Beiträge

Offen für Forschung & Kultur – Unser Beitrag zur diesjährigen Open Access Week

Seit ihrer Gründung im Jahr 1661 ist die Staatsbibliothek zu Berlin für die Öffentlichkeit zugänglich. In dieser Tradition sowie im Bewusstsein ihrer besonderen historischen Verantwortung bekennt sie sich zu ihrer Verpflichtung, wissenschaftliches Wissen der Gesellschaft transparent und gleichberechtigt zur Verfügung zu stellen. Als Einrichtung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz beteiligt sich die Staatsbibliothek zu Berlin am Aufbau der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur und zählt seit 2013 zum Kreis der Unterzeichneten der Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen. Deren Ziel ist es, die Open Access-Transformation des wissenschaftlichen Publikationssystems zu befördern, um damit die ungehinderte Erreichbarkeit und freie Nachnutzung von wissenschaftlichen Wissensbeständen einschließlich der diesen zugrundeliegenden Forschungsdaten zu gewährleisten.

In ihrer Doppelfunktion als wissenschaftliche Universalbibliothek und außeruniversitäre Forschungseinrichtung ist der Staatsbibliothek zu Berlin die Wahrung der Integrität und Nachvollziehbarkeit von Forschungserträgen ein wichtiges Anliegen, das sie insbesondere mit Maßnahmen zur Freistellung eigener Datenbestände betreibt. Im Kontext der Berliner Open Access-Strategie unterstützt die Staatsbibliothek zu Berlin den Strukturwandel der Wissenschaftskommunikation unter dem Leitbild der Open Science vor allem mit Aktivitäten auf den folgenden Feldern:

 

_Digitalisierung und Zugänglichmachung von Kulturdaten

_Nachnutzbarmachung selbstgenerierter Forschungsdaten

_Multimodales Open Access-Publizieren

_Information und Beratung zu Open Science

_Forschung zu Digital Humanities und Data Curation

 

Anlässlich der diesjährigen internationalen Open Access Week möchten wir Ihnen unseren Beitrag zur Öffnung des Zugangs zu Kulturdaten und wissenschaftlichem Wissen anhand ausgewählter Projektvorhaben und Infrastrukturangebote – darunter unser frisch eingerichtetes experimentelles SBB-Lab – gerne etwas näher vorstellen. Daher würden wir uns sehr freuen, Sie vor unserem Übersichtsposter begrüßen zu dürfen, das wir am kommenden Montag, 21. Oktober 2019, im Rahmen einer von digiS und dem Berliner Open Access Büro organisierten regionalen Netzwerkveranstaltung präsentieren werden.

Sollten Sie noch ausführlicher über Open Access und Open Data erfahren wollen, so seien Sie herzlich eingeladen, zwei Wochen später an unserer modularen Publikationsberatung (nicht nur) für Promovierende teilzunehmen – dann allerdings bereits im Kontext der Berlin Science Week. Denn wir feiern die Festwochen, wie sie fallen…

 

 

International Open Access Week 2018 – Wir fangen schon mal etwas früher an

Eigentlich beginnt die diesjährige internationale Open Access-Woche ja erst am kommenden Montag – eine globale Initiative zur Beförderung der Transformation des wissenschaftlichen Publikationssystems unter dem Leitbild von offener Zugänglichkeit und freier Nachnutzbarkeit von Wissen.

Da es aber bekanntlich der frühe Vogel ist, der den Wurm fängt, startet Ihre Staatsbibliothek mit dem Preußenadler bereits morgen mit einem Ausflug nach Frankfurt am Main in die Open Access-Woche. Denn am dortigen Exzellenzcluster Die Herausbildung normativer Ordnungen will der Fachinformationsdienst für internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung im Rahmen einer zweitägigen Konferenz die programmatische Frage mitdiskutieren: Open Access für die Rechtswissenschaft – Pflicht oder Privatsache?

Ehrensache für uns ist es dagegen ganz ohne Frage, am 24. Oktober auch an der dritten Auflage einer vom Berliner Open Access Büro – heuer in Kooperation mit digiS und KOBV – organisierten Abendveranstaltung teilzunehmen, die der Vernetzung aller Aktivitäten in der Region auf den Feldern von Open Science, Open Data und Open GLAM dienen soll. Wie immer finden Sie das Übersichtsposter zu unseren Infrastrukturen und Maßnahmen zur Unterstützung von Open Access für Forschung und Kultur ab kommenden Mittwoch sowohl in der Zenodo-Kollektion Open Access in Berlin/Brandenburg als auch auf unserem disziplinären Repositorium <intR>²Dok.

