Termine

Bildausschnitt: Aquarell Breslau, Zuchthaus. Aus: Stridbeck, Johann: Skizzenbuch : Ms. boruss. qu. 9a , 1691 - Staatsbibliothek zu Berlin - PK

Breslauer Episoden von August Kopisch und Wilhelm Wackernagel: Werkstattgespräch am 1.11.

… höchst talentvolle Improvisatoren ihres Lebens … – Breslauer Episoden von August Kopisch und Wilhelm Wackernagel

  • Veranstaltung

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  • Termin

    Mi, 01. November 2017
    18.15 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Konferenzraum 4
    Haus Unter den Linden
    (Eingang Dorotheenstraße 27, Treffpunkt Rotunde)
    10117 Berlin

    Eintritt frei, Anmeldung erbeten

  • Anfahrt

    S- + U-Bahnstationen
    S + U Friedrichstraße
    U Französische Straße

    Bushaltestelle
    H Unter den Linden, Friedrichstraße (Bus 147)
    H Staatsoper (Bus 100, 200, TXL)



Bildausschnitt: Aquarell Breslau, Zuchthaus. Aus: Stridbeck, Johann: Skizzenbuch : Ms. boruss. qu. 9a , 1691 - Staatsbibliothek zu Berlin - PK


Werkstattgespräch mit Dr. Agata Czarkowska
2017 Stipendiatin im Stipendienprogramm der SPK

Beide könnten unterschiedlicher nicht sein. Der eine ein Künstler, Erfinder, Dichter, der immer wieder etwas Neues geschaffen hat, aber auch immer wieder spektakulär gescheitert ist. Der andere ein akribischer Wissenschaftler und Germanist mit der Seele eines Rabauken. August Kopisch und Wilhelm Wackernagel. Ein gemeinsamer Punkt? Fehlanzeige, würde man auf den ersten Blick rufen. Kopisch, der als Maler Karriere machte, bereiste Mitte des XIX. Jahrhundert die italienische Küste, gilt sogar als Entdecker der sogenannten Blauen Grotte (Grotta Azzurra). Wackernagel wurde zu einem der etabliertesten Schweizer Professoren. Doch wer tiefer gräbt, findet immer etwas: Breslau. Die Stadt „am Rande des Reiches, fern von gebildeten Menschen…“, wie man in Reisetagebüchern vor 300 Jahren schrieb, nimmt tatsächlich einen wichtigen Platz in den Lebensläufen der beiden ein. Die Herren haben in der Breslauer Zeitung Rezensionen und Streitbriefe veröffentlicht, waren rege Akteure des Breslauer Vereinswesens, mit Mitgliedschaften in der sogenannten Zwecklosen Gesellschaft oder dem Breslauer Künstlerverein. In dem Vortrag wird versucht, den Bildungs- und künstlerischen Weg der beiden zu rekonstruieren, und zwar mit spezifischem Blick auf die Stadt, die 2016 Kulturhauptstadt Europas war.

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Stipendienprogramm der SPK an der Staatsbibliothek zu Berlin

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Recherchevertiefung Kulturgeschichte (Workshop Modul C) am 2.11.

Recherchevertiefung Kulturgeschichte (Workshop Modul C)

  • Veranstaltung

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  • Termin

    Do, 02. November 2017
    16 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Schulungsraum K3 im Lesesaal
    (Treffpunkt K3)
    Potsdamer Straße 33
    10785 Berlin

    Eintritt frei, Anmeldung erbeten

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestelle
    H Potsdamer Brücke (Bus M29)
    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)
    H Kulturforum (Bus M48)



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Mit diesen Veranstaltungen wenden wir uns gezielt an wissenschaftlich Interessierte mit konkreten fachspezifischen Recherchefragen. Hier können Sie Ihre bisher erworbenen Kenntnisse vertiefen oder sich berufsspezifische Recherchekompetenz aneignen. Bringen Sie zu diesen Veranstaltungen am besten Ihr eigenes Recherchethema mit, damit wir uns auf Ihre individuellen Fragen und Probleme einstellen können.

