25. Januar: Digitale Wiedereröffnung des Hauses Unter den Linden

Am 25. Januar 2021 wird das Stammhaus der Staatsbibliothek Unter den Linden digital wiedereröffnet – nach umfangreicher
Gesamtsanierung, Modernisierung und Erweiterung. Die baulichen und organisatorischen Maßnahmen sind abgeschlossen,
die Staatsbibliothek ist bereit für die Öffnung des Gebäudes. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble unterstreicht mit seiner Festansprache die Bedeutung des Ereignisses, das pandemiebedingt digital stattfindet.

Wir laden Sie herzlich ein zum Live-Stream der Eröffnungsfeier

am Montag, 25. Januar 2021 um 13 Uhr
unter Staatsbibliothek zu Berlin – YouTube / https://www.youtube.com/user/StabiBerlin

Begrüßung
Hermann Parzinger
Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Grußwort
Monika Grütters MdB
Staatsministerin für Kultur und Medien

Festansprache
Wolfgang Schäuble
Präsident des Deutschen Bundestages

Grußwort
Barbara Schneider-Kempf
Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin

Im Anschluss nehmen wir Sie mit auf einen virtuellen Rundgang durch das Gebäude.
Der Stream bleibt dauerhaft unter der o. g. Adresse abrufbar.

 

Das im Jahr 1914 eröffnete Gebäude Unter den Linden 8 war im Zweiten Weltkrieg von Bombentreffern teils schwer beschädigt worden. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands und der damit einhergehenden Zusammenführung der beiden Standorte der Staatsbibliothek zu Berlin (Potsdamer Straße, Unter den Linden) nahm der Bund sich der gewaltigen Aufgabe an, das denkmalgeschützte Gebäude mit hohem planerischen und finanziellen Einsatz instand zu setzen, zu ergänzen und es auf einen modernen technischen Stand zu bringen.
Seit dem Jahr 2005 wurde das Haus bei laufendem Bibliotheksbetrieb umfassend saniert, erweitert und modernisiert. Im November 2019 übergab das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung das Gebäude der Staatsbibliothek an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Danach folgten die Umzüge der umfangreichen Bestände und der Büros sowie diverse Rückbauarbeiten. Unter anderem war der Eingang dieses größten historischen Baukomplexes im Zentrum Berlins an den Boulevard Unter den Linden zurückzuverlegen.

Nun ist alles bereit. Sobald es die Pandemie-Bestimmungen erlauben, werden die Tore zum Gebäude geöffnet, um in den sechs Sonderlesesälen, im Allgemeinen Lesesaal und in Gruppenarbeitsräumen die Leserinnen und Leser an 663 Arbeitsplätzen zu empfangen.


Infoblatt mit Details zum Bauverlauf und künftigen Dienstleistungsangebot

honorarfreie Pressebilder

Website über den Standort Unter den Linden http://sbb.berlin/2twa6n


 

12 Kommentare
    • Jeanette Lamble
      Jeanette Lamble sagte:

      Sehr geehrte Herr oder Frau Gottschalk, so ist es. Dies, um so wenige Kontakte wie möglich entstehen zu lassen und niemanden unnötig zu gefährden.

      Es grüßt J. Lamble

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        H. Schmidt sagte:

        Es soll doch jeder Weg, jeder Präsenzkontakt im Moment möglichst unterlassen werden!
        Dies nötigen Sie seit Wochen (wieder) der Leserschaft zu, während die Universitätsbibliotheken und Öffentlichen Bibliotheken in Berlin löblicherweise zumindest einen eingeschränkten Leihbetrieb aufrecht erhalten .

        Eine schallende Ohrfeige hingegen wird es für die gesamte auf die Staatsbibliothek zwingend angewiesene Leserschaft sein, wenn die Genannten – nebst Ihrer Entourage (Medienvertreter, Personenschützer, Bibliothekspersonal, usw.) – vor Ort zur Eröffnung derzeit zusammenkommen! Abgesehen vom Infektionsrisiko wäre es ein tolles Zeichen sich solidarisch mit der Leserschaft zu zeigen und die Präsenzveranstaltung angesichts der aktuellen politischen “Corona-Maßnahmen” abzusagen!

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  1. Avatar
    Friederike sagte:

    Bei allem Verständnis für die Einschränkungen für uns Leser*innen und dem Schutz des Bibliothekspersonals. Dann bitte auch keine Eröffnung in Lockdownzeiten!

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      Meiner Einer sagte:

      Die Eröffnungsfeier erfolgt via LIVE STREAM !!!
      Die Häuser bleiben dennoch bis auf weiteres geschlossen.

