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Buchpatenschaft für den Monat Oktober

“Briefe gehören unter die wichtigsten Denkmäler, die der einzelne Mensch hinterlassen kann.”, sagte schon Johann Wolfgang von Goethe. In der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin werden heute über 1000 Nachlässe aus fünf Jahrhunderten von Persönlichkeiten aus allen Bereichen des geistigen, kulturellen und wissenschaftlichen Lebens aufbewahrt und erschlossen. Darunter befinden sich auch ungezählte Briefe .
Der für die Patenschaft im Oktober vorgeschlagene Brief stammt aus dem Nachlass der Autorin und Mäzenin Auguste Hauschner. Geboren wurde sie 1850 in Prag als Tochter der Kaufmannsfamilie Sobotka geboren, heiratete 1871 den Industriellen und Maler Benno Hauschner. Mit ihm siedelte sie Mitte der 1870er Jahre nach Berlin über. Ihre Wohnung im Bezirk Tiergarten entwickelte sich in den folgenden Jahren, insbesondere nach dem Tod ihres Ehemanns im Jahr 1890, zu einem bedeutenden Salon für Berliner Kunstschaffende. In ihrem Berliner Salon verkehrten neben ihrem Cousin Fritz Mauthner, mit dem sie in engem Briefverkehr stand, auch Gustav Landauer, Maximilian Harden, Max Liebermann und Max Brod. Auguste Hauschner begann auch selbst zu schreiben, erst Theaterstücke, später auch Romane. Als Mäzenin unterstützte sie unter anderem den Schriftsteller und Politiker Gustav Landauer. Während des 1. Weltkrieges engagierte sie sich – im Gegensatz zu Fritz Mauthner – für den Pazifismus. Im April 1924 starb Auguste Hauschner.

 

Buchpatenschaft für den Monat Oktober 2017, Brief von Gustav Landauer an Auguste Hauschner.

Brief von Gustav Landauer an Auguste Hauschner. Bibliothekssignatur: Nachlaß Auguste Hauschner, Mp. 83, Bl. 20, Lizenz CC BY-NC-SA 3.0

 

Höchstwahrscheinlich lernte Auguste Hauschner über ihren Cousin Fritz Mauther Gustav Landauer (1870 – 1919) kennen. Über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren unterstützte Auguste Hauschner den 20 Jahre jüngeren Gustav Landauer. Sie interessierte sich für seine philosophischen Überlegungen und er empfahl ihr in dem vorliegenden eine Einführung in die Philosophie, über die er auch gerne mit ihr korrespondieren wollte.

Nötige Reparaturen: Trockenreinigung, Schließen der Risse, Ergänzen der Fehlstellen mit farblich passendem Japanpapier.

Kalkulierte Kosten: 235 €

 

 

 

Übernehmen Sie eine Buchpatenschaft bei den “Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.”

Wenn Sie Interesse daran haben, dass dieser Brief restauriert und damit wieder benutzt werden kann, dann schreiben Sie an freunde@sbb.spk-berlin.de.  Für Ihre Hilfe, ein bedrohtes Werk vor dem Verfall zu bewahren, erhalten Sie:

  • ein Exlibris aus alterungsbeständigem Papier mit Ihrem Namen oder einem von Ihnen gewünschten Namen,
  • die Möglichkeit, das restaurierte Werk zu besichtigen beim Jahresempfang oder bei einem Termin nach Vereinbarung,
  • eine Spendenbescheinigung für Ihr Finanzamt. Kontakt: Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V., Gwendolyn Mertz, Unter den Linden 8, 10117 Berlin, Telefon: 030 – 266 43 8000, Mail: freunde@sbb.spk-Berlin.de
  • Weitere Hinweise zu Buchpatenschaften und eine große Auswahl an  Patenschaften aus allen Abteilungen der Staatsbibliothek zu Berlin finden Sie auf der Seite der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.  Das Spektrum reicht weit über Bücher hinaus – hier finden Sie auch Noten, Landkarten, Zeitungen, Handschriften.