  • Themenanalyse
  • Auswahl der geeigneten Rechercheinstrumente
  • Datenbank-Informationssystem (DBIS)
  • Anwendung verschiedener Suchtechniken
  • Auswahl an fachspezifischen Online Enzyklopädien und Volltextdatenbanken
  • Hinweise auf fachspezifische Blogs und thematische Webseiten
  • Begleitete freie Recherche in den letzten 30 Minuten

Zielgruppen: Abschlusssemester, Promovierende, Forscher*innen
Dauer: 90 Min.
Format: Fragerunde, Übungen, freie Recherche
Voraussetzungen: eigenes Recherchethema; routinierter Umgang mit StaBiKat/stabikat+ (wird nicht geschult) oder Besuch eines Modul B-Kurses

Sehr gerne können Sie uns Ihr Thema vorab bereits nennen, damit wir uns konkret darauf vorbereiten können: Mail

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Der Roman als Buch. Werkstattgespräch am 7.11.

Der Roman als Buch. Seitenkomposition im Gegenwartsroman: Werkstattgespräch am 7.11., 18.15 Uhr

  • Veranstaltung

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  • Termin

    Di, 07. November 2017
    18.15 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Konferenzraum 4
    Haus Unter den Linden
    (Eingang Dorotheenstraße 27, Treffpunkt Rotunde)
    10117 Berlin

    Eintritt frei, Anmeldung erbeten

  • Anfahrt

    S- + U-Bahnstationen
    S + U Friedrichstraße
    U Französische Straße

    Bushaltestelle
    H Unter den Linden, Friedrichstraße (Bus 147)
    H Staatsoper (Bus 100, 200, TXL)



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Dr. Thomas Boyken, Eberhard Karls Universität Tübingen

Seit 2000 trifft man in zahlreichen deutschsprachigen Gegenwartsromanen auf typographische Auffälligkeiten, die mit der Vorstellung eines linear-gleichförmigen Romantextes brechen: Im Ungeheuer (2013) von Terézia Mora geht ein horizontaler Strich durch den ganzen Roman und teilt die Geschichte in zwei Teile; in Jan Brandts Gegen die Welt (2011) entfärbt sich die Schrift, bis die Seite leer ist; David Wagner setzt in Leben (2013) eine schwarze Seite ein, um die Leerstelle einer Operation zu markieren; Nis-Momme Stockmanns Der Fuchs (2016) durchziehen mehrere vertikale Linien den Roman, um unterschiedliche Zeitebenen anzuzeigen; Albrecht Selge lässt die Buchstaben aus der Reihe tanzen, wenn die alkoholisierten Figuren zu lallen beginnen und in Die Unglückseligen (2016) bittet der Teufel den Setzer des Buches, das wir soeben in den Händen halten, das kleine „Frakturproblem“ zu lösen – gemeint ist freilich kein Knochenbruch, sondern die vom Teufel unterstellte Inkompetenz des Lesers, den bis dahin in gebrochener Schrifttype präsentierten Text überhaupt lesen zu können.
Handelt es sich bei solchen Darstellungsweisen um Spielereien neuerer Romane? Oder wird in den genannten Beispielen die semiotisch-materielle Modellierung des Romans als Buch produktiv für die Erzählung genutzt? Am Beispiel aktueller Gegenwartsromane möchte ich in diesem Kontext diese und weitere Fragen in den Blick nehmen: In welche Richtung entwickelt sich das zeitgenössische Romanverständnis insbesondere im Spannungsverhältnis von Illusionismus und Anti-Illusionismus. Welche Auswirkungen haben die medientechnischen Entwicklungen auf die Form des Romans? Auch die poetologische, gattungstheoretische und medientechnische Traditionslinie, in die sich diese Romane stellen, wäre zu diskutieren. Können die ‚Romanexperimente‘ provozieren und Neuerungen anstoßen? Handelt es sich vielleicht weniger um ‚Romanexperimente‘ als vielmehr um die Wiederentdeckung des Buchs in der Poetik des Romans?

Obwohl die Digitalisierung, so meine Ausgangsthese, Gelingensbedingung für die Konjunktur dieser Romane ist, wird in den neueren Romanen die mediale Darbietungsform des Romans als Buch betont. Wenn sich seit 2000 immer mehr Romane mit Typographie, Seitenkomposition und allgemein mit Aspekten der Druckgestaltung produktiv auseinandersetzen, dann könnte dies ein Hinweis auf einen Umbruch in der Romanpoetik bedeuten, den ich anhand der genannten Romane skizzieren möchte.

Eine Veranstaltung der Reihe Die Materialität von Schriftlichkeit

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