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Buchpatenschaft für Monat Mai

Anlässlich des 70. Jahrestags der Gründung des Staates Israel haben wir für die Buchpatenschaft im Mai ein Buch aus der Sammlung der Displaced-Persons-Literatur ausgesucht. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs im Mai 1945 wurden die westlichen Besatzungszonen Deutschlands zur Transitstation für geschätzt 250.000 jüdische Flüchtlinge und Überlebende. Sie fanden eine erste Zuflucht in den Displaced-Persons-Camps der Alliierten. Hier stellten sie in den Jahren 1945 bis 1950 mehr als 400 Bücher und Zeitschriften her. Diese Literatur half den entwurzelten Menschen, die die Qualen der Arbeits-, Konzentrations- und Vernichtungslager überlebt oder im Untergrund und in Verstecken ausgeharrt hatten, nun jedoch nicht in ihre Heimatorte zurückkehren konnten oder wollten, sich mit Erlebtem auseinanderzusetzen, neue Orientierung zu finden, Bildung zu vermitteln, sich gegenseitig zu informieren oder zu agitieren.

 

Śimḥā Bûnem mip-Pršîsḥâ: Sefer Śiaḥ śarfe ḳodesh : ṿe-hu leshon Ḥasidim, amarot ṭehorot. o. O. ca. 1946, Bibliothekssignatur: 4 A 44812.

Śimḥā Bûnem mip-Pršîsḥâ: Sefer Śiaḥ śarfe ḳodesh : ṿe-hu leshon Ḥasidim, amarot ṭehorot. o. O. ca. 1946.
Bibliothekssignatur: 4 A 44812

Rabbi Simcha Bunem aus Przysucha (1765-1827) war ein chassidischer Zaddik aus Polen. In seiner Jugend studierte Simcha Bunem in Jeschiwot, in Mattersdorf und Nikolsburg. Nach seiner Rückkehr nach Polen unternahm er als Angestellter in einer Holzverarbeitungsfirma Reisen nach Leipzig, schloss später ein Studium der Pharmakologie in Danzig ab, eröffnete in Przysucha eine Apotheke und wurde wohlhabend. Gleichzeitig setzte er in Lublin seine chassidischen Studien beim Seher von Lublin fort und wurde ein Freund und Lieblingsschüler von Jaakow Jizchak von Przysucha.

Einer der zentralen Punkte seiner religiösen Lehren war das Streben nach Wahrheit und er beeinflusste zahlreiche bedeutende jüdische Gelehrte. Simcha Bunem meinte, der Chassid müsse das Gebot “Ihr sollt einander nicht täuschen” (Lev 25,17 EU) auch auf sich selbst beziehen.

Rabbi Simcha Bunem verfasste selbst keine Schriften. Seine Lehren und seine Biographie wurden in verschiedenen Büchern erst nach seinem Tod veröffentlicht. Eine ebensolche Anthologie von Reden und Anekdoten des berühmten Rabbis ist das hier vorliegende Buch “Śiaḥ śarfe ḳodesh”.

 

Nötige Reparaturen: Trockenreinigung, Klammern entfernen und mit Heftfaden innen ersetzen, Kanten glätten, Risse sichern, Fehlstellen ergänzen, Umschlag von verso zur Stabilisierung kaschieren.

Kalkulierte Kosten:  245 €

 

Übernehmen Sie eine Buchpatenschaft bei den “Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.”

Wenn Sie Interesse daran haben, dass dieses Buch aus der Sammlung DP-Literatur restauriert und damit wieder benutzt werden kann, dann schreiben Sie an freunde@sbb.spk-berlin.de.  Für Ihre Hilfe, ein bedrohtes Werk vor dem Verfall zu bewahren, erhalten Sie:

  • ein Exlibris aus alterungsbeständigem Papier mit Ihrem Namen oder einem von Ihnen gewünschten Namen,
  • die Möglichkeit, das restaurierte Werk zu besichtigen beim Jahresempfang oder bei einem Termin nach Vereinbarung,
  • eine Spendenbescheinigung für Ihr Finanzamt. Kontakt: Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V., Gwendolyn Mertz, Unter den Linden 8, 10117 Berlin, Telefon: 030 – 266 43 8000, Mail: freunde@sbb.spk-Berlin.de
  • Weitere Hinweise zu Buchpatenschaften und eine große Auswahl an Patenschaften aus allen Abteilungen der Staatsbibliothek zu Berlin finden Sie auf der Seite der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.  Das Spektrum reicht weit über Bücher hinaus – hier finden Sie auch Noten, Landkarten, Zeitungen, Handschriften.

