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Reise ins China des frühen 20. Jahrhunderts – mit einer Online-Fotoausstellung zum Nachlass Fritz und Hedwig Weiss

Im Frühjahr 2016 hat die Staatsbibliothek zu Berlin den Nachlass Weiss übernommen, des deutschen Konsuls Fritz Weiss und seiner Frau Hedwig Weiss-Sonnenburg. Die Sammlung, die zahlreiche Dokumente und Fotografien insbesondere aus dem mehrjährigen Aufenthalt des Ehepaares Weiss im Südwesten Chinas zu Beginn des 20. Jahrhunderts enthält, wurde von Tamara Wyss, der Enkelin von Fritz und Hedwig Weiss, an die Staatsbibliothek übergeben.

Tamara Wyss auf den Spuren ihrer Großeltern, Chongqing, 2002. Foto: privat, Fotografin: Lie Mei

Tamara Wyss hat sich viele Jahre intensiv mit der Geschichte ihrer Großeltern befasst. Sie recherchierte in den Archiven nach der diplomatischen Korrespondenz aus dem Konsulat Chengdu, reiste auf den Spuren ihrer Großeltern und versuchte dabei den Ursprung der Fotografien und Aufzeichnungen zu ermitteln. Sie nahm es sich zum Ziel, die Geschichte ihrer Großeltern der Öffentlichkeit bekannt zu machen, beispielsweise mit Fotoausstellungen in China an den Orten, wo ihre Großeltern gelebt haben, einem Bildband mit zahlreichen Fotos aus dem Nachlass (Gestern im Land von Ba und Shu, 2009), sowie Buchpräsentationen.

Tamara Wyss ist im März 2016 verstorben. Wir haben gerne ihren Wunsch aufgegriffen, eine Auswahl der Fotografien aus dem Nachlass gemeinsam mit Erinnerungen aus den Tagebüchern und Aufzeichnungen von Fritz und Hedwig Weiss in einer Online-Ausstellung zu präsentieren. Mit dieser Ausstellung möchten wir an ihr Schaffen erinnern und ihr Bestreben fortsetzen, die Geschichte ihrer Großeltern zu erzählen.

Max Friedrich Weiss (1877-1955) war Orientalist und Diplomat. Bis zum Eintritt Chinas in den Ersten Weltkrieg war er deutscher Konsul in Chengdu, Sichuan, und Kunming, Yunnan. 1899, im Alter von 22 Jahren, reiste Fritz Weiss nach Abschluss seines Studiums in den Fächern Jura und Chinesisch zum ersten Mal nach China. Zunächst war er als Dolmetscher tätig, trat aber schnell in den konsularischen Dienst über. 1904 wurde er an das Konsulat in Chengdu versetzt, 1907 übernahm er bereits die kommissarische Leitung und ab 1912, nach Bestehen der Konsularprüfung, die Leitung des Konsulats. Bei einem Heimaturlaub im Jahr 1911 wurde er mit Hedwig Margarete Sonnenburg (1889-1975) bekanntgemacht, die ihn nach ihrer Heirat noch im selben Jahr nach China und auf den neuen Posten begleitete. Hedwig Weiss war als Reiseschriftstellerin und Kinderbuchautorin zeitlebens durch ihre Erlebnisse in China geprägt und hat diese in ihren Texten verarbeitete. 1914 wurde Fritz Weiss nach Yünnan-fu, dem heutigen Kunming, versetzt, um dort ein neues Konsulat zu errichten. Die zwei Töchter des Ehepaares Weiss, Jutta und Alice, wurden in Yunnan geboren.

