Beiträge

Ein Panorama des Dreißigjährigen Krieges in unserem Haus

Nach einer kurzen Begrüßung wird das Licht im Otto-Braun-Saal gedämpft. Sofort breitet sich eine gespannte Neugier aus. Daniel Kehlmann liest vor zahlreichen Gästen aus seinem Roman »Tyll«. Ein großer Roman, der in erster Linie von der chaotischen und düsteren Zeit des Dreißigjährigen Krieges handelt. Er erzählt die Geschichte einer deutschen Legende, der Figur des sagenumwobenen und berühmten Schalks Till Eulenspiegel neu. In den einzelnen Episoden des Buches verbinden sich unterschiedlichste erfundene, sowie zahlreiche historische Personen mit dem Leben von Tyll Ulenspiegel. Dieser taucht immer wieder auf, sorgt für Unruhe, spricht Wahrheiten aus, jongliert, tanzt auf dem Seil und verschwindet dann oft ebenso schnell wieder, wie er aufgetaucht ist.

© SBB-PK, Lesung mit Daniel Kehlmann, Foto: Hagen Immel, CC NC-BY-SA

Der Autor und sein Buch ziehen die Zuhörer in ihren Bann. Voller Spannung und zum Teil atemlos sitzen die Zuschauer im Otto-Braun-Saal, der durch das gedämpfte Licht noch mehr zu einer fesselnden Atmosphäre beiträgt, und lauschen dem jungen Mann mit der Lesebrille. ‘Der Winterkönig‘ heißt das Kapitel, das Kehlmann für die Lesung gewählt hat und das die Zuhörer so in den Bann zieht, dass Gäste, die etwas verspätet im Saal eintreffen, direkt durch ein dezentes „Pst” zum Leisesein aufgefordert werden – schließlich möchte hier niemand etwas verpassen! Nach knapp einer Stunde beendet Kehlmann unter tosendem Applaus seine Lesung und hinterlässt ein durchweg berührtes, begeistertes und beeindrucktes Publikum.

© SBB-PK, Lesung mit Daniel Kehlmann: Buchsignierung, Foto: Hagen Immel, CC NC-BY-SA

Ganz anders als beim zeitgleichen Ausscheiden unserer deutschen Nationalmannschaft kam hier an diesem Abend jeder auf seine Kosten. Wer kein eigenes Exemplar von Daniel Kehlmanns Werken mitgebracht hatte, der konnte dies an dem im Rahmen dieser Lesung organisierten Buchverkaufstisch, welcher mit zahlreichen Büchern von ihm bestückt war, nachholen – allerdings hieß es auch hier bereits nach kurzer Zeit „Ausverkauft”. Denn direkt am Nebentisch saß Kehlmann und signierte bei bester Laune jedes einzelne Werk und niemand, der sich in der langen Warteschlange einreihte, musste an diesem Abend ohne signiertes Buch und Widmung nach Hause gehen.

Fazit: Eine spannungsgeladene Lesung, die Lust auf mehr macht. Daniel Kehlmanns »Tyll« ist ein wirklich gelungener und unterhaltsamer Roman im modernen Sprachgewand. Das Werk rund um die Figur des Tyll Ulenspiegel steckt voller unvergesslicher, anrührender Szenen – es ist ein wahrer Geniestreich, die Eulenspiegel-Figur vor den Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges zu stellen. Ein sehr unterhaltsames Buch und ein großes Lesevergnügen für Literaturliebhaber.