Sollten Sie es allerdings vorziehen, die Open Access-Woche nach dem Julianischen Kalender zu begehen, so können wir auch in diesem Szenario mit einer thematisch passenden Veranstaltung aufwarten. Denn am 6. November laden Open Access-Büro Berlin und Fachinformationsdienst für internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung gemeinsam ein zum Workshop Bitte recht offen! Open Access in den Rechtswissenschaften.

Und damit nicht genug: Ihren Abschluss findet unsere drastisch verlängerte Open Access-Woche nämlich erst Anfang Dezember – mit unserer quartalsweise angebotenen modularen Publikationsberatung (nicht nur) für Promovierende, in deren Rahmen der aktuelle Strukturwandel des wissenschaftlichen Kommunikationssystems in allen seinen Facetten in den Blick genommen werden soll.

Vielleicht lassen auch Sie sich ja auf einer der zahllosen Veranstaltungen der internationalen Open Access-Woche in Berlin oder anderswo blicken – wir (h)offen jedenfalls auf Ihr reges Interesse.

JurOA – Tagung(en) zu Open Access in den Rechtswissenschaften

Der Strukturwandel der Wissenschaftskommunikation unter dem Leitbild des Open Access – also der freien Verfügbar- und Nachnutzbarmachung von Forschungsergebnissen – hat inzwischen alle Disziplinen erfasst. Zwar mag die mittlerweile beim Bundesverfassungsgericht anhängige Normenkontrollklage von 17 Angehörigen der juristischen Fakultät der Universität Konstanz gegen das Open Access-Mandat ihrer Hochschule einen anderen Eindruck erwecken. Doch auch die druckaffinen Rechtswissenschaften – immerhin ein Fach, das sich buchstäblich mit kodifizierten Inhalten beschäftigt – zeigen sich zunehmend aufgeschlossen für offene webbasierte Publikationsformen. Dies dokumentieren denn etwa die rasante Expansion der rechtswissenschaftlichen Blogosphäre im deutschsprachigen Raum – allen voran Verfassungsblog, Völkerrechtsblog und JuWissBlog – ebenso wie die bereits 2012 erfolgte Open Access-Transformation der renommierten, vom Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte herausgegebenen Zeitschrift Rechtsgeschichte – Legal History oder die jüngsten Neugründungen genuiner juristischer Open Access-Journale.

Gerade mit Blick auf die immer konsequentere Open Access-Politik auch der für die Rechtswissenschaften relevanten Forschungsfördereinrichtungen – angesprochen sind damit vor allem die nicht wenigen juristischen Projekte mit EU-Finanzierung – hat es sogar den Anschein, als gewinne die skizzierte Dynamik neuerdings weiter an Schwung. Zumindest legt die gegenwärtige Häufung von Tagungen zum Verhältnis zwischen Rechtsforschung und wissenschaftlichem Publizieren im Open Access diesen Befund nahe. Konkret wird im Oktober dieses Jahres und damit nur sechs Monate nach dem Zürcher Symposium Open Access − zu(m) Recht? eine internationale Konferenz an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main der programmatischen Frage nachgehen: Open Access für die Rechtswissenschaft – Pflicht oder Privatsache?

Als Betreiber von <intR>²Dok, des ersten disziplinspezifischen Open Access-Repositoriums für juristische Fachtexte, Videos und Forschungsdaten in Deutschland, freut sich der Fachinformationsdienst für internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung umso mehr, die von Hanjo Hamann, Daniel Hürlimann und Alexander Peukert konzipierte Veranstaltung sowohl organisatorisch als auch inhaltlich mit mehreren Beiträgen unterstützen zu dürfen.

Sollten Sie es nicht nach Frankfurt am Main schaffen, so werden Ihnen die Präsentationen und Erträge der Tagung selbstverständlich im Open Access online zugänglich gemacht werden. Und für die Interessierten aus der Region heißt es sogar schon kurze Zeit später „Bitte Recht offen! Open Access in den Rechtswissenschaften“ – ein Workshop, zu dem der Fachinformationsdienst gemeinsam mit dem Berliner Open Access-Büro herzlich in die Staatsbibliothek zu Berlin einladen (Details demnächst an dieser Stelle).

Ob nun am Main oder an der Spree – wir freuen uns und zählen auf Sie. Denn aller guten Open Access-Veranstaltungen sind ebenfalls drei.