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Buchpatenschaft für den Monat Oktober 2018

Für die Buchpatenschaft des Monats Oktober schauen wir nach England – gut ein halbes Jahr vor dem Brexit stellen wir hier ein Werk über die frühe Geschichte Englands vor.

 

Titelblatt aus Beda: Historia ecclesiastica gentis Anglorum. [Strassburg: Heinrich Eggestein, um 1475/78] [vielmehr nicht nach 1475].Bibliothekssignatur 4° Inc 2143a (GW03756).

Beda: Historia ecclesiastica gentis Anglorum. [Strassburg: Heinrich Eggestein, um 1475/78] [vielmehr nicht nach 1475].

Bibliothekssignatur 4° Inc 2143a (GW03756)

Die durch den angelsächsischen Benediktinermönch Beda Venerabilis (um 672 in Monkton bei Wearmouth in England geboren – 735 gestorben im Kloster Jarrow in Sunderland, England) verfasste „Kirchengeschichte der Angelsachsen“ gilt als eine der wichtigsten Quellen zur englischen Frühgeschichte. Sie stellt die Geschichte des vorchristlichen Britannien seit den ersten römischen Eroberungsversuchen durch Julius Caesar (55 v. Chr.) über die Invasion der Angelsachsen im 5. Jh. sowie der Christianisierung der angelsächsischen Stämme im 6. Jh. dar. Das zentrale Thema seiner Kirchengeschichte ist die Kirche als Kraft, die inmitten von Gewalt und Barbarei eine spirituelle, autoritative und kulturelle Einheit bildet. Das Werk enthält eine Vielzahl sorgfältig zusammen getragener Informationen. Seine geistige und künstlerische Qualität setzten für das europäische Mittelalter einen neuen Standard der Geschichtsschreibung. Der hier vorliegende Erstdruck der „Historia“ bietet eine gekürzte Fassung des Textes.

 

Nötige Reparaturen: Blätter der ersten und letzten Lagen ausbessern, hervorstehende Nagelspitzen der Schließenbefestigung im Inneren der Deckel versenken, Trennblatt zwischen Vorsatz und Buchblock (Reibung) einfügen, einen fehlenden Schließenhaken neu anfertigen.

Kalkulierte Kosten: 555 €

 

Übernehmen Sie eine Buchpatenschaft
bei den “Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.”

Wenn Sie Interesse daran haben, dass diese Inkunabel restauriert und damit wieder benutzt werden kann, dann schreiben Sie an freunde@sbb.spk-berlin.de.  Für Ihre Hilfe, ein bedrohtes Werk vor dem Verfall zu bewahren, erhalten Sie:

  • ein Exlibris aus alterungsbeständigem Papier mit Ihrem Namen oder einem von Ihnen gewünschten Namen,
  • die Möglichkeit, das restaurierte Werk zu besichtigen beim Jahresempfang oder bei einem Termin nach Vereinbarung,
  • eine Spendenbescheinigung für Ihr Finanzamt. Kontakt: Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V., Gwendolyn Mertz, Unter den Linden 8, 10117 Berlin, Telefon: 030 – 266 43 8000, Mail: freunde@sbb.spk-Berlin.de

Weitere Hinweise zu Buchpatenschaften und eine große Auswahl an Patenschaften aus allen Abteilungen der Staatsbibliothek zu Berlin finden Sie auf der Seite der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.  Das Spektrum reicht weit über Bücher hinaus – hier finden Sie auch Noten, Landkarten, Zeitungen, Handschriften.

Buchpatenschaft für den Monat September 2018

Unter den vielen Büchern, Noten, Karten, Zeitungen, die wir für eine Buchpatenschaft vorstellen könnten, haben wir uns für September eines aus dem Sachgebiet der Hymnologie ausgesucht. Was das ist? Es ist die Lehre vom Kirchenlied und die Staatsbibliothek zu Berlin besitzt eine in sich geschlossene, einzigartige Sammlung von Gesangbüchern. Sie gehörte zur Fürstlich Stolbergschen Bibliothek, einer der größten und schönsten Privatbibliotheken Norddeutschlands und sie war im Schloss zu Wernigerode aufgestellt. Aus wirtschaftlichen Gründen musste sich das Stolbergsche Fürstenhaus von dieser reichen Sammlung trennen. Anfang der 1930er Jahre erwarb die Preußische Staatsbibliothek die Sammlung mit großzügiger Unterstützung des Antiquars Martin Breslauer (1871-1940), der selbst dem ersten Föderverein “Freunde der Preußischen Staatsbibliothek” angehörte.

Titelblatt von Fabricius, Johann: Rosen Gärtlein : Christlicher Rosengarte/ Daraus ein jeder Christ in allerleyCreutz/ Trübsal/ Angst/ und Noth/ Kräutlein/ blümlein/ und mancherley schöne Rößlein zur Labung und erquickung/ abbrechen und hinweg nehmen mag / In diesen Zeiten gantz tröstlich und lieblich zu lesen zugericht. – Nürnberg: Heussler, 1602. Bibliothekssignatur Slg Wernigerode Hb 540.

