Residualkategorie

Weiterhin starke Einschränkungen bei den Bestellmöglichkeiten

Noch immer gibt es Probleme mit der Klimatisierung im Hochmagazin der Potsdamer Straße und parallel werden in einem Bereich Reparatur- und Reinigungsarbeiten vorgenommen. Dadurch stoßen Sie weiterhin im StaBiKat sehr häufig auf den Hinweis „Momentan ist keine Bestellung auf die gewünschte Signatur möglich“. Je nach Signaturengruppe bzw. Standort des Buches empfehlen wir Ihnen den Besuch einer anderen Berliner Bibliothek, das Auslösen einer Fernleihe oder das Ausfüllen eines Leihscheins. Bitte sprechen Sie uns auf jeden Fall an, wenn Sie ein Buch benötigen.
Beim aktuellen, von Ihnen natürlich am meisten nachgefragten Bestand in der achten Etage, gehen wir davon aus, dass in etwa zwei Wochen wieder bestellt werden kann. Bis dahin gilt leider auch hier: haben Sie noch etwas Geduld und versuchen Sie, auf die zahlreichen anderen Bibliotheken in Berlin auszuweichen.
Als Dankeschön für Ihre Geduld möchten wir Ihnen erneut mit unseren Nutzungsgebühren entgegenkommen:
In der Zeit vom Di, 29. Mai bis So, 29. Juli erhalten Sie bei der Neuanmeldung oder Verlängerung kostenfreie Monatskarten.
Auch die Jahreskarten werden wir zu einem Stichtag Ende Juni noch einmal um drei Monate verlängern.
Uns ist bewusst, dass dies nur ein geringer Ausgleich für Ihre Geduld und die Mühen sind, die wir Ihnen abverlangen.
Bitte nehmen Sie auch weiterhin unser Beratungsangebot in Anspruch, damit wir Ihnen bei der Suche und der Beschaffung von Medien in anderen Einrichtungen behilflich sein können. Eine Bestellung über die Fernleihe macht leider nicht in allen Fällen Sinn, da hier ebenfalls Wartezeiten entstehen.
Außerdem möchten wir Sie auch auf unser umfangreiches Angebot an elektronischen Medien, sowohl Bücher, als auch Zeitschriften, aufmerksam machen. Die Recherche und der Zugriff erfolgen ebenfalls über unsere Online-Kataloge, häufig können diese Publikationen sogar im Fernzugriff genutzt werden. Auch hier helfen wir Ihnen gerne weiter.


25.5.2018: Reparaturen im Magazin leider noch nicht abgeschlossen

Zwei unterschiedliche technische bzw. baubedingte Probleme führen momentan dazu, dass Sie große Teile der Bestände im Haus Potsdamer Straße nicht bestellen können.

1. Kein Zugriff auf die aktuellen Bücher (Erwerbungen der letzten zehn Jahre) der Signaturengruppen 1A 775.000 – 999.999 und 10 A 1000 ff.

Die Reparatur- und Reinigungsarbeiten auf einer halben Magazinetage (8. OG) verzögern sich leider noch etwas, der Bereich ist komplett gesperrt. Nach Abschluss der Arbeiten durch Dienstleister müssen wir dann erst einmal alle Medien, die in den letzten Wochen an uns zurückgegeben wurden, wieder einsortieren. Das ist eine umfangreiche Maßnahme, die wir sehr zügig durchführen; dennoch können Sie nach derzeitigem Stand der Dinge wahrscheinlich erst ab 11. Juni wieder Bücher aus diesem Bereich in gewohnter Weise über den StaBiKat bestellen.
Bevor Sie für diese Bücher eine Fernleihe auslösen, denken Sie bitte daran, dass es mindestens eine Woche dauern wird, bis wir den Band aus einer anderen Bibliothek für Sie beschaffen können.
Unsere Mitarbeitenden an den Auskunftsstellen, am Telefon, bei der Fernleihe sowie an den Buchausgabestellen beraten Sie dazu gerne.

Nach den Reparatur- und Reinigungsarbeiten in der achten Magazinetage folgen auch noch einmal entsprechende Maßnahmen im siebten und sechsten Obergeschoss. Die dort aufgestellten Medien sind nicht ganz so aktuell wie im ersten Abschnitt und wir hoffen, dass die Arbeiten dort zügig vorangehen werden.
Der Abschluss der Arbeiten ist derzeit für Anfang August geplant.

