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CRL – Center for Research Libraries

Ein Beitrag von Cordula Gumbrecht

Seit neuestem ist die Ostasienabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin als „global member“ von CRL, dem Center for Research Libraries, gelistet. Das CRL, mit Sitz in Chicago, ist ein internationales Konsortium von Universitäts-, Hochschul- sowie unabhängigen Forschungsbibliotheken. Schon seit 1949 unterstützt das CRL Lehre und Forschung in den Geistes-, Natur- und Sozialwissenschaften, indem es rare und außergewöhnliche Quellen dieser Wissenschaftsbereiche aus der ganzen Welt aufbewahrt und verfügbar macht. Als „global member“ von CRL ist die Ostasienabteilung zur Ausleihe von Medien, Büchern, Zeitschriften und Zeitungen sowie Mikrofilmen, zum Auslösen von Digitalisierungsaufträgen sowie zur Anfrage nach Dokumentenbereitstellung (Zeitschriftenartikeln, Archivauszügen etc.) berechtigt. Für den Zugang zum Portal nutzen Sie bitte – nach Anmeldung bei CrossAsia – diesen link bzw. rufen selbiges über die Liste der lizensierten Datenbanken in CrossAsia auf.

In CRL kann man sich unter dem Menüpunkt Collections/Topic guides einen nach Themenbereichen geordneten Überblick über die vorhandenen Quellen verschaffen, unter dem Menüpunkt Collections/CRL Collecting Areas findet sich zum einen eine nach Fächern – wie z.B. Nachrichten, Recht und Regierungsinformationen, Naturwissenschaften/Technologie/Ingenieurwissenschaften – , zum anderen nach Art der Ressourcen – wie z.B. Archive, Serien, Monographien, Dissertationen sortierte Zusammenstellung.

Ausleihen werden für eine Dauer von 90 Tagen gewährt, die Frist kann auf Anfrage verlängert werden. Wenn immer möglich, werden Leihanfragen auf dem Wege der Digitalisierung beantwortet, bei Bestellung eines Einzelbandes bzw. eines Mikrofilms nimmt die Digitalisierung fünf Arbeitstage in Anspruch. Ausleihanfragen aus dem CRL-Bestand richten Sie bitte an folgende Adresse: ostasienabteilung(at)sbb.spk-berlin.de

Unter dem Menüpunkt Electronic Resources/Digital Collections sind Beispiele von für Mitglieder von CRL frei zugängliche digitalisierte Quellen aus deren Beständen  versammelt, so z.B. eine Sammlung chinesischer Pamphlete aus der Zeit der Kulturrevolution oder auch der Zugang zur Digital South Asia Library.

Zu diesen für Mitglieder von CRL frei verfügbaren Dokumenten aus dem Bereich China gehören u.a.:

English Language Newspapers

  • Canton Register [1827-1843]
  • Celestial Empire (Shanghai) [1874-1927]
  • China Mail (Hong Kong) [1845-1968]
  • China Press (Shanghai) [1914-1949]
  • Hong Kong Daily Press [1864-1941]
  • Hong Kong Telegraph [1881-1951]
  • North-China Daily News [1855-1951]
  • North-China Herald [1850-1941]
  • South China Morning Post [1904-2009]

Chinese Language Newspapers

  • Beijing ri bao (北京日報) [1956-1968]
  • Da gong bao (大公報) [1929-1966]
  • Gong ren ri bao (工人日報) [1951-1966]
  • Guang ming ri bao (光明日報) [1950-1974]
  • Hua zi ri bao (華字日報) = The Chinese mail [1895-1940]
  • Nanfang ri bao (南方日報) [1949-1969]
  • Ren min ri bao (人民日報) [1949-1995]
  • Shen bao (申報) [1872-1949]
  • Shi bao (時報) (Shanghai) [1909-1937]
  • Shun tian shi bao (順天時報) [1901-1926]
  • Xing dao wan bao (星島晚報) [1946-1989]
  • Zhong yang ri bao (中央日報) [1950-1994]
    =Central Daily News (Taiwan)
  • Zi li wan bao (自立晚報) [1947-1987]
    = Independence Evening Post

