernzugriffes ist möglich.

Recherchemöglichkeiten:

Die Suche nach geeigneten Statistiken erfolgt mittels Stich-/Schlagwortsuche über eine einfache Suche oder eine Browsingstruktur nach Branchen, Ländern, Themen, Digital Markets oder Infografiken.

Anzeige:

Die Einzelstatistiken können grundsätzlich in drei Formen dargestellt werden: als Balken- oder Liniendiagramm oder als Tabelle.
Zur besseren Orientierung werden zu jeder Statistik die verfügbaren Metadaten wie Quelle, Veröffentlichungsdatum, Anzahl und Art der Befragten, Erhebungszeitraum usw. mit angezeigt. Verwandte und aktuelle Statistiken, passende Studien und Themen-Dossiers führen zu weiteren Informationen. Umfangreiche Treffermengen können zudem über Filter weiter reduziert werden.

Datenexport:

Standardmäßig ist der Export/Download als PNG, XLS, PPT und PDF möglich, um die Ergebnisse in wissenschaftlichen Arbeiten einzubinden. Eine Zitat-Funktion ermöglicht zudem die Auswahl gängiger Zitierstile mit dem Ziel der wissenschaftlich korrekten Referenzierung der Statistik.
Die Veröffentlichung im Internet über eigene Webseiten, Blogs usw. ist für  die Basisstatistiken möglich. Hierzu ist der mitgelieferte HTML-Code per copy and paste einzubinden. Für weitere Informationen diesbezüglich lesen Sie bitte die Nutzungsbedingungen von statista.

Ein kurzes Online-Tutorial erleichtert den Einstieg im Umgang mit der Ressource.

Überzeugen Sie sich selbst von diesem hervorragenden Angebot für alle, die zielgerichtet nach validen Zahlen, Daten und Fakten suchen oder die einfach nur Statistiken durchstöbern wollen.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an den Autor dieses Beitrages: Heinz-Juergen.Bove@sbb.spk-berlin.de

Reise ins China des frühen 20. Jahrhunderts – mit einer Online-Fotoausstellung zum Nachlass Fritz und Hedwig Weiss

Im Frühjahr 2016 hat die Staatsbibliothek zu Berlin den Nachlass Weiss übernommen, des deutschen Konsuls Fritz Weiss und seiner Frau Hedwig Weiss-Sonnenburg. Die Sammlung, die zahlreiche Dokumente und Fotografien insbesondere aus dem mehrjährigen Aufenthalt des Ehepaares Weiss im Südwesten Chinas zu Beginn des 20. Jahrhunderts enthält, wurde von Tamara Wyss, der Enkelin von Fritz und Hedwig Weiss, an die Staatsbibliothek übergeben.

Tamara Wyss auf den Spuren ihrer Großeltern, Chongqing, 2002. Foto: privat, Fotografin: Lie Mei

Tamara Wyss hat sich viele Jahre intensiv mit der Geschichte ihrer Großeltern befasst. Sie recherchierte in den Archiven nach der diplomatischen Korrespondenz aus dem Konsulat Chengdu, reiste auf den Spuren ihrer Großeltern und versuchte dabei den Ursprung der Fotografien und Aufzeichnungen zu ermitteln. Sie nahm es sich zum Ziel, die Geschichte ihrer Großeltern der Öffentlichkeit bekannt zu machen, beispielsweise mit Fotoausstellungen in China an den Orten, wo ihre Großeltern gelebt haben, einem Bildband mit zahlreichen Fotos aus dem Nachlass (Gestern im Land von Ba und Shu, 2009), sowie Buchpräsentationen.

Tamara Wyss ist im März 2016 verstorben. Wir haben gerne ihren Wunsch aufgegriffen, eine Auswahl der Fotografien aus dem Nachlass gemeinsam mit Erinnerungen aus den Tagebüchern und Aufzeichnungen von Fritz und Hedwig Weiss in einer Online-Ausstellung zu präsentieren. Mit dieser Ausstellung möchten wir an ihr Schaffen erinnern und ihr Bestreben fortsetzen, die Geschichte ihrer Großeltern zu erzählen.

