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„Man empfindet Unruhe, wenn ein Tier irgendwo auftaucht.“

Am 11. September stellte der Kinderbuchautor und -illustrator Sebastian Meschenmoser im Rahmen des internationalen literaturfestals berlin sein neuestes Werk Die verflixten sieben Geißlein vor und sprach über seine Illustrationen zu der Neuübersetzung von Der Wind in den Weiden. Zu Beginn des Abends führte Carola Pohlmann, die Leiterin der Kinder- und Jugendbuchabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin, ein kurzes Interview, in welchem Meschenmoser über seine Arbeit als Illustrator und Maler berichtete. Im Anschluss daran las Meschenmoser aus beiden Werken vor und begeisterte mit einigen Live-Zeichnungen.

Sebastian Meschenmoser: Die verflixten sieben Geißlein (2017)

Sebastian Meschenmoser: Die verflixten sieben Geißlein (2017). Mit frdl. Genehmigung des Thienemann-Esslinger Verlags.

Bereits in der Schulzeit stand für Sebastian Meschenmoser das Berufsziel „Kinderbuchillustrator“ fest. Beatrix Potter, Ernest Shepard und der Autor Roald Dahl hätten ihn seit seiner Kindheit fasziniert, bekannte er. Für das Studium der Freien Kunst entschloss er sich dann aufgrund der Überlegung, sich in dem Rahmen frei entfalten und gleichzeitig nebenbei an seinen Illustrationen arbeiten zu können. Heute trennt Meschenmoser klar zwischen beiden Tätigkeiten, der des Künstlers und der des Illustrators. Letztlich ergänze sich aber doch beides, räumte er ein.

Der Arbeitsprozess für einen neuen Band beginnt bei Sebastian Meschenmoser mit den Illustrationen, erst danach schreibt er die Texte zu seinen Geschichten. Lediglich bei Rotkäppchen hat keine Lust ging er in umgekehrter Reihenfolge vor. Das liege daran, erklärte Meschenmoser, dass er sich seine Geschichten in Form von Bildern ausdenke, und deswegen sei es auch nicht verwunderlich, dass seine Bilder mehr erzählen können als der Text selbst. Abschließend erfolge jeweils eine kritische Prüfung durch „Testkinder“, so bekomme er einen Eindruck, wie seine Arbeit aufgenommen werde.

Zu seinem Werk Gordon und Tapir erzählte der Künstler, dass es stark von seinen Erfahrungen in WGs zu Studienzeiten beeinflusst wurde. Er sei sich aber nicht sicher, ob er Pinguin oder Tapir sei. Meschenmoser zeichnet vorzugsweise Tiere, da Leser gegenüber diesen keine Vorurteile hätten oder anders ausgedrückt: „Niemand hat schlechte Erfahrungen mit Tapiren.“ Tiere faszinieren ihn auch deshalb, da man nicht wisse, was in ihnen vorgehe und es eine gewisse Urangst vor Tieren – auch speziell in Räumen – zu geben scheine: „Man empfindet Unruhe, wenn ein Tier irgendwo auftaucht.“ Während seines Studiums in Mainz betrieb Meschenmoser Tierstudien im Frankfurter Zoo. Als Protagonisten seiner Geschichten wählt er heute nach Möglichkeit Tiere aus, die dem Charakter der Figuren entsprechen. Sich selbst dagegen, so Meschenmoser, zeichne man eigentlich eher aus Versehen. In dem Band Die verflixten sieben Geißlein habe er dagegen durchaus Spielzeuge seiner eigenen Kindheit verarbeitet. Auch eine ganz bestimmte Palme, die im Laufe der Jahre mitgewachsen sei, finde sich in seinen Büchern immer wieder.

Der Wind in den Weiden / illustriert von Sebastian Meschenmoser. (2017)

Der Wind in den Weiden / illustriert von Sebastian Meschenmoser. (2017). Mit frdl. Genehmigung des NordSüd-Verlags.

