Unsere redaktionelle Auswahl für den Rückblick

“Widerstand im ‘Dritten Reich'” – Tagungsband erschienen

Im Mai des vergangenen Jahres fand in der Staatsbibliothek zu Berlin ein Kolloquium zum „Widerstand im ‚Dritten Reich‘“ statt. Die Vorträge liegen nun gedruckt vor:

Widerstand im „Dritten Reich“. Kolloquium an der Staatsbibliothek zu Berlin im Mai 2014. Hrsg. von Klaus G. Saur, Frankfurt am Main: Klostermann 2015 (= Klostermann Rote Reihe, 78). – 151 S. – 19,80 €.

Darin:

Klaus G. Saur: Einleitung. Widerstand im „Dritten Reich“ – Wolfgang Huber: Dietrich Bonhoeffer – das theologische Profil seines politischen Widerstands – Hildegard Kronawitter: Sophie Scholl – eine Ikone des Widerstands – Jürgen Zarusky: Widerstand als „Hochverrat“: Politische Justiz, Gegnerspektrum und Widerstandsbegriff – Klaus G. Saur: Die Emigration als Element des Widerstandes – Martin Sabrow: Die vergessene Erinnerung. Kommunistischer Widerstand und kulturelles Gedächtnis – Hans Maier: Christlicher Widerstand im „Dritten Reich“ – eine Spurensuche – Georg Ruppelt: Wo Goethe draufstand, war nicht immer Goethe drin. Tarnschriften als Mittel der politischen Auseinandersetzung und psychologischen Kriegsführung im 20. Jahrhundert – Andreas Heusler: Die Zukunft der Erinnerung. Wege und Konzepte des Widerstandsgedenkens – Peter Steinbach: „Wenn jeder wartet, bis der andere anfängt.“

Ankündigung der Neuerscheinung beim Verlag Klostermann:
http://www.klostermann.de/epages/63574303.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/63574303/Products/9783465042549

Endlich: das Haus Unter den Linden ohne Baugerüste

Wir freuen uns über diesen grandiosen Anblick: die Fassadensanierung am Haus Unter den Linden ist abgeschlossen und die Gerüste sind weitgehend demontiert.

70 Jahre Vereinte Nationen: Siebzig Jahre UNO-Arbeit in der Staatsbibliothek dokumentiert

Die Vereinten Nationen (UNO) feiern im Jahr 2015 ihr 70-jähriges Bestehen. „Wir, die Völker der Vereinten Nationen – fest entschlossen, künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren …“, lautet der erste Satz der Charta der Vereinten Nationen, die am 24. Oktober 1945 in San Francisco verabschiedet wurde.

Seit 1956 gehört die Staatsbibliothek zu Berlin zu den Depotbibliotheken der UNO.

Besonders dicht ist ihr Bestand an Dokumenten der Sonderorganisationen der UN-Familie, darunter der United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO), der World Bank, der International Atomic Energy Agency (IAEA), der World Health Organisation (WHO) und der Food and Agricultural Organisation (FAO). Die Resolutionen der Hauptorgane der UNO – darunter z. B. die der Generalversammlung und des Sicherheitsrats – sind auch in deutscher Übersetzung vorhanden. Alle UNO-Dokumente repräsentieren die Vielfalt der Aufgaben, Programme und Tätigkeitsfelder der Staatenorganisation von 1956 bis heute.

Im Online-Katalog www.stabikat.de sind die in der Staatsbibliothek gesammelten UNO-Veröffentlichungen nachgewiesen, alle können ausgeliehen werden. Wichtige Referenzmaterialien und Periodika stehen im Freihandbestand des Lesesaals im Haus Potsdamer Straße bereit. Die Staatsbibliothek bietet ebenfalls Zugriff auf die Datenbanken der Organisation, zum Beispiel sind die OECD i library und die International Monetary Fund eLibrary für registrierte Nutzerinnen und Nutzer zugänglich, weiterhin sind die frei zugänglichen Inhalte des World Bank Open knowledge repository erschlossen. Die zentrale Publikation der Vereinten Nationen ist das Yearbook of the United Nations.
Links zu Materialien der UNO zum 70. Gründungstag:

• Ausstellung der Dag Hammarskjöld Library: „70 Years, 70 Documents“: http://research.un.org/en/UN70
• Jubiläums-Website der UN: http://www.un.org/un70/en
• Link zur Sammlung amtlicher Publikationen an der Staatsbibliothek zu Berlin:
http://staatsbibliothek-berlin.de/die-staatsbibliothek/abteilungen/bestandsaufbau/amtsdruckschriften/internationale-organisationen/