Other News Resources

  • S. Information Service
    • Chinese Press Review [1945-1950]
    • Survey of China Press [1950-1977]
    • Current Background [1950-1977]
  • Foreign Broadcast Information Service
    • Daily report, foreign radio broadcasts [1941-1995]
    • Daily news release / Hsinhua News Agency release (Beijing) [1949-    ]
    • Fei qu di fang guang bo xin wen / Gong fei di fang guang bo xuan ji [1956-1981]
      共匪地方广播选集
    • Millard’s review of the Far East / China Weekly Review [1917-1953]
    • Official Gazettes
      • Cheng-fu kung-pao (政府公报) [1912-1919]
      • Kuo-min Cheng-fu kung-pao (国民政府公报) [1938-1943]
      • Ching fu kung pao (Manchuria) (清府公报) [1932-1945]
      • Hong Kong government gazette  [1918-1921]
      • Additional municipal and provincial gazettes

In Kürze werden diese und alle anderen frei verfügbaren Quellen aus CRL mit ihren bibliografischen Daten in die CrossAsia Suche integriert werden und damit dort direkt recherchierbar sein.

Dieser Beitrag erschien zuerst im CrossAsia Blog

Buchpatenschaft für den Monat Juni

Sommerzeit ist Reisezeit. Fernweh, Neugierde und auch Lust auf Entdeckungen führen in die Ostasienabteilung für die Buchpatenschaft im Juni. Ausgewählt haben wir ein seltenes Beispiel einer gedruckten Querrolle, die anschließend handkoloriert wurde.

Isshin Sūden (1569-1633), [Karasumaru Mitsuhiro (1579-1638)]: 寛永行幸記 (Kan’ei gyōkōki) – Aufzeichnungen über den Kaiserbesuch in der Kan’ei-[Ära] – nach 1626 [vor 1650]. Querrolle: 24,8 x 1183,5 cm, Tusche und leichte Farben auf Papier.

Buchpatenschaft für Juni - Ausschnitt: Isshin Sūden (1569-1633), [Karasumaru Mitsuhiro (1579-1638)]: 寛永行幸記 (Kan'ei gyōkōki) – Aufzeichnungen über den Kaiserbesuch in der Kan'ei-[Ära] - nach 1626 [vor 1650]; Signatur: 562170 ROA. Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 Staatsbibliothek zu Berlin-PK

Ausschnitt: Isshin Sūden (1569-1633), [Karasumaru Mitsuhiro (1579-1638)]: 寛永行幸記 (Kan’ei gyōkōki) – Aufzeichnungen über den Kaiserbesuch in der Kan’ei-[Ära] – nach 1626 [vor 1650]; Signatur: 562170 ROA. Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 Staatsbibliothek zu Berlin-PK

 

Im 3. Jahr der Ära Kan’ei (1626) besuchten der amtierende Militärregent Japans Tokugawa Hidetada und sein Sohn Iemitsu die Kaiserstadt Kyoto und residierten dort in der Nijō-Burg. Dort beehrte sie der Kaiser Go-Mizunoo mit seinem Besuch. Die Querrolle stellt den Zug des Kaisers, der Höflinge und Würdenträger vom Palast bis zur Residenz des Shōgun dar.

Es handelt sich um ein seltenes Beispiel einer gedruckten Querrolle, wobei die einzeln gedruckten Blätter nach dem Druck zu einer Rolle montiert wurden. Die ursprüngliche Ausgabe war ein sogenannter Alttypendruck (kokatsujiban 古活字版), bei dem nicht nur die Textteile sondern auch einzelne Figuren und Figurengruppen durch Holzlettern bzw. Stempel gedruckt wurden.

Unser Exemplar ist ein leicht späterer Nachdruck von Holzdruckstöcken, der anschließend handkoloriert wurde.

Sehr selten ist die Angabe des Verlagsortes Kyoto, der sich am Ende der zweiten Rolle findet.