Fabricius, Johann: Rosen Gärtlein : Christlicher Rosengarte/ Daraus ein jeder Christ in allerleyCreutz/ Trübsal/ Angst/ und Noth/ Kräutlein/ blümlein/ und mancherley schöne Rößlein zur Labung und erquickung/ abbrechen und hinweg nehmen mag / In diesen Zeiten gantz tröstlich und lieblich zu lesen zugericht. Nürnberg: Heussler, 1602.

Bibliothekssignatur Slg Wernigerode Hb 540

Lederband, handkoloriertes Titelblatt, 108 Blatt; Johann Fabricius (*???-1598), Kantor an der Berliner St. Nikolai-Kirche 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts, Gesangbuch (Nur Text, ohne Melodien). Das Gesangbuch stammt aus der Sammlung des Oberkonsistorialrats und Pfarrers zu S. Jacobi in Berlin D. J. F. Bachmann (1799–1876), die im Juli 1888 für die Fürstlich Stolbergischen Bibliothek zu Wernigerode angekauft wurde. Diese Erwerbung brachte einen erheblichen Zuwachs für die Sammlung und offenbar einige Verwirrung in die Signaturenvergabe (Näheres hierzu: https://provenienz.gbv.de/F%C3%BCrstlich-Stolberg-Werniger%C3%B6dische_Bibliothek#Literatur).

Die Gesangbuchsammlung Wernigerode kann heute wohl als die bedeutendste hymnologische Sammlung im deutschen Sprachraum bezeichnet werden. Dieses Buch ist eines von 6.037 Bände aus einem Zeitraum von 500 Jahren (16.-20. Jahrhundert). Nicht nur deutschsprachige auch fremdsprachige wie zum Beispiel holländigesche, französische, rätomanische und schwedische Gesangbücher. Sie sind für die Musikgeschichte, Sprach- und Literaturwissenschaft eine einzigartige Quelle zur Geschichte des evangelischen und katholischen Kirchenlieds.

Weitere Informationen zur Sammlung Werningerode und den Ankauf der Preußischen Staatsbibliothek finden sich in dem Aufsatz von Ute Nawroth: Die Gesangbuchsammlung Werningerode – Jahrbuch Preußischer Kulturbesitz, Band XXVIII, Signatur: Zsn17602-28.1991.

 

 

 

Fabricius, Johann: Rosen Gärtlein : Christlicher Rosengarte…  Nürnberg: Heussler, 1602. Bibliothekssignatur Slg Wernigerode Hb 540.

 

Nötige Reparaturen: Trockenreinigung, erste und letzte Lage abnehmen, wässern und stabilisieren, Risse schließen, Blattränder stabilisieren – handkoloriert. Einband erhalten, Rücken mit passendem Leder ergänzen, hohl arbeiten, Kanten und Ecken festigen.

Kalkulierte Kosten: 800 €

 

Übernehmen Sie eine Buchpatenschaft bei den “Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.”

Wenn Sie Interesse daran haben, dass dieses Gesangbuch restauriert und damit wieder benutzt werden kann, dann schreiben Sie an freunde@sbb.spk-berlin.de.  Für Ihre Hilfe, ein bedrohtes Werk vor dem Verfall zu bewahren, erhalten Sie:

  • ein Exlibris aus alterungsbeständigem Papier mit Ihrem Namen oder einem von Ihnen gewünschten Namen,
  • die Möglichkeit, das restaurierte Werk zu besichtigen beim Jahresempfang oder bei einem Termin nach Vereinbarung,
  • eine Spendenbescheinigung für Ihr Finanzamt. Kontakt: Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V., Gwendolyn Mertz, Unter den Linden 8, 10117 Berlin, Telefon: 030 – 266 43 8000, Mail: freunde@sbb.spk-Berlin.de

Weitere Hinweise zu Buchpatenschaften und eine große Auswahl an Patenschaften aus allen Abteilungen der Staatsbibliothek zu Berlin finden Sie auf der Seite der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.  Das Spektrum reicht weit über Bücher hinaus – hier finden Sie auch Noten, Landkarten, Zeitungen, Handschriften.

Buchpatenschaft für den Monat August 2018

Für die Buchpatenschaft im August haben wir eine kleine Rarität ausgewählt – dieses Buch ist sonst in Deutschland nur noch in der Universitätsbibliothek Gießen vorhanden. Es gehört zu den Schriften aus einer der Reformbewegungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die die Yoga- und Asienrezeption zwischen der Jahrhundertwende und den dreißiger Jahren mitprägten.