Um sich für die von Sybil Gräfin Schönfeld neu übersetzte Ausgabe von Der Wind in den Weiden inspirieren zu lassen, suchte Meschenmoser nach Bildideen in früheren Ausgaben des Klassikers von Kenneth Grahame. Als Beispiel nannte er die eher düster wirkenden Illustrationen Robert Ingpens. Meschenmoser hingegen wollte eine eher leichte Seite der Geschichte hervorheben.

Das Besondere an diesem Werk liegt im Wechsel zwischen Öl und Aquarell. Jedes Kapitel ist mit jeweils einem Ölbild sowie einigen Aquarellen ausgestattet. Meschenmoser erklärte, dass er die Leser dadurch bewusst irritieren wolle, um die Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten. Als eine Art Testlauf betrachtete er insofern den Band Herr Eichhorn und der König des Waldes, in dem er erstmals einige Ölbilder verwendete. Eine spezielle Schwierigkeit, Grahames Roman zu illustrieren, habe darin bestanden, das Verhältnis Tier-Mensch-Tier umzusetzen, da es neben den Tieren als Charaktere auch Nutztiere gab und es galt, diesen Unterschied auch bildlich klarzumachen.

Sebastian Meschenmoser zeichnet Kröterich zur Lesung von Carola Pohlmann.

Das abschließende Highlight des Abends waren die Live-Zeichnungen von Kröterich und von Herrn Dachs, die Sebastian Meschenmoser anfertigte, während Carola Pohlmann aus dem Kapitel „Kröterichs Abenteuer“ vorlas. Besonders Kröterich hatte es Sebastian Meschenmoser während der Arbeit an den Illustrationen angetan, da er interessant zu zeichnen war. Ein besonderes Merkmal von Herrn Dachs ist sein Rauschebart, der sehr an Harry Rowohlt erinnert, was der Künstler dadurch erklärte, dass er während seiner Arbeit stets dem Hörbuch zu Der Wind in den Weiden gelauscht habe. Sprecher: Harry Rowohlt.

 

Text: Salome Berhanu

Slawistik-Workshop 2017

Workshop: Der Fachinformationsdienst Slawistik im Wandel der Informationsvermittlung

In Zusammenarbeit mit der Kommission für Fachreferatsarbeit des Vereins deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VDB) und dem Deutschen Slavistenverband sowie mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) lädt die Osteuropa-Abteilung der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz zu einem Workshop ein. Dieser richtet sich an Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die slawistische Fachbibliotheken betreuen, sowie an Slawistinnen und Slawisten (Forschende, Lehrende, Promovierende und Studierende), die ihre Ideen und Anforderungen an die Weiterentwicklung des Fachinformationsdienstes und des Slavistik-Portals einbringen und gemeinsam diskutieren wollen.

Vor vier Jahren, im Oktober 2013, noch vor der Umstellung der DFG-Förderung von SSGs auf FIDs trafen sich Fachbibliothekar/innen der Slawistik zu einer Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Aktuelle Informationsangebote für die Slawistik – 15 Jahre SSG Slawistik an der Staatsbibliothek zu Berlin“, zogen ein Resümee der Arbeit am SSG und entwickelten gemeinsam Perspektiven für den geplanten Fachinformationsdienst Slawistik. Seit Anfang 2016 betreut die Osteuropa-Abteilung der SBB den FID Slawistik mit Unterstützung der DFG in der ersten Förderphase. In dieser Zeit gab es im Bereich Literaturbeschaffung große Umbrüche, deren Auswirkungen ebenso Thema sein werden wie die Perspektiven und Entwicklungspotentiale für die Fortsetzung des FID und für das Slavistik-Portal.

Termin: Donnerstag, 16.11.2017 (ab 13 Uhr) und Freitag, 17.11.2017 (bis ca. 15 Uhr)

Ort: Staatsbibliothek zu Berlin, Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin

Organisation:  Osteuropa-Abteilung der Staatsbibliothek zu Berlin – PK, Tel. +49-(0)30-266-435-601, E-Mail

Anmeldung: Zum Anmeldeformular

Es wird eine Tagungsgebühr in Höhe von € 50 erhoben (für Mitglieder des VDB und anderer bibliothekarischer Verbände € 30).


