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Unsere Services während der Schließung der Staatsbibliothek

Die Staatsbibliothek zu Berlin bleibt bis auf Weiteres für die Öffentlichkeit geschlossen. 

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK), zu der die Staatsbibliothek gehört, hat  – um einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus vorzubeugen – seit dem 14.3.2020 den Publikumsverkehr aller Einrichtungen der SPK  bis auf Weiteres ausgesetzt. Auch die Anwesenheit der Mitarbeitenden wurde auf ein für die Aufrechterhaltung eines Notbetriebs notwendige Mindestmaß beschränkt.

An dieser Stelle informieren wir Sie regelmäßig über die weiteren Entwicklungen und Services, die wir Ihnen trotz der Schließung des Gebäudes anbieten können:

Fragen und aktuelle Informationen

Sie erreichen uns:

Gültigkeit des Bibliotheksausweises

Die Gültigkeit Ihrer Bibliotheksausweise haben wir Mitte März um den Zeitraum von 50 Tagen verlängert, damit Ihnen auch während der Schließzeit unsere elektronischen Ressourcen zur Verfügung stehen.

Sollte Ihr Ausweis schon vorher abgelaufen sein, schicken Sie uns bitte die Nummer Ihres Bibliotheksausweises über unser Auskunftsformular. In der Regel können wir Ihre Mitgliedschaft dann wieder aktivieren. Eine Verlängerung über das bisher angebotene Formular ist zurzeit leider aus organisatorischen Gründen nicht möglich.

Neuanmeldung

Ab sofort können Sie sich in einem vereinfachten, elektronischen Zulassungsverfahren online anmelden, um unsere elektronischen Ressourcen zu nutzen. Voraussetzung für den Zugang ist ein amtlich gemeldeter Wohnsitz in Deutschland und die Zusendung eines Scans oder Fotos von Ihren Personaldokumenten. Dieses Angebot gilt erst einmal bis zum 30.4.2020. Alle Details dazu finden Sie auf unserer Anmeldeseite.

Gebühren

Eine Überweisung offener Gebühren ist auch jetzt möglich: (https://staatsbibliothek-berlin.de/service/hinweise-zu-ausleihe-und-benutzung/leihfrist-verlaengerung-mahngebuehr/#tab3) Bitte beachten Sie, dass die Einzahlungen noch nicht auf Ihrem Bibliothekskonto verbucht werden können. Wenn Sie Gebühren erst nach der Schließzeit begleichen möchten, entstehen Ihnen keine Nachteile.

Entliehene Medien – Verlängerung / Mahnung

Ausgeliehene Medien müssen durch Sie nicht verlängert werden, so lange die Bibliothek geschlossen ist. Wir erinnern momentan weder an Abgabefristen, noch senden wir Mahnungen. Es fallen auch keine Mahngebühren an.

Entliehene Medien mit Vormerkung

Auch für Medien, die bereits von anderen Leserinnen oder Lesern vorgemerkt wurden, entstehen Ihnen keine Mahngebühren. Bitte geben Sie diese Medien nach Wiedereröffnung der Bibliothek schnellstmöglich ab.

Entliehene Medien – Rückgabe

Bitte behalten Sie die entliehenen Bücher, bis die Bibliothek wieder öffnet. Eine Rückgabe zu diesem Zeitpunkt reicht völlig aus. Möchten Sie entliehene Bände bereits jetzt unbedingt zurückgeben, so nutzen Sie bitte den Postweg für Rücksendungen (Leihstelle der Staatsbibliothek, Potsdamer Str. 33, 10785 Berlin).

Bereitgestellte Medien / Bände in der Buchrücklage

Alle Medien, die Sie bestellt, aber noch nicht abgeholt haben, sowie alle Bände, die Sie in der Buchrücklage im Lesesaal liegen haben, bleiben bis zur Wiedereröffnung der Bibliothek für Sie in den Regalen liegen und können dann abgeholt oder weiter genutzt werden.

