Verleihung des Max-Herrmann-Preises 2019 an Bara’a Al-Bayati und Freshta Karim

  • Termin

    24. September 2019

    18 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin

    Dietrich-Bonhoeffer-Saal
    Potsdamer Straße 33

    10785 Berlin

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestellen

    H Potsdamer Brücke (Bus M29)

    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)

    H Kulturforum (Bus M48)

  • Alle Veranstaltungen

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© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz

Max-Herrmann-Preisverleihung 2019

„Verleihung des Max-Herrmann-Preises“ 2019 an Bara’a Al-Bayati und Freshta Karim


Max Herrmann, geboren 1865, war Germanist und gilt als einer der Begründer der historischen Theaterwissenschaften. Über Jahrzehnte arbeitete er in der Königlichen Bibliothek, später Preußischen Staatsbibliothek und war der Initiator der »Bibliothek deutscher Privat- und Manuskriptdrucke«. 1933 verlor Max Herrmann seine Professur an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität und hatte unter den weiteren Schikanen des nationalsozialistischen Regimes zu leiden. Im September 1942 wurde Max Herrmann gemeinsam mit seiner Frau nach Theresienstadt deportiert, wo er im November starb.

Der Verein »Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin« verleiht zum Andenken an die Bücherverbrennung 1933 den Max-Herrmann-Preis an Persönlichkeiten, die sich um das Bibliothekswesen oder die Staatsbibliothek zu Berlin verdient gemacht haben.

Bara’a Abdulhadi Mudheher Al-Bayati, geboren 1989 in Bagdad, studierte zunächst Ingenieurwissenschaften. Da sie keine Stelle fand, entschloss sie sich, 2017 einen eigenen Buchladen in Bagdad zu eröffnen. Sie ist damit die erste Frau in diesem traditionsreichen, stets von Männern dominierten Gewerbe. Der Zugang zu Bildung und Literatur müsse allen Menschen offenstehen, sagt sie. »Eine meiner Botschaften, die ich der Gesellschaft durch meine Arbeit vermitteln möchte, ist, dass die Frau unabhängig ist, mit einer hörbaren Stimme. Und dass sie in jedem Bereich arbeiten und kreativ sein kann.«

Freshta Karim, geboren 1992 in Kabul, kehrte nach ihrem Studium in Oxford nach Afghanistan zurück. Hier gründete sie 2017 die Non-Profit-Organisation »Charmaghz« und begann mit dem Aufbau einer mobilen Bibliothek, um Kindern in Kabul und Umgebung die Möglichkeit zu eröffnen, Bücher zu entdecken, die Neugierde der Kinder zu wecken und ihnen auf ihre Fragen zu antworten. »Unsere Vision für Afghanistan ist ein Bildungssystem sowie eine Gesellschaft, die kritisches Denken erlaubt, ja, fördert. Wir glauben fest daran, dass kritisches Denken entscheidend ist, um Kinder stark zu machen und unser Land aufzubauen«, begründet Freshta Karim ihr Engagement.

Begrüßung
Barbara Schneider-Kempf
Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz

André Schmitz
Vorsitzender der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.

Laudatio
Klaus Lederer
Senator für Kultur und Europa des Landes Berlin

Dank der Preisträgerinnen

Bara’a Al-Bayati
Freshta Karim

Kleiner Empfang

Während der Veranstaltung werden Bildaufnahmen für die Öffentlichkeitsarbeit der Staatsbibliothek gemacht. Mit Ihrer Anmeldung erklären Sie sich mit der Veröffentlichung zu nicht kommerziellen Zwecken einverstanden.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung unter freunde@sbb.spk-berlin.de ist erforderlich.