Max Friedrich Weiss (1877-1955) war Orientalist und Diplomat. Bis zum Eintritt Chinas in den Ersten Weltkrieg war er deutscher Konsul in Chengdu, Sichuan, und Kunming, Yunnan. 1899, im Alter von 22 Jahren, reiste Fritz Weiss nach Abschluss seines Studiums in den Fächern Jura und Chinesisch zum ersten Mal nach China. Zunächst war er als Dolmetscher tätig, trat aber schnell in den konsularischen Dienst über. 1904 wurde er an das Konsulat in Chengdu versetzt, 1907 übernahm er bereits die kommissarische Leitung und ab 1912, nach Bestehen der Konsularprüfung, die Leitung des Konsulats. Bei einem Heimaturlaub im Jahr 1911 wurde er mit Hedwig Margarete Sonnenburg (1889-1975) bekanntgemacht, die ihn nach ihrer Heirat noch im selben Jahr nach China und auf den neuen Posten begleitete. Hedwig Weiss war als Reiseschriftstellerin und Kinderbuchautorin zeitlebens durch ihre Erlebnisse in China geprägt und hat diese in ihren Texten verarbeitete. 1914 wurde Fritz Weiss nach Yünnan-fu, dem heutigen Kunming, versetzt, um dort ein neues Konsulat zu errichten. Die zwei Töchter des Ehepaares Weiss, Jutta und Alice, wurden in Yunnan geboren.

Am Wannsee, Fritz und Hedwig während der Verlobungszeit, Frühjahr 1911

Hedwig Sonnenburg war eine sehr abenteuerlustige und neugierige, aber auch romantische junge Frau. In ihren Memoiren schreibt sie: „[…] die Sehnsucht in die Ferne war mächtig in mir. Jede Weite, die ich vor mir sah, liess mich von noch grösseren Weiten träumen, jeder Wald liess den ewigen Wald vor mir entstehen, jeder Ritt, wenn die Luft um meine Ohren brauste, liess mich von wilden Ritten über unbekannte, endlose Steppen träumen.“ (S.3) Und Fritz Weiss erinnert sich in seinen Memoiren: „Mag sein, dass die Aussicht auf eine wilde Reise über den Pamir, ein Projekt, mit dem ich mich damals trug, bis zu einem gewissen Grad bei den Entschließungen von Frl. Sonnenburg für mich gesprochen hat.“ (S.308)

Zwischen Kennenlernen, Verlobung, Heirat und Abreise nach Chengdu, wo Fritz seinen Posten als Konsul antreten sollte, widmeten sie sich aufwendigen Reisevorbereitungen für ihr Leben und die geplanten Expeditionen in China. Sie hatten Kameras zur Dokumentation ihrer Erlebnisse im Reisegepäck und organisierten sogar einen Edison-Phonograph zur Aufnahme von Gesängen auf Wachswalzen, die sie Prof. Hornbostel vom psychologischen Institut in Berlin versprochen hatten (Hedwig Weiss-Sonnenburg, Memoiren, S.9); mit ihm zeichneten sie die Gesänge der Yangzi-Treidler und eines Stammes aus dem Volk der Yi auf. Die Wachswalzen sind heute im Bestand des Ethnologischen Museums in Berlin.

Begleiten Sie Fritz und Hedwig Weiss auf ihren Spuren durch das Südwestchina des frühen 20. Jahrhunderts, einer politischen und gesellschaftlichen Umbruchsphase zwischen den letzten Jahren des Qing-Reiches und dem Eintritt Chinas in den Ersten Weltkrieg im Jahr 1917, in dessen Folge die diplomatischen Beziehungen mit dem deutschen Kaiserreich abgebrochen wurden und die Familie Weiss aus China ausreisen musste. Besuchen Sie mit ihnen die Städte Chongqing, Chengdu und Kunming. Nehmen Sie teil an ihren abenteuerlichen Reisen und Expeditionen per Boot durch die Drei Schluchten des Yangzi ins chinesische Hinterland, in die entlegenen Bergregionen und Flusstäler Sichuans, zu dem unabhängigen Volk der Yi und bei der Ausreise aus China 1917, die mit einem Marsch quer über Land von Kunming in nördlicher Richtung zum Yangzi startete.

Die Fotoausstellung Reisen im Südwesten Chinas, 1899-1917 zum Nachlass Weiss finden Sie unter:
themen.crossasia.org/weiss oder crossasia.org > Ressourcen > Themenportale

Dieser Beitrag erschien zuerst im CrossAsia Blog

Yalong-Schlucht, 1910

Yangzi-Treidler bei der Arbeit, 1911

Gasse in Chongqing mit den Sänften von Fritz und Hedwig, 1912-1914

Familiengruppe vor einem Haus der Yi mit typischer Kleidung und Kopfschmuck, Herbst 1913

 

Kreative Sommerpause und dann ….?

