Beiträge

Workshops der Wissenswerkstatt im November

Im Novemver bieten wir Ihnen Workshops  zur Kunst- und Filmwissenschaft, aber auch zu interdisziplinären Themen an. Wir zeigen ihnen dabei nicht nur den praktischen Umgang mit Instrumenten, die ihnen die Literaturrecherche erleichtern, sondern auch Portale, die gleich zum Lesen einladen.


Workshop

Alles so schön bunt hier! (Bild-) Datenbanken für die Kunstgeschichte
Donnerstag, 05. November, 15.00-16.30 Uhr

Workshop
Einführung in die Literaturverwaltung mit zotero
Dienstag, 10. November, 16.00-17.30 Uhr

Workshop
Publish or Perish – Wissenschaftliches Publizieren für Promovierende
Teil 1: Donnerstag, 12. November, 16.30-19 Uhr
Teil 2: Donnerstag, 19. November, 16.30-19 Uhr

Workshop
Alles nur gespielt?! – E-Ressourcen für die Theater-, Tanz- und Filmwissenschaft
Dienstag, 24. November, 16-17.30 Uhr


Poster mit allen Terminen

Zur Wissenswerkstatt

Ein Angebot der Staatsbibliothek zu Berlin und ihrer Kooperationspartner.

Werkstattgespräch: „Nomade wider Willen“ – Rudolf-Frank-Lesung am 6.11.

„NOMADE WIDER WILLEN“ – Ein literarischer Abend
Gundula Köster und Monika Lennartz lesen Texte von Rudolf Frank (1886 – 1979) über Krieg, Antisemitismus und Exil

anlässlich der Veröffentlichung des Bandes ‚Geschichten erzählen als Lebenshilfe‘ – Beiträge zum literarischen und künstlerischen Werk Rudolf Franks herausgegeben von Lutz Winckler

Freitag, 06. November
18.00 Uhr
Simón-Bolívar-Saal, Haus Potsdamer Straße
Anmeldung

Rudolf Frank (1886-1979) ist von Berlin über Wien 1938 in die Schweiz emigriert. Die Staatsbibliothek zu Berlin hat dem Theaterkritiker, Dramaturgen und Schriftsteller 2013 eine Ausstellung und ein Kolloquium gewidmet, dessen Vorträge 2015 unter dem Titel ‚Geschichten erzählen als Lebenshilfe‘. Beiträge zum künstlerischen und literarischen Werk R. Franks  im Verlag der Staatsbibliothek veröffentlicht wurde. Anlässlich des Erscheinens des von Lutz Winckler, Ursula Jäcker und Cornelia Kosmol herausgegebenen Bandes lädt die Staatsbibliothek zu einem literarischen Abend ein, an dem die Berliner Schauspielerinnen Gundula Köster und Monika Lennartz literarische Texte von Rudolf Frank aus der Zeit der Weimarer Republik und dem Exil lesen. Der in Basel lebende Sohn Dr. Vincent Frank-Steiner ist anwesend.

Weitere Termine der Wissenswerkstatt

Werkstattgespräch zu Alfred Döblins »Berlin Alexanderplatz« am 3.11.

Werkstattgespräch
»Sie redet Fraktur mit ihm.«
Zur Editionsgeschichte und typographischen Gestaltung von Alfred Döblins »Berlin Alexanderplatz«

Dienstag, 03. November
18.15 Uhr
Konferenzraum 4, Haus Unter den Linden
Treffpunkt: Eingangsbereich (Rotunde)

Anmeldung

Dr. Bernhard Metz, Freie Universität Berlin

Der vielleicht wichtigste Berlin-Roman des 20. Jahrhunderts, Alfred Döblins Berlin Alexanderplatz, ist heute so bekannt und verbreitet wie nie zuvor. Freilich hat er Döblins andere Arbeiten weitgehend verdrängt und diesen in der öffentlichen Wahrnehmung zum Ein-Buch-Autor werden lassen, eine auch in Übersetzungen in andere Literaturen anzutreffende Verengung. Dabei ist auffällig, dass sein im Herbst 1929 erstmals bei S. Fischer in Berlin veröffentlichter und bis 1933 in vier Folgeauflagen in 50000 Exemplaren erschienener Roman in der ursprünglichen typographischen Einrichtung heute nahezu unbekannt ist und spätere Auflagen das Bewusstsein um dieses überzeugend durchgestaltete Gesamtkunstwerk verdecken konnten. Der Vortrag versucht, den Roman in der materialen Form, in der er bei Erscheinen gefeiert wurde und bis 1947 ausschließlich rezipierbar war, neu zu erschließen. Berlin Alexanderplatz dient dabei auch zur Illustration von Problemen, die sich ergeben, sobald ein aus gebrochenen Schriften gesetzter Text nach 1945 neu herausgebracht wird, sowie der Frage, wie mit typographischen Auffälligkeiten umgegangen wird, wenn sie in einem regulären und wenig markierten Rahmen auftauchen.