Wer nun Interesse entwickelt hat und noch mehr über Till Eulenspiegel oder etwas zum Dreißigjährigen Krieg erfahren möchte, findet in unserem Katalog natürlich auch eine Vielzahl an entsprechender Literatur – viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

Save the date: Festveranstaltung zum Launch des E.T.A. Hoffmann Portals

 

Seit Dezember 2016 ist das E.T.A. Hoffmann Portal in einer Betaversion online – Zeit, es endlich in die Vollversion umzuwandeln! Dieses Ereignis feiern wir am 12. Dezember 2017 um 17.30 Uhr in einer Festveranstaltung im Haus Potsdamer Straße der Staatsbibliothek zu Berlin – merken Sie sich den Termin schon jetzt vor. In den nächsten Wochen veröffentlichen wir die Einladung mit ausführlichem Programm. Hier vorab schon mal die Highlights:

 

  • Lesung und Gespräch mit dem Schriftsteller Ingo Schulze
  • Kurzvortrag von Prof. Dr. Claudia Liebrand, Herausgeberin des E.T.A. Hoffmann-Jahrbuchs (Universität Köln)
  • Kurzvortrag von Sibylle Söring (Center für Digitale Systeme der Freien Universität Berlin)
  • Präsentation des E.T.A. Hoffmann Portals: Neue Inhalte und Funktionselemente, optimierte Usability

 

Zur Anmeldung

 

Seien Sie gespannt auf das vollständige Programm der Veranstaltung und verkürzen Sie sich doch die Wartezeit, indem Sie noch einmal durch die Betaversion stöbern – auch gibt es immer wieder Neues zu entdecken: Ganz aktuell haben wir zwei neue Forschungbeiträge online gestellt. So ordnet Prof. Dr. Markus Bernauer E.T.A. Hoffmann in die Zeit der Berliner Romantik ein, und Dr. Elke Riemer-Buddecke schreibt in ihrem sechsteiligen Essay zur Illustrationsgeschichte ihr Standardwerk zu den Illustratoren Hoffmanns bis in die Gegenwart fort.

 

Matthias Brandt: “Raumpatrouille”, Lesung am 4. Oktober um 18 Uhr

“Raumpatrouille”

Lesung mit Matthias Brandt aus seinem ersten Buch
Einführung: Barbara Schneider-Kempf und André Schmitz

Mittwoch, 4. Oktober 2017
18 Uhr, Dietrich-Bonhoeffer-Saal, Haus Potsdamer Straße 33
Eintritt frei, um Anmeldung unter freunde@sbb.spk-berlin.de wird gebeten

 

Matthias Brandt: Raumpatrouille , Verlag Kiepenheuer & Witsch

 

Die Geschichten in Matthias Brandts erstem Buch sind literarische Reisen in einen Kosmos, den jeder kennt, der aber hier mit einem ganz besonderen Blick untersucht wird: der Kosmos der eigenen Kindheit. In diesem Fall einer Kindheit in den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts in einer kleinen Stadt am Rhein, die damals Bundeshauptstadt war. Einer Kindheit, die bevölkert ist von einem manchmal bissigen Hund namens Gabor, von Herrn Vianden, mysteriösen Postboten, verschreckten Nonnen, kriegsbeschädigten Religionslehrern, einem netten Herrn Lübke von nebenan, bei dem es Kakao gibt und dem langsam die Worte ausgehen. Es gibt einen kauzigen Arbeitskollegen des Vaters, Herrn Wehner, einen Hausmeister und sogar einen Chauffeur, da der Vater gerade Bundeskanzler ist. Erzählt wird von komplizierten Fahrradausflügen, schwer bewachten Jahrmarktsbesuchen, monströsen Fußballniederlagen, skurrilen Arztbesuchen und von explodierenden und ebenso schnell wieder verlöschenden Leidenschaften wie z.B. dem Briefmarkensammeln. Nicht zuletzt wird von gleichermaßen geheimnisumwobenen wie geliebten Eltern berichtet und einer Kindheit, zu der neben dem Abenteuer und der Hochstapelei auch Phantasie, Gefahr und Einsamkeit gehören.

 

 

Matthias Brandt, geboren 1961 in Berlin als jüngster Sohn von Rut und Willy Brandt, ist einer der bekanntesten deutschen Schauspieler. Er war an renommierten deutschsprachigen Theatern engagiert, darunter am Bayerischen Staatsschauspiel, Schauspielhaus Zürich und Schauspielhaus Bochum. In den letzten Jahren arbeitete er hauptsächlich vor der Kamera und als Hörbuchsprecher. Für seine Leistungen ist er vielfach ausgezeichnet worden.