Medien bestellen oder Vorbestellung aufgeben

Bücher können momentan weder bestellt, noch vorgemerkt werden. Bitte nutzen Sie während der Schließung unsere Online-Angebote.

Magazinüberprüfung

Da wir unseren internen Betrieb weitestgehend minimiert haben, ist es leider nicht möglich, Überprüfungen in unseren Magazinen durchzuführen. Bitte melden Sie sich nochmals nach Wiedereröffnung der Bibliothek mit Ihrem Anliegen, dann werden wir es schnellstmöglich prüfen.

Fernleihe

Der Fernleihbetrieb ist deutschlandweit weitgehend eingestellt worden. Daher können in der Staatsbibliothek momentan keine Fernleihbestellungen aufgegeben werden. Einzelne Bibliotheken liefern aber noch über Subito.

Für bereits bereitgestellte oder nach Hause entliehene Fernleihbände gelten die gleichen Regelungen, wie für Bände der Staatsbibliothek.

Fernleihanfragen aus anderen Bibliotheken

Wir können derzeit weder Bestellungen über Fernleihe und Dokumentenlieferung (Subito), noch Anfragen bearbeiten. Fernleihen aus der Staatsbibliothek (1/1a) werden derzeit nicht gemahnt oder zurückgefordert und Verlängerungen müssen nicht extra beantragt werden. Bereitgestellte und noch nicht entliehene Bände werden wir ebenfalls großzügig behandeln.

Digitalisierungsaufträge

Eine Auftragserteilung zur Digitalisierung über unseren Digiservice ist zurzeit nicht möglich.

Dauerschließfächer und Kabinen

Momentan ist leider kein Zugang zu Ihren Dauerschließfächern oder Ihren Kabinen möglich.

Veranstaltungen / Schulungen / Sprechstunden

Mit der Schließung der Gebäude müssen wir auch alle geplanten Veranstaltungen, Schulungen und Sprechstunden bis auf Weiteres absagen. Auch die Beethoven-Ausstellung im Haus Unter den Linden ist erst einmal geschlossen. Auch hier möchten wir Ihnen unsere Virtuelle Ausstellung empfehlen.

Der Umzug beginnt – der Handschriftenlesesaal ist ab 1. Februar 2020 geschlossen

In den letzten Tagen war der Andrang im Handschriftenlesesaal groß- alle Leseplätze waren ständig und ständig wechselnd belegt. Es gab eine Vielzahl von schriftlichen und mündlichen Anfragen.

Denn wir hatten es schon angekündigt:

Ab 1. Februar 2020 bleibt der Handschriftenlesesaal im Gebäude Potsdamer Straße für jede Benutzung geschlossen. Nach dem Umzug der Lesesaalbestände (im Februar 2020), ziehen die Magazinbestände sowie die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Handschriftenabteilung im April 2020 ins Haus Unter den Linden um. Mit der Wiedereröffnung des Hauses Unter den Linden wird auch der Handschriftenlesesaal wieder zugänglich sein.

Der Umzug der Handschriftenabteilung, einer Sonderabteilung mit wertvollsten und einzigartigsten Beständen beginnt und das heißt: bei laufendem Benutzungsbetrieb wurde schon seit Wochen im Hintergrund gemessen, verpackt und sortiert.

Zum Bestand der Abteilung gehören mittelalterliche und neuzeitliche Handschriften, die im besten Fall schon durch eine schöne Kassette oder Schachtel geschützt werden.

In säurefreie Nachlasskästen werden Briefe, Manuskripte, Fotos und Aufzeichnungen aufbewahrt und wenn nötig „umgebettet“. Ein wahrlich kilometerlanger Arbeitsaufwand für unsere Magazinerin , denn defekte und alte Schachteln passen nun mal schlecht in neue Hebelschubanlagen im Tresormagazin. Kasten quer oder längs ins Regal? Diese Entscheidung ist wichtig für die Ausnutzung der Regalflächen und Rechenfehler haben fatale Folgen für die Unterbringung der Schätze. Und wie soll möglicher Zuwachs berechnet werden, wenn die vorhandenen Regalmeter schon knapp werden. Denn in den letzten Jahren haben sich die Bestände dank großartiger Neuerwerbungen vermehrt, die Planungen dagegen sind auch schon als historisch zu bezeichnen. Für die wertvollen Verlagsarchive muss auch eine Platzlösung gefunden werden.

