Coole Zeitschrift!

Trotz Zopf-Klischee und Staubvorwürfen gelingt es zuzeiten auch Bibliotheken, hart am Wind des herrschenden Zeitgeschmacks zu segeln. Das behaupten wir jetzt einfach mal so, haben wir doch, um im Bild zu bleiben, den Rückenwind einiges positiven Feedbacks auf unserer Seite.

Seit der im Februar erschienenen ersten Ausgabe 2017 präsentiert sich das bereits im zwölften Jahr erscheinende Magazin im gänzlich neuen Gewand. Prägte lange Zeit ein schlichtes Weiß als Leinwand für wechselnde Motive aus Beständen oder Bibliotheksgebäuden die Titelbilder der Zeitschrift, so ruft das neue Heft in fröhlichem Rot den potentiellen Leserinnen und Lesern ein ‘Nimm mich mit!’ entgegen. Das scheint auch ganz praktisch zu funktionieren, war doch die Ausgabe 1/2017 schnell vergriffen.

Auch sonst hat sich so einiges verändert, hier ein Auszug aus dem Begleitbrief zum ersten Heft im neuen Gewand:

Auf den ersten Blick mag nichts an das bisher gewohnte Magazin erinnern. Neu ist die auffällige Titelgestaltung, die sich bis auf die Rückseite erstreckt. Neu ist ein kleiner Berlin-München-Navigator, der uns am unteren rechten Seitenrand mitteilt, aus welcher Bibliothek ein Beitrag stammt. Und neu sind auch die verwendeten Schriften aus dem Hause Foundry in London. Soweit der erste Blick.

An der Seitenaufteilung, dem sogenannten Raster und grafischen Herz jeder Publikation, wurden kaum Veränderungen vorgenommen. Die Artikel erscheinen wie gewohnt in zwei Spalten. Eine dritte Randspalte schafft Platz für Zusatzinformationen. Wer in einer Bibliothek tätig ist, der weiß, dass sich diese Aufteilung über Jahrhunderte etabliert und bewährt hat. Sie wurde tausendfach nach Kriterien der Lesefreundlichkeit und Ästhetik untersucht und schneidet bis heute mit Bestnoten ab, selbst bei rasant verändernden Lesegewohnheiten.

So haben wir grafisch erneuert und dabei das Gute und Bewährte erhalten. Die redaktionelle Arbeit erfolgt auf ebenso bewährte Weise wie bisher an den Standorten in Berlin und München.

Das grafische Konzept und die Gestaltung stammen von Sandra Caspers, einer Mitarbeiterin der Staatsbibliothek zu Berlin. Sie hatte im Vorfeld eine Reihe von verschiedenen Entwürfen erarbeitet, die Auswahl des kühnsten unter diesen trafen in einem sehr demokratischen Abstimmungsprozess die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Bibliothek.

Inhaltlich spannt sich der Bogen wie eh und je über das gesamte Spektrum der Arbeitsgebiete der beiden Staatsbibliotheken in Berlin und München. Da gibt es Aufsehen erregende Entdeckungen in den alten Sammlungen, neueste Forschungsprojekte und Feuilletonistisches – gemeinsam ist allen Artikeln, dass sie weniger belehren, als vielmehr unterhalten wollen. Auch dazu passt – so finden wir – das neue Design hervorragend.

Und selbstverständlich freut es uns, wenn  Lob auch aus unerwarteten Richtungen kommt. So schrieb ein Leser der Bayerischen Staatsbibliothek: “Kürzlich kam die vierzehnjährige Claire in mein Büro, erblickte das Bibliotheksmagazin 1/17 auf meinem Schreibtisch und rief, ohne mich zu begrüßen, aus: ‘Coole Zeitschrift’.” Herzlichen Dank für diese Zuschrift und natürlich auch an Claire für das Lob, da ist uns offensichtlich auch die Ansprache jüngerer Leserinnen und Leser gelungen.