Die Stammkunden der StaBi-Wissenswerkstatt wissen es bereits, jeden Sommer, von Mitte Juli bis Anfang September, gönnt sich das Team eine kleine Verschnaufpause, um neue Ideen für unser Schulungsangebot zu sammeln. Ausgehend von den Fragen unserer Leserinnen und Leser, aber auch aufgrund von Veränderungen bei den Dienstleistungen der Bibliothek, im Wissenschaftsbetrieb oder auf dem Publikationsmarkt stellen wir für Sie neue Workshops und Informationsangebote zusammen.

Wir, das sind vor allem die Fachreferentinnen und Fachreferenten der Wissenschaftlichen Dienste sowie zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus anderen Abteilungen.
Noch stimmen wir intern Termine ab, buchen Räume und formulieren Infotexte, möchten ihnen aber bereits jetzt einen Vorgeschmack auf das geben, was Sie von Mitte September bis kurz vor dem Jahreswechsel bei uns erwarten können. Sobald das Programm steht, finden Sie dieses wie gewohnt auf unserer Webseite. Noch unkomplizierter erhalten Sie die Informationen, wenn Sie unseren Wissenswerkstatt-Newsletter abonnieren, der Sie ca. 1x im Monat mit aktuellen Nachrichten zu unseren  Veranstaltungen versorgt.

Konkret geplant sind für den Herbst folgende Schwerpunktthemen oder Reihen, wobei sich Titel natürlich noch ändern können:

Sie fragen, wir antworten!

Unter diesem Motto bieten wir Ihnen vier offene Fragestunden an. Sie nennen uns vorab oder direkt im Workshop Ihr Anliegen, ein bestimmtes Recherchethema, eine Datenbank, mit der Sie nicht klarkommen o.ä. und wir helfen Ihnen weiter. Die Fachspezialisten kommen diesmal aus den Bereichen Kulturwissenschaften, Geschichte, Sozialwissenschaften und den Philologien.

Open Access – Publikationskulturen im Wandel

In diesen neu ins Programm aufgenommene Workshops zeigen wir Ihnen zum einen, wie Sie in freien Webangeboten, Publikationsservern oder Fachrepositorien an wissenschaftliche Texte und Informationen gelangen und erklären außerdem, welche Möglichkeiten es in den jeweiligen Disziplinen gibt, eigene Texte im Netz zu publizieren. Thematische Schwerpunkte sind auch hier Philologien, Kultur- und Geschichtswissenschaften sowie Sozial- und Rechtswissenschaften.

Workshop-Klassiker

Nicht fehlen dürfen natürlich Angebote, die immer wieder sehr stark nachgefragt werden. Für die kommende Saison haben wir hier vier Themen ausgewählt, die sich zum einen eher an Anfänger richten (allgemeine Recherchestrategien), aber auch etwas für Personen, die sich mitten in einer Recherchephase befinden und einfach noch mehr Inhalte suchen (statistische Daten und Fakten sowie Geschichte) und für Promovierende gibt es wieder den Doppelpack „Publish or Perish!?“.

„Zeitmaschine StaBi“: zurück in unsere Historischen Bestände

Und für alle, die sehen möchten, welche Kostbarkeiten noch in den Magazinen der Bibliothek verborgen sind und wie man diese auch bequem auf elektronischem Wege erreichen kann, startet die “Zeitmaschine StaBi”. Diesmal mit Briefen und Nachlässen in der Datenbank Kalliope, dem Angebot der Kartenabteilung und Digitalisaten aus vergangenen Jahrhunderten.

Sollten Sie darüber hinaus Themenvorschläge für neue Workshops haben oder mit einer größeren Gruppe an ihrem Wunschtermin zu uns kommen wollen, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

Wir freuen uns auf Sie!