Buchpatenschaft für den Monat April

Ein irisches Sprichwort besagt: “Ein Hund ist ein Herz auf vier Pfoten”. Dem werden alle Hundefreunde und Hundefreundinnen sicherlich beipflichten. Was wäre jedoch die alltägliche und reale Praxis des Zusammenlebens mit dem Hund ohne solide Sachkenntnis. Für die Buchpatenschaft des Monat April haben wir hierfür ein bersonders umfangreiches und fundiertes Werk über Hunde ausgesucht.

Shaw, Vero: Das illustrirte Buch vom Hunde. Unter Mitwirkung der hervorragendsten Züchter und Kynologen. Nebst einem Anhange über medicinische und chirurgische Behandlung der Hundekrankheiten von Dr. W. Gordon Stables. Uebersetzt und mit Anmerkungen versehen von R. von Schmiedeberg. – Leipzig: Verlag von E. Twietmeyer, 1883. Bibliothekssignatur: 1 B 20620-2

Shaw, Vero: Das illustrirte Buch vom Hunde. Unter Mitwirkung der hervorragendsten Züchter und Kynologen. Nebst einem Anhange über medicinische und chirurgische Behandlung der Hundekrankheiten von Dr. W. Gordon Stables. Uebersetzt und mit Anmerkungen versehen von R. von Schmiedeberg. Leipzig: Verlag von E. Twietmeyer, 1883.
Bibliothekssignatur: 1 B 20620-2

Autorisierte deutsche Ausgabe von Vero Kemball Shaws um 1881 veröffentlichten „Book of the Dog“ – laut Verlagsanzeige „als das beste und vollständigste Werk anerkannt, welches über den Hund geschrieben wurde.“ Die Anzeige bewirbt: „enthält 28 bunte Tafeln, zahlreiche schwarze Abbildungen von vorzüglichen Jagd- und Luxushunden aller Racen, ferner von Gegenständen, die für Liebhaber von Hunden, Züchtern und Aussteller wichtig sind.“ So finden sich in diesem zweiten von zwei Bänden Beschreibungen von Rassen wie Gordon-Setter, Wasser-Spaniel und Leonberger, dazu Ausführungen zu Hundekrankheiten etwa des Nervensystems oder der Atmungsorgane. Die üppige Illustration des Texts wird gespiegelt durch einen aufwändig gestalteten Einband mit Gold- und Silberprägung und – acht Hundemotiven.

 

Nötige Reparaturen: aufwändige Einbandrestaurierung

Kalkulierte Kosten:  225 €

 

 

Übernehmen Sie eine Buchpatenschaft bei den “Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.”

Farbige Tafel aus: Shaw, Vero: Das illustrirte Buch vom Hunde. Leipzig: Verlag von E. Twietmeyer, 1883. Bibliothekssignatur: 1 B 20620-2

Wenn Sie Interesse daran haben, dass dieser Band über Hunde restauriert und damit wieder benutzt werden kann, dann schreiben Sie an freunde@sbb.spk-berlin.de.  Für Ihre Hilfe, ein bedrohtes Werk vor dem Verfall zu bewahren, erhalten Sie:

  • ein Exlibris aus alterungsbeständigem Papier mit Ihrem Namen oder einem von Ihnen gewünschten Namen,
  • die Möglichkeit, das restaurierte Werk zu besichtigen beim Jahresempfang oder bei einem Termin nach Vereinbarung,
  • eine Spendenbescheinigung für Ihr Finanzamt. Kontakt: Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V., Gwendolyn Mertz, Unter den Linden 8, 10117 Berlin, Telefon: 030 – 266 43 8000, Mail: freunde@sbb.spk-Berlin.de
  • Weitere Hinweise zu Buchpatenschaften und eine große Auswahl an Patenschaften aus allen Abteilungen der Staatsbibliothek zu Berlin finden Sie auf der Seite der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.  Das Spektrum reicht weit über Bücher hinaus – hier finden Sie auch Noten, Landkarten, Zeitungen, Handschriften.