Und Sie sind jetzt hoffentlich neugierig genug und möchten wissen, wie Sie an die neueste Ausgabe herankommen können? Online ist sie bereits verfügbar und unter diesem Link erhältlich. Die gedruckte Ausgabe wird in diesen Tagen in unseren Häusern ausgelegt. Achten Sie auf ein cooles Heft in Rot!

Berliner Theaterlandschaft im Wandel – Castorf und Peymann an der Staatsbibliothek

Das Berliner Theater befindet sich im Wandel. In diesen Tagen wird zum letzten Mal eine Inszenierung von Frank Castorf, der die Theaterlandschaft der Hauptstadt geprägt hat wie kaum ein zweiter, in der Volksbühne zu sehen sein. Die Zeichen stehen auf Abschied – das wird nicht nur durch die Abnahme des Schriftzuges OST auf dem Dach der Volksbühne deutlich. Chris Dercon, früherer Direktor der Tate Gallery of Modern Art in London, wird als Nachfolger von Castorf der Volksbühne ein ganz neues Gesicht verleihen. Seine Vision ist die eines Mehrspartenhauses für Theater, Tanz, Musik, Mode und vieles mehr. Dercon erhielt dafür bereits im Vorfeld harte Kritik. Wie sich das Haus verändern wird, wird sich jedoch erst in den nächsten Monaten zeigen.

Frank Castorf hinterlässt auf jeden Fall ein großes Erbe. Schon früh ging er – damals noch in der DDR – ans Theater. Auch wenn er immer wieder in Westdeutschland inszenierte, Frank Castorf war und ist immer mit der Volksbühne im Osten Berlins verbunden. Bereits seit 1992 ist er dort als Intendant tätig. Castorf wurde mehrmals von der Theaterzeitschrift „Theater heute“ zum Regisseur des Jahres gewählt und hat durch seine experimentelle Ästhetik das Theater der Bundesrepublik maßgeblich geprägt. Sein „postdramatisches Theater“ ist für Publikum wie Schauspielerinnen und Schauspieler immer anstrengend und herausfordernd. Stundenlange Provokationen, eine lediglich als Inspirationsquelle und manchmal bis zur Unkenntlichkeit veränderte literarische Vorlage sowie der intensive Einsatz von Kamera und Leinwand sind klare Anzeichen für einen „echten“ Castorf. Seine letzte Inszenierung von Goethes Faust wurde von der Kritik begeistert aufgenommen. Mit Baumeister Solness nach Henrik Ibsen wird die Ära Castorf an der Volksbühne am 1. Juli 2017 schließlich beendet.

Doch nicht nur Frank Castorf verlässt die Volksbühne, auch Claus Peymann am Berliner Ensemble überlässt ab der Saison 17/18 das Ruder am Brechtschen Traditionshaus Oliver Reese, der von Frankfurt nach Berlin übersiedelt. Auch Peymann hat das Theater in der Hauptstadt über lange Jahre mitgestaltet. Nach Stationen als Schauspieldirektor in Stuttgart und Bochum sowie der Direktion des Burgtheaters Wien wurde Peymann 1999 Intendant des Berliner Ensembles. Auch Peymann liebt die Provokation und machte sich mit umstrittenen Inszenierungen wie Thomas Bernhards „Heldenplatz“ einen Namen.  Am 2. Juli 2017 wird er sich als Intendant verabschieden und seinem Nachfolger das Feld überlassen. Der Generationswechsel in der Berliner Theaterlandschaft ist nicht aufzuhalten. Es werden neue Stücke, neue Ensembles und ganz neue Konzepte für das Theater in Berlin folgen. Es bleibt abzuwarten, was sich daraus alles entwickeln wird.