2. Ausfall der Klimaanlage führt zu weiteren Einschränkungen

Pünktlich zu Beginn der warmen Jahreszeit und parallel zu den Reinigungs- und Reparaturarbeiten ist das komplette Hochmagazin in der Potsdamer Straße seit zwei Wochen ohne funktionsfähige Klimaanlage. Unser Klimatechniker und externe Firmen suchten nach dem Fehler, dieser wurde gefunden, ein Ersatzteil bestellt. Beim Einbau tauchte allerdings ein weiteres technisches Problem auf, das nun hoffentlich in den nächsten Tagen behoben werden kann. Bis dahin können wir die Hochmagazine zwar betreten, nicht aber wie gewohnt bedienen, d.h. es stehen weitere Monografien, aber auch Zeitschriftenbände nicht mehr über den StaBiKat zur Verfügung.

Die durch die technische und bauliche Situation im Magazin bedingten massiven Einschränkungen für Sie sind uns sehr bewusst. Wir möchten Sie in dieser Situation einladen und bitten, zu unseren Informationstheken oder Buchausgabestellen zu kommen, wann immer Sie ein dringend benötigtes Medium nicht bestellen können. Gemeinsam schauen wir nach, ob das Gesuchte in einer anderen Berliner Einrichtung für Sie zugänglich ist. Häufig ist es ganz einfach, ein Werk ohne zusätzliche Kosten an einer anderen Bibliothek zu nutzen.
Sollte das nicht der Fall sein, können Sie an unseren beiden großen Standorten gemeinsam mit den Mitarbeitenden einen Leihschein ausfüllen, den wir dann so schnell wie möglich prüfen und bearbeiten – sofern der Band nicht in einem gesperrten Magazinbereich steht, können wir ihn für Sie bereitstellen
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir diese Möglichkeit nicht elektronisch oder telefonisch anbieten können.
Da wir hoffen, dass der Ausfall der Klimaanlage bald behoben sein wird, raten wir hier von einer Bestellung über die Fernleihe ab.

Wir möchten Sie an dieser Stelle erneut um Entschuldigung für die entstandenen Unannehmlichkeiten bitten und uns sehr herzlich für Ihre Geduld und das große Verständnis bedanken, das Sie uns in den vergangenen Wochen bereits vielfach entgegengebracht haben. Wir wissen das sehr zu schätzen.

Sprechen Sie uns bitte jederzeit an, wir geben uns alle die größte Mühe, Ihnen trotz der aktuellen Schwierigkeiten zum gewünschten Buch zu verhelfen!

Unsere Auszubildenden berichten: ein Code gegen den Diebstahl

Ein Beitrag von Janina Meyer und Anja Mückisch

Am Dienstag, dem 24.04.2018 konnten Radfahrerinnen und Radfahrer bei einer Aktion in Kooperation mit der Polizei Berlin ihre Fahrräder codieren lassen. Zweck der Codierung ist es Diebe abzuschrecken und den Verkauf gestohlener Räder zu erschweren. Wenn Diebesgut wieder auftaucht, dann ermöglicht die Codierung es der Polizei außerdem, das Rad an seine Besitzerin bzw. seinen Besitzer zurückzugeben.

Foto: Polizei Berlin || CC BY-SANC 3.0

Bereits bei der ersten Codieraktion im letzten Jahr war das Interesse laut Polizei überdurchschnittlich hoch, doch dieses Jahr hat sich die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr sogar beinahe verdoppelt. Insgesamt codierten die Beamtinnen und Beamten der Polizei Berlin 111 Räder in Akkordarbeit. Darüber hinaus wurden heitere Gespräche geführt, Bibliotheksinfos gestreut und gesammelt und nebenbei noch eine Brise frische Berliner Luft genossen.

Für diejenigen, die Ihr Fahrrad leider nicht mehr bei uns codieren lassen konnten, bietet die Polizei Berlin regelmäßig weitere Termine an.

Das Organisationsteam der Staatsbibliothek bedankt sich bei der Polizei Berlin für die gute Zusammenarbeit und bei unseren Leserinnen und Lesern für das rege Interesse.

