Beiträge, die auch im Stiftungskontext Relevanz haben können.

“Einigkeit und Recht und Freiheit” – vom 26. – 27.8. zeigen wir das Deutschlandlied

“Das Lied der Deutschen” von Hoffmann von Fallersleben – zu sehen am 26./27. August am Kulturforum

Vor 175 Jahren schrieb Hoffmann von Fallersleben auf der Insel Helgoland „Das Lied der Deutschen“. Die eigenhändige Niederschrift der Staatsbibliothek zu Berlin trägt das Datum 26. August 1841. Die dritte Strophe des Deutschlandliedes wurde im Jahr 1991 zum Text der Nationalhymne bestimmt, ihre Melodie stammt von Joseph Haydn.

An zwei Tagen Ende August 2016 kann im Haus Potsdamer Straße der Staatsbibliothek das Gedicht in Augenschein genommen werden. Über das Autograph Fallerslebens hinaus werden auch Porträts und Dokumente aus seinem Leben gezeigt. Ergänzend zu sehen sind drei Gedichte, mit denen Lyriker aus Deutschland ihre Sicht auf ihr heutiges Heimatland in Worte fassten.


„Das Lied der Deutschen“ – Das Autograph von H. v. Fallersleben
sowie weitere historische und aktuelle Dokumente

Gedichte von Tanja Dückers, Marica Bodrozic und Jan Koneffke

Freitag/Samstag, 26./27. August 2016
jeweils von 10 bis 19 Uhr
Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Haus Potsdamer Straße 33 / Kulturforum, 10785 Berlin

freier Eintritt

Faksimile vom „Lied der Deutschen“ inkl. 20-seitige Broschüre,
u. a. mit Bibliographie zum Thema 175 Jahre Lied der Deutschen (6 €)


Im Jahr 1903 erwarb die Königliche Bibliothek zu Berlin, die heutige Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, den umfangreichen schriftlichen Nachlass des Dichters Hoffmann von Fallersleben und damit auch sein lyrisches Tagebuch der beginnenden 1840er Jahre, in dem sich das Gedicht „Das Lied der Deutschen“ befindet.
Der Gelehrte und Dichter Hoffmann von Fallersleben hielt sich im Sommer des Jahres 1841 zu einem Erholungsurlaub auf der Insel Helgoland auf. Einige seiner dort gefassten Gedanken mündeten in „Das Lied der Deutschen“. In dem Gedicht, dessen dritte Strophe er mit den Worten „Einigkeit und Recht und Freiheit“ einleitete, stellte von Fallersleben die deutsche Nation in den Mittelpunkt und unterstrich seinen politischen Wunsch nach der Vereinigung der Einzelstaaten zu einem Staat, der durch gemeinsame Werte und eine Sprache geprägt sein sollte.
Schon in den ersten Septembertagen 1841 verlegte Julius Campe das Gedicht Fallerslebens zusammen mit den Noten Haydns und überbrachte dem Dichter noch während dessen Urlaub auf Helgoland den Erstdruck.

Das Autograph in der Staatsbibliothek zu Berlin

Während der Auslagerungen der Bestände der Bibliothek zum Schutz vor Kriegseinwirkungen in der ersten Hälfte der 1940er Jahre wurden die reichen und wertvollen Sammlungen weit verstreut. Der Papierbogen mit dem Deutschlandlied – vermutlich war bereits in den 1920er Jahren dieser Bogen für Ausstellungszwecke aus dem lyrischen Tagebuch herausgelöst worden – nahm jedoch nur einen kurzen Weg in die Tresore der gegenüberliegenden Bank. Von dort kehrte das Gedicht nach dem Zweiten Weltkrieg in das Stammhaus der Bibliothek Unter den Linden zurück. Mithin befand sich eine der eigenhändigen Niederschriften vom „Lied der Deutschen“ über mehrere Jahrzehnte bis zur Wiedervereinigung Deutschlands in Ostberlin – öffentlich herausgestellt wurde dieser Umstand nie.

Auf der Vorderseite des Papierbogens stehen die Schlusszeilen eines Gedichts, das nie veröffentlicht worden scheint. Auf derselben Seite ist das auf den 25. August 1841 datierte Gedicht „Zum Abschiede“ zu sehen. Auf der folgenden Seite steht „Das Lied der Deutschen“, datiert auf den 26. August 1841.

