Termine

Leselandschaft Haus Potsdamer Straße. SBB-PK / C. Kösser

Der Bibliothekslesesaal als Coworking Space – Werkstattgespräch am 21.11.

Der Bibliothekslesesaal als Coworking Space – ein Podiumsgespräch zum kreativen Schreiben in Gemeinschaft am 21.11., 18.15 Uhr

  • Veranstaltung

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  • Termin

    Di, 21. November 2017
    18.15 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Otto-Braun-Saal
    Potsdamer Straße 33
    10785 Berlin

    Eintritt frei, Anmeldung erbeten

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestelle
    H Potsdamer Brücke (Bus M29)
    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)
    H Kulturforum (Bus M48)



Leselandschaft Haus Potsdamer Straße. SBB-PK / C. Kösser


„Inzwischen halte ich öffentliche Bibliotheken für den perfekten, den logischen und naturgemäßen Arbeitsplatz für Schriftsteller.“ (Eva Menasse)

„Verena sagt, es gibt viele von uns hier, Schriftstellerinnen.“ (Stefanie de Velasco)

Die Kulturtechniken des Lesens und Schreibens sind im Zeitalter des Digitalen einem tiefgreifenden Strukturwandel unterworfen, in dessen Gefolge tradierte Konzepte von Autorschaft zu Gunsten webbasierter Kollaboration brüchig werden und sich neue Formen des Social Reading herausbilden. Zugleich und gerade in Berlin vervielfachen sich so genannte Coworking Spaces, die sowohl dem individuellen Arbeiten in Gemeinschaft Raum geben als auch einen Ort für die Anbahnung von Projektkooperationen schaffen.

Vor diesem Hintergrund und angeregt von Arlette Farges bekanntem Essay Der Geschmack des Archivs (zuerst Paris 1989) lädt die Staatsbibliothek zu Berlin ein zu einem Podiumsgespräch, das den spezifischen Bedingungen literarischen wie wissenschaftlichen Schreibens in Bibliotheken in Form eines gemeinsamen öffentlichen Nachdenkens nachspüren möchte. Dabei soll die Frage im Zentrum stehen, ob Lesesäle als Coworking Spaces avant la lettre gelten können. Mit Blick auf die häufig mit kulturellen Bedeutungsgehalten aufgeladenen Lesesäle besonders exponierter Bibliotheken wird zudem zu diskutieren sein, inwieweit diese zu jenen von Michel Foucault als Heterotopien bezeichneten inspirierenden Gegenräumen zu zählen sind, in denen lokalisierte Utopien – etwa das Indianerzelt spielender Kinder – physisch betretbar werden. Um das hier nur angedeutete Themenfeld möglichst umfassend auszumessen, sollen u.a. architektursoziologische, texttheoretische und wissenschaftshistorische Zugänge mit den Praxisperspektiven von einzeln sowie im Kollektiv Schreibenden konfrontiert werden.

Es diskutieren:

  • Anke te Heesen
    (Professorin für Wissenschaftsgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin)
  • Martina Löw
    (Professorin für Planungs- und Architektursoziologie an der Technischen Universität Berlin)
  • Judith Schalansky
    (Freie Schriftstellerin und Buchgestalterin)
  • Lea Schneider
    (Lyrikerin, Übersetzerin und Mitglied des Berliner Lyrikkollektivs G13)
  • Ansgar Oberholz
    (Autor und Gründer des Berliner Coworking Space St. Oberholz)
  • Stephan Porombka
    (Professor für Texttheorie und Textgestaltung an der Universität der Künste Berlin)

Moderation:

Barbara Schneider-Kempf
(Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin)

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Die Hungerkünstlerin Daisy wird nach 10 Tagen untersucht und gewogen, 1926 (Deutsche Presse Zentrale) © Stiftung Stadtmuseum Berlin-Sammlung Documenta Artistica. Reproduktion: Friedhelm Hoffmann, Berlin

Hunger. Perspektiven aus der Medizingeschichte, Kunst und Politik. Werkstattgespräch am 30.11.

