Beiträge

Der Umzug beginnt – der Handschriftenlesesaal ist ab 1. Februar 2020 geschlossen

In den letzten Tagen war der Andrang im Handschriftenlesesaal groß- alle Leseplätze waren ständig und ständig wechselnd belegt. Es gab eine Vielzahl von schriftlichen und mündlichen Anfragen.

Denn wir hatten es schon angekündigt:

Ab 1. Februar 2020 bleibt der Handschriftenlesesaal im Gebäude Potsdamer Straße für jede Benutzung geschlossen. Nach dem Umzug der Lesesaalbestände (im Februar 2020), ziehen die Magazinbestände sowie die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Handschriftenabteilung im April 2020 ins Haus Unter den Linden um. Mit der Wiedereröffnung des Hauses Unter den Linden wird auch der Handschriftenlesesaal wieder zugänglich sein.

Der Umzug der Handschriftenabteilung, einer Sonderabteilung mit wertvollsten und einzigartigsten Beständen beginnt und das heißt: bei laufendem Benutzungsbetrieb wurde schon seit Wochen im Hintergrund gemessen, verpackt und sortiert.

Zum Bestand der Abteilung gehören mittelalterliche und neuzeitliche Handschriften, die im besten Fall schon durch eine schöne Kassette oder Schachtel geschützt werden.

In säurefreie Nachlasskästen werden Briefe, Manuskripte, Fotos und Aufzeichnungen aufbewahrt und wenn nötig „umgebettet“. Ein wahrlich kilometerlanger Arbeitsaufwand für unsere Magazinerin , denn defekte und alte Schachteln passen nun mal schlecht in neue Hebelschubanlagen im Tresormagazin. Kasten quer oder längs ins Regal? Diese Entscheidung ist wichtig für die Ausnutzung der Regalflächen und Rechenfehler haben fatale Folgen für die Unterbringung der Schätze. Und wie soll möglicher Zuwachs berechnet werden, wenn die vorhandenen Regalmeter schon knapp werden. Denn in den letzten Jahren haben sich die Bestände dank großartiger Neuerwerbungen vermehrt, die Planungen dagegen sind auch schon als historisch zu bezeichnen. Für die wertvollen Verlagsarchive muss auch eine Platzlösung gefunden werden.

Großformatig sind die Mappen für Porträts und Einblattmaterialien und zu guter Letzt gibt es Gemälde, Bilder und Gipsköpfe, die einzeln verpackt werden müssen.

Im Gebäude Unter den Linden erwarten uns im zweiten Stock des Westflügels an der Charlottenstraße ein restaurierter und modernisierter Lesesaal, Arbeits-und Magazinräume in einem zusammenhängenden Bereich sowie Platz im Tresormagazin im Tiefgeschoss. Ganz ohne Einblicke in den Handschriftenbesitz muss während der Umzugsphase niemand sein. Denn schon jetzt können viele Materialien aus unserem Bestand in unseren digitalen Sammlungen  eingesehen werden. Das sind über 1400 Handschriften, die so zur Verfügung stehen, auch Dienstkataloge, Porträts und Einblattmaterialien.

Die großen Nachlässe von Gerhart Hauptmann, Adelbert von Chamisso und Alexander von Humboldt laden mit tausenden Seiten zum Studium ein, online und ganz ohne Umzugsbelastungen.

SchreibZeit – Im Team Schreibroutine entwickeln

Keine Lust mehr auf stundenlanges Bildschirmstarren, einsames Wortesuchen oder plaudernde Kolleg*innen? Im Arbeitsalltag bleibt oft nur wenig Zeit zum konzentrierten Schreiben, aber vielleicht helfen eine regelmäßige Zeit und ein fester Raum, in denen Sie konzentriert arbeiten können, unter Gleichgesinnten – SchreibZeit!

Wir treffen uns ab dem 21. Februar jeden Freitag von 10.00-12.30 Uhr im Gruppenarbeitsraum der Staatsbibliothek in der Potsdamer Straße und arbeiten an einer kontinuierlichen Schreibroutine. In nur zweieinhalb Stunden produzieren Sie möglichst viel Text und lernen ganz nebenher StaBi-Nutzende kennen, denen es ähnlich geht.

Unsere einzige Bedingung? Handy aus und Internetzugang blockieren! Egal, ob Sie an lange aufgeschobenen Hausarbeiten, kniffligen Abschlussarbeiten, langsamer als geplant vorangehenden Promotionen, überfälligen Aufsätzen oder journalistischen Artikeln arbeiten: Kommen Sie einfach vorbei – wir freuen uns auf Sie!

So funktioniert’s:

  • SchreibZeit teilt sich in vier writing sprints auf, die von kommunikativen Pausen unterbrochen werden.
  • Gerne können Sie ganz spontan teilnehmen oder nur ab und zu vorbeischauen. Aber: Bitte kommen Sie pünktlich und bleiben bis zum Schluss, damit niemand gestört wird.
  • Damit sich alle gut konzentrieren können, darf während der Schreibphasen im Raum nicht gesprochen werden: Stille hilft!
  • Damit Sie sich nicht selbst ablenken, empfehlen wir Internetblocker und zweieinhalb Stunden Handy-Detox.
  • SchreibZeit ist vertraulich: In der Einstiegsphase und in den Pausen wird unter Umständen über Details zu Forschungsarbeiten etc. gesprochen. Das erfordert Vertrauen, deshalb gilt: Was in der SchreibZeit besprochen wird, bleibt auch in der SchreibZeit.

Wann? Wo? Kontakt?