Eine Veranstaltung aus der Reihe Die Materialität von Schriftlichkeit.

Weitere Termine der Wissenswerkstatt

Die Materialität von Schriftlichkeit – Der Dialog zwischen Bibliothek und Forschung geht weiter

Die Aufwertung der lange als bloße Hilfswissenschaften geltenden objektbezogen-bibliothekarischen Kompetenzen zu wissenschaftlichen Schlüsselqualifikationen im Zuge des Material Turn der Geistes- und Kulturwissenschaften eröffnet gerade für Forschungsbibliotheken mit herausragenden Spezialbeständen ungeahnte Chancen zur Schärfung des eigenen Profils. Vor diesem Hintergrund hat die Staatsbibliothek zu Berlin im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem von Forschenden der Universitäten in Berlin und Potsdam getragenen Arbeitskreis Materialität der Literatur die Vortragsreihe Die Materialität von Schriftlichkeit organisiert. Ziel dieses Dialogs zwischen Bibliothek und Forschung – so der programmatische Untertitel der mehrteiligen Reihe – ist es, theoriegeleitete Perspektiven auf Handschriften, historische Drucke und Künstlerbücher mit aus der Praxis entwickelten Fragestellungen zu konfrontieren.

Am vergangenen Dienstag startete die Veranstaltungsserie mit einem Vortrag in ihre zweite Runde, der unter gleich mehreren Aspekten paradigmatisch für die Konzeption der Gesamtreihe stehen kann: So wurden Alexander von Humboldts Amerikanische Reisetagebücher – die wohl spektakulärste Neuerwerbung unseres Hauses in jüngster Zeit – von zwei Vertreterinnen der Staatsbibliothek zu Berlin in Verbindung mit dem Leiter des an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften angesiedelten Editionsvorhabens Alexander von Humboldt auf Reisen – Wissenschaft aus der Bewegung vorgestellt. Zutreffender wäre es vor diesem Hintergrund eigentlich, von einem Trialog zwischen Bibliothek und Forschung zu sprechen, nahmen doch Dr. Jutta Weber, stellvertretende Leiterin unserer Handschriftenabteilung, und Julia Bispinck-Rossbacher, verantwortlich für die Restaurierungswerkstätten der Staatsbibliothek zu Berlin, ganz unterschiedliche Perspektiven ein. Nach einem Überblick über die formale wie inhaltliche Erschließung der Amerikanischen Reisetagbücher im Nachweisportal Kalliope stand der kodikologische Befund der Handschriftenbände im Zentrum, der wiederum die Grundlage für die geplante hybride Edition der höchst komplex aufgebauten und nur mit detektivischem Gespür zu entziffernden Quelle liefert. Denn – wie Dr. Tobias Kraft anschließend eindrucksvoll zeigte – nur eine um die Erkenntnismöglichkeiten materialwissenschaftlicher Forschung erweiterte Lektüre ermöglicht es, die vielschichtigen Dimensionen der lebenslangen Schreibprozesse in Alexander von Humboldts Amerikanischen Reisetagebüchern nachzuvollziehen.

Aber auch in Hinblick auf die aktuellen wissenschaftspolitischen bzw. förderstrategischen Rahmenbedingungen dokumentiert der Gemeinschaftsvortrag die durch den Material Turn beförderte neue Qualität des Dialogs zwischen Bibliothek und Forschung. Alexander von Humboldts Amerikanische Reisetagebücher sind nämlich zugleich auch Gegenstand eines von der Staatsbibliothek zu Berlin in Kooperation mit der Professur für französisch- und spanischsprachige Literatur der Universität Potsdam durchgeführten Forschungsprojekts. Gefördert wird dieses Gemeinschaftsvorhaben im Rahmen der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung lancierten mehrteiligen Ausschreibung Die Sprache der Objekte. Materielle Kultur im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen, die darauf zielt, die Hinwendung der Geistes- und Kulturwissenschaften zu den Dingen weiter zu beschleunigen.

Sollten Sie nun schleunigst erfahren wollen, welche Themen Sie im Rahmen der ersten Vortragsrunde verpasst haben, so werfen Sie doch einfach einen Blick in die aktuelle Ausgabe des Bibliotheksmagazins der Staatsbibliotheken in Berlin und München, in der wir die zurückliegenden Abende im Zeichen der Materialität von Schriftlichkeit in aller Kürze Revue passieren lassen. Ausgewählte Beiträge aus der zweiten Veranstaltungsserie werden Sie dagegen schon demnächst als Podcast im Youtube-Kanal der Staatsbibliothek zu Berlin finden können.