Am Wannsee, Fritz und Hedwig während der Verlobungszeit, Frühjahr 1911

Hedwig Sonnenburg war eine sehr abenteuerlustige und neugierige, aber auch romantische junge Frau. In ihren Memoiren schreibt sie: „[…] die Sehnsucht in die Ferne war mächtig in mir. Jede Weite, die ich vor mir sah, liess mich von noch grösseren Weiten träumen, jeder Wald liess den ewigen Wald vor mir entstehen, jeder Ritt, wenn die Luft um meine Ohren brauste, liess mich von wilden Ritten über unbekannte, endlose Steppen träumen.“ (S.3) Und Fritz Weiss erinnert sich in seinen Memoiren: „Mag sein, dass die Aussicht auf eine wilde Reise über den Pamir, ein Projekt, mit dem ich mich damals trug, bis zu einem gewissen Grad bei den Entschließungen von Frl. Sonnenburg für mich gesprochen hat.“ (S.308)

Zwischen Kennenlernen, Verlobung, Heirat und Abreise nach Chengdu, wo Fritz seinen Posten als Konsul antreten sollte, widmeten sie sich aufwendigen Reisevorbereitungen für ihr Leben und die geplanten Expeditionen in China. Sie hatten Kameras zur Dokumentation ihrer Erlebnisse im Reisegepäck und organisierten sogar einen Edison-Phonograph zur Aufnahme von Gesängen auf Wachswalzen, die sie Prof. Hornbostel vom psychologischen Institut in Berlin versprochen hatten (Hedwig Weiss-Sonnenburg, Memoiren, S.9); mit ihm zeichneten sie die Gesänge der Yangzi-Treidler und eines Stammes aus dem Volk der Yi auf. Die Wachswalzen sind heute im Bestand des Ethnologischen Museums in Berlin.

Begleiten Sie Fritz und Hedwig Weiss auf ihren Spuren durch das Südwestchina des frühen 20. Jahrhunderts, einer politischen und gesellschaftlichen Umbruchsphase zwischen den letzten Jahren des Qing-Reiches und dem Eintritt Chinas in den Ersten Weltkrieg im Jahr 1917, in dessen Folge die diplomatischen Beziehungen mit dem deutschen Kaiserreich abgebrochen wurden und die Familie Weiss aus China ausreisen musste. Besuchen Sie mit ihnen die Städte Chongqing, Chengdu und Kunming. Nehmen Sie teil an ihren abenteuerlichen Reisen und Expeditionen per Boot durch die Drei Schluchten des Yangzi ins chinesische Hinterland, in die entlegenen Bergregionen und Flusstäler Sichuans, zu dem unabhängigen Volk der Yi und bei der Ausreise aus China 1917, die mit einem Marsch quer über Land von Kunming in nördlicher Richtung zum Yangzi startete.

Die Fotoausstellung Reisen im Südwesten Chinas, 1899-1917 zum Nachlass Weiss finden Sie unter:
themen.crossasia.org/weiss oder crossasia.org > Ressourcen > Themenportale

Dieser Beitrag erschien zuerst im CrossAsia Blog

Yalong-Schlucht, 1910

Yangzi-Treidler bei der Arbeit, 1911

Gasse in Chongqing mit den Sänften von Fritz und Hedwig, 1912-1914

Familiengruppe vor einem Haus der Yi mit typischer Kleidung und Kopfschmuck, Herbst 1913

 

Drei Briefe im Juni

Drei Briefe im Juni oder Autographen können nicht fahren …

Die Arbeit in der Handschriftenabteilung ist außerordentlich abwechslungsreich. Die Bestände sind einzigartig und vielfältig. Die Besucher und Anfragen kommen aus der ganzen Welt. Wir sind keine Graphologen und die Frage eines Besuchers, was denn Autographen wären,  ob sie fahren könnten wie die deutschen Autos, musste ich verneinen. Das Wort kommt aus dem Griechischen- auto graph – heißt selbst geschrieben, lateinisch manu propria. Eigenhändig  geschrieben sind die im Haus gesammelten Briefe und Aufzeichnungen.

In der Bibliothek entstand über einen Zeitraum von mehr als 350 Jahren ein Besitz von außerordentlicher Tiefe und Verschiedenartigkeit, da durch die Eingliederung von Sonder- und Privatsammlungen vielfältiges detailliertes Wissen ins Haus kam. Das sind mittelalterliche und moderne Handschriften, handschriftliche Nachlässe von Dichtern, Wissenschaftlern und Komponisten, Noten und Karten, Sammlungen und Einzelautographe, bei denen immer der Besitzer mit seinem Wissen den Charakter der Sammlung prägte.

