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Das Gebäude der Königlichen Bibliothek am Opernplatz in den Jahren 1774 bis 1909 – Werkstattgespräch am 24.10.

Wissenswerkstatt

Zwischen Mangelverwaltung und Innovation – Das Gebäude der Königlichen Bibliothek in Berlin am Opernplatz in den Jahren 1774 bis 1909

Werkstattgespräch mit Dr.-Ing. Elke Richter, BTU Cottbus-Senftenberg
Einführung von Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin
Dienstag, 24. Oktober 2017
18.15 Uhr
Dietrich-Bonhoeffer-Saal
Haus Potsdamer Straße
Eintritt frei, Anmeldung erbeten

 

Bis zum Umzug in ihr Haus Unter den Linden im Jahr 1909 hatte die Königliche Bibliothek zu Berlin als Vorgängerinstitution der heutigen Staatsbibliothek 125 Jahre lang ihren Sitz in dem Gebäude am Bebelplatz, das den leicht abwertenden Spitznamen „Kommode“ trägt. Im Gegensatz zu seiner barocken, schon damals nicht mehr modernen Architektursprache wurde mit dem Bau ein modernes Bibliothekskonzept verwirklicht, an dem sich die Entwicklung von der barocken Saalbibliothek zur Magazinbibliothek des 19. Jahrhunderts ablesen lässt.

Die Geschichte des Bibliotheksgebäudes ist geprägt von den Versuchen, die Buchunterbringung, die interne Abläufe und die Benutzbarkeit zu verbessern. In ihrem Vortrag beleuchtet Elke Richter die verschiedenen Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen, in denen hochmoderne Entwicklungen des zeitgenössischen Bibliotheksbaus aufgegriffen wurden. Die Rolle der Oberbibliothekare im komplexen Netzwerk von Planungsbeteiligten wird ebenso betrachtet wie die Funktion des Bibliotheksgebäudes als Ort von Beziehungen zwischen Bibliothekaren und Nutzern und zwischen Menschen und Büchern.

Das Werkstattgespräch wird begleitet von einer Kabinettausstellung mit ausgewählten Beständen der Staatsbibliothek zum Gebäude der Königlichen Bibliothek.

 

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Werkstattgespräch zu Flugblättern im Zweiten Weltkrieg am 10.10.

Wissenswerkstatt

Kommunikation unter Feinden. Transnationale und -mediale Aspekte der Flugblattpropaganda im Zweiten Weltkrieg

Werkstattgespräch mit Dr. Christiane Caemmerer, Staatsbibliothek zu Berlin – Handschriftenabteilung
Dienstag, 10. Oktober 2017
18.15 Uhr
Konferenzraum 4
Haus Unter den Linden
Treffpunkt im Eingangsbereich (Rotunde)
Eintritt frei, Anmeldung erbeten

 

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Flugblatt zu einem der wichtigsten Mittel der psychologischen Kriegsführung. Millionen und Abermillionen von meist sorgfältig getexteten und illustrierten sowie – im Verhältnis zu den Handzetteln der Weimarer Republik – aufwendig produzierten Flugblättern wurden an den Fronten und in den Zentralabteilungen der Propagandaministerien hergestellt und über Ballons, Granaten und als Bombenbeiladungen an die Soldaten und die Zivilbevölkerung verteilt.
Der Beitrag beschäftigt sich mit den transnationalen Argumentationsstrategien von Flugblättern und deren national geprägten Manifestationen, die klar an den unterschiedlichen Adressaten orientiert sind, und diskutiert Veränderungen in der Rezeption von lyrischen Texten, die durch einen Wechsel des Mediums: Flugblatt, Liederbuch, Rundfunkbeitrag und Gedichtband bedingt sind.
Die Materialbasis des Beitrages bilden die Flugblätter der Weißen Rose, die Flugblattbeiträge von Thomas Mann im Auftrag der Alliierten, die Amerikarezeption der deutschen Propagandaeinheit Südstern und die Lyrikproduktion von Erich Weinert und Johannes R. Becher für die sowjetische Propaganda aus der Kirchner‘schen Sammlung von Feindflugblättern in der Staatsbibliothek.

 

Eine Veranstaltung der Reihe Die Materialität von Schriftlichkeit

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Logo des Deutschen Esperanto-Bundes e.V.