Qualitätsmanagement im Sinne unserer Benutzerinnen und Benutzer

Seit sechs Jahren beschäftigt sich die Staatsbibliothek mit Qualitätsmanagement. Eingeführt wurde es, um auf die Herausforderungen der Bibliothek zu reagieren, nämlich trotz knapper werdender Ressourcen, ein Kompetenzzentrum für die geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung zu werden. Gestartet wurde mit einer internen Selbstbewertung im Jahr 2011, bei der eine Rundumbetrachtung der Staatsbibliothek als Organisation vorgenommen und Verbesserungsbereiche identifiziert wurden. Daraus folgten mehrere Projekte, deren Zielstellungen sich jeweils an den Erwartungen der Benutzenden, aber auch der Beschäftigten der Bibliothek orientierten. Als Beispiel sei die Entwicklung der SBB Strategie 2015-2020  genannt, die in ihren fünf Handlungsfeldern Maßnahmen beinhaltet, die den Zielgruppen der Staatsbibliothek zugutekommen sollen. So wurde im Handlungsfeld 2 „Erschließen und Erforschen“ festgeschrieben, exzellente Serviceangebote – analog und digital – für die internationale Spitzenforschung weiter auszubauen.

Mit ihren Aktivitäten im Bereich Qualitätsmanagement hat die Staatsbibliothek auch die Aufmerksamkeit der bibliothekarischen „Community“ auf sich ziehen können. So wurde die Autorin von der Kommission für Service und Information des Bibliotheksverbundes Bayern und der bayerischen Bibliotheksakademie eingeladen, um über das Qualitätsmanagement in der Berliner Staatsbibliothek und die daraus folgenden Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit zu berichten. Alle bei der Veranstaltung am 6. Juli 2016 in München beteiligten Referentinnen und Referenten, neben der Autorin Frau Professorin Vonhof von der Hochschule der Medien Stuttgart, Frau Dr. Christine Damrau von der Universitätsbibliothek der Technischen Universität München sowie Herr Bruno Bauer von der Universitätsbibliothek der Medizinischen Hochschule Wien, bestätigten dabei die positiven Effekte von Qualitätsmanagement auf die Kundenzufriedenheit. Vorgestellt wurden dabei neben dem von der Staatsbibliothek zu Berlin angewandten Selbstbewertungsinstrument CAF (Common Assessment Framework) die internen und externen Audits nach ISO 90001 sowie die Zertifizierung als „Ausgezeichnete Bibliothek“, die federführend von der Stuttgarter Hochschule der Medien durchgeführt wird.

Wie ist Ihre Wahrnehmung? Haben Sie den Eindruck, dass das Qualitätsmanagement der Staatsbibliothek ihre Erwartungen an bibliothekarische Dienstleistungen erfüllt oder die Bibliothek zumindest auf dem Weg dahin ist? Schreiben Sie Ihre Meinung dazu und kommentieren Sie den Beitrag! Auch Ihre Rückmeldung kann zur Verbesserung der Services der Bibliothek beitragen.

16. Juli 2016 – Haus Unter den Linden ganztägig geschlossen!

Aufgrund von Bauarbeiten, die Auswirkungen auf die Stromversorgung des Hauses haben, bleibt das Haus Unter den Linden am Sonnabend, den 16. Juli 2016 ganztägig geschlossen. Das Haus Potsdamer Straße steht Ihnen wie gewohnt zur Verfügung.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

Relaunch der Digitalisierten Sammlungen

Relaunch der Digitalisierten Sammlungen mit flexiblem PDF-Download

Nach umfangreichen technischen Vorarbeiten hat unser Beta-Portal der Digitalisierten Sammlungen nun einen Reifegrad erreicht, der eine Umstellung des Produktivsystems erlaubt. Die NutzerInnen  können sich nun unter anderem auch über ein Feature-Revival freuen:

PDF-Download – aber richtig

Vor einiger Zeit sahen wir uns gezwungen, den bei Ihnen sehr beliebten PDF-Download abzuschalten, stattdessen wurden Bilder in einem .ZIP Archiv ausgeliefert. Der einzige Grund hierfür war eine Überlast unseres zentralen Servers. Der alte Prozess rechnete die hochauflösenden Bilder nach Anfrage des Downloads in eine mittlere Auflösung um, band sie dann in ein PDF zusammen und verschickte dies an die NutzerInnen. Dies führte regelmäßig zu einer Überlast des Imageservers, was in abgebrochenen Downloads resultierte. Die von anderen Einrichtungen oft gewählte Variante, alle PDFs vorzuberechnen und direkt aus dem Dokument-Management-System auszuliefern, war für uns nicht praktikabel: allein das Umrechnen der bestehenden 114.000 Werke hätte über ¼ Jahr gedauert.