Im 20. Jahrhundert stiftete zum Beispiel der Chemiker Ludwig Darmstaedter (1846-1927) seine Autographen-Sammlung zur Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik samt einem finanziellen Erwerbungsetat für die Weiterführung der Sammlung in der Staatsbibliothek. Seine Sammlung enthielt auch vollständige Nachlässe von bedeutenden Wissenschaftlern, Typoskripte, Porträts, Karten, Sonderdrucke und Faksimiles.

Unter den über 1000 Nachlässen in der Bibliothek stehen großartige Namen wie Alexander von Humboldt oder Adelbert von Chamisso heute im Mittelpunkt einzelner Projekte der Staatsbibliothek. Ihre Aufzeichnungen können weltweit digital betrachtet werden. Bei der Suche nach Autographen bietet die Verbunddatenbank Kalliope den Sucheinstieg in die Welt der handgeschriebenen Objekte, weist die Namen und Bestände nach.

Es gibt Hunderttausende Autographen in der Staatsbibliothek, ich möchte drei herausgreifen und sie kurz vorstellen. Es geht wie so oft auch bei großen Geistern um profane Fragen- ums Geld und  um die Liebe.

Am 4. Juni 1519 nahm ein Künstler in Rom die Feder zur Hand und sorgte für die Verbesserung seiner finanziellen Situation:

In Übersetzung lautet der Text: „ich Michelangelo Sohn des   Lodovichio Simoni, Florentinischer Bildhauer hier in Rom  habe heute empfangen, an diesem Tage, dem 5. Juni von Lionardo de Bartolini, ebenfalls einem Florentiner, zur Bezahlung eines Gemäldes unserer Frau, das ich zu machen übernommen habe, 100 Dukaten aus der Kammer und zur Beglaubigung, das es wahr sei, habe ich dies mit meiner eigenen Hand – manu propria – geschrieben. 1519.

Michelangelo Buonarroti (1475- 1564), der Maler, Bildhauer und einer der größten Künstler aller Zeiten schrieb also eine Quittung über 100 Dukaten für Lionardo de Bartolini. Dieses Blatt aus der Sammlung Darmstaedter wurde durch das Antiquariat Martin Breslauer in Berlin erworben und kostete 1917 stattliche 1000 Mark.

Ludwig Darmstaedter, der große Sammler und Mäzen der Staatsbibliothek wollte seiner Sammlung unbedingt ein Blatt der Großen der italienischen Renaissance hinzufügen. Aber Autographe der Künstler dieser Zeit sind höchst selten und oftmals gefälscht. Nach längeren Verhandlungen und der Vermittlung Martin Breslauers, zu dem Darmstaedter herzliche Verbindungen unterhielt, und der wie er im Verein der  Freunde der Staatsbibliothek aktiv war, konnte dieses Blatt aus dem Besitz des Kaisers Maximilian von Mexiko erworben werden. Oder war es doch das Werk eines Fälschers? Die Korrespondenz zu dieser Frage wird bis in die Gegenwart geführt.

Ein anderes pekuniäres Thema spricht der schwedischer Chemiker und Erfinder Alfred Nobel (1833-1896) am 30. Juni 1880 in einem Brief an den deutschen Bergverwalter Bernhard Turley (1831-1908) an. Alfred Nobel hielt sich in Berlin auf und schrieb seinem alten Mitarbeiter, dass ihm seine Erfindung abgesprochen werden soll.

Es taucht plötzlich in Amerika ein H. Dittmar, welcher ehemals auf Krümmel in der Dynamit Fabrik angestellt war, auf und will mir die Dynamit Erfindung abstreiten.“  

Alfred Nobel war der Erfinder des Dynamits, jenem Sprengstoff, der auf der Anwendung von Nitroglycerin beruht. Er ist der Stifter des Nobelpreises, der alljährlich in Stockholm vergeben wird und dessen Stiftungskapital aus dem weltweiten Gewinn des Dynamits stammt. Nobel ließ sich 1867 seine Marke patentieren und übersiedelte mit seiner Fabrik nach Krümmel bei Hamburg. Turley arbeitete von 1866-1868 für Nobel, zur gleichen Zeit wie Carl H. Dittmar.

doch wäre es mir von hohem Interesse zu erfahren was sie sich wohl noch aus dieser nebelumschleierten Zeit erinnern können, Sie waren glaube ich bei den Versuchen sowohl in Clausthal als Königsgrube anwesend…. . Können Sie sich noch erinnern: Oder haben Sie an diese Zeit noch andere, die curiose Geschichte erläuternde Erinnerungen?