Buchpatenschaft für Monat Mai

Anlässlich des 70. Jahrestags der Gründung des Staates Israel haben wir für die Buchpatenschaft im Mai ein Buch aus der Sammlung der Displaced-Persons-Literatur ausgesucht. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs im Mai 1945 wurden die westlichen Besatzungszonen Deutschlands zur Transitstation für geschätzt 250.000 jüdische Flüchtlinge und Überlebende. Sie fanden eine erste Zuflucht in den Displaced-Persons-Camps der Alliierten. Hier stellten sie in den Jahren 1945 bis 1950 mehr als 400 Bücher und Zeitschriften her. Diese Literatur half den entwurzelten Menschen, die die Qualen der Arbeits-, Konzentrations- und Vernichtungslager überlebt oder im Untergrund und in Verstecken ausgeharrt hatten, nun jedoch nicht in ihre Heimatorte zurückkehren konnten oder wollten, sich mit Erlebtem auseinanderzusetzen, neue Orientierung zu finden, Bildung zu vermitteln, sich gegenseitig zu informieren oder zu agitieren.

 

Śimḥā Bûnem mip-Pršîsḥâ: Sefer Śiaḥ śarfe ḳodesh : ṿe-hu leshon Ḥasidim, amarot ṭehorot. o. O. ca. 1946, Bibliothekssignatur: 4 A 44812.

Śimḥā Bûnem mip-Pršîsḥâ: Sefer Śiaḥ śarfe ḳodesh : ṿe-hu leshon Ḥasidim, amarot ṭehorot. o. O. ca. 1946.
Bibliothekssignatur: 4 A 44812

Rabbi Simcha Bunem aus Przysucha (1765-1827) war ein chassidischer Zaddik aus Polen. In seiner Jugend studierte Simcha Bunem in Jeschiwot, in Mattersdorf und Nikolsburg. Nach seiner Rückkehr nach Polen unternahm er als Angestellter in einer Holzverarbeitungsfirma Reisen nach Leipzig, schloss später ein Studium der Pharmakologie in Danzig ab, eröffnete in Przysucha eine Apotheke und wurde wohlhabend. Gleichzeitig setzte er in Lublin seine chassidischen Studien beim Seher von Lublin fort und wurde ein Freund und Lieblingsschüler von Jaakow Jizchak von Przysucha.

Einer der zentralen Punkte seiner religiösen Lehren war das Streben nach Wahrheit und er beeinflusste zahlreiche bedeutende jüdische Gelehrte. Simcha Bunem meinte, der Chassid müsse das Gebot “Ihr sollt einander nicht täuschen” (Lev 25,17 EU) auch auf sich selbst beziehen.

Rabbi Simcha Bunem verfasste selbst keine Schriften. Seine Lehren und seine Biographie wurden in verschiedenen Büchern erst nach seinem Tod veröffentlicht. Eine ebensolche Anthologie von Reden und Anekdoten des berühmten Rabbis ist das hier vorliegende Buch “Śiaḥ śarfe ḳodesh”.

 

Nötige Reparaturen: Trockenreinigung, Klammern entfernen und mit Heftfaden innen ersetzen, Kanten glätten, Risse sichern, Fehlstellen ergänzen, Umschlag von verso zur Stabilisierung kaschieren.

Kalkulierte Kosten:  245 €

 

Übernehmen Sie eine Buchpatenschaft bei den “Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.”

Wenn Sie Interesse daran haben, dass dieses Buch aus der Sammlung DP-Literatur restauriert und damit wieder benutzt werden kann, dann schreiben Sie an freunde@sbb.spk-berlin.de.  Für Ihre Hilfe, ein bedrohtes Werk vor dem Verfall zu bewahren, erhalten Sie:

  • ein Exlibris aus alterungsbeständigem Papier mit Ihrem Namen oder einem von Ihnen gewünschten Namen,
  • die Möglichkeit, das restaurierte Werk zu besichtigen beim Jahresempfang oder bei einem Termin nach Vereinbarung,
  • eine Spendenbescheinigung für Ihr Finanzamt. Kontakt: Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V., Gwendolyn Mertz, Unter den Linden 8, 10117 Berlin, Telefon: 030 – 266 43 8000, Mail: freunde@sbb.spk-Berlin.de
  • Weitere Hinweise zu Buchpatenschaften und eine große Auswahl an Patenschaften aus allen Abteilungen der Staatsbibliothek zu Berlin finden Sie auf der Seite der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.  Das Spektrum reicht weit über Bücher hinaus – hier finden Sie auch Noten, Landkarten, Zeitungen, Handschriften.