Der nun vorgestellte Ansatz funktioniert gänzlich anders: die wesentlichen Rechenprozesse werden mit Hilfe von JavaScript/HTML5 (https://parall.ax/products/jspdf) auf die Rechner der anfragenden NutzerInnen ausgelagert. Auch mit älterer Hardware stellt dies in der Regel kein Problem dar, ermöglicht jedoch eine bisher auch bei anderen Portalen weltweit unbekannte Flexibilität: nicht nur der Seitenbereich kann selbst gewählt werden (auch auf Grundlage des Inhaltsverzeichnisses), sondern sogar die Auflösung der als PDF gebundenen Images kann frei bestimmt werden.

Jedes gescannte Pixel geht auch an die NutzerInnen

So führt ein Wert von 100 Pixeln Breite zu einem Thumbnail-Teppich im PDF, der von uns voreingestellte Durchschnittswert von 1.000 Pixeln ist ein guter Kompromiss von Lesbarkeit und Dateigröße, wir ermöglichen aber auch – ohne wenn und aber – den Download der vollständigen Scanauflösung. Natürlich wie immer ohne verunstaltende Wasserzeichen. Ich verfolge hier strikt die Devise: es ist nicht an uns als Bibliothek, Ihnen eine spezifische Nutzungsweise vorzuschreiben. Daher ist es unsere bewusste Strategie, eine maximale Flexibilität anzubieten.

pdf

Das Nutzerinterface des neuen PDF-Downloads

Um Ihnen die Entscheidung zwischen Qualität und Dateigröße zu vereinfachen, geben wir auf dem Download-Button direkt eine Hochrechnung an, wie groß die angefragte Datei in etwa sein wird. Hierbei ist wichtig zu wissen, dass es wirklich nur eine grobe Schätzung ist: die reale Dateigröße kann gut um bis zu 100% abweichen.

Ungenauigkeiten aushalten – für eine bessere User Experience

Diese Herangehensweise führte intern zu einigen Diskussionen: BibliothekarInnen schätzen keine Ungenauigkeiten, schon gar nicht in diesen Größenordnungen. Das übliche Vorgehen wäre, eine solche Angabe dann konsequent auszublenden. Ich hingegen bin der Auffassung, dass NutzerInnen die Information, ob der Download ca. 20 MB oder 200 MB groß sein wird, sehr wohl zu schätzen wissen. Die Größenordnung zählt – es ist demgegenüber einigermaßen egal, ob die Datei nun 15, 20 oder 25 MB groß ist.

Wege zum PDF

Sie erreichen den PDF-Download entweder aus der vollständigen Gliederung eines Werkes heraus, bei der Sie beliebige Strukturelemente wie Kapitel für den PDF-Download auswählen können. Oder aber Sie gehen über das Symbol des Werkzeug-Kastens im Bereich “Bild”.

Wege zum PDF-Download

Wege zum PDF-Download

Voraussetzung für die Funktionalität ist zum einen ein HTML5-fähiger Browser sowie aktiviertes JavaScript. Dem PDF vorangestellt wird eine Seite mit den grundlegenden bibliographischen Metadaten sowie dem persistenten Identifier. Für den Ausdruck ist es wichtig zu erwähnen, dass unsere PDFs keine Papiergröße (DIN A4 etc.)  vorgeben: im Druck-Dialog ist daher im Zweifel die Funktion „Auf Papiergröße skalieren“ zu aktivieren.

Der PDF-Download wurde maßgeblich von Tim Jabs realisiert, der erst vor wenigen Monaten seine Ausbildung als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung bei uns in der Abteilung Informations- und Datenmanagement (IDM) abgeschlossen hat.

Weitere neue Features der Digitalisierten Sammlungen wie Doppelseitenansicht, verbesserte Trefferliste, Expertensuche oder Responsives Design werden wir in separaten Beiträgen in Kürze hier veröffentlichen.

Unter den Gerüsten – ein Baustellenspaziergang

Ob Berlin tatsächlich dazu verdammt ist, ‚…immerfort zu werden und niemals zu sein‘ wie Karl Scheffler, der deutsche Kunstkritiker und Publizist es einmal formulierte, lassen wir hier mal dahingestellt. In einer Stadt, in der Events wie der ‚Tag der offenen Baustelle‘ und das ‚Ballett der Baukräne‘ ein in die Zehntausende gehendes Publikum finden, kann man allerdings annehmen, dass es eine gewisse Baustellenaffinität gibt. Weiterlesen

Hits von der Renaissance bis zum 20. Jh.