Ein Antwortbrief ist uns nicht überliefert, aber Alfred  Nobel gewann den Streit, sonst gäbe es heute keinen Nobelpreis.

Auch im Juni, am 18. 6.1810 schrieb Adelbert von Chamisso aus Paris an seinen Freund, den Dichter Friedrich de la Motte Fouqué in Berlin: Als Gedicht reimt er

„Kann nicht reden, kann nicht schreiben, kann nicht sagen wie mir ist, …mit der Arbeit wills nicht vorwärts …,kann nicht wissen wie mir ist.

Das Blatt ist Teil des seit den 1930er Jahren  in der Staatsbibliothek verwahrten Nachlasses des Dichters und befindet sich in den digitalen Sammlungen der Bibliothek.

Für eine Stelle in Paris erhielt er eine Absage, mit der Arbeit und in der Liebe wollte nicht so recht gelingen. Doch schon fünf Jahre später schuf er in der Abgeschiedenheit des brandenburgischen Kunersdorf „Peter Schlemihls wundersame Reise“. Dieses Märchen  wurde ein Welterfolg und brachte finanzielle Sicherheit. Auch dies gehört zum Nachlass- ein umfangreiches Werk, kein langer Brief, sondern ein Manuskript.

“SchriftSprache. Indonesische Handschriften”

Ausstellung aus Anlass der Frankfurter Buchmesse mit Gastland Indonesien

Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Haus Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin
montags bis samstags, 10 – 19 Uhr
bis 17. Oktober 2015

  • Eintritt frei
  • farbiger Katalog (186 Seiten)
  • mittwochs um 17 Uhr Führungen in der Ausstellung
  • Vorträge mit indonesischer Musik am 2., 5., 10. Oktober, Themen und Zeiten siehe http://sbb.berlin/w0i71d

In der Ausstellung „SchriftSprache“ – auf Indonesisch „Aksara dan Bahasa“ – präsentieren die Staatsbibliothek zu Berlin 46 Handschriften und das Indonesische Nationalmuseum, Jakarta, 7 Repliken von Steininschriften. Besuchern wird das Schreiben auf Palmblättern vorgeführt, am Computer kann das Schreiben in Javanisch, Buginesisch, Batakisch und Arabisch ausprobiert werden.

Von den 700 Handschriften, die die Staatsbibliothek zu Berlin besitzt und die aus dem heutigen Gebiet der Republik Indonesien stammen, sind etwa die Hälfte auf Papier aus Baumbast oder auf Palmblättern, Baumrinden, Bambus und Metall geschrieben. Diese Beschreibstoffe, ihre Formen wie auch ihre Bindungen sind für europäische Betrachter optisch und haptisch außerordentlich faszinierend. Zudem erscheinen Betrachtern, denen die feste Verbindung einer Sprache mit einem zugehörigen Alphabet geläufig ist, die in den indonesischen Handschriften repräsentierten Kombinationen aus Sprachen und Schriftzeichen recht ungewöhnlich, etwa wenn ein javanischer Text sowohl mit arabischen wie auch mit lateinischen oder javanischen Buchstaben geschrieben ist.


Digital erschlossene indonesische Handschriften der Staatsbibliothek zu Berlin sind in der Datenbank www.orient-digital.de zu finden.