Programm

16. November 2017

13:00-13:30 Uhr Anmeldung

13:30 Uhr Begrüßung und Eröffnung

13:45-15:15 Uhr

Themenkreis 1: Fachinformationsdienst und Forschungsanforderungen

  • Zur Entwicklung des FID Slawistik
    Olaf Hamann (SBB PK, Osteuropa-Abteilung): Vom SSG zum FID – neue Aspekte der Abstimmung und Kooperation mit der slawistischen Forschung in Deutschland
    Abstract: Seit Januar 2016 entwickelt die SBB PK den Sammlungsschwerpunkt Slawistik im Rahmen des DFG-geförderten FID Slawistik. Die Medienlandschaft ist im Umbruch. Die Informationsspezialisten in den Bibliotheken stehen vor neuen Anforderungen an die Kooperation mit den Slawistinnen und Slawisten. Ein Fachbeirat unterstützt die SBB PK.
  • Die Anforderungen der Slawistik an die Informationsvermittlung
    Dr. Anja Otto (Humboldt-Universität zu Berlin, Universitätsbibliothek): Typische Probleme von Slawist*innen bei der Literaturrecherche – Anforderungen an Suchsysteme
    Abstract: Slawist*innen sind bei der Literaturrecherche mit einigen wiederkehrenden typischen Problemen konfrontiert. Diese haben ihre Ursache vor allem in den unterschiedlichen Transliterationssystemen, die verschiedenen Suchsystemen (Discovery-Systeme, Datenbanken) zugrunde liegen und sich auch auf die Funktionalität von Linkresolvern auswirken.  Anhand von einigen Beispielen aus der Praxis wird die Problematik illustriert und sich daraus ergebende Anforderungen an ideale Suchsysteme werden zur Diskussion gestellt.
  • Informationsressourcen für Slawisten
    Katrin Nagovnak (Paris Lodron Universität Salzburg, Universitätsbibliothek): „Informationsressourcen für Slawisten“: Best Practice und Desiderate in der slawistischen Informationsvermittlung
    Abstract: Die Slawistik als „kleine“ Philologie steht selten im Fokus der universitären Informationsvermittlung. Umso wichtiger ist es daher, StudentInnen und WissenschaftlerInnen gut zugängliche Alternativangebote bereitzustellen, um über die Möglichkeiten einer fachspezifischen Recherche und Forschung informieren zu können – insbesondere in Form von digitalen Informationsplattformen. Um diese optimal gestalten zu können, ist es wiederum wichtig, über die Stärken und Schwächen slawi(sti)scher Informationsinfrastrukturen Bescheid zu wissen. Doch was genau zeichnet die Slawistik als „Recherchefach“ aus und wie können sich SlawistInnen diese Stärken und Schwächen zu Nutze machen? Auf dieser Frage aufbauend soll überlegt werden wie man slawistische Informationsplattformen noch besser/effizienter/anders gestalten könnte.
  • Diskussion und Erfahrungsaustausch

15:15-15:45 Uhr Kaffeepause

15:45-17:15 Uhr

Themenkreis 2: Aktuelle Aspekte der Erwerbung slawistikrelevanter Medien, Oder: Im Osten geht die Sonne auf! Zu alten und neuen Partnern im Erwerbungsgeschäft

