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Wissenswerkstatt-Workshop Haus Potsdamer Straße | SBB-PK CC NC-BY-SA

Schöner Sommer, noch schönerer Herbst: Wissenswerkstatt ab September

Noch sind die Tage warm und sonnig und es gibt zahlreiche Alternativen zum Forschen und Lernen. Doch dann beginnt bald das nächste Semester, Referate und Hausarbeiten müssen konzipiert oder geschrieben werden, größere Forschungsarbeiten warten auf ihre Vollendung.

Bei all diesen und vielen anderen Vorhaben ist es ganz wichtig zu wissen, wo Sie wie nach was recherchieren und was Sie dann damit tun können und dürfen. Im neuen Programm haben wir für Sie insgesamt vier thematische Schwerpunkte gesetzt, denen wir dann fachspezifische Workshops zuordnen. Einige Beispiele im September sollen das veranschaulichen:

In der Reihe “Workshop-Klassiker” bieten wir die Fachrecherche für HistorikerInnen an:

Donnerstag, 15. September, 16.00 Uhr
Von der Tat bis zum Digitalisat – Elektronische Ressourcen zur Geschichtswissenschaft

In der Reihe „Sie fragen, wir antworten!“ kommen diesmal PhilologInnen auf ihre Kosten:

Donnerstag, 22. September, 15.30 Uhr
Fragestunde Philologien

Unsere “Zeitmaschine StaBi” führt Sie in unsere historischen Sammlungen:

Dienstag, 27. September, 16.00 Uhr
Nachlässe und Autographen finden – eine Einführung in den Online-Katalog des Kalliope-Verbundes

Was noch fehlt, sind die neuen Veranstaltungen zum Thema “Open Access – Publikationskulturen im Wandel”. Hier geht es erst im Oktober los, aber unsere Vorschau verrät Ihnen bereits heute alle geplanten Termine bis Mitte Dezember:

Zur Wissenswerkstatt

Ein Angebot der Staatsbibliothek zu Berlin und ihrer Kooperationspartner.

Humboldts Bilder – Wissenschaft als Kunst. Werkstattgespräch am 14.9.

Wissenswerkstatt
Humboldts Bilder – Wissenschaft als Kunst
Werkstattgespräch mit Prof. Dr. Oliver Lubrich (Universität Bern)

Mittwoch, 14. September
18.15 Uhr
Schulungsraum im Lesesaal, Haus Potsdamer Straße
Treffpunkt in der Eingangshalle (i-Punkt)

Eintritt frei, Anmeldung erbeten

 

Alexander von Humboldt ist bekannt als Autor des Kosmos und der Ansichten der Natur, als “Zweiter Entdecker Amerikas” und als Protagonist der “Vermessung der Welt”. Weniger bekannt ist, dass der Naturforscher und Reiseschriftsteller auch Zeichner und Graphiker war. Seine Schriften enthalten mehr als 1.500 Abbildungen. Als Ethnologe skizzierte er Menschen, Gebäude und Alltagsgegenstände. Als Botaniker, Zoologe und Anatom zeichnete er Pflanzen, Tiere und Körperdetails. Als Geologe, Geograph und Kartograph erfasste er Gebirge, Gewässer und Kontinente. In Humboldts Bildern wird die Wissenschaft zur Kunst und die Kunst zur Wissenschaft. Oliver Lubrich macht Alexander von Humboldts Graphisches Gesamtwerk erstmals zugänglich.

Alle Veranstaltungen der Wissenswerkstatt.

Aller guten Materialitäten sind drei – mindestens!

Unser Dialog mit der Forschung …

Die Aufwertung von objektbezogenen Kompetenzen zu wissenschaftlichen Schlüsselqualifikationen im Zuge des Material Turn der Geistes- und Kulturwissenschaften eröffnet gerade für Forschungsbibliotheken mit herausragenden Spezialbeständen und historischen Sondersammlungen ungeahnte Chancen für ihre Neupositionierung gegenüber Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen. Vor diesem Hintergrund organisieren die Staatsbibliothek zu Berlin und der Arbeitskreis Materialität der Literatur seit 2014 die beliebte Vortragsreihe „Die Materialität von Schriftlichkeit“. Ziel dieses Dialogs zwischen Bibliothek und Forschung – so der programmatische Untertitel der Veranstaltungsserie – ist es, theoriegeleitete Perspektiven auf Handschriften, historische Drucke und moderne Künstlerbücher mit aus der Praxis entwickelten Fragestellungen zu konfrontieren und dabei den Dualismus von Trägersubstanz und semiotischer Ebene von Texten zu überwinden.

Als integrierende Klammer der ausgewählten Vorträge dient das Forschungsprogramm des von Angehörigen der Freien Universität, der Humboldt-Universität sowie der Universität Potsdam getragenen Arbeitskreises. Konkret geht es den sich in den Grenzbereichen von Literatur- und Buchwissenschaft sowie von Analytischer Bibliographie, Typographiegeschichte, Materialitätsstudien und Artefaktanalyse verortenden Mitgliedern dieses Netzwerks darum, die Möglichkeiten vor allem literaturwissenschaftlicher Forschung durch die theoretische und systematische Beschäftigung mit den materialen und medialen Grundlagen von Texten zu erweitern: Im Zentrum stehen dabei sowohl die Theorie der textuellen Materialität und Dinghaftigkeit als auch die historische Beschäftigung mit den Trägermaterialien und Technologien, Schreibgeräten und Schreibstoffen, Formaten und Formen materieller Texte.

… geht natürlich weiter

Gerade mit Blick auf das neue Forschungsinteresse der Geistes- und Kulturwissenschaften nach ihrem Material Turn an Artefakten und “Nonhumans” (Bruno Latour) ist es insofern wohl auch nur folgerichtig, dass wir im Rahmen unserer Veranstaltungsaktivitäten das gute alte Sprichwort beherzigen, dem zufolge aller guten Dinge drei sind – oder vielmehr: mindestens drei. Denn von unserer Nachbarschaft im Berliner Regierungsviertel wissen wir ja nur zu gut, wie wichtig es ist, den Dialog keinesfalls abreißen zu lassen.

Seien Sie also herzlich eingeladen zur dritten Staffel unserer gemeinsamen Vortragsreihe “Die Materialität von Schriftlichkeit – Bibliothek und Forschung im Dialog”, die wir natürlich nicht im Pay-TV, sondern wie immer live und exklusiv in unseren Räumen übertragen und gelegentlich auch über unseren YouTube-Kanal im Nachgang zugänglich machen. Während wir uns schon auf Sie freuen, dürfen Sie sich auf ein gewohnt abwechslungsreiches Programm freuen, das gewissermaßen den Bogen vom Druckbogen zum Geigenbogen schlägt und zum Reformationsjubiläum mit einem echten Hammerthema aufwarten möchte. Neugierig geworden? Dann werfen Sie doch einfach einen Blick in unsere Informationsmateriali(tät)en unter:

www.staatsbibliothek-berlin.de/materialitaet

P.S. Die Vortragsreihe ist Bestandteil eines übergreifenden Akademieprogramms, unter dessen Dach die Staatsbibliothek zu Berlin voraussichtlich ab 2017 ihre Veranstaltungsaktivitäten bündeln möchte.