Termine

Winfried Sühlo: "Der rote Koffer. Mein Blick auf ein gespaltenes Land". verlag am park, Berlin 2016. mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Buchvorstellung: Winfried Sühlo “Der rote Koffer”

Buchvorstellung: Winfried Sühlo Der rote Koffer. Mein Blick auf ein gespaltenes Land

  • Termin

    22. November 2017

    Mi 18 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Dietrich-Bonhoeffer-Saal
    Potsdamer Straße 33
    10785 Berlin

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestelle
    H Potsdamer Brücke (Bus M29)
    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)
    H Kulturforum (Bus M48)

  • Alle Veranstaltungen

    Klicken Sie auf den obigen Link um zu einer Übersicht unserer Veranstaltungen zu gelangen.



Winfried Sühlo: "Der rote Koffer. Mein Blick auf ein gespaltenes Land". verlag am park, Berlin 2016. mit freundlicher Genehmigung des Verlags


Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der „Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.“ stellt  Winfried Sühlo, der nach seiner aktiven Berufslaufbahn der erste Vereinsvorsitzende nach der Neu- bzw. Wiederbegründung 1997 war, seine Erinnerungen vor.

Winfried Sühlo (Jahrgang 1935) studierte in München und Berlin Geschichte und deutsche Philologie, bevor seine erste berufliche Station in Berlin 1971 am Institut für Zeitgeschichte der FU Berlin war. Der Schritt in die Planungsabteilung des Bundeskanzler­amtes führte ihn 1977 nach Bonn. Die Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR brachte ihn zurück nach Berlin. Es folgte ein Abstecher in die Staatskanzlei Schleswig-Holstein in Kiel, bevor Winfried Sühlo als Staats­sekretär für Kulturelle Angelegenheiten im Senat von Berlin bis 1996 wirkte. Er erzählt von genutzten und verpassten politischen Chancen, von deutsch-deutschen Gemeinsamkeiten und bewahrt sich dabei stets auch den ganz eigenen Blick. Die Moderation an diesem Abend übernimmt Senator a. D. Ulrich Roloff-Momin.

Um Anmeldung wird gebeten bei den „Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.“: freunde@sbb.spk-berlin.de oder unter 030 – 266 43 8000.

E.T.A. Hoffmann (links) und Ludwig Devrient im Weinkeller von Lutter & Wegner in Berlin (um 1900) © bpk | Ingo Schulze © Gaby Gerster

Festveranstaltung zum Launch des E.T.A. Hoffmann Portals am 12.12.

Festveranstaltung zum Launch des E.T.A. Hoffmann Portals am 12.12.

  • Termin

    Di, 12. Dezember 2017
    17.30 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Otto-Braun-Saal
    Potsdamer Straße 33
    10785 Berlin

    Eintritt frei, Anmeldung erbeten

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestelle
    H Potsdamer Brücke (Bus M29)
    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)
    H Kulturforum (Bus M48)

  • Alle Veranstaltungen

    Klicken Sie auf den obigen Link um sich weitere Veranstaltungen anzeigen zu lassen.



E.T.A. Hoffmann (links) und Ludwig Devrient im Weinkeller von Lutter & Wegner in Berlin (um 1900) © bpk | Ingo Schulze © Gaby Gerster


Seit Dezember 2016 ist das E.T.A. Hoffmann Portal in einer Betaversion online – Zeit, es endlich in die Vollversion umzuwandeln! Dieses Ereignis feiern wir am 12. Dezember 2017 um 17.30 Uhr in einer Festveranstaltung.

Sie sind herzlich eingeladen!