Wie viele Autographe des Deutschlandliedes existieren, ist nicht belegt. Dass das Berliner Exemplar aus dem lyrischen Tagebuch des Dichters stammt und ohne jede Korrektur erscheint, spricht jedoch dafür, dass es sich hierbei um die erste Reinschrift handelt. Gesichert ist die Existenz von zwei weiteren Exemplaren in Bibliotheken in Cologny nahe Genf und Dortmund.

In der das Faksimile begleitenden Broschüre sind zahlreiche Details über die Entstehung und Verbreitung des Deutschlandliedes wie auch über seine Wirkung und Rezeption dargelegt. Das Faksimile mit der Broschüre ist für 6 € in der Ausstellung erhältlich (auch zu bestellen über publikationen@sbb.spk-berlin.de).

Digitale Abbildung

aktuelle Berichterstattung

Die Abbildung des Deutschlandliedes steht in der Digitalen Bibliothek der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz kostenfrei zur Verfügung: http://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN856912018&PHYSID=PHYS_0002&DMDID=DMDLOG_0001
Abbildung: Staatsbibliothek zu Berlin – PK

kommerzielle Zwecke

Für die kommerzielle Nutzung der Abbildung steht die
bpk Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte, Tel. 030 / 278 792 0, kontakt@bpk-images.de, mit ihren Dienstleistungen zur Verfügung.

Neue Blogreihe: Meere und Ozeane

Am 7. Juni fiel der Startschuss für das aktuelle Wissenschaftsjahr 2016*2017, das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Initiative Wissenschaft im Dialog ausgerichtet wird. Im Zentrum stehen dieses Mal Meere und Ozeane. Unter dem Motto Entdecken. Nutzen. Schützen finden zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen zu den sechs Themenschwerpunkten Nahrungsquelle und Schatzkammer, Rohstofflager und Energielieferant, Arktis und Antarktis, Wetterküche und Klimamaschine, Seestraße und Handelsroute sowie Sehnsuchtsort und Naturgewalt statt.

Vielleicht sind Sie bereits an Bord der MS Wissenschaft gewesen, die im Juni am Berliner Schiffbauerdamm ankerte und zur Mitmach-Ausstellung „Meere und Ozeane“ einlud, und können nun nicht genug davon bekommen? Oder Sie kommen gerade aus dem Sommerurlaub an der See zurück und vermissen die frische Meeresluft? Die Berliner Luft hat zwar “einen holden Duft”, wie schon Heinrich Bolten-Baeckers – Texter der Berliner Landeshymne – wusste, doch wahrlich keinen salzhaltigen, und die Spree ist auch nicht ganz ein Ozean, doch Berlin, vor allem aber die Staatsbibliothek zu Berlin hat Ihnen da einiges zum Thema zu bieten – nicht nur architektonisch mit dem „großen Bibliothekstanker“ Hans Scharouns mit seinen Bullaugenfenstern und den relingartigen Galerien. Deshalb setzen wir für Sie die Segel und stechen in See zu einer Entdeckungsreise durch unsere Fachgebiete und Sammlungsbereiche.

In der Blogreihe „Meere und Ozeane“ schließen wir uns dem Motto Entdecken. Nutzen. Schützen an und berichten während des Wissenschaftsjahrs regelmäßig über allerlei Wissenswertes zum Thema aus verschiedenen Fachgebieten, besondere Buchschätze und skurrile Fakten – mal ernsthafter, mal unterhaltsamer, und immer mit Bezug zu unseren Sammlungen. Freuen Sie sich beispielsweise auf Beiträge aus den Bereichen Politik, Technik, Literatur, Geografie, Tourismus und vieles mehr.

Lichten Sie mit uns die Anker und tauchen Sie gleich zum Auftakt mit uns ab in die Tiefsee – mit einem Beitrag aus der Zoologie: Zwischen Mythos und Wissen: Vom Leviathan zum Riesenkalmar.

Save the Date! Am 26. und 27.8. Originalhandschrift Lied der Deutschen

Nur am 26. und 27.8. im Haus Potsdamer Straße zu sehen: Die Originalhandschrift des “Liedes der Deutschen” aus der Feder des Dichters und Germanisten August Heinrich Hoffmann von Fallersleben. Neben dem Autograph werden auch Dokumente rund um den Autor und das Gedicht gezeigt.

Einigkeit und Recht und Freiheit
175 Jahre „Lied der Deutschen“
Die Original-Handschrift von 1841 von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Nur am Freitag, 26. und Samstag, 27. August 2016
10 bis 19 Uhr
Eintritt frei

Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Haus Potsdamer Straße 33
10785 Berlin – Tiergarten