Varnhagen-Lecture 2026: „Philosophes sauvages“ – Rahel Levin Varnhagens „Briefwechsel mit Jugendfreunden“
Vortrag von Anke Gilleir und Lesung mit Corinna Harfouch und Alexander Khuon
Im Mittelpunkt der jährlichen Veranstaltungsreihe der Stiftung Preußische Seehandlung steht Rahel Varnhagen, deren Werk und Wirken als Schriftstellerin und Salonière weit über Berlin hinaus strahlt. In der Veranstaltung spricht Anke Gilleir über Varnhagens „Briefwechsel mit Jugendfreunden“. Ergänzend zu dem Vortrag lesen Corinna Harfouch und Alexander Khuon Passagen aus den von Barbara Hahn edierten und in diesem Jahr erscheinenden Briefwechseln.

Prof. Dr. Anke Gilleir ist Professorin für Neuere deutsche Literatur und Gender Studies an der Katholieke Universiteit Leuven. Ein zentraler Schwerpunkt ihrer Forschung liegt auf der Auseinandersetzung mit dem Werk und der Position von Schriftstellerinnen vom späten 18. Jahrhundert bis zur historischen Avantgarde. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Denkerinnen, Autorinnen und Intellektuelle sich im Kontext gesellschaftlicher, kultureller und sprachlicher Machtstrukturen ihrer Zeit profilierten. Anke Gilleir hat zahlreiche Beiträge u. a. zu Therese Huber, Rosa Luxemburg und Margarete Susman veröffentlicht.

Prof. Dr. Barbara Hahn, Max-Kade-Foundation Chair Emerita an der Vanderbilt University in Nashville (USA), ist eine der Hauptherausgeberinnen der kritischen Hannah-Arendt-Ausgabe sowie der Edition des Werks von Rahel Levin Varnhagen. Seit Jahren hat sie die Erforschung und editorische Erschließung der Schriften von Rahel Varnhagen maßgeblich vorangebracht. Ende Oktober 2026 wird der Briefwechsel mit den Jugendfreunden im Wallstein Verlag erscheinen.
Eintritt frei. Anmeldung über die Webseite der Stiftung Preußische Seehandlung erforderlich.
Während der Veranstaltung werden Video- und Bildaufnahmen für die Öffentlichkeitsarbeit der Staatsbibliothek zu Berlin angefertigt. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie der Veröffentlichung zu nichtkommerziellen Zwecken zu.



Autor Ahmad Awny und Tandempartnerin Eva Sichelschmidt bei einer gemeinsamen Veranstaltung der Reihe Weiter Schreiben Interventionen in der Akademie der Künste Berlin. © Andreas Krufczik