Großformatig sind die Mappen für Porträts und Einblattmaterialien und zu guter Letzt gibt es Gemälde, Bilder und Gipsköpfe, die einzeln verpackt werden müssen.

Im Gebäude Unter den Linden erwarten uns im zweiten Stock des Westflügels an der Charlottenstraße ein restaurierter und modernisierter Lesesaal, Arbeits-und Magazinräume in einem zusammenhängenden Bereich sowie Platz im Tresormagazin im Tiefgeschoss. Ganz ohne Einblicke in den Handschriftenbesitz muss während der Umzugsphase niemand sein. Denn schon jetzt können viele Materialien aus unserem Bestand in unseren digitalen Sammlungen  eingesehen werden. Das sind über 1400 Handschriften, die so zur Verfügung stehen, auch Dienstkataloge, Porträts und Einblattmaterialien.

Die großen Nachlässe von Gerhart Hauptmann, Adelbert von Chamisso und Alexander von Humboldt laden mit tausenden Seiten zum Studium ein, online und ganz ohne Umzugsbelastungen.

SchreibZeit – Im Team Schreibroutine entwickeln

Keine Lust mehr auf stundenlanges Bildschirmstarren, einsames Wortesuchen oder plaudernde Kolleg*innen? Im Arbeitsalltag bleibt oft nur wenig Zeit zum konzentrierten Schreiben, aber vielleicht helfen eine regelmäßige Zeit und ein fester Raum, in denen Sie konzentriert arbeiten können, unter Gleichgesinnten – SchreibZeit!

Wir treffen uns ab dem 21. Februar jeden Freitag von 10.00-12.30 Uhr im K3 im Ostfoyer der Staatsbibliothek in der Potsdamer Straße und arbeiten an einer kontinuierlichen Schreibroutine. In nur zweieinhalb Stunden produzieren Sie möglichst viel Text und lernen ganz nebenher StaBi-Nutzende kennen, denen es ähnlich geht.

Unsere einzige Bedingung? Handy aus und Internetzugang blockieren! Egal, ob Sie an lange aufgeschobenen Hausarbeiten, kniffligen Abschlussarbeiten, langsamer als geplant vorangehenden Promotionen, überfälligen Aufsätzen oder journalistischen Artikeln arbeiten: Kommen Sie einfach vorbei – wir freuen uns auf Sie!

So funktioniert’s:

  • SchreibZeit teilt sich in vier writing sprints auf, die von kommunikativen Pausen unterbrochen werden.
  • Gerne können Sie ganz spontan teilnehmen oder nur ab und zu vorbeischauen. Aber: Bitte kommen Sie pünktlich und bleiben bis zum Schluss, damit niemand gestört wird.
  • Damit sich alle gut konzentrieren können, darf während der Schreibphasen im Raum nicht gesprochen werden: Stille hilft!
  • Damit Sie sich nicht selbst ablenken, empfehlen wir Internetblocker und zweieinhalb Stunden Handy-Detox.
  • SchreibZeit ist vertraulich: In der Einstiegsphase und in den Pausen wird unter Umständen über Details zu Forschungsarbeiten etc. gesprochen. Das erfordert Vertrauen, deshalb gilt: Was in der SchreibZeit besprochen wird, bleibt auch in der SchreibZeit.

Wann? Wo? Kontakt?

  • Ab dem 21. Februar immer Freitags, 10.00 – 12.30 Uhr
  • K3 im Haus Potsdamer Straße (neben der Cafeteria)
  • Christina Schmitz & Barbara Heindl: fachinfo@sbb.spk-berlin.de