Wolf Biermann – Lesung aus der Autobiographie und Gespräch am 1. März um 18 Uhr

“Warte nicht auf bessre Zeiten!”

Lesung mit Burghart Klaußner
Wolf Biermann und André Schmitz im Gespräch
Einführung: Barbara Schneider-Kempf und André Schmitz

Mittwoch 1. März 2017
18 Uhr, Otto-Braun-Saal, Haus Potsdamer Str. 33
Eintritt frei, um Anmeldung unter freunde@sbb.spk-berlin.de wird gebeten

Genehmigung des Ullstein Verlages für Porpyläen liegt vor.

Cover von Wolf Biermann: “Warte nicht auf bessre Zeiten!” Propyläen

Selten sind persönliches Schicksal und deutsche Geschichte so eng verwoben wie bei Wolf Biermann. Ein Leben zwischen West und Ost, ein Widerspruchsgeist zwischen allen Fronten. Geboren 1936 in Hamburg ging er mit sechzehn Jahren in die DDR, die er für das bessere Deutschland hielt. Hanns Eisler ermutigte ihn, Lieder zu schreiben, bei Helene Weigel assistierte er am Berliner Ensemble. Dann fiel er in Ungnade, erhielt Auftritts- und Publikationsverbot. Die Stasi observierte ihn rund um die Uhr, während er im Westen gefeiert und geehrt wurde. Seit den 1960-er Jahren ist er einer der bedeutendsten deutschen Liedermacher und Lyriker. Die Proteste gegen seine Ausbürgerung 1976 gelten als Anfang vom Ende der DDR.

Eindringlich erzählt Biermann vom Vater, der als Jude und Kommunist in Auschwitz ermordet wurde, von der Mutter, die ihn aus dem Hamburger Bombeninferno rettete, vom väterlichen Freund Robert Havemann, mit dem er das Los des Geächteten teilte. Er berichtet von der absurden Welt der DDR-Diktatur, aber auch von ihren täglichen Dramen menschlicher Widerständigkeit. Und er erzählt die Geschichten seiner in den Westen geschmuggelten, im Osten heimlich kursierenden Lieder. Bei aller Heftigkeit des Erlebten lesen sich Biermanns Erinnerungen wie ein Schelmenroman. Wolf Biermann lebt heute mit seiner Frau, der Sängerin Pamela Biermann, in Hamburg.

Genehmigung zur Verwendung K:\ZWR\Bildrechte\Freunde

Burghart Klaußner -© Max Parovsky

 

Burghart Klaußner: geboren 1949 in Berlin, Schauspieler u.a. in Berlin, Hamburg, Zürich, Dresden und zur Zeit in Düsseldorf auf der Bühne, im Film zuletzt in “Der Staat gegen Fritz Bauer” und in “Terror – Ihr Urteil”. Als Theaterregisseur gab er 2006 sein Debüt; Hörbuchsprecher für Romane z.B. von Daniel Kehlmann und Botho Strauß. Als Sänger mit seinem Programm “Zum Klaußner” seit 2010 unterwegs. Burghart Klaußner wurde mit zahlreichen Preisen geehrt.

 

 

Eine Veranstaltung der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V. und der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz

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