Die Staatsbibliothek hat traditionell einen großen Theaterbestand. Ob das nun Primär- und Forschungsliteratur oder gar unser umfangreiche Bestand an Theaterzetteln ist. Theater hatte und hat immer einen besonderen Stellenwert in der Bibliothek. Selbstverständlich darf da auch die aktuelle Literatur zu Castorf und Peymann nicht fehlen. Hier eine kleine Auswahl:

 

Literatur zu Frank Castorf:

Der Verlag „Theater der Zeit“ hat bereits im vergangenen Jahr Castorf ein eigenes Arbeitsbuch mit vielen spannenden Aufsätzen von renommierten Theaterschaffenden und TheaterwissenschaftlerInnen gewidmet. Wenn Sie mehr über die Ästhetik von Castorf wissen möchten, dann werden Sie hier sicher fündig:

http://stabikat.de/DB=1/XMLPRS=N/PPN?PPN=86244120X

Gespräche mit Frank Castorf haben wir gleich mehrfach im Bestand:

http://stabikat.de/DB=1/XMLPRS=N/PPN?PPN=278877273

Der Titel „Republik Castorf: die Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz seit 1992: Gespräche“ herausgegeben von Frank Raddatz befindet sich ebenfalls im Bestand, ist aber momentan noch in Bearbeitung.

Ein Blick in die Geschichte der Volksbühne bietet der Titel „Zehn Jahre Volksbühne“:

http://stabikat.de/DB=1/XMLPRS=N/PPN?PPN=360571727

Wenn Sie mehr über das Leben Castorfs erfahren möchten, können Sie sich in dieser Biografie informieren:

http://stabikat.de/DB=1/XMLPRS=N/PPN?PPN=352865822

 

Literatur zu Peymann:

18 Jahre war Claus Peymann Intendant beim Berliner Ensemble. Diese Zeit hat er nun auch in einer zweibändigen Veröffentlichung mit Fotos und Materialien festgehalten: Ferbers, Jutta/Peymann, Claus: „Das schönste Theater. Bertolt-Brecht-Platz 1: Direktion Claus Peymann 1999-2017: Erinnerungen und Bilanz. Ein Foto- und ein Materialienband.

Autobiographisches von Peymann finden Sie im Titel „Mord und Totschlag“. Interviews, Briefe und andere Dokumente geben ein facettenreiches Bild vom langjährigen Intendanten des Berliner Ensembles.

Auf diese beiden Titel können Sie ebenfalls gespannt sein. Verfolgen Sie unsere Neuerwerbungen. Bald werden die Titel für Sie zur Verfügung stehen.

Und schließlich sollten bei „Peymann von A bis Z“ alle Fragen beantwortet werden können:

http://stabikat.de/DB=1/XMLPRS=N/PPN?PPN=566030470

 

Wenn Sie vom Theater immer noch nicht genug haben, dann stöbern Sie doch mal im neuen Portal des Fachinformationsdienstes für darstellende Kunst:

http://www.performing-arts.eu/

Mit nur einem Klick können Sie hier sämtliche relevante Datenbanken, Bestände von Bibliotheken, Museen und Archive und vieles mehr durchsuchen.

Buchpatenschaft für den Monat Juli

Aber hier wie überhaupt, kommt es anders als man glaubt.” Oder “Du ziehst mir nicht das Grüne an, das ich nun mal nicht leiden kann.” Diese Verse aus “Plisch und Plum” und “Die fromme Helene” sind wie viele andere bekannte Reime in ungezählten Ausgaben von Wilhelm Buschs Bildergeschichten veröffentlicht. Für die Buchpatenschaft im Juli haben wir uns jedoch einen besonderen Band von Wilhelm Busch ausgesucht.

 

Faksimile-Reproduktion einer Zeichnung von Wilhelm Busch aus dem Band: Wilhelm Busch: Bildergeschichten und Zeichnungen der Sammlung Wrede. Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 Staatsbibliothek zu Berlin-PK

Busch, Wilhelm: Bildergeschichten und Zeichnungen der Sammlung Wrede. Hannover: Norddeutsche Verlagsanstalt O. Goedel, 1928. Signatur: 4° Nt 521/20. Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 Staatsbibliothek zu Berlin-PK

Busch, Wilhelm: Bildergeschichten und Zeichnungen der Sammlung Wrede. Mit einem Geleitwort von Max Slevogt. Erläuternder Text von Robert Dangers. Hannover: Norddeutsche Verlagsanstalt O. Goedel, 1928.