Eine Sprache für Völkerverständigung, für Frieden, für Kulturaustausch

??? — Esperanto!  – Solch eine Sprache muss einfach begeistern! Das Werkstattgespräch in der Staatsbibliothek am 21. September “Esperanto – eine Sprache, die begeistert. Zur Kultur und Geschichte einer unterschätzten Weltsprache” findet dementsprechend im Vorfeld weites Interesse. So machte sich Friederike Schmidt von der Abteilung Medien und Kommunikation der Stiftung Preußischer Kulturbesitz auf, suchte Kontakt zum Referenten des Abends, Fritz Wollenberg von der Esperanto-Liga Berlin, und führte mit ihm ein Interview.

Fritz Wollenberg beim Sommerfest auf dem Esperantoplatz. Foto: Susanne Misere

Wie kaum ein zweiter in Berlin kennt Fritz Wollenberg die Kultur der Esperantosprecher, die die vor 130 Jahren entwickelte und heute in mehr als 120 Ländern gesprochene Plansprache Esperanto verwenden. Das engagierte Mitglied der Esperanto-Liga Berlin wird am 21. September den Jubiläumsband „Esperanto – Sprache und Kultur in Berlin und Brandenburg“ im Werkstattgespräch der Staatsbibliothek zu Berlin vorstellen. Wir sprachen mit Fritz Wollenberg über die Vorzüge der Sprache, Begeisterungswürdiges und Fundstücke in der Staatsbibliothek.

31.08.2017

Als Plansprache hat Esperanto nur sehr wenige Muttersprachler. Wie sind Sie eigentlich zu Esperanto gekommen, oder wie ist Esperanto zu Ihnen gekommen?

Fritz Wollenberg: Das ist lange her. Als Schüler hörte ich während eines Ferienjobs von Esperanto und bekam mein erstes Lehrbuch. Ich war vom Aufbau der Sprache und der dahinterstehenden Idee unglaublich fasziniert. Während des Studiums sah ich dann eine Anzeige in der Zeitung: „Esperanto-Kurs in Prenzlauer Berg“. Dort lernte ich dann endlich die Sprache. Ein Jahr später kam die erste große Reise nach Ungarn. Dort merkte ich, dass es sehr viele Esperanto-Sprecher gibt, und eine ganz neue Welt öffnete sich.

Vor 130 Jahren veröffentlichte Ludwig Zamenhof die internationale Plansprache “Esperanto”. Vor und nach dem Esperanto gab es auch andere Plansprachen – 1887 hatte das Volapük schon eine gewisse Verbreitung erlangt, 1908 erschien Ido und fand seine Anhänger. Auch danach entstanden immer wieder neue Plansprachen, aber die meisten sind in Vergessenheit geraten – nicht das Esperanto. Warum?

Esperanto ist eine sehr regelmäßige Sprache. Bei der „Planung“ seiner Internacia Lingvo (Internationalen Sprache), wie er sie nannte, untersuchte Zamenhof bestehende Sprachen wie Latein und auch die englische Sprache auf ihre Eignung als Weltsprache. Jedoch waren diese seiner Ansicht nach in ihrer grammatischen Struktur, in Wortbildung und Orthografie zu kompliziert. Er überlegte lange, welche grammatikalischen Ausdrucksformen der einzelnen Sprachen sinnvoll sind und experimentierte viel mit der Wortbildung. Zamenhof kam zu dem Schluss, dass eine Weltsprache neutral sein muss und daher die Schaffung einer neuen – einer Plansprache – notwendig ist, die aber auf den bestehenden Sprachen aufbaut, damit man Wörter wiedererkennen kann. Deshalb kam für ihn auch das Volapük von Johann Martin Schleyer oder eine philosophische Sprache wie die von Leibniz entwickelte nicht in Betracht. Für Esperanto entwickelte er ein System von Vor- und Nachsilben, die eine bestimmte Bedeutung tragen und vor oder hinter die Wortwurzel gesetzt werden, um deren Bedeutung zu modifizieren. Die Sprache funktioniert wie ein Baukastensystem. Zum Beispiel gibt es die Nachsilbe -in, die die weibliche Form ausdrückt. Aus la knabo = der Junge wird la knabino = das Mädchen. Eine weitere Regelmäßigkeit ist, dass Substantive immer auf -o, Adjektive auf -a enden. Man kann also aus dem Substantiv ganz einfach ein Adjektiv bilden: aus patro = Vater wird patra = väterlich. Diese Sprachstruktur ist extrem übersichtlich und leicht erlernbar. Das ist einer der Gründe, warum Zamenhof Erfolg mit dieser Sprache hatte.