Ein neues Online-Portal versammelt 14.000 historische Liedflugdrucke und macht sie einem breiten Publikum zugänglich

Ein zentrales Online-Portal für 14.000 historische Lieddrucke: Das Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Universität Freiburg (ZPKM), das Archiv des Österreichischen Volksliedwerks und die Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz hat das Projekt „VD Lied – Das Verzeichnis der deutschsprachigen Liedflugdrucke“ abgeschlossen. Die Plattform macht erstmals ein musikalisches und kulturelles Repertoire, das sich vom 16. bis zum 20. Jahrhundert erstreckt, einem breiten Publikum zugänglich. Das Portal soll Forscherinnen und Forschern weltweit eine umfangreiche Datenbank bieten. Unter anderem ermöglicht es die Plattform, nach dem Liedanfang, aber auch nach Refrain und Melodienverweisen sowie Strophen- und Zeilenzahl zu suchen. Zusätzlich können Interessierte über eine Volltextsuche in allen im Projekt erfassten Daten recherchieren. Das Material steht nun für eine musikalische und wissenschaftliche Auseinandersetzung einer breiten Öffentlichkeit uneingeschränkt und kostenlos zur Verfügung.

Lange Zeit, bevor es Notendrucke und Schallplatten gab, wurden populäre Lieder durch Flugschriften verbreitet, die an Straßenecken oder auf Jahrmärkten feilgeboten wurden. Manchmal erklang eine Drehleier, eine Drehorgel oder Harfe, um auf die Medien aufmerksam zu machen und sie gewinnbringend zu verkaufen. „Die Liedinhalte umfassen die ganze Spannbreite des privaten und des öffentlichen Lebens: Sex, Crime und Action sind genauso vertreten wie politische und religiöse Lieder“, sagt Dr. Dr. Michael Fischer, Geschäftsführender Direktor des ZPKM. Die historische Bedeutung der digitalisierten Stücke erstreckt sich jedoch nicht nur auf die besungenen Inhalte, die Aufschluss über Vorstellungsweisen und Mentalitäten früherer Generationen geben, sondern auch auf die mediale Darbietung. Durch die Beigabe von Bildern und Zierleisten versuchten die Produzenten, die Lieddrucke aufzuwerten. Spätere Liedflugschriften enthalten mitunter Noten zum Mitsingen.

Bei dem nun im Internet frei zugänglichen Repertoire sind viele Drucke vertreten, die lediglich in einem einzigen Exemplar erhalten geblieben sind. „Durch die Digitalisierung dieser Bestände wird europäisches Kulturgut von der Frühen Neuzeit bis in die Moderne öffentlich zugänglich gemacht“, hebt die Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin, Barbara Schneider-Kempf, hervor. Die Zusammenarbeit zwischen der Staatsbibliothek und dem damaligen Deutschen Volksliedarchiv – dem heutigen ZPKM – begann in den 1930er Jahren und wird jetzt auf einer neuen inhaltlichen und technischen Grundlage fortgeführt.

In das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt wurden zudem die Bestände aus dem Archiv des Österreichischen Volksliedwerks in Wien eingebettet. „Sie ergänzen die Berliner und Freiburger Bestände in hervorragender Weise, weil sie den süddeutschen-österreichischen Kulturraum inklusive der Kronländer der ehemaligen k.u.k. Monarchie abdecken“, erklärt Irene Egger, Geschäftsleiterin des Österreichischen Volksliedwerks.

Das von der Staatsbibliothek zu Berlin zusammen mit der Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes entwickelte Portal soll weiter wachsen und steht Ergänzungen aus anderen einschlägigen Sammlungen offen. Bereits heute eröffnet die inhaltliche Erschließung der Flugdrucke den Zugang zu etwa 30.000 Liedern.

Honorarfreie Abbildungen
www.vd-lied.de
http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000E00400000005
http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000EEC600000005
http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000933500000009
http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000D6C400000005
http://archiv.onb.ac.at:1801/webclient/DeliveryManager?pid=2645691&custom_att_2=simple_viewer

Pressekontakte:
Dr. Dr. Michael Fischer
Zentrum für Populäre Kultur und Musik
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: +49 (0)761/70503-15
E-Mail: michael.fischer@zpkm.uni-freiburg.de
www.zpkm.uni-freiburg.de

Jeanette Lamble
Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Tel.: +49 (0)30 266 431444
E-Mail: jeanette.jamble@sbb.spk-berlin.de
http://staatsbibliothek-berlin.de

Irene Egger
Österreichisches Volksliedwerk
Tel.: +43 (0)15 126335-14
E-Mail: irene.egger@volksliedwerk.at
www.volksliedwerk.at