Buchpatenschaft für den Monat März

Als Inkunabeln oder Wiegendrucke werden die zwischen der Fertigstellung der Gutenberg-Bibel im Jahr 1454 und dem 31. Dezember 1500 mit beweglichen Lettern gedruckten Bücher und Einblattdrucke bezeichnet. Das Wort Inkunabel stammt von dem lateinischen Wort incunabula = Windeln, Wiege, weil der Buchdruck zu jener Zeit sozusagen noch “in den Windeln” lag.
Die Staatsbibliothek zu Berlin arbeitet seit 1904 an der weltweiten Verzeichnung aller noch vorhandenen Inkunabeldrucke. Der im Inkunabel-Referat erarbeitete Gesamtkatalog der Wiegendrucke   gilt dabei als das umfassendste bibliographische Inkunabelverzeichnis der Welt.
Für die Buchpatenschaft im März haben wir mit Salman und Morolf eine mittelhochdeutsche, vermutlich im Rheinland entstandene, strophische Erzählung ausgewählt.

Holzschnitt aus: Historia. Salman und Morolf. Strassburg: Mathis Hupfuff, 1499. Bibliothekssignatur: 8° Inc 2538. Lizenz CC BY.NC.SA 3.0 Staatsbibliothek zu Berlin – PK

 

Das Versepos ‚Salman und Morolf‘ berichtet von der Entführung Königin Salmes, der Gattin König Salomons (Salman), durch den heidnischen König Fore. Salomons Bruder Morolf kann sie zwar nach zahlreichen Abenteuern zurück an Salomons Hof führen – und ist damit der eigentliche Held der Erzählung -, doch wird sie kurz darauf mit ihrem Einverständnis erneut entführt, diesmal durch den heidnischen König Princian. Auch diesmal macht sich Morolf auf die Suche und tötet mit Salomons Einverständnis die untreue Gattin und ihren Liebhaber. Danach vermählt er seinen Bruder mit Affer, der tugendhaften Schwester Fores, die er während seiner ersten Suche beim Schachspiel gewonnen hat.

 

Für den in Straßburg entstandenen Erstdruck ließ der Drucker Matthis Hupfuff (1498–1520) knapp 50 Holzschnitte neu anfertigen. Das Berliner Exemplar ist das einzige vollständig erhaltene Exemplar dieser Ausgabe.

Ausführliche Informationen zu dem Drucker Matthis Hupfuff lassen sich in der Dissertation “Ein Verleger sucht sein Publikum: die Straßburger Offizin des Matthias Hupfuff (1497/98 – 1520)” von Oliver Duntze aus dem Inkunabelreferat der Staatsbibliothek zu Berlin nachlesen.

 

Historia. Salman und Morolf. Strassburg: Mathis Hupfuff, 1499. Lizenz CC BY.NC.SA 3.0 Staatsbibliothek zu Berlin–PK

 

Nötige Reparaturen: Buchblock reinigen, Spiegel ausbessern, erste und letzte Lage reinigen und wieder vorheften, Rücken neu beziehen mit Erhalt des Rückenschildes, Nägel der ehemaligen Beschläge entfernen

Kalkulierte Kosten: 670 €

 

 

 

 

 

 

 

Übernehmen Sie eine Buchpatenschaft bei den “Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.”

Wenn Sie Interesse daran haben, dass diese Inkunabel restauriert und damit wieder benutzt werden kann, dann schreiben Sie an freunde@sbb.spk-berlin.de.  Für Ihre Hilfe, ein bedrohtes Werk vor dem Verfall zu bewahren, erhalten Sie:

  • ein Exlibris aus alterungsbeständigem Papier mit Ihrem Namen oder einem von Ihnen gewünschten Namen,
  • die Möglichkeit, das restaurierte Werk zu besichtigen beim Jahresempfang oder bei einem Termin nach Vereinbarung,
  • eine Spendenbescheinigung für Ihr Finanzamt. Kontakt: Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V., Gwendolyn Mertz, Unter den Linden 8, 10117 Berlin, Telefon: 030 – 266 43 8000, Mail: freunde@sbb.spk-Berlin.de
  • Weitere Hinweise zu Buchpatenschaften und eine große Auswahl an Patenschaften aus allen Abteilungen der Staatsbibliothek zu Berlin finden Sie auf der Seite der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.  Das Spektrum reicht weit über Bücher hinaus – hier finden Sie auch Noten, Landkarten, Zeitungen, Handschriften.