    • Neue Lieferanten für Literatur aus slawischsprachigen Ländern
      Olaf Hamann/Ivo Ulrich (SBB PK, Osteuropa-Abteilung): Alte und neue Lieferanten slawistikrelevanter Veröffentlichungen – Erfahrungen der Osteuropa-Abteilung
      Abstract: Die Erwerbung von Literatur aus Osteuropa steht vor neuen Herausforderungen. Aktuelle Marktbereinigungen auf Lieferantenseite, aber auch verbesserte Bestell- und Versandmöglichkeiten erlauben jetzt den Einkauf von Literatur direkt in den Erscheinungsländern. Die Diversifizierung des Lieferantenportfolios erfordert initial einen erhöhten Verwaltungsaufwand, bringt aber durch Approval Plans, direkten Kontakt und oft bessere Einkaufspreise mehr Kontinuität und ein höheres Erwerbungsvolumen. Letztlich erreicht die Staatsbibliothek zu Berlin damit auch eine gewisse ‚Lieferanten-Ausfallsicherheit‘. Das Einwerben von Lizenzen für elektronische Publikationen bleibt nach wie vor eine besondere Herausforderung. Steht hier im Osten ein Sonnenaufgang unmittelbar bevor?
    • Medienerwerbung und Verwaltung
      Nina Imhof (SBB PK, Abteilung Bestandsaufbau): Aspekte der administrativen Abwicklung von Buchimporten aus EU- und Nicht-EU-Ländern – Ein Erfahrungsbericht
      Abstract: Vorgestellt werden die steuer- und zollrechtlichen Hintergründe bei innergemeinschaftlichen Erwerbungen und Einfuhren aus Drittländern, die Anforderungen an die Rechnungsgestaltung sowie die praktische Abwicklung der monatlichen Umsatzsteuer-Voranmeldung bzw. Zollanmeldung (für eine Bibliothek mit der Bewilligung zum Vereinfachten Anmeldeverfahren).
    • Lizenzen für elektronische Publikationen zur Slawistik – ungenutzte Potentiale?
      Dr. Vladimir Neumann/Olaf Hamann (SBB PK, Osteuropa-Abteilung)
      Abstract: Die Angebote elektronischer Medien nehmen einen immer breiter werdenden Raum im täglichen Erwerbungsgeschäft ein. Zahlreiche Anbieter treten mit unterschiedlichen Modellen an die Bibliotheken heran. Die Wünsche und Bedürfnisse der potentiellen Nutzer dieser Informationsangebote stimmen nicht immer mit diesen Angeboten überein. Für eine Diskussion sollen Erfahrungen im Umgang mit Lizenzen für elektronische Inhalte zu folgenden Fragen dargelegt werden: Welche Anbieter slawistikrelevanter elektronischer Medien treten am Markt auf? Welche Erwerbungsmodelle werden angeboten? Wie können unterschiedliche Schnittstellen effektiv eingesetzt werden? Welche neuen Medienformen sind zu verarbeiten? Können interdisziplinäre Lizenzen für die Slawistik effektiv ausgewertet werden oder ist die Einbindung kleinerer aber hochspezialisierter Lizenzangebote effektiver und sinnvoller?  Nützen den Slawist*innen Repositorien? Sind Anbieter wie Academia.edu, Europeana, Präsident-Jelzin-Bibliothek Sankt Petersburg mit ihren unterschiedlichen Konzepten geeignete Anbieter elektronischer Informationen?
    • Kompetenzzentrum für die Lizenzierung elektronischer Ressourcen – Aktueller Stand der Entwicklung und Perspektiven
      Moritz Böhme (SBB PK, Abteilung Bestandsaufbau)
      Abstract: Im Rahmen des DFG-geförderten Programms der „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“ agiert das Kompetenzzentrum für Lizenzierung (KfL) seit 2014 als bundesweite Serviceeinrichtung für die Fachinformationsdienste. Seit 2017 befindet sich das KfL in der zweiten Förderphase, betrieben wird es von der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, der Bayerischen Staatsbibliothek München und der Staatsbibliothek zu Berlin. Basisdienstleistung des KfL ist die Verhandlung, Lizenzierung und überregionale Bereitstellung digitaler Medien nach den sog. „DFG-Grundsätzen“. Der Fokus des Vortrags liegt auf dem in diesem Kontext neu geschaffenen Lizenztyp der FID-Lizenz, daneben soll auch die technische Infrastruktur des KfL kurz vorgestellt werden.
    • Diskussion und Erfahrungsaustausch

    Gemeinsames Abendessen


     

    17. November 2017

    9:00-10:30 Uhr

    Themenkreis 3: Recherchieren lernen und vermitteln: Suchstrategien für moderne, elektronische und historische Medienformen und Informationsquellen