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    Arkadi Junold sagte:

    Ich verweise in dem Kontext der Kontakte auf unseren Berliner Justizsenator Dirk Berend, studierter Jurist und langjähriger Staatsanwalt, der in einem Interview mit dem RBB die Kontaktbeschränkungen als verfassungsmäßig bedenklich eingeschätzt hat, aber auch auf eine ad-hoc-Empfehlung des Ethikrates, die persönliche und analoge Kontakte zumindest für ältere Menschen als medizinisch zwingend notwendig erachtet, eine Empfehlung, die meines Erachtens nach nicht nur für ältere Menschen gilt. Und diese Kommentare eines Justizsenators wie auch des Ethikrates sollten in der Debatte nicht unberücksichtigt werden und können keinesfalls als querdenkerisch abgetan werden. Abgesehen davon freut es mich, Dank an Frau Jopp für den Komment, daß die Lindenstabi jetzt fertig zu sein scheint.

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  3. Gudrun Nelson-Busch
    Gudrun Nelson-Busch sagte:

    Wir haben mit der Eröffnung sehr direkt unsere Leserinnen und Leser im Blick. Nach so langer Bauzeit und nicht unbeträchtlichen Summen, die für die Sanierung ausgegeben wurden, muss es vor der Öffnung des Hauses unbedingt eine förmliche Eröffnung geben. Vor allem anderen möchten wir aber das Haus jetzt nach langer Schließzeit endlich wieder für die Benutzung freigeben. Um hier nicht noch Zeit zu verlieren, haben wir uns für eine digitale Eröffnung entschieden. An dieser nehmen tatsächlich nur die Redner und das technische Personal teil. Sobald es dann die Pandemie-Bestimmungen erlauben, können wir tatsächlich öffnen.
    Und noch ein Wort zum Ausleihbetrieb – es ist ein sehr großer Unterschied, ob der auszuleihende Bestand einer Bibliothek in einem Freihandbereich zugänglich ist oder, wie in der Staatsbibliothek, in geschlossenen Magazinen aufbewahrt wird. Bei einer regulären Freigabe der Ausleihe müssten so viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vor Ort sein (und dorthin auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gelangen), dass es in der aktuellen Situation nicht zu verantworten wäre. Trotz allem wird im Hintergrund intensiv an den Planungen für eine sukzessive Wiederaufnahme des Ausleihbetriebs gearbeitet. Sobald es die Situation zulässt, werden die entsprechenden Services wieder angeboten.

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      Moritz Döring sagte:

      Neidisch blicken die Nutzer:innen der Berliner Staatsbibliothek nach München und Dresden, wo die BSB und die SLUB Angebote wie Buchversand und Scan-Lieferdienst anbieten… Das Problem mit Abstandsregeln im Magazin muss ja wirklich unlösbar sein…

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  4. Avatar
    2010joschi48 sagte:

    Herzlichen Glückwunsch zur Wiedereröffnung! Das Stammhaus Unter den Linden ist ein Riesengewinn für Berlin——und für uns alle! Wunderbar!

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    Beate Winzer sagte:

    Subito Dokumentenlieferdienst
    https://www.subito-doc.de
    Mit Forschungsinteresse auch für Freie bietet die LMU München und die bayrische Staatsbibliothek den kostenfreien Zugang zu EBESCO und Hathi Trust, JStor und einigen anderen.
    ZU SCHADE, dass unsere Staatsbibliothek, das Juwel im europäischen Haus, dazu nicht in der Lage ist. Dabei gibt es in Berlin mehrere Universitäten und Fachhochschulen. Aber offenbar soll an der Spree das Wissen exklusiv gehalten werden.

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    Arkadi Junold sagte:

    Das ZDF hat am Freitag in den 19-Uhr-Nachrichten einen Bericht über die desaströsen Zustände auch an Berliner Universitäten ausgestrahlt. Hintergrund waren die nach Meinung des Ethikrates krankmachenden Kontaktbeschränkungen, die soziale Vereinsamung, Verschiebung von Prüfungen aber auch Existenzsorgen. Ein Bereich dieser Probleme betrifft die wissenschaftlichen Bibliotheken als Ort der Literaturversorgung aber auch als Arbeitsort, die bisher immer noch nicht wieder arbeiten. Wieso machen die Generaldirektorin der Stabi, Frau Schneider-Kämpf, aber auch der Stiftungspräsident, Herr Parzinger, nichts, um das Haus nach fast einem Jahr Lockdown wieder seiner eigentlichen Bestimmung zuzuführen, nämlich, für den Wissenschaftsbetrieb geöffnet zu haben, wissend, daß es intelligentere Möglichkeiten als die Schließung gibt, Möglichkeiten, die dankenswerter Weise auch schon von der Stabi angewendet werden, wissend, daß das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit nur ein Grundrecht ist, wissend, daß es auch andere Grundrechte gibt, zu denen auch die Freiheit von Kultur und Wissenschaft gehören?

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    Arkadi Junold sagte:

    Es ist endlich passiert, was schon lange notwendig war, unabhängige Richter, Staatsanwälte und andere Juristen haben Verfassungsbeschwerde gegen die Maßnahmen eingeleitet, weil die Regierung rein das Recht auf körperliche Unversehrtheit in den Vordergrund stellt und seit nunmehr fast einem Jahr andere Grundrechte deshalb außer Kraft setzt, wozu auch das Recht auf Bildung gehört, das uns auch von Frau Schneider-Kämpf und Herrn Parzinger verwehrt wird.

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