Erhalten sind nur die Rollen eins und drei von ursprünglich drei Rollen. Sie kamen 1983 in die Bibliothek als Teile aus dem Nachlass des Japanologen und Kunsthistorikers Fritz Rumpf (1888-1949). Die erste Querrolle dieses seltenen japanischen Druckes kann bereits dank eines großzügigen Spenders restauriert werden.

 

Restaurierungsbedarf: Stabilisieren bzw. Niederkleben gelöster Bereiche, Sichern gefährdeter Fehlstellen (Schließen/Hinterlegen der äußeren Papierlage, innere wird dann mit ihren Fehlstellenrändern darauf zurückgeklebt)

Kalkulierte Kosten: 1.250 € insgesamt. Aufgrund des hohen Preises sind bei dieser Patenschaft auch Spenden à 100 € für einen Meter dieser Querrolle möglich. Auf dem Exlibris werden die Namen aller Spender und Spenderinnen stehen.

 

Übernehmen Sie eine Buchpatenschaft bei den “Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.”

Wenn Sie Interesse daran haben, dass diese Querrolle aus der Ostasienabteilung  restauriert und damit wieder benutzt werden kann, dann schreiben Sie an freunde@sbb.spk-berlin.de.  Für Ihre Hilfe, ein bedrohtes Werk vor dem Verfall zu bewahren, erhalten Sie:

  • ein Exlibris aus alterungsbeständigem Papier mit Ihrem Namen oder einem von Ihnen gewünschten Namen,
  • die Möglichkeit, das restaurierte Werk zu besichtigen beim Jahresempfang oder bei einem Termin nach Vereinbarung,
  • eine Spendenbescheinigung für Ihr Finanzamt.Kontakt: Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V., Gwendolyn Mertz, Unter den Linden 8, 10117 Berlin, Telefon: 030 – 266 43 8000, Mail: freunde@sbb.spk-Berlin.de
  • Weitere Hinweise zu Buchpatenschaften und eine große Auswahl an  Patenschaften aus allen Abteilungen der Staatsbibliothek zu Berlin finden Sie auf der Seite der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V. Das Spektrum reicht weit über Bücher hinaus – hier finden Sie auch Noten, Landkarten, Zeitungen, Handschriften.
Das Bilderalbum Murasaki shikibu genji karuta enthält Illustrationen von Utagawa Kunisada (1823-1180) zu den 54 Kapiteln einer Parodie des Genji-Romans, dem Nise murasaki inaka genji, Farbdruck 1857, Signatur: 37647 ROA | SBB PK, CC BY-NC-SA 3.0

Wissenswerkstatt-Workshops zum Portal CrossAsia ab 25.1.

Im Januar und Februar zeigen wir Ihnen in unserer Wissenswerkstatt wieder alles zur Ost- und Südostasienrecherche:

In den Einführungen wird das Portal CrossAsia mit seinen Modulen, wie die CrossAsia Suche, dem Online Guide East Asia (OGEA), den Digitalen Sammlungen und dem Themenportal näher vorgestellt. Ebenso wird auf das Diskussionsforum und den CrossAsia Campus eingegangen. Anschließend werden die Inhalte und die Recherchemöglichkeiten von bibliographischen und Volltextdatenbanken jeweils für Japan, China, Korea und Südostasien erklärt.

Schwerpunkt Japan
Mittwoch, 25. Januar, 18.30 Uhr

Schwerpunkt Korea
Donnerstag, 26. Januar, 18.30 Uhr

Schwerpunkt China
Dienstag, 31. Januar, 18.30 Uhr

Schwerpunkt Südostasien
Donnerstag, 23. Februar, 18.30 Uhr

 

Die Veranstaltungen finden im Schulungsraum im Lesesaal, Haus Potsdamer Str. 33 statt.
Treffpunkt ist der I-Punkt in der Eingangshalle.

Zur Wissenswerkstatt

Ein Angebot der Staatsbibliothek zu Berlin und ihrer Kooperationspartner.