Buchpatenschaft für den Monat September

Die Buchpatenschaft für den Monat September ist der einzige in Deutschland erhaltene Band des Allensteiner Kreis=Blatt aus dem Jahr 1868/69. Am Sonnabend, 1. August 1868  ist hier zu lesen:  “Derjenige, welcher Reib= oder Streichhölzer, Phosphor, Pyropapier, Aether, Photogen, Petroleum oder andere leicht entzündliche Gegenstände, oder ätzende Flüssigkeiten unter unrichtiger Deklaration oder mit Verschweigung des Inhalts der Sendung zur Post aufgiebt, wird mit einer Geldstrafe bis zu 10 Thlr. belegt.” Neben amtlichen Veröffentlichtungen dieser Art und Nachrichten wird man auch darüber informiert, welche Waren und Dienstleistungen angepriesen werden. So empfiehlt “hochachtungsvoll S. Salzmann” Walnüsse, bunte Paraffin- und bemalte Wachslichte im Allensteiner Kreis=Blatt für Weihnachten in der Beilage zu Sonnabend, 27. November 1869.

 

 

Schäden am Einband des Allensteiner Kreisblatt, Doppeljahrgang 1868/69

Einband von Allensteiner Kreisblatt, Jahrgang 1868/1869, Bibliothekssignatur: Ztg 633; Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 Staatsbibliothek zu Berlin-PK.

Allensteiner Kreisblatt – 1868/69
Bibliothekssignatur: 8° Ztg 633

Das Alleinsteiner Kreisblatt wurde von dem aus Leipzig stammenden Verleger Karl-Heinrich Harich in Allenstein, Ostpreußen (heute Olsztyn in Polen) von 1842 bis 1869 herausgegeben. Es war das zentrale Veröffentlichungs-, Verkündigungs- und Anzeigenblatt des preußischen Landkreises Allenstein, der von 1818 bis 1945 in Ostpreußen das süd-westliche Ermland umfasste und südlich und westlich an Masuren grenzte.

Der vorliegende, auf sehr gut erhaltenem Hadernpapier gedruckte, kleinformatige Doppeljahrgangsband 1868/69 umfasst 396 gezählte Seiten und ist unikal in Deutschland. Ein früherer Schimmelbefall in Folge eines Wasserschadens wurde im Jahr 2014 durch Trockenreinigung beseitigt.

Nötige Reparaturen: Einband- und Buchblockschaden beheben

Aufgeschlagene Seite aus dem Band "Allensteiner Kreisblatt" vom 27. November 1869

Beilage zur Nr. 50 des “Allensteiner Kreisblatt”, Sonnabend, den 27. November 1869

Kalkulierte Kosten: 215 €

 

 

 

 

 

Übernehmen Sie eine Buchpatenschaft bei den “Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.”

Wenn Sie Interesse daran haben, dass dieser Zeitungsband restauriert und damit wieder benutzt werden kann, dann schreiben Sie an freunde@sbb.spk-berlin.de.  Für Ihre Hilfe, ein bedrohtes Werk vor dem Verfall zu bewahren, erhalten Sie:

  • ein Exlibris aus alterungsbeständigem Papier mit Ihrem Namen oder einem von Ihnen gewünschten Namen,
  • die Möglichkeit, das restaurierte Werk zu besichtigen beim Jahresempfang oder bei einem Termin nach Vereinbarung,
  • eine Spendenbescheinigung für Ihr Finanzamt. Kontakt: Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V., Gwendolyn Mertz, Unter den Linden 8, 10117 Berlin, Telefon: 030 – 266 43 8000, Mail: freunde@sbb.spk-Berlin.de
  • Weitere Hinweise zu Buchpatenschaften und eine große Auswahl an  Patenschaften aus allen Abteilungen der Staatsbibliothek zu Berlin finden Sie auf der Seite der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V. Das Spektrum reicht weit über Bücher hinaus – hier finden Sie auch Noten, Landkarten, Zeitungen, Handschriften.

Buchpatenschaft für den Monat August

Das große Reformationsjubiläum erinnert in diesem Jahr 2017 an den Thesenanschlag von Martin Luther vor 500 Jahren. Es gibt aber auch Jubiläen, die im Zusammenhang mit der Reformation stehen und jährlich begangen werden. Ein Beispiel hierfür ist das Augsburger Friedensfest, das seit 1650 bis heute am 8. August gefeiert wird. Es ist sogar ein auf gesetzlicher Feiertag in der Stadt Augsburg. Schon seit 1651 entwickelte sich der Brauch, den Schulkindern zum Fest so genannte Friedensgemälde zu überreichen. Eines davon, den Kupferstich für das Jahr 1734, haben wir als Patenschaft für August ausgewählt.