Honorarfreie Pressebilder: http://sbb.berlin/61kmfa oder
http://staatsbibliothek-berlin.de/aktuelles/presse-news/pressebilder


Die Buchkunst hat in Indonesien eine lange Tradition. So wurden, bevor der Buchdruck Verbreitung fand, seit Jahrhunderten vor allem jene Materialien zum Beschreiben genutzt, die in der Natur zu finden waren. Die Auswahl der gezeigten Handschriften vermittelt deshalb nicht nur einen Einblick in die verschiedenen Schrifttraditionen und Schriftzeichen Indonesiens, sondern darüber hinaus auch eine Übersicht über die Materialien, die als Beschreibstoffe dienten – neben europäischem Papier auch Papier aus Baumbast sowie Palmblätter, Baumrinde, Bambus und Metall.

Malaiische und javanische Handschriften sind am häufigsten vertreten, da Werke in diesen Sprachen die wichtigsten und umfangreichsten Literaturen Indonesiens abbilden. Während die Mehrzahl der Manuskripte für den alltäglichen Gebrauch bestimmt und daher einfach ausgestattet waren, werden in der Ausstellung auch zahlreiche Handschriften mit kostbaren Miniaturen und aufwändigen Illuminationen gezeigt.

Oft datieren indonesische Handschriften ‚nur‘ in das 19. Jahrhundert zurück, denn die dortigen klimatischen wie auch die Nutzungs- und Aufbewahrungsbedingungen beschleunigen den Verfall der fragilen Beschreibstoffe. Vor diesem Hintergrund wirkt die Überlieferung von Handschriften aus früheren Jahrhunderten geradezu sensationell, einige davon sind in der Ausstellung zu sehen, etwa diese:

Die Nipah-Handschrift der Staatsbibliothek zu Berlin

In altjavanischer Kawi-Schrift wurde im Jahr 1407/1467 (Datierung je nach Lesung) auf Gebang-Palmblättern ein shivaitischer Text geschrieben. Dies ist eine der wenigen erhaltenen Nipah-Handschriften, weltweit sind nur wenige Dutzend überliefert, in Berlin ist dies die einzige. Diese Handschriften stellen den Übergang von Stein- und Metallinschriften zum portablen Schriftträger dar.

Der Text dieser Handschrift ist unikal, weltweit ist keine weitere Kopie bekannt. Es handelt sich um einen shivaitischen Text in Kawi-Schrift, auf Sanskrit mit altjavanischen Erläuterungen mit dem Titel Darma Pātañjala.
Die Aufbewahrung der Handschrift in dem hölzernen Kasten hat zwar den Verlust loser Teile verhindern können, da aber die Maße des Kastens zu knapp bemessen waren, litten die einzelnen Blätter bei jeder Bewegung. Zudem ist durch den Faden im Schnurloch in der Mitte der Blätter Feuchtigkeit eingedrungen und das Material an diesen Stellen spröde und brüchig geworden. Die einzelnen Palmblätter sind an diesen Stellen so destabilisiert, dass die Handschrift derzeit weder benutzt noch digitalisiert werden kann. Mit Fördermitteln der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) wird jetzt die grundlegende konservatorische Sicherung und die Neukonzeption der Aufbewahrung der Handschrift in Angriff genommen. Das neue Aufbewahrungskonzept wird die Nutzung des Originals ermöglichen, ohne dass das eigentliche Palmblatt angefasst werden muss.

Honorarfreie Pressebilder: http://staatsbibliothek-berlin.de/aktuelles/presse-news/pressebilder/aktuelle-themen/

Ausstellung: “Displaced Persons” 3.9. – 15.12.

Kabinettausstellung  im Jüdischen Museum
SAMMLUNG DER STAATSBIBLIOTHEK “DISPLACED PERSONS”

Im fremden Land. Publikationen aus den Lagern der Displaced Persons.

3. September – 15. Dezember 2015

Im Jahr 2009 begann die Staatsbibliothek zu Berlin, systematisch eine Sammlung mit solcher Literatur aufzubauen, die in den Jahren 1945 bis 1950 in den Lagern für jüdische “Displaced Persons” in der amerikanischen und in der britischen Besatzungszone Deutschlands entstand. Eine Auswahl dieser seltenen, äußerst wertvollen historischen Zeugnisse wird vom 3. September an im Jüdischen Museum Berlin in einer kleinen Sonderausstellung zu sehen sein.

Pressemitteilung der Staatsbibliothek zu Berlin