Zur Anmeldung

12. Dezember 2017
Beginn: 17.30 Uhr
Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Otto-Braun-Saal
Potsdamer Straße 33
10785 Berlin

Programm

Grußworte
Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin
Bettina Wagner, Direktorin der Staatsbibliothek Bamberg
Jörg Petzel, Vizepräsident der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft

Das E.T.A. Hoffmann Portal - Ein Angebot für Forschung, Lehre und Kultur

Das neue Webportal zur Künstlerpersönlichkeit E.T.A. Hoffmann ist ein facettenreiches Angebot für Forschung, Lehre und Bildung. Hierin werden die Sammlungen der Staatsbibliotheken Berlin und Bamberg sowie weiterer Einrichtungen virtuell zusammengeführt – dazu gehören beispielsweise illustrierte Buchausgaben, Autographe und juristische Akten, aber auch Buchobjekte und Gemälde. Mit der datenbankübergreifenden Suche können Fachliteratur und Quellenmaterialien von und zu Hoffmann ortsunabhängig recherchiert werden. Zudem ist das Portal eine zentrale Plattform für Fakten und Informationen rund um den Künstler und sein Umfeld, die durch interaktive Elemente und Datenvisualisierungen neue Zusammenhänge sichtbar macht.

In einer Kurzpräsentation stellen Ursula Jäcker und Christina Schmitz die wesentlichen Funktionen des Portals vor, weisen auf besondere Highlights hin und berichten über den aktuellen Stand des Projekts und Planungen für die weitere Entwicklung.


Ursula Jäcker und Christina Schmitz, Projektleitung

Zwischen Theorie und Philologie. Aktuelle Tendenzen der E.T.A. Hoffmann-Forschung

In ihrem Kurzvortrag unternimmt Prof. Dr. Claudia Liebrand einen kleinen Streifzug durch die relevantesten Publikationen der letzten Jahre zu E.T.A. Hoffmann. Claudia Liebrand ist Professorin für Allgemeine Literaturwissenschaft und Medientheorie an der Universität zu Köln. Gemeinsam mit Hartmut Steinecke, Harald Neumeyer und Kaltërina Latifi gibt sie das E.T.A. Hoffmann-Jahrbuch heraus.


Claudia Liebrand, Herausgeberin des E.T.A. Hoffmann-Jahrbuchs (Universität Köln)

Literarische Quellen online: Ein kleiner Rundgang durch die Welt der Digitalen Edition

Das Edieren von Texten – historischer, aber auch literatur- und sprachwissenschaftlicher Quellen und Dokumente – zählt zum “Kerngeschäft” verschiedener geisteswissenschaftlicher Disziplinen. Im Zuge der Digitalen Transformation hat es einen grundlegenden Wandel erfahren: Quellen – Faksimiles, aber auch Lesefassungen und verschiedene Textstufen – können heute digital erschlossen, online verfügbar und interaktiv nutzbar gemacht werden. Dabei werden wir Rezipienten zunehmend von “LeserInnen” zu “NutzerInnen”. Der Kurzvortrag erläutert an verschiedenen ausgewählten Beispielen, Portalen und Funktionen das Potential solcher digitalen Editionen und wirft einen Blick auf die Herausforderungen und Perspektiven, die uns die vielberufenen “Digital Humanities” heute eröffnen.

Sibylle Söring studierte Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Als Projektmitarbeiterin und Koordinatorin im Forschungsverbund TextGrid war sie an der Schaffung einer virtuellen Forschungsumgebung für Geistes- und Kulturwissenschaften beteiligt. Zudem betreute sie digitale Editionsprojekte zu Theodor Fontanes Notizheften und zu Johann Friedrich Blumenbach. Derzeit arbeitet sie am Center für Digitale Systeme der FU Berlin am Aufbau einer Digital-Humanities-Infrastruktur.

Sibylle Söring / Copyright: Jasper Ian Bray


Sibylle Söring (Center für Digitale Systeme der Freien Universität Berlin)

Musik
Eine Auswahl aus den ‘Duettini italiani’ (WV 67) von E.T.A. Hoffmann
Susanne Henschel (Violine), Jorma Lünenbürger (Cello), Maximilian Kleinert (Piano)

Von Künstlern und Dämonen

Ingo Schulze ist einer der renommiertesten deutschen Autoren seiner Generation. Sein Debüt ›33 Augenblicke des Glücks‹ (1995) wurde mit Begeisterung aufgenommen, einzelne Erzählungen wurden im New Yorker abgedruckt. ›Simple Storys‹ (1998) war ein spektakulärer Erfolg und ist Schullektüre. Für ›Handy‹ (2007) wurde er mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet, für ›Neue Leben‹ (2005) mit dem Joseph-Breitbach-Preis. Sein Werk wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Im September 2017 erschien sein neuer Roman ›Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst‹.