    • Das Slavistik-Portal – erweiterte Dienste im neuen Gewand
      Dr. Vladimir Neumann (SBB PK, Osteuropa-Abteilung): Neue Inhalte und Suchoptionen im Slavistik-Portal
      Abstract: Seit genau zehn Jahren ist das Slavistik-Portal online verfügbar. Geplant und konzipiert als elektronische Erweiterung zum Sondersammelgebiet „Slawische Sprachen und Literaturen“, gewann das Portal seit 2016 eine neue Funktion als das Recherche-Werkzeug im Rahmen des Fachinformationsdienstes Slawistik. Die technische Basis des Portals wurde ständig verbessert, verfeinert und erweitert. Gleiches gilt für die slawistischen Daten, die aus über 50 verschiedenen Quellen (Datenbanken, Bibliographien, Katalogen) gesammelt, gefiltert und aufbereitet werden. Der Vortag möchte näher auf die Frage eingehen, wie eine effiziente Suche im Portal genau funktioniert. Welche Suchmechanismen, -routinen und  strategien gibt es und wie können sie am optimalsten eingesetzt werden? Dabei sollen nicht nur die Möglichkeiten einer parallelen indexbasierten Suche, sondern auch die der Browsing-Funktionen betrachtet werden. Beide Möglichkeiten stellen ein effektives Werkzeug zum Auffinden und für den Zugang zu slawistischen Fachinformationen für alle slawistikorientierten Interessengruppen dar.
    • Alte Sammlungen neu präsentiert
      Susanne Henschel (SBB PK, Benutzungsabteilung): Slawistik im Altbestand der Staatsbibliothek zu Berlin – Erschließungssystematik nun vollständig online
      Abstract: Der historische Druckschriftenbestand der SBB PK der Erscheinungsjahre 1501 bis 1955 mit einem Umfang von drei Millionen Büchern und Zeitschriften ist im Alten Realkatalog (ARK) in einer fein gegliederten Systematik verzeichnet. Die Slawistik ist dabei gut vertreten, nicht nur im Abschnitt „Slavische Literaturen“, sondern auch in anderen Katalogteilen, bisweilen an unerwarteter Stelle. Im ARK-Online-Projekt wurde die historische Systematik so aufbereitet, dass alle relevanten Sachstellen über eine Recherche sowohl mit alten Katalogbezeichnungen als auch mit modernen Schlagwörtern und mit Hilfe der Basisklassifikation gefunden werden können. Die Zuordnung der Titel im ARK folgt streng sachlichen Kriterien ohne Berücksichtigung der Publikationssprache. Slawischsprachige Werke können sich also an allen Sachstellen finden.
    • Sabine Kaiser (SBB PK, Osteuropa-Abteilung): Gedanken zur Inhaltserschließung von FID-Literatur – Eine Diskussionsvorlage über Perspektiven, Anforderungen und Aufgaben
      Abstract: Mit der Ankündigung der DNB, von intellektueller auf maschinelle Inhaltserschließung umzustellen,  haben die Diskussionen über den Stellenwert und die Anforderungen an qualitative Literaturerschließung einen neuen, wichtigen Impuls erhalten. Knapper werdende finanzielle (personelle) Mittel und verbesserte technische Möglichkeiten legen die schrittweise Ablösung von klassischer Referententätigkeit zugunsten maschineller Erschließungsverfahren nahe. Gegenstand dieser Betrachtungen ist in der Regel die deutsch- und englischsprachige Literatur. Welche Besonderheiten ergeben sich in dieser Frage hinsichtlich der sachlichen Erschließung der FID-Literatur, die zu einem hohen Prozentsatz in osteuropäischen Originalsprachen erworben wird? Welche Erfahrungen gibt es und welche Anforderungen, Wünsche und Ziele lassen sich für die Zukunft formulieren, um die Auffindbarkeit von originalsprachlicher FID-Literatur zu optimieren?
    • Diskussion und Erfahrungsaustausch

    10:30-11:00 Uhr Begrüßung durch die Sponsoren: Neue Dienstleistungsangebote für Bibliotheken in Deutschland

    11:00-11:30 Uhr Kaffeepause

    11:30-13:00 Uhr

    Themenkreis 4: Total digital?