  • Ab dem 21. Februar immer Freitags, 10.00 – 12.30 Uhr
  • Gruppenarbeitsraum im Haus Potsdamer Straße
  • Christina Schmitz & Barbara Heindl: fachinfo@sbb.spk-berlin.de

Aktuelles aus dem Haus Potsdamer Straße

Seit einigen Wochen sind unser Lesesaal und das Eingangsfoyer tagsüber sehr gut gefüllt. Das hat sicher mehrere Gründe – wie die Schließung des Hauses Unter den Linden, die Aussetzung der Gebühren und das nahende Semesterende – und freut uns natürlich. Aber wir sehen auch, welche Probleme sich daraus für Sie ergeben.

Eingangsfoyer

Immer noch sind zahlreiche Schließfächer nicht nutzbar, aber neue Garderobenfächer wurden bereits bestellt und können hoffentlich bald aufgestellt werden. Im hinteren Bereich des Foyers – Richtung IAI – haben wir zusätzliche Fächer aus dem Haus Unter den Linden untergebracht, die auch gegen Mittag noch weitgehend ungenutzt sind. Einige haben ein Münzschloss, andere können Sie mit Ihrem Vorhängeschloss nutzen. Und auch die Garderobe gleich beim Eingang hat immer noch Kapazitäten frei.

Für kleine Arbeitsgruppen oder Ihre Mittagspause haben wir zusätzliche Tische bereitgestellt, die auch schon sehr gut angenommen werden. Hier wird sich demnächst noch einiges verändern und wir hoffen, dass Ihnen das entgegenkommt.

Zugangsbereich

Sollte es in den nächsten Tagen und Wochen noch voller werden, sind wir gezwungen, den Zugang zum Lesesaal zu beschränken, denn zum einen finden Sie dann gar keine freien Plätze mehr und zum anderen ist das Gebäude nur für eine bestimmte Zahl von Besucher*innen zugelassen. Als eine erste Maßnahme werden wir bei drohender Überfüllung Zugangskarten ausgeben. Diese bekommen Sie beim Verlassen des kontrollierten Bereiches, wenn Sie nach einer Pause wieder hineingehen möchten. Sollte es dann richtig voll werden, dürfen Sie vorrangig wieder hinein, während wir neue Besucher*innen notfalls abweisen müssen.
Unabhängig davon können Sie natürlich jederzeit Bücher abholen und zurückgeben oder eine reservierte Kabine oder Arbeitsplatz nutzen. Bringen Sie für letzteres bitte unbedingt einen Nachweis mit.

Arbeitsplätze im Lesesaal

An vielen Tagen ist es ab dem späten Vormittag schwer, noch einen freien Platz zu finden. Wir haben nun einige Sofortmaßnahmen ergriffen, um weitere Plätze zu schaffen. Sie finden zusätzliche kleine Tische und Stühle (ohne eigene Beleuchtung) vor bzw. im Gruppenarbeitsbereich und können sie (für kürzere Aufenthalte) nutzen.  Der Gruppenarbeitsraum im südlichen Teil des Lesesaales kann aber auch weiterhin von Lerngruppen oder Tutorien genutzt werden und ist keine „ruhige“ Zone.
Soweit der Raum und die Fluchtwege es zulassen, werden wir voraussichtlich im Ostfoyer (Cafeteria-Ebene) noch weitere provisorische Arbeitstische aufstellen.
Freie Plätze finden Sie häufig auch noch in den Sonderlesesälen im 2. OG und deren Untergeschossen (Osteuropa- und Orientlesesaal). Diese können Sie auch nutzen, wenn Sie nicht mit Materialien aus diesen Lesesälen arbeiten.
Einen guten Überblick über freie Arbeitstische hat auch unser Wachpersonal, das Sie während der Rundgänge gerne ansprechen können.

WLAN-Zugang

Durch die hohe Auslastung der einzelnen Hotspots kann es leider auch zu einer Verlangsamung unseres WLANs kommen. Alternativ haben Sie im Lesesaal die Möglichkeit, die Recherchearbeitsplätze in der Nähe der Auskunftstheke sowie auf der darüber liegenden Ebene im 3. OG zu nutzen, an denen wir auch Officeanwendungen anbieten.

Baulärm

Aktuell werden an den südlichen Gebäudeteilen neue Gerüste für die rundum laufende Fassadensanierung angebracht. Hier müssen leider auch Bohrungen vorgenommen werden, wodurch es in nächster Zeit häufiger zu Geräuschbelästigungen kommen kann.

Unsere Bitte an Sie

Gerade in der aktuellen Situation sind wir und die übrigen Leser*innen besonders auf Ihre Mithilfe angewiesen, damit die ruhige Arbeitsatmosphäre auch weiterhin aufrechterhalten werden kann. Bitte unterhalten Sie sich nicht im Lesesaal und auf den Treppen und telefonieren Sie auch nicht. Durch die vielen Menschen ist der Geräuschpegel im Raum ohnehin bereits erhöht und viele Besucher*innen fühlen sich gestört.

Wir sind gerade dabei, weitere Maßnahmen zu überlegen, um zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen bzw. das vorhandene Angebot sinnvoll auszunutzen. Am System der reservierten Plätze, die überwiegend von Personen genutzt werden, die mit unseren Buchbeständen arbeiten, möchten wir erst einmal nichts ändern.
Angedacht ist aber ein Modell, welches auch die zeitweilige Nutzung der Plätze ermöglicht. Auch hierzu noch eine Bitte: Belegen Sie keine Tische über eine kurze Pause hinaus, sondern denken Sie auch an andere Leser*innen.
Für Ihre Anregungen und Wünsche nutzen Sie auch weiterhin unser Kontaktformular auf der Webseite.