[9], 44 Bl., 4°. Überwiegend eingeklebte Illustrationen.
In seinem kurzen Gleitwort stimmt der Maler Max Slevogt die Stimmlage des wunderschönen Tafelbandes an: Eine feierliche Denkmalsetzung birgt auch Nachteile, da mit dem Bild in Erz oder Stein die wahren Gesichtszüge des Bedachten verdrängt werden –nur dieser eine, Denkmal gewordene Gesichtszug wird fortan erinnert. Die im vorliegenden Bildband versammelten Bildergeschichten und Handzeichnungen Wilhelm Buschs aus der Sammlung Wrede fügen dem „populären Bilde ‚unseres‘ Busch“ – also dem des humoristischen Dichters und Zeichners – weniger bekannte Züge hinzu, die aber nicht minder wichtig sind. Eröffnet wird der Band mit einer Chromotypie des Selbstbildnisses von Wilhelm Busch, dann umreißen 45 Faksimile-Reproduktionen seine zeichnerische Meisterschaft auch jenseits der weltweit bekannten Bildergeschichten.

Nötige Reparaturen: Einbanderhaltung

Kalkulierte Kosten: 168 €

 

 

 

Übernehmen Sie eine Buchpatenschaft bei den “Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.”

Wenn Sie Interesse daran haben, dass dieser historische Tafelband zum Dichter und Zeichner Wilhelm Busch  restauriert und damit wieder benutzt werden kann, dann schreiben Sie an freunde@sbb.spk-berlin.de.  Für Ihre Hilfe, ein bedrohtes Werk vor dem Verfall zu bewahren, erhalten Sie:

  • ein Exlibris aus alterungsbeständigem Papier mit Ihrem Namen oder einem von Ihnen gewünschten Namen,
  • die Möglichkeit, das restaurierte Werk zu besichtigen beim Jahresempfang oder bei einem Termin nach Vereinbarung,
  • eine Spendenbescheinigung für Ihr Finanzamt. Kontakt: Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V., Gwendolyn Mertz, Unter den Linden 8, 10117 Berlin, Telefon: 030 – 266 43 8000, Mail: freunde@sbb.spk-Berlin.de
  • Weitere Hinweise zu Buchpatenschaften und eine große Auswahl an  Patenschaften aus allen Abteilungen der Staatsbibliothek zu Berlin finden Sie auf der Seite der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V. Das Spektrum reicht weit über Bücher hinaus – hier finden Sie auch Noten, Landkarten, Zeitungen, Handschriften.

Neuigkeiten zur nächsten Fahrradcodieraktion

Da unsere letzte Fahrradcodieraktion in der Potsdamer Straße so viel Zuspruch gefunden hat, haben wir nach einer Möglichkeit gesucht, dieses Angebot für unsere Leser*innen am Standort Unter den Linden zu wiederholen.
Nach Einschätzung der Polizei Berlin ist eine sichere Stell- und Aktionsfläche im dortigen Bereich jedoch leider nicht realisierbar.
Wir planen daher, Ihnen Im nächsten Frühjahr erneut vor dem Haus Potsdamer Straße die Gelegenheit zu bieten, Ihre Räder in einer kleinen Arbeitspause kennzeichnen zu lassen.
Wer nicht so lange warten möchte, kann auf den Webseiten der Polizei vielleicht terminfündig werden.

Einen schönen Sommer und allzeit gute Fahrt!

PS. Fühlen Sie sich über die Angebote der Staatsbibliothek gut informiert? Vermissen Sie einen Service? Wir sind an Ihrer Meinung sehr interessiert. Nutzen Sie gerne die Kommentarfunktion.