Ido, der Nachkömmling der Sprache, sollte ein verbessertes Esperanto sein. Doch wurden die Regeln und der Wortbestand immer wieder verändert, was das Erlernen von Ido kompliziert machte und Wörterbücher schnell veralten ließ. Zamenhof dagegen hatte von Anfang an die Sprache der Sprachgemeinschaft übergeben und 1905 dem ersten Esperanto-Weltkongress ein „Fundamento de Esperanto“ vorgelegt, ein Grundregelwerk, das nicht mehr verändert werden sollte. Es wurde beschlossen und ist bis heute gültig. Zamenhof hatte damit eine Sprachstruktur mit produktivem Wortbildungssystem festgeschrieben, die die Entwicklungsfähigkeit der Sprache garantierte. Zugleich war für Stabilität gesorgt.

Es gibt aber auch außersprachliche Aspekte. Der Erschaffung des Esperanto liegt eine Weltanschauung zugrunde. Die Sprache steht für Völkerverständigung, für Frieden, für Kulturaustausch. Diese Ideen spielten und spielen in der Sprachgemeinschaft eine große Rolle und sind für viele eine wichtige Motivation dafür, Esperanto zu lernen.

Sie haben gerade auch Englisch als einen der Ausgangpunkte für die Studien Zamenhofs angesprochen. Warum ist heute trotz der vielen Vorteile von Esperanto immer noch Englisch die Weltsprache?

Wenn man sich die Zahlen genauer anschaut, dann zeigt sich, dass gar nicht so viele Menschen Englisch sprechen. In der EU sind das etwa 50%. Ein sehr viel geringerer Prozentsatz beherrscht die Sprache exzellent. Als Wissenschaftssprache ist Englisch von überragender Bedeutung. Weil Esperanto eine sehr junge Sprache ist, ist der Bereich der Wissenschaft eher schwierig. Dennoch hat sich auch hier viel getan. Ich denke da an den Fachwortschatz einiger Disziplinen. Es gibt natürlich entscheidende Unterschiede zwischen Englisch und Esperanto. Zunächst muss betont werden, dass jeder, der Esperanto lernt, die Sprache freiwillig lernt. Englisch hat sich hingegen aufgrund der politischen und ökonomischen Macht des British Empire und der Vormachtstellung der USA stark verbreitet. Viele Menschen lernen heute deshalb Englisch, weil ein ökonomischer Zwang besteht, man braucht es für den Beruf oder für das Studium. Es werden enorm große Ressourcen zur Verfügung gestellt, um Englisch zu unterrichten, um die Sprache zu verbreiten. Diese Ressourcen hat das Esperanto natürlich nicht, die Sprachgemeinschaft ist so etwas wie eine Bürgerbewegung. Insofern ist es erstaunlich, was in diesen 130 Jahren passiert ist. Ich sehe die Sache somit eher als ein halbvolles Glas.

Wie viele Esperanto-Sprecher gibt es denn weltweit? Können Sie eine Zahl nennen?

Es gibt keine allgemeinen Erhebungen. Mittels verschiedener Quellen lassen sich Vermutungen anstellen. Zum einen gibt es Wikipedia auf Esperanto mit inzwischen über 240.000 Einträgen. Esperanto gehört damit zu den 35 Sprachen mit den meisten Einträgen und ist in dieser Hinsicht vergleichbar mit Dänisch. Zum anderen geben bei Facebook 330.000 Menschen an, Esperanto zu benutzen. Drittens möchte ich auf den Online-Sprachkurs duolingo.com hinweisen. Für den Kurs Englisch-Esperanto haben sich bisher über 1 Mio. Menschen registriert. Somit lässt sich grob erahnen, wie groß die Sprachgemeinschaft ist.

Am 21. September referieren Sie beim Werkstattgespräch der Staatsbibliothek zum Thema “Esperanto – eine Sprache, die begeistert”. Was begeistert Sie an Esperanto?

Mich begeistert vor allem der soziale Aspekt. Ich habe seit dem Internationalen Esperanto-Pädagogikseminar 1967 in Szeged, Ungarn, meinem ersten großen Esperanto-Kulturerlebnis, unwahrscheinlich viele Veranstaltungen besucht, bei denen ich Leute aus unterschiedlichen Kulturen mit verschiedenen Sprachen kennenlernte, die sich untereinander und mit mir in Esperanto verständigen konnten. Es gibt touristische Treffen, Kulturfestivals, Fachkonferenzen, Familientreffen für Esperanto-Muttersprachler, ganz viele Begegnungen rund um die Welt… Dieser Aspekt ist für mich am wichtigsten. Die Esperanto-Kultur hat enorm viel zu bieten. Seit längerem interessiert mich auch die Geschichte des Esperanto sehr und ich habe dazu einiges veröffentlicht.