 

Friedens=Gemähld / auf das / den 8. Augusti Anno 1734 / wiederhohlte Danck= und Frieden=Fest / der Evangelischen Schul=Jugend in Augpurg., Augsburg 1734. Bibliothekssignatur: Einbl. 1734, 1 gr. Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 Staatsbibliothek zu Berlin-PK.

 

 

Friedens=Gemähld / auf das / den 8. Augusti Anno 1734 / wiederhohlte Danck= und Frieden=Fest / der Evangelischen Schul=Jugend in Augpurg. Augsburg, 1734. Kupferstich von Johann Gottfried Thelott (1711 – 1775, Maler) und Johann Gottfried Pfautz (1687 – 1760, Stecher).

Während des Dreißigjährigen Krieges hatte Kaiser Ferdinand II. 1629 das Restitutionsedikt erlassen, das nach der Reformation säkularisiertes Kirchengut zurückführen sollte. Am 8. August 1629 begannen die Zwangsmaßnahmen gegen die evangelische Religionsausübung in Augsburg. Die evangelischen Kirchen wurden geschlossen und den Pfarrern alle Amtshandlungen untersagt. Erst im Westfälischen Frieden 1648 wurde die Gleichberechtigung der Religionsparteien für Augsburg festgeschrieben.
Zwei Jahre danach nahmen die Augsburger Protestanten den Jahrestag des kaiserlichen Eingriffs von 1629 zum Anlass, mit dem ersten Friedensfest für die Erhaltung ihres Glaubens zu danken.

 

 

 

Das Friedensgemälde für das Jahr 1734, die Buchpatenschaft für  August, zeigt eine Darstellung der Bibelstelle aus dem 4. Buch Moses (Numeri), Kapitel  21,  V. 6-9:

Da sandte der HERR feurige Schlangen unter das Volk; die bissen das Volk, dass viel Volks in Israel starb. Da kamen sie zu Mose und sprachen: Wir haben gesündigt, dass wir wider dich geredet haben; bitte den HERRN, dass er die Schlangen von uns nehme. Mose bat für das Volk. Da sprach der HERR zu Mose: Mache dir eine eherne Schlange und richte sie zum Zeichen auf; wer gebissen ist und sieht sie an, der soll leben. Da machte Mose eine eherne Schlange und richtete sie auf zum Zeichen; und wenn jemanden eine Schlange biss, so sah er die eherne Schlange an und blieb leben.

 Darunter folgen  zwei Spalten Verse, die die Bibelstelle in Bezug zum Reformationsjubiläum setzen.

Notwendige Reparaturen: Alte Verklebungen lösen, wässern, nachleimen, glätten, Einblattdruck mit Japanpapier auf ein Trägerpapier montieren und in die Mappe kleben, Herstellen einer Mappe aus säurefreiem Archivkarton.
Kalkulierte Kosten: 115 €

 

Übernehmen Sie eine Buchpatenschaft bei den “Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.”

Wenn Sie Interesse daran haben, dass dieser Einblattdruck restauriert und damit wieder benutzt werden kann, dann schreiben Sie an freunde@sbb.spk-berlin.de.  Für Ihre Hilfe, ein bedrohtes Werk vor dem Verfall zu bewahren, erhalten Sie:

  • ein Exlibris aus alterungsbeständigem Papier mit Ihrem Namen oder einem von Ihnen gewünschten Namen,
  • die Möglichkeit, das restaurierte Werk zu besichtigen beim Jahresempfang oder bei einem Termin nach Vereinbarung,
  • eine Spendenbescheinigung für Ihr Finanzamt. Kontakt: Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V., Gwendolyn Mertz, Unter den Linden 8, 10117 Berlin, Telefon: 030 – 266 43 8000, Mail: freunde@sbb.spk-Berlin.de
  • Weitere Hinweise zu Buchpatenschaften und eine große Auswahl an  Patenschaften aus allen Abteilungen der Staatsbibliothek zu Berlin finden Sie auf der Seite der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V. Das Spektrum reicht weit über Bücher hinaus – hier finden Sie auch Noten, Landkarten, Zeitungen, Handschriften.