UPDATE: Keine Sicherheitsbedenken – Sperrungen aufgehoben

Die Arbeiten an der betroffenen Kalotte und die Überprüfung der anderen Kalotten sind abgeschlossen. Es bestehen keinerlei Sicherheitsbedenken. Turnusgemäß werden derzeit die zusätzlichen Seilsicherungen aller Kalotten ausgewechselt. Da diese Arbeiten ausschließlich nachts durchgeführt werden, können wir Ihnen ab sofort wieder einen uneingeschränkten, sicheren Benutzungsbetrieb gewährleisten.


UPDATE 21.6.: Teil der HB 10 weiterhin gesperrt im Haus Potsdamer Straße
Hier nun der Stand nach der heutigen Begehung:
Am kommenden Montag (26.6.) wird die betroffene Kalotte gesichert und alle im Umkreis geprüft. Dies hat zur Folge, dass die Sperrung bis Montag bestehen bleibt und am Montag ausgeweitet wird bis hin zum Standort HB 10 Qb 388.
An den folgenden Tagen werden auch die übrigen Kalotten geprüft und ggf. gesichert, d. h. es werden weitere Sperrungen nötig. Wir hoffen sehr, dass die Aktion bis zum Ende der kommenden Woche abgeschlossen werden kann. Bitte haben Sie weiterhin Verständnis dafür, dass wir im Interesse der Sicherheit zeitweise Bereiche sperren müssen.


STAND 16.6.:
O.k., wir haben es unterschätzt. Trotz jahrelanger Bauerfahrung sind wir auf die Aussage ‘Das dauert nicht lange’ hereingefallen. Deshalb jetzt erst heute hier der Hinweis, dass ein Teil der HB 10 zurzeit nicht zugänglich ist. Genau ist das der Bereich HB 10 Er 1420 – HB 10 Ev 1500 (deutsches Verkehrsrecht, Finanzrecht, Steuerrecht, Arbeitsrecht und Sozialrecht). Im 2. OG sind einige Arbeitsplätze vor der HB 6 gesperrt, dort besteht aber keine Zugangsbeschränkung zu Beständen.
Der Grund für die Sperrungen ist, dass bei einer der großen Lichtkalotten eine der Halterungen beschädigt ist. Bestimmt haben Sie Verständnis dafür, dass aus Sicherheitsgründen der direkt unter der Kalotte liegende Bereich so lange gesperrt bleiben muss, bis die Reparatur erfolgt ist. Wir haben jetzt die Zusicherung, dass die Reparatur am kommenden Mittwoch erfolgen soll. Bei dieser Gelegenheit sollen auch die Halterungen der übrigen Kalotten überprüft werden. Eventuell muss dann mit weiteren Sperrungen gerechnet werden. Wir legen aber Wert auf diese Überprüfung, um Ihre Sicherheit zu gewährleisten.

Slawistik-Workshop 2017

Call for Papers: Der Fachinformationsdienst Slawistik im Wandel der Informationsvermittlung

Am 16./17. November 2017 in der Staatsbibliothek zu Berlin

Im Oktober 2013 trafen sich Fachbibliothekare der Slawistik zu einer Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Aktuelle Informationsangebote für die Slawistik – 15 Jahre SSG Slawistik an der Staatsbibliothek zu Berlin“. Mittlerweile erfolgte eine Umstellung der SSG auf Fachinformationsdienste (FID). Seit 2016 betreut die Osteuropa-Abteilung der Staatsbibliothek zu Berlin mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft den FID Slawistik. Da ist es an der Zeit, eine Bilanz der Umstellung und Neuorientierung zu ziehen und Aufgaben für die Weiterentwicklung des FID und des Slavistik-Portals (SP) in Abstimmung mit den Fachbibliothekaren und der Fachwissenschaft herauszuarbeiten. In Zusammenarbeit mit der Kommission für Fachreferatsarbeit des Vereins deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VDB) und dem Deutschen Slavistenverband lädt die Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz zu einem Workshop ein.