In Ingo Schulzes Werk ist E.T.A. Hoffmann sehr präsent, seien es Handlungsorte wie Dresden oder St. Petersburg, hoffmanneske Erzählfiguren wie Enrico Türmer oder die Teufelsgestalt Clemens von Barrista im Roman ›Neue Leben‹ oder der fiktive Herausgeber – E.T.A. Hoffmann scheint – mal mehr, mal weniger offensichtlich – in Ingo Schulzes Werken hervor.

Im Gespräch erzählt der Autor von seiner Faszination für E.T.A. Hoffmann und dessen Relevanz für die Gegenwartsliteratur. Er spricht über seine Neuerscheinung ›Peter Holtz‹ und liest Passagen aus seinen Werken vor, die den Einfluss von E.T.A. Hoffmann erkennen lassen.

Ingo Schulze | Copyright: Gaby Gerster


Lesung und Gespräch mit dem Autor Ingo Schulze über E.T.A. Hoffmann
Kleiner Empfang
Weinhandlung Lutter & Wegner


Rahmenprogramm

Büchertisch der Nicolai’schen Buchhandlung

Kleine Ausstellung ausgewählter Hoffmanniana

PC-Stationen zum Stöbern im E.T.A. Hoffmann Portal

Das E.T.A. Hoffmann Portal ist ein Dienst der Staatsbibliothek zu Berlin in Zusammenarbeit mit:

Schlagworte: , , ,

Sabine Alt © mj-photo

Wie entsteht Spannung? – Werkstattgespräch und Lesung mit Sabine Alt am 17.1.

Werkstattgespräch: Wie entsteht Spannung? – Lesung mit Sabine Alt am 17.1.

  • Termin

    Mi, 17. Januar 2018
    18 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Dietrich-Bonhoeffer-Saal
    Potsdamer Straße 33
    10785 Berlin

    Eintritt frei, Anmeldung erbeten

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestelle
    H Potsdamer Brücke (Bus M29)
    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)
    H Kulturforum (Bus M48)

  • Alle Veranstaltungen

    Klicken Sie auf den obigen Link um sich weitere Veranstaltungen anzeigen zu lassen.



Sabine Alt © mj-photo


Lesung und Gespräch mit Sabine Alt, Germanistin und Krimiautorin, und Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin

Im Kriminalroman ist sie unverzichtbar, in allen anderen Formen literarischer und sogar wissenschaftlicher Ausprägung zumindest den Lesefluss unterstützendes Beiwerk – Spannung ist der Magnet, der die Lesenden am Text hält. Variantenreich sind dabei die unterschiedlichen Erscheinungsformen des von der bloßen Neugier bis zum nackenhaarsträubenden Nervenkitzel erweckenden Kunstgriffs der Autoren. Im Englischen, der heimlichen Muttersprache der Spannungsliteratur, haben verschiedene Ausprägungen literarischer Spannung sogar eigene Bezeichnungen. Als Autorin, als Autor sieht man sich jedoch zunächst der spannenden Frage gegenüber, wie Spannung überhaupt entsteht. Welche Auswirkungen hat die Erzählperspektive auf den Spannungsaufbau? Kann sogar der Schauplatz einer Handlung den Spannungsbogen beeinflussen? Hat die Ausprägung von Spannungselementen Auswirkungen auf das Genre, dem der Roman zugeordnet wird? Diesen und weiteren Fragen gehen Sabine Alt und Barbara Schneider-Kempf im Gespräch auf den Grund und an den gelesenen Passagen aus den Romanen der Autorin erweist sich die Praxistauglichkeit der Spannungstheorien

Schlagworte: , ,