Werkstattgespräch: Hunger. Perspektiven aus der Medizingeschichte, Kunst und Politik

  • Veranstaltung

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  • Termin

    Do, 30. November 2017
    18.15 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Dietrich-Bonhoeffer-Saal
    Potsdamer Straße 33
    10785 Berlin

    Eintritt frei, Anmeldung erbeten

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestelle
    H Potsdamer Brücke (Bus M29)
    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)
    H Kulturforum (Bus M48)



Die Hungerkünstlerin Daisy wird nach 10 Tagen untersucht und gewogen, 1926 (Deutsche Presse Zentrale) © Stiftung Stadtmuseum Berlin-Sammlung Documenta Artistica. Reproduktion: Friedhelm Hoffmann, Berlin


Präsentation und Podiumsdiskussion mit Barbara Gronau, Ulrike Thoms und Michael Windfuhr

Im Hunger artikuliert sich eine der grundlegenden Erfahrungen des Menschen, nämlich existentiell bedürftig zu sein. Er reduziert das Subjekt auf ein bohrendes Verlangen, erzeugt Kraft- und Antriebslosigkeit, verursacht mentale Störungen und lässt Motorik und Organfunktionen ausfallen. Chronische Unterernährung hat Auszehrung, Wachstumsverzögerung und eine hohe Sterblichkeitsrate zur Folge. Bis heute gehört der Hunger zu den größten Herausforderungen unserer globalisierten Welt.

Zugleich ist die Wahrnehmung, Beschreibung und Bekämpfung von Hungererscheinungen historisch ausgesprochen different. Ob in der medizinischen Deutung körperlicher Symptome, in Formen der künstlerischen Darstellung oder in politischen Mitteln der Abwehr: in der Moderne entsteht ein vielfältiges – zum Teil widersprüchliches – Wissen um den Nahrungsmangel und dessen Ursachen und Folgen. In der Aufschlüsselung der verschiedenen Diskurse und Praktiken werden Konstellationen deutlich, die bis in die Gegenwart reichen.
Die Wissenswerkstatt der Staatsbibliothek zu Berlin widmet sich dem Hunger in einem Podiumsgespräch, das der Komplexität und Reichweite des Themas mit der Zusammenführung einer medizinhistorischen, kunstwissenschaftlichen und politischen Position begegnet.

Barbara Gronau lehrt als Theaterwissenschaftlerin an der Universität der Künste Berlin und forscht seit 2007 zu Formen der Hungerkunst als Spektakeln moderner Askese.

Ulrike Thoms hat zahlreiche einschlägige Publikationen zur Körper- und Ernährungsgeschichte und zur Geschichte der Biomedizin vorgelegt.

Michael Windfuhr entwickelt als stellvertretender Direktor des Instituts für Menschenrechte und Mitbegründer des Food First Information and Action Network seit mehr als zwei Jahrzehnten Strategien der Bekämpfung von Nahrungsunsicherheit.

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SBB-PK CC BY-NC-SA

J.J.Chr. Bode und G.E. Lessing als Drucker und Verleger in Hamburg. Werkstattgespräch am 5.12.

Werkstattgespräch: J.J.Chr. Bode und G.E. Lessing als Drucker und Verleger in Hamburg

  • Veranstaltung

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  • Termin

    Di, 5. Dezember 2017
    18.15 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Konferenzraum 4
    Haus Unter den Linden
    (Eingang Dorotheenstraße 27, Treffpunkt Rotunde)
    10117 Berlin

    Eintritt frei, Anmeldung erbeten

  • Anfahrt

    S- + U-Bahnstationen
    S + U Friedrichstraße
    U Französische Straße

    Bushaltestelle
    H Unter den Linden, Friedrichstraße (Bus 147)
    H Staatsoper (Bus 100, 200, TXL)



SBB-PK CC BY-NC-SA


– Univ.-Prof. Dr. Mark-Georg Dehrmann, Humboldt-Universität zu Berlin –

1766 kaufte Johann Joachim Christoph Bode – zu dieser Zeit schon ein bekannter Übersetzer – in Hamburg eine Druckerei. Kurz darauf wurde Gotthold Ephraim Lessing Teilhaber an der Unternehmung, als er seine Stellung am Hamburgischen Theater als Autor der Hamburgischen Dramaturgie antrat. Die Druckerei stand im Zeichen eines programmatischen Versuches, die ökonomischen Bedingungen für vielversprechende Autoren so zu verbessern, dass sie von ihrem Schreiben leben können sollten. Bode führte sie nach Lessings Ausscheiden 1768 noch für 10 Jahre weiter. Der Vortrag skizziert einige der Publikationsprojekte, die von hier ausgingen und die versuchen, literarische Tätigkeit als zu vergütende Arbeit im Dienste imaginärer Gemeinschaften wie des Publikums oder des Volkes zu begreifen. Gleichzeitig wird es auch um Probleme der Zuordnung von unbezeichneten Drucken zu bestimmten Offizinen gehen.

Eine Veranstaltung der Reihe Die Materialität von Schriftlichkeit

Alle Veranstaltungen der Wissenswerkstatt.

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