    • Slawistische Forschung im Wandel? Zur Rolle elektronischer Quellen und digitaler Informationen in der slawistischen Forschung
      Dr. Erda Lapp (Universitätsbibliothek der Ruhr-Universität Bochum): Hochschulbibliographie als Service und Networking in der Slavistik
      Abstract: Die Hochschulbibliographie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) enthält auch zahlreiche Eintragungen der Bochumer Slavisten. Durch die Bibliographie trägt die UB zur Sichtbarkeit der Slavistik-Forschung an der RUB bei. Gleichzeitig habe ich als Fachreferentin die Forschungsthemen der Community unmittelbar im Blick. Über die Bibliographie hinaus suche und finde ich aber auch das Gespräch mit den Bochumer Slavisten und Osteuropa-Historikern bei Vorträgen und Veranstaltungen im Institut oder in der UB und im Café der Bibliothek.
    • Digitisation on Demand (DoD) für die slawistische Forschung
      Ulrike Meyer-Plieske (SBB PK, Osteuropa-Abteilung)
      Abstract: Der FID Slawistik bietet zukünftig einen DoD-Service für die slawistische Forschung an. Bis zum Ende der ersten FID-Förderphase können – gefördert durch die DFG – etwa 150 urheberrechtsfreie Werke  der Fachliteratur digitalisiert und in die Digitalisierten Sammlungen der SBB integriert werden.  Erläutert werden die Voraussetzungen und Optionen für die FID-Digitalisierungen und der Ablauf vom Digitalisierungswunsch bis zur Bereitstellung des Digitalisats.
    • Der virtuelle Nutzer virtueller Angebote – eine Gleichung mit zwei Unbekannten?
      Yevgeniy Pautz (SBB PK, Osteuropa-Abteilung): Kirchenslavica digitalisieren und präsentieren
      Abstract: Seit Ende 2016 wird in der SBB das Projekt „Kirchenslavica digital“ realisiert. Dabei sollen etwa 170 kirchenslawische Drucke aus dem 17. und 18. Jahrhundert digitalisiert werden. Grundlage sind die Geschäftsgänge nach GOOBI. In einer Zwischenbilanz werden aus Sicht des bearbeitenden Bibliothekars Ziele und Probleme bei  der praktischen Umsetzung des Projekts herausgearbeitet und die Grundlagen für die Strukturdatenerfassung erläutert.
    • Diskussion und Erfahrungsaustausch

    13:00-13:30 Uhr Mittagspause

    13:30-ca. 15:00 Uhr

    Zusammenfassung und Abschlussdiskussion:

    • Hat der FID Slawistik eine Zukunft?
    • Welche Herausforderungen sollen im Mittelpunkt einer zweiten Förderphase stehen?
    • Braucht die Slawistik in Deutschland ein eigenes Repositorium?
    • Ist GOOGLE der SLAWIST der Zukunft?
    • Wie gestalten wir themenbezogene Suchmaschinen wie das Slavistik-Portal?
    • Welchen Wert hat verlässliche und überprüfbare Information?
    • Passen Geisteswissenschaften und Facebook oder Twitter zusammen?
    • Welche technischen Perspektiven hat die Informationsvermittlung?
    • Welche inhaltlichen Schwerpunkte sehen die Slawist*innen für die FID-Entwicklung?

    Olaf Hamann (SBB PK, Osteuropa-Abteilung): Zusammenfassung und Schlusswort

    Ca. 15:00 Uhr Ende der Fortbildungsveranstaltung

Alle Häuser der Bibliothek am 14. September 2017 geschlossen

Alle Standorte der Bibliothek bleiben am Donnerstag, dem 14. September 2017, wegen unseres jährlich stattfindenden Betriebsausfluges geschlossen.

Wir bitten um Ihr Verständnis!

Benutzungsabteilung / September 2017