Und was die noch fernere Zukunft der überaus publikumswirksamen Reihe anbetrifft, so halten wir es mit unserer Nachbarschaft im Regierungsviertel und versprechen Ihnen: Wir werden den Dialog mit der Forschung nicht abreißen lassen!

Workshops der Wissenswerkstatt im Oktober

Im Oktober bieten wir Ihnen Workshops und Vorträge zu verschiedenen Fächern, aber auch zu interdisziplinären Themen an. Wir zeigen ihnen dabei nicht nur den praktischen Umgang mit Instrumenten, die ihnen die Literaturrecherche erleichtern, sondern auch Portale, die gleich zum Lesen einladen.

Workshop
Allgemeine Recherche
Teil 1: Dienstag, 13. Oktober, 17.00 Uhr
Teil 2: Dienstag, 20. Oktober, 15.00 Uhr

Workshop
Von Ausreiseantrag bis Zentralkomitee DDR Geschichte online – das Portal DDR- Presse sowie Quellen, Fakten, Archive und Aufarbeitung
Donnerstag, 15. Oktober, 17.00 Uhr

Workshop
To search or not to search: that is NOT the question!
Donnerstag, 22. Oktober, 16.00 Uhr

Workshop
Google der Wissenschaften – die fächerübergreifende Datenbank Web of Science core collection
Dienstag, 27. Oktober, 15.00 Uhr
Außerdem startet die zweite Runde unserer Reihe Die Materialität von Schriftlichkeit.

Poster mit allen Terminen

Zur Wissenswerkstatt

Ein Angebot der Staatsbibliothek zu Berlin und ihrer Kooperationspartner.

Wissenswerkstatt-Workshop Haus Potsdamer Straße | SBB-PK CC NC-BY-SA

Workshops zur allgemeinen Recherche am 13. und 20.10.

Workshops
„Allgemeinen Recherche“

Teil 1: Dienstag, 13. Oktober, 17.00 Uhr
anmelden
Teil 2: Dienstag, 20. Oktober, 15.00 Uhr
anmelden
Schulungsraum im Lesesaal, Haus Potsdamer Straße
Treffpunkt: Eingangshalle (I-Punkt)

Teil 1:

WO finde ich was? Erste Begegnung mit Katalogen und Datenbanken
WAS suche ich eigentlich? Durchführung einer thematischen Recherche

Sie erhalten einen Überblick über die Angebote der Staatsbibliothek mit dem Ziel, die richtige Ressource auswählen zu können. An einigen Beispielen erlernen Sie den Umgang mit dem Katalog der Staatsbibliothek (StaBiKat / StaBiKat+) sowie weiteren elektronischen Rechercheinstrumenten. Kryptische Abkürzungen wie DBIS, ZDB, EZB oder ZEFYS sind danach kein Rätsel mehr für Sie und Sie werden in der Lage sein, Aufsätze, aber auch Bücher und Zeitungsartikel schneller zu finden.

Wir überlegen gemeinsam, wie Sie ihre Suche richtig vorbereiten und planen. Je komplexer ein Thema ist, desto lohnenswerter ist es, sich zu Beginn etwas Zeit zu nehmen, um über die richtigen Suchbegriffe nachzudenken. Sie erhalten Tipps zur Recherche mit Schlag- und Stichworten sowie mit Facetten. Außerdem lernen Sie Systematiken kennen, mit deren Hilfe die wichtigsten Nachschlagewerke zu einem Fach im Lesesaal oder ältere Literatur zu einem Thema gefunden werden kann.

Teil 2

WIE finde ich was? Strategien für die erfolgreiche Recherche
WIE geht es WEITER? Nach der Recherche

Sie wissen, welche Informationen Sie haben wollen – die Suchbegriffe stehen fest. Nun geht es darum, die Möglichkeiten der Suchmaschine optimal zu nutzen. In welcher Beziehung stehen meine Suchbegriffe zueinander? Wie verknüpfe ich sie am besten um das gewünschte Ergebnis zu erhalten? Was passiert bei einer Verknüpfung mit Booleschen Operatoren? Welche Möglichkeiten bietet mir eine Trunkierung und wann ist sie sinnvoll? Diese Fragestellungen werden in der Veranstaltung behandelt.

Anschließend zeigen wir Ihnen, was Sie mit der Fülle der gefundenen Informationen machen. Welche Quellentypen und Dokumentarten eignen sich gut, welche weniger gut für eine wissenschaftliche Arbeit? Was ist „zitierfähig“? Wie kommen Sie vom Literaturnachweis zum Text? Was verbirgt sich hinter Dingen wie SUBITO, DoD und dem MLA-Style? Wie gehen Sie mit den Vorgaben des Urheberrechts um und vermeiden Plagiate? Diese und andere Fragen sollen und können hoffentlich in der abschließenden Veranstaltung geklärt werden.