Nun zur Literatur: Ihr Vortrag findet in der Staatsbibliothek statt. Warum ist gerade die Staatsbibliothek für die Esperanto-Community interessant?

Die Staatsbibliothek zu Berlin ist einer der Orte der Esperanto-Kultur in Berlin. Zum einen gibt es die spezielle Esperanto-Sammlung, und zum anderen gibt es eine sehr große Zahl an Büchern in und über Esperanto und andere Plansprachen im allgemeinen Bibliotheksbestand. Somit hat die Community Zugang zu wichtiger Literatur.

Die Esperanto-Sammlung ist eine historische Sammlung – die ehemalige Bibliothek des Esperanto-Instituts für das Deutsche Reich, die 1936 in die Staatsbibliothek kam. Dieses Institut hatte als staatliche Institution vor allem die Aufgabe, den Stand der Entwicklung des Esperanto festzuhalten. Der Briefwechsel zwischen dem letzten Direktor des Esperanto-Instituts, das nach dem Verbot der Esperanto-Verbände vor seiner Auflösung stand, und der Staatsbibliothek ist erhalten. In den 60er Jahren, kurz nach der Aufhebung des Esperanto-Verbotes in der DDR, wollten Ostberliner Esperantisten die Sammlung erschließen. Führend dabei waren Karl Maier und seine Frau Hedwig, die diese Sammlung sichteten, reinigten und einen Zettelkatalog anlegten, der bis in die 90er Jahre die Grundlage für den Zugang zur Esperanto-Sammlung war. Somit hat die Sammlung auch innerhalb der Staatbibliothek eine interessante Geschichte. Hochinteressante Werke sind die Erstausgabe des „Fundamento de Esperanto“ von 1905, die „Internationale Sprachnormung in der Technik, besonders in der Elektrotechnik“ von Eugen Wüster, dem Begründer der Terminologiewissenschaft, und seine Esperanto-Übersetzung von „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“ von Chamisso. Ein besonders interessantes Stück der Sammlung ist eine Akte von 1922: In diesem Jahr befasste sich der Völkerbund mit Esperanto. Es gab unter anderem eine Konferenz, bei der Frankreich sein Veto einlegte, da es Bedenken hatte, dass Esperanto der Stellung der französischen Sprache schaden würde. Der allgemeine Bestand ist natürlich auch interessant. Das Bemerkenswerteste ist hier vielleicht das „Dua libro de l’lingvo internacia“, das zweite Buch Zamenhofs, 1888 kurz nach der Entstehung der Sprache erschienen. Man kann auch aktuelle Ausgaben der Zeitschrift des Esperanto-Weltbundes im Lesesaal in der Potsdamer Straße lesen.

Sie kennen die Esperanto-Sammlung ja sehr gut, was ist Ihr Lieblingsstück?

Da möchte ich eine Satire-Zeitschrift nennen, LA PIRATO. Sie stammt aus den 30er Jahren und wurde von Raymond Schwartz, dem berühmten Esperanto-Satiriker herausgegeben. Die Staatsbibliothek hat einiges von ihm. Seine Werke schätze ich sehr.

Die Fragen stellte Friederike Schmidt.

 

Termine

„Das Werk ist die Totenmaske der Konzeption“. Schreibverfahren bei Walter Benjamin. Werkstattgespräch am 10.4.

Werkstattgespräch: Das Werk ist die Totenmaske der Konzeption. Schreibverfahren bei Walter Benjamin.

  • Termin

    Di, 10. April 2018
    18.15 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Konferenzraum 4
    Haus Unter den Linden
    (Eingang Dorotheenstraße 27, Treffpunkt Rotunde)
    10117 Berlin

    Eintritt frei, Anmeldung erbeten

  • Anfahrt

    S- + U-Bahnstationen
    S + U Friedrichstraße
    U Französische Straße

    Bushaltestelle
    H Unter den Linden, Friedrichstraße (Bus 147)
    H Staatsoper (Bus 100, 200, TXL)

  • Alle Veranstaltungen

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Ursula Marx, Akademie der Künste – Walter Benjamin Archiv
Fachliche Betreuung: Dr. Christian Mathieu