Wir schlagen folgende Themen für Vorträge, Kurzreferate oder Workshops vor:

  • Die Anforderungen der Slawistik an die Informationsvermittlung
  • Slawistische Forschung im Wandel? Zur Rolle elektronischer Quellen und digitaler Informationen in der slawistischen Forschung
  • Das Slavistik-Portal – erweiterte Dienste im neuen Gewand
  • Lizenzen für elektronische Publikationen zur Slawistik – ungenutzte Potentiale?
  • Digitisation on Demand (DoD) für die slawistische Forschung
  • Neue Lieferanten für Literatur aus slawischsprachigen Ländern

Die Tagung richtet sich an Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die slawistische Fachbibliotheken betreuen sowie an Slawistinnen und Slawisten (Studierende, Promovierende, Lehrende, Forschende etc.), die ihre Ideen und Anforderungen an die Weiterentwicklung des Fachinformationsdienstes vorstellen wollen. Das Team des FID Slawistik freut sich über Ihre Vorschläge für Beiträge zu den oben genannten Themen oder ergänzende Fragestellungen.


Termin: Donnerstag, 16.11.2017 (ab 13 Uhr) und Freitag, 17.11.2017 (bis ca. 15 Uhr)
Ort: Staatsbibliothek zu Berlin
Länge der Beiträge inklusive Diskussion: wahlweise 15 oder 30 Minuten
Konferenzsprache: Deutsch
Organisation: Osteuropa-Abteilung der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz


Für die Planung der Räume bitten wir auch um Interessenbekundungen bezüglich einer Teilnahme ohne geplanten Vortrag bis 28.7.2017 per E-Mail.

Es wird eine Teilnahmegebühr in Höhe von € 50 erhoben (für Mitglieder des VDB und anderer bibliothekarischer Verbände € 30).

Bitte senden Sie Ihren Abstract (bis 3000 Zeichen) bis zum 28.07.2017 per E-Mail.

Hinweis: Ein Zuschuss für Übernachtungs- und Reisekosten kann für Vortragende bei Bedarf bis max. 200 Euro gewährt werden.

Stromausfall im Südosten Berlins – Verzögerungen in der Bereitstellung

Aufgrund eines massiven Stromausfalls im Südosten Berlins kommt es zurzeit zu Verzögerungen in der Bereitstellung. Betroffen sind alle Bestellungen auf Bestände im Außenmagazin Friedrichshagen.

Bitte schauen Sie vor Abholung bestellter Medien in Ihr Bibliothekskonto.

Werkstattgespräch zur typographischen Gestaltung von Libretto-Drucken am 4.7.

Wissenswerkstatt

Lieto fine – zur typographischen Gestaltung von Libretto-Drucken

Werkstattgespräch mit Rainer Falk, Universität Potsdam
Dienstag, 4. Juli 2017
18.15 Uhr
Konferenzraum 4
Haus Unter den Linden
Treffpunkt im Eingangsbereich (Rotunde)
Eintritt frei, Anmeldung erbeten

 

Immer schon wurden Opern – einerseits in Partituren bzw. Partitur-Auszügen, andererseits in Libretto-Drucken – publiziert, standen Notenausgaben ebenso wie Texteditionen in vielfältigen Wechselbeziehungen zu den Aufführungen der Werke. Bei der typographischen Gestaltung des Librettos wurde lange Zeit – zumindest solange der Zuschauerraum nicht abgedunkelt war – vor allem ein pragmatisches Ziel verfolgt, nämlich das Mitlesen während der Aufführung zu erleichtern. Durch buchgestalterische und drucktechnische Aufmachung sollte aber auch die Materialität des Ereignisses der Opernaufführung, die im Medium der Schrift verlorenzugehen drohte, bewahrt und in die Materialität des Drucks hinein verlängert werden. Diesem Phänomen geht der Vortrag anhand von Beispielen aus unterschiedlichen Epochen der Operngeschichte nach.