Weitere Termine der Wissenswerkstatt

 

Humboldts Reisetagebücher: Werkstattgespräch am 6.10.

Werkstattgespräch
„Alexander von Humboldts Amerikanische Reisetagebücher“

Dienstag, 06. Oktober
18.15 Uhr
Konferenzraum 4, Haus Unter den Linden
Treffpunkt: Eingangsbereich (Rotunde)

Anmeldung

Dr. Jutta Weber / Julia Bispinck-Roßbacher, Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Dr. Tobias Kraft, Berlin Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Die Amerikanischen Reisetagebücher sind das wichtigste materielle Zeugnis für Alexander von Humboldts berühmte Forschungsreise durch die amerikanischen Tropen von 1799 bis 1804. Zugleich bilden sie die Arbeitsgrundlage des von Humboldt in den Jahren 1805 bis 1838 publizierten, 29-bändigen Reisewerks Voyage aux régions équinoxiales du Nouveau Continent. Darüber hinaus wissen wir, dass die im Konvolut der Tagebücher enthaltenen Texte nicht nur bereits vor der eigentlichen Amerika-Reise ansetzen, sondern auch durchgehend bis kurz vor seinem Tod 1859 von Humboldt benutzt, verändert, beschrieben und ergänzt worden sind. Erst eine um die Erkenntnismöglichkeiten materialwissenschaftlicher Forschung erweiterte Lektüre ermöglicht, die vielschichtigen Dimensionen dieses lebenslangen Arbeits- und Schreibprozesses in den Tagebüchern nachvollziehen und angemessen deuten zu können. Der Vortrag wird exemplarisch einige Dimensionen dieser Arbeit am Material der Humboldt‘schen Texte ausleuchten und zukünftige Kooperationsvorhaben zwischen Literaturwissenschaft, Bibliothek und Materialforschung vorstellen.

Eine Veranstaltung aus der Reihe Die Materialität von Schriftlichkeit.

Weitere Termine der Wissenswerkstatt

Wissenswerkstatt-Workshop Haus Potsdamer Straße | SBB-PK CC NC-BY-SA

Workshop zur DDR-Geschichte am 15.10.

Workshop
„Von Ausreiseantrag bis Zentralkomitee DDR Geschichte online – das Portal DDR- Presse sowie Quellen, Fakten, Archive und Aufarbeitung“

Donnerstag, 15. Oktober
17.00 Uhr
Schulungsraum im Lesesaal, Haus Potsdamer Straße
Treffpunkt: Eingangshalle (I-Punkt)

In diesem Workshop stellen wir Ihnen verschiedenste Online-Quellen zur DDR-Geschichte vor. Einen Schwerpunkt bildet die Einführung in unser Portal „DDR-Presse“, das die Volltextrecherche in drei DDR-Tageszeitungen über mehr als 40 Jahren ermöglicht. Danach lernen sie verschiedene Online-Quellen kennen – von Statistiken über interne Dokumente des Ministeriums für Staatssicherheit bis zu illegal im Samisdat veröffentlichten Zeitschriften.

Wir zeigen Ihnen, wie sie thematische und biographische Informationen finden und welche Archive sie nutzen können. Und wir informieren Sie über verschiedenste thematische Portale – vom Nationen Verteidigungsrat über Jugendopposition und Punk bis zum Möbeldesign.

Weitere Termine der Wissenswerkstatt

 

Workshop für PolitologInnen am 1.10.

Workshop
„Elektronische Journals und E-Books für die Politikwissenschaften“

Donnerstag, 01. Oktober
15 Uhr
Schulungsraum im Lesesaal, Haus Potsdamer Straße
Treffpunkt: Eingangshalle (I-Punkt)

anmelden

Dieses an PolitologInnen gerichtete Angebot soll insbesondere jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern (neuere) Möglichkeiten der Literatursuche nahebringen. Mit dem neuen „Discovery-System“ Stabikat+ eröffnet sich die Möglichkeit, zu jedem Thema der Politikwissenschaft unsere elektronischen und gedruckten Bücher sowie Zeitschriften zu finden. Ein großer Vorteil ist, dass hier, anders als in üblichen Bibliothekskatalogen, auch einzelne Aufsätze verzeichnet und anhand verschiedener Suchkriterien zu finden sind. Darüber hinaus werden anhand von Beispielen ergänzende politikwissenschaftliche Informationsquellen vorgestellt.

Weitere Termine der Wissenswerkstatt