Reise ins China des frühen 20. Jahrhunderts – mit einer Online-Fotoausstellung zum Nachlass Fritz und Hedwig Weiss

Im Frühjahr 2016 hat die Staatsbibliothek zu Berlin den Nachlass Weiss übernommen, des deutschen Konsuls Fritz Weiss und seiner Frau Hedwig Weiss-Sonnenburg. Die Sammlung, die zahlreiche Dokumente und Fotografien insbesondere aus dem mehrjährigen Aufenthalt des Ehepaares Weiss im Südwesten Chinas zu Beginn des 20. Jahrhunderts enthält, wurde von Tamara Wyss, der Enkelin von Fritz und Hedwig Weiss, an die Staatsbibliothek übergeben.

Tamara Wyss auf den Spuren ihrer Großeltern, Chongqing, 2002. Foto: privat, Fotografin: Lie Mei

Tamara Wyss hat sich viele Jahre intensiv mit der Geschichte ihrer Großeltern befasst. Sie recherchierte in den Archiven nach der diplomatischen Korrespondenz aus dem Konsulat Chengdu, reiste auf den Spuren ihrer Großeltern und versuchte dabei den Ursprung der Fotografien und Aufzeichnungen zu ermitteln. Sie nahm es sich zum Ziel, die Geschichte ihrer Großeltern der Öffentlichkeit bekannt zu machen, beispielsweise mit Fotoausstellungen in China an den Orten, wo ihre Großeltern gelebt haben, einem Bildband mit zahlreichen Fotos aus dem Nachlass (Gestern im Land von Ba und Shu, 2009), sowie Buchpräsentationen.

Tamara Wyss ist im März 2016 verstorben. Wir haben gerne ihren Wunsch aufgegriffen, eine Auswahl der Fotografien aus dem Nachlass gemeinsam mit Erinnerungen aus den Tagebüchern und Aufzeichnungen von Fritz und Hedwig Weiss in einer Online-Ausstellung zu präsentieren. Mit dieser Ausstellung möchten wir an ihr Schaffen erinnern und ihr Bestreben fortsetzen, die Geschichte ihrer Großeltern zu erzählen.

Max Friedrich Weiss (1877-1955) war Orientalist und Diplomat. Bis zum Eintritt Chinas in den Ersten Weltkrieg war er deutscher Konsul in Chengdu, Sichuan, und Kunming, Yunnan. 1899, im Alter von 22 Jahren, reiste Fritz Weiss nach Abschluss seines Studiums in den Fächern Jura und Chinesisch zum ersten Mal nach China. Zunächst war er als Dolmetscher tätig, trat aber schnell in den konsularischen Dienst über. 1904 wurde er an das Konsulat in Chengdu versetzt, 1907 übernahm er bereits die kommissarische Leitung und ab 1912, nach Bestehen der Konsularprüfung, die Leitung des Konsulats. Bei einem Heimaturlaub im Jahr 1911 wurde er mit Hedwig Margarete Sonnenburg (1889-1975) bekanntgemacht, die ihn nach ihrer Heirat noch im selben Jahr nach China und auf den neuen Posten begleitete. Hedwig Weiss war als Reiseschriftstellerin und Kinderbuchautorin zeitlebens durch ihre Erlebnisse in China geprägt und hat diese in ihren Texten verarbeitete. 1914 wurde Fritz Weiss nach Yünnan-fu, dem heutigen Kunming, versetzt, um dort ein neues Konsulat zu errichten. Die zwei Töchter des Ehepaares Weiss, Jutta und Alice, wurden in Yunnan geboren.

Am Wannsee, Fritz und Hedwig während der Verlobungszeit, Frühjahr 1911

Hedwig Sonnenburg war eine sehr abenteuerlustige und neugierige, aber auch romantische junge Frau. In ihren Memoiren schreibt sie: „[…] die Sehnsucht in die Ferne war mächtig in mir. Jede Weite, die ich vor mir sah, liess mich von noch grösseren Weiten träumen, jeder Wald liess den ewigen Wald vor mir entstehen, jeder Ritt, wenn die Luft um meine Ohren brauste, liess mich von wilden Ritten über unbekannte, endlose Steppen träumen.“ (S.3) Und Fritz Weiss erinnert sich in seinen Memoiren: „Mag sein, dass die Aussicht auf eine wilde Reise über den Pamir, ein Projekt, mit dem ich mich damals trug, bis zu einem gewissen Grad bei den Entschließungen von Frl. Sonnenburg für mich gesprochen hat.“ (S.308)