 

Hanish, Otoman Zar-Adusht: Bezzari; Unser göttlicher Bambino … von Sarmatian v. Caspianya (d.i. Otoman Zaradusht Hanish) Deutsch. (Übers. v. Anna Magneta Sorge …). – Herrliberg: Internationale Mazdaznan-Tempel-Gemeinschaft, 1924.
Bibliothekssignatur Nb 1594/22. Lizenz CC BY.NC.SA 3.0 Staatsbibliothek zu Berlin – PK

Hanish, Otoman Zar-Adusht: Bezzari;  Unser göttlicher Bambino … von Sarmatian v. Caspianya (d.i. Otoman Zaradusht Hanish) Deutsch. (Übers. v. Anna Magneta Sorge …). – Herrliberg: Internationale Mazdaznan-Tempel-Gemeinschaft, 1924.
Bibliothekssignatur Nb 1594/22
Im Vorwort der durch ihn selbst autorisierten deutschen Ausgabe kündigt Otoman Zar-Adusht Ha’nish (1856?–1936, mit bürgerlichem Namen Otto Hanisch) dem Leser Offenbarungen an „beim Lesen dieser Zeilen, mehr noch beim Lesen zwischen den Zeilen.“ Mit den Zeilen beschreibt Hanisch seine Begegnung mit dem Jungen Bambino, dessen Fähigkeiten ihn ungemein verblüffen, und bietet damit auch einen kurzen autobiographischen Einblick in das eigene Leben. Hanisch war Urheber der internationalen Mazdaznan-Bewegung, einer religiösen Lehre, die auf einem reformierten Zarathustrismus beruht. Der Begriff “Mazdaznan” stammt  aus dem Mittelpersischen und bedeutet “Meistergedanke” oder “meisterlich konzentrierte Denken”. Sie ist geprägt durch eine eigene Ernährungslehre, von zentraler Bedeutung sind Atem- und Meditationsübungen. Im Jahr 1910 unterhielt Mazdaznan in Deutschland 15 Zentralen. Über die genaue Zahl der Mitglieder lassen sich keine konkreten Aussagen treffen; in der Ausdruckstanzbewegung soll Mazdaznan sehr beliebt gewesen sein.

Hanish, Otoman Zar-Adusht: Bezzari; Unser göttlicher Bambino ... von Sarmatian v. Caspianya (d.i. Otoman Zaradusht Hanish) Deutsch. (Übers. v. Anna Magneta Sorge ...). - Herrliberg: Internationale Mazdaznan-Tempel-Gemeinschaft, 1924.

Hanish, Otoman Zar-Adusht: Bezzari; Unser göttlicher Bambino … von Sarmatian v. Caspianya (d.i. Otoman Zaradusht Hanish) Deutsch. (Übers. v. Anna Magneta Sorge …). – Herrliberg: Internationale Mazdaznan-Tempel-Gemeinschaft, 1924.

Der Einband ist mit violettem Leinen und goldgeprägter Titel- und Einbandzeichnung auffällig gestaltet. Abgerundet wird der Text durch drei Notenbeigaben, die in der Erzählung erwähnte Lieder wiedergeben. So heißt es zu einem Lied, das Bambino singt: „Dann griff er schnell nach seiner Violine und spielte eine ergreifende Melodie in herzbewegenden Weisen, und dazu sang er so süß, daß wir uns der Vorsehung und allem, was sie für uns bestimmt haben mochte, einfach ergaben.“ (S. 96).

Ausführliche Informationen zu dieser  und anderen Reformbewegungen gibt es u. a. in dem Buch: Wedemeyer-Kolwe, Bernd: “Der neue Mensch” : Körperkultur im Kaiserreich und in der Weimarer Republik. Würzburg 2004.

 

Nötige Reparaturen: Einbandreparatur

Kalkulierte Kosten:  115 €

 

 

 

 

 

Übernehmen Sie eine Buchpatenschaft bei den “Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.”

Wenn Sie Interesse daran haben, dass dieses Buch restauriert und damit wieder benutzt werden kann, dann schreiben Sie an freunde@sbb.spk-berlin.de.  Für Ihre Hilfe, ein bedrohtes Werk vor dem Verfall zu bewahren, erhalten Sie:

  • ein Exlibris aus alterungsbeständigem Papier mit Ihrem Namen oder einem von Ihnen gewünschten Namen,
  • die Möglichkeit, das restaurierte Werk zu besichtigen beim Jahresempfang oder bei einem Termin nach Vereinbarung,
  • eine Spendenbescheinigung für Ihr Finanzamt. Kontakt: Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V., Gwendolyn Mertz, Unter den Linden 8, 10117 Berlin, Telefon: 030 – 266 43 8000, Mail: freunde@sbb.spk-Berlin.de

Weitere Hinweise zu Buchpatenschaften und eine große Auswahl an Patenschaften aus allen Abteilungen der Staatsbibliothek zu Berlin finden Sie auf der Seite der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.  Das Spektrum reicht weit über Bücher hinaus – hier finden Sie auch Noten, Landkarten, Zeitungen, Handschriften.