 

Eine Veranstaltung der Reihe Die Materialität von Schriftlichkeit

Alle Veranstaltungen der Wissenswerkstatt.

UPDATE: Teil der HB 10 weiterhin gesperrt im Haus Potsdamer Straße

Hier nun der Stand nach der heutigen Begehung:

Am kommenden Montag (26.6.) wird die betroffene Kalotte gesichert und alle im Umkreis geprüft. Dies hat zur Folge, dass die Sperrung bis Montag bestehen bleibt und am Montag ausgeweitet wird bis hin zum Standort HB 10 Qb 388.

An den folgenden Tagen werden auch die übrigen Kalotten geprüft und ggf. gesichert, d. h. es werden weitere Sperrungen nötig. Wir hoffen sehr, dass die Aktion bis zum Ende der kommenden Woche abgeschlossen werden kann. Bitte haben Sie weiterhin Verständnis dafür, dass wir im Interesse der Sicherheit zeitweise Bereiche sperren müssen.

 


Stand 16.6.:

O.k., wir haben es unterschätzt. Trotz jahrelanger Bauerfahrung sind wir auf die Aussage ‘Das dauert nicht lange’ hereingefallen. Deshalb jetzt erst heute hier der Hinweis, dass ein Teil der HB 10 zurzeit nicht zugänglich ist. Genau ist das der Bereich HB 10 Er 1420 – HB 10 Ev 1500 (deutsches Verkehrsrecht, Finanzrecht, Steuerrecht, Arbeitsrecht und Sozialrecht). Im 2. OG sind einige Arbeitsplätze vor der HB 6 gesperrt, dort besteht aber keine Zugangsbeschränkung zu Beständen.

Der Grund für die Sperrungen ist, dass bei einer der großen Lichtkalotten eine der Halterungen beschädigt ist. Bestimmt haben Sie Verständnis dafür, dass aus Sicherheitsgründen der direkt unter der Kalotte liegende Bereich so lange gesperrt bleiben muss, bis die Reparatur erfolgt ist. Wir haben jetzt die Zusicherung, dass die Reparatur am kommenden Mittwoch erfolgen soll. Bei dieser Gelegenheit sollen auch die Halterungen der übrigen Kalotten überprüft werden. Eventuell muss dann mit weiteren Sperrungen gerechnet werden. Wir legen aber Wert auf diese Überprüfung, um Ihre Sicherheit zu gewährleisten.

Wissenswerkstatt-Workshop Haus Potsdamer Straße | SBB-PK CC NC-BY-SA

Wissenswerkstatt-Workshops im Juli

In unserer Wissenswerkstatt vermitteln wir Ihnen elektronische Ressourcen oder Internetquellen zu Ihrem Fach, zeigen Ihnen Wege auf, wie Sie schnell und treffsicher zu den gewünschten Suchergebnissen kommen, elektronische Texte oder Digitalisate finden und diese weiter verarbeiten können. Im Juli möchten wir Sie zu folgenden Workshops einladen:

 

Workshop
Fragestunde Altbestand und Digitalisate – Ihre Themen und unsere Bücher aus vergangenen Jahren
Donnerstag, 6. Juli 16.00 Uhr

 

Workshop
Gewusst wie – Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten
Donnerstag, 13. Juli  16.30 Uhr

 

Workshop
Open Access Philologien
Dienstag, 18. Juli 16.00 Uhr

 

Außerdem:
Vom 27. Juni bis 11. Juli läuft unsere sechsteilige Veranstaltungsreihe für Promovierende “Lost in Dissertation“.

 

Zur Übersicht der Wissenswerkstatt

Ein Angebot der Staatsbibliothek zu Berlin und ihrer Kooperationspartner.