Zwischen Kennenlernen, Verlobung, Heirat und Abreise nach Chengdu, wo Fritz seinen Posten als Konsul antreten sollte, widmeten sie sich aufwendigen Reisevorbereitungen für ihr Leben und die geplanten Expeditionen in China. Sie hatten Kameras zur Dokumentation ihrer Erlebnisse im Reisegepäck und organisierten sogar einen Edison-Phonograph zur Aufnahme von Gesängen auf Wachswalzen, die sie Prof. Hornbostel vom psychologischen Institut in Berlin versprochen hatten (Hedwig Weiss-Sonnenburg, Memoiren, S.9); mit ihm zeichneten sie die Gesänge der Yangzi-Treidler und eines Stammes aus dem Volk der Yi auf. Die Wachswalzen sind heute im Bestand des Ethnologischen Museums in Berlin.

Begleiten Sie Fritz und Hedwig Weiss auf ihren Spuren durch das Südwestchina des frühen 20. Jahrhunderts, einer politischen und gesellschaftlichen Umbruchsphase zwischen den letzten Jahren des Qing-Reiches und dem Eintritt Chinas in den Ersten Weltkrieg im Jahr 1917, in dessen Folge die diplomatischen Beziehungen mit dem deutschen Kaiserreich abgebrochen wurden und die Familie Weiss aus China ausreisen musste. Besuchen Sie mit ihnen die Städte Chongqing, Chengdu und Kunming. Nehmen Sie teil an ihren abenteuerlichen Reisen und Expeditionen per Boot durch die Drei Schluchten des Yangzi ins chinesische Hinterland, in die entlegenen Bergregionen und Flusstäler Sichuans, zu dem unabhängigen Volk der Yi und bei der Ausreise aus China 1917, die mit einem Marsch quer über Land von Kunming in nördlicher Richtung zum Yangzi startete.

Die Fotoausstellung Reisen im Südwesten Chinas, 1899-1917 zum Nachlass Weiss finden Sie unter:
themen.crossasia.org/weiss oder crossasia.org > Ressourcen > Themenportale

Dieser Beitrag erschien zuerst im CrossAsia Blog

Yalong-Schlucht, 1910

Yangzi-Treidler bei der Arbeit, 1911

Gasse in Chongqing mit den Sänften von Fritz und Hedwig, 1912-1914

Familiengruppe vor einem Haus der Yi mit typischer Kleidung und Kopfschmuck, Herbst 1913

 

Wissenswerkstatt-Workshops zum Portal CrossAsia 12.-14.7.

In den Einführungen wird das Portal CrossAsia näher vorgestellt. Zunächst erfolgt ein Überblick über die einzelnen Module, wie die CrossAsia Suche, den Online Guide East Asia (OGEA), die Digitalen Sammlungen und das Themenportal. Ebenso wird auf das Diskussionsforum und den CrossAsia Campus eingegangen. Anschließend werden die Inhalte und die Recherchemöglichkeiten von bibliographischen und Volltextdatenbanken jeweils für Japan, Korea und China erklärt.

Schwerpunkt Japan
Di, 12. Juli 2016, 18.30-20.00 Uhr

Schwerpunkt Korea
Mi, 13. Juli 2016, 18.30-20.00 Uhr

Schwerpunkt China
Do, 14. Juli 2016, 18.30-20.00 Uhr

 

Die Veranstaltungen finden im Schulungsraum im Lesesaal, Haus Potsdamer Str. 33 statt. Treffpunkt ist der I-Punkt in der Eingangshalle.

Zur Wissenswerkstatt

Ein Angebot der Staatsbibliothek zu Berlin und ihrer Kooperationspartner.