Die Rezeption des Theoretikers, Kritikers und Übersetzers Walter Benjamin (1892–1940) erfolgte lange Zeit ausschließlich über das gedruckte Werk und die Texte der Gesammelten Schriften. Das Archiv mit seinem reichen Bestand an Manuskripten und Typoskripten fand dabei kaum Beachtung. Das ist umso erstaunlicher, als Benjamin selbst der materialen Seite seines Schreibens große Bedeutung zumaß. Bestimmte Papiere, Tinten und Einbände waren ihm ebenso wichtig wie die grafische Gestaltung seiner Manuskripte. Als Schauplatz seines Denkens und Schreibens zeichnen sie ein Portrait des Autors auf kleinstem Raum: sie dokumentieren den Ideenreichtum, lassen Schreibstrategien und Ordnungssysteme erkennen, spiegeln Wahrnehmungsweisen und thematische Nachbarschaften. Der Beitrag gewährt Einblicke in die materialen Hinterlassenschaften Benjamins und die Charakteristik seines Schreibens. Anhand ausgewählter Texte werden Schreibverfahren aufgezeigt und erläutert.

Eine Veranstaltung der Reihe Die Materialität von Schriftlichkeit

Weitere Termine der Wissenswerkstatt.

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Schlecht gemachte Bücher? Kritische Publikationspraktiken in experimenteller Literatur und Kunst des postdigitalen Zeitalters. Werkstattgespräch am 6.3.

Werkstattgespräch: Schlecht gemachte Bücher? Kritische Publikationspraktiken in experimenteller Literatur und Kunst des postdigitalen Zeitalters.

  • Termin

    Di, 6. März 2018
    18.15 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Konferenzraum 4
    Haus Unter den Linden
    (Eingang Dorotheenstraße 27, Treffpunkt Rotunde)
    10117 Berlin

    Eintritt frei, Anmeldung erbeten

  • Anfahrt

    S- + U-Bahnstationen
    S + U Friedrichstraße
    U Französische Straße

    Bushaltestelle
    H Unter den Linden, Friedrichstraße (Bus 147)
    H Staatsoper (Bus 100, 200, TXL)

  • Veranstaltung

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PD Dr. Annette Gilbert, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Fachliche Betreuung: Dr. Christian Mathieu

Noch immer werden Bücher gedruckt, noch immer wählen Autoren und Künstler bewusst das Printmedium als künstlerische Ausdrucksform. Dies geschieht keineswegs immer im Zeichen der Nostalgie oder im Kielwasser der um sich greifenden Fetischisierung des Buchs als Objekt, die unter dem Stichwort der neo-analogen Renaissance bereits kritisch diskutiert wird. Die im Vortrag vorgestellten Bücher aus der experimentellen Kunst- und Literaturszene der Gegenwart verstehen sich als Versuchsanordnungen, die die unübersichtliche und noch nicht verfestigte Gemengelage der Medien nach ihrer Digitalisierung zum Ausgangspunkt nehmen, das alte, analoge Medium in Bezug auf die neuen, digitalen Technologien noch einmal neu zu positionieren.

Eine Veranstaltung der Reihe Die Materialität von Schriftlichkeit

Weitere Termine der Wissenswerkstatt.

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Zur Materialität und Kontextualität des russischen Künstlerbuches der Gegenwart. Werkstattgespräch am 6.2.

Werkstattgespräch: Zur Materialität und Kontextualität des russischen Künstlerbuches der Gegenwart.

  • Termin

    Di, 6. Februar 2018
    18.15 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Konferenzraum 4
    Haus Unter den Linden
    (Eingang Dorotheenstraße 27, Treffpunkt Rotunde)
    10117 Berlin

    Eintritt frei, Anmeldung erbeten

  • Anfahrt

    S- + U-Bahnstationen
    S + U Friedrichstraße
    U Französische Straße

    Bushaltestelle
    H Unter den Linden, Friedrichstraße (Bus 147)
    H Staatsoper (Bus 100, 200, TXL)

  • Alle Veranstaltungen

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PD Dr. Viola Hildebrand-Schat, Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fachliche Betreuung: Dr. Christian Mathieu

Die Bezeichnung Kniga chudoschnikov (russ. für „Künstlerbuch“) kommt erst mit Beginn der 1990er Jahre auf. Das Arbeiten mit Büchern hingegen hat in der russischen Kunst eine weitreichendere Tradition, die teils in der gegenwärtigen Szene fortlebt, teils aber auch völlig neue Wege beschreitet. Diese zeigen sich in raumgreifenden Konzeptionen buchbestimmter Welten, zeigen sich aber auch in den verschiedene Buchformen auslotenden Beispielen. Eine Auswahl gibt Einblick in eine bewegte Szene buchkünstlerischen Arbeitens.

Eine Veranstaltung der Reihe Die Materialität von Schriftlichkeit

Weitere Termine der Wissenswerkstatt.

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