Digitalisierung auf Wunsch – CrossAsia DoD geht an den Start

Beim neuen CrossAsia Digitisation on Demand (DoD) wird das namensgebende „on Demand“ groß geschrieben. Ab sofort bietet „CrossAsia – Fachinformationsdienst Asien“ mit diesem nachfrageorientierten und disziplinspezifischen Digitalisierungsservice die Möglichkeit, nicht digital und frei im Netz verfügbare Werke mit Relevanz für die Asienwissenschaften zu digitalisieren und nach dem Prinzip des Open Access zugänglich zu machen. Auf Basis von Digitalisierungswünschen soll damit der digital frei verfügbare asienwissenschaftliche Bestand gezielt und bedarfsgerecht in den kommenden drei Jahren um etwa 300 Bände aus den Beständen der Staatsbibliothek zu Berlin (SBB) und circa 150 Bände aus dem Bestand der Universitätsbibliothek Heidelberg und der Bibliothek des Südasien-Instituts (SAI) der Universität Heidelberg erweitert werden.

Zur Digitalisierung vorgeschlagen werden können gemeinfreie Werke – d.h. die Autorin bzw. der Autor ist seit mindestens 70 Jahren verstorben – und sogenannte „vergriffene Werke“ deutscher Verlage mit Erscheinungsjahr bis 1965 für die kein verlegerisches Angebot mehr besteht und die im Buchhandel nicht länger erhältlich sind. Willkommen für die Digitalisierung sind natürlich auch Werke, für die Autorinnen und Autoren CrossAsia die einfachen Nutzungsrechte zur Digitalisierung und Bereitstellung eines Werkes selbst übertragen.

Dank der Förderung seitens der Deutschen Forschungsgemeinschaft kann das Angebot Forscherinnen und Forschern aus dem Kreis der Asienwissenschaften kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Zur Realisierung der Digitalisierungswünsche steht ein Fond für die nächsten drei Jahre zur Verfügung, der es erlaubt die Bände im genannten Umfang zu digitalisieren. Die Mittel werden nach dem Prinzip first-come, first-served eingesetzt. Alle in diesem Zusammenhang angefertigten digitalen Reproduktionen werden unmittelbar als Open-Access-Titel in den jeweiligen Bibliotheken (Digitalisierte Sammlung der SBB bzw. Literatur zu Südasien – digital) online zur Verfügung gestellt.

In den Digitalisierten Sammlungen der SBB und am SAI sind bereits zahlreiche Werke aus den Altbeständen in Berlin und Heidelberg, d.h. erschienen bis Anfang des 20. Jahrhunderts, online frei zugänglich. Im Vergleich dazu strebt dieses – im Umfang durchaus kleinere – Angebot an, gezielt diejenigen Titel aus den Beständen in Berlin und Heidelberg zu digitalisieren, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihre eigene Forschung benötigen. Damit möchte CrossAsia einen Beitrag zur Förderung spezialisierter Forschung im Bereich der Asienwissenschaften leisten.

Einen vergleichbaren Digitalisierungsservice für juristische Quellen und Studien bietet der Fachinformationsdienst Recht der SBB bereits seit Dezember letzten Jahres an.

Weitere Informationen zu dem CrossAsia DoD-Angebot finden Sie unter: http://crossasia.org/service/dod.html

Workshops der Wissenswerkstatt im Januar

Im Januar bieten wir Ihnen wieder Workshops  zu unterschiedlichen Themen an: Der Schwerpunkt liegt dieses Mal auf den Ostasienwissenschaften. Wir zeigen Ihnen in den Veranstaltungen nicht nur den praktischen Umgang mit Instrumenten, die Ihnen die Literaturrecherche erleichtern, sondern auch Portale, die gleich zum Lesen einladen.

Workshops
Einführung in die Angebote der Ostasienabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin und die Virtuelle Fachbibliothek „CrossAsia“:

Workshop
Von der Tat bis zum Digitalisat – Elektronische Ressourcen zur Geschichtswissenschaft
Donnerstag, 28. Januar, 16-17.30 Uhr

Zur Wissenswerkstatt

Ein Angebot der Staatsbibliothek zu Berlin und ihrer Kooperationspartner.