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Buchpatenschaft für den Monat September 2020

Im September kehren auch die letzten Kinder zurück in die Schule. Was liegt also näher als ein lehrreiches Kinderbuch für die Buchpatenschaft im September vorzustellen, das heute wohl dem Schulfach “Sachkunde” zuzuordnen wäre.

Hölder, Luise: Unterhaltende Fabeln und Erzählungen aus der Naturgeschichte der Fische, Käfer, Insekten, des Gewächs- und Mineralreichs: für kleinere Kinder die sich zu dieser Wissenschaft vorbereiten wollen. Mit sechs colorierten Kupfern [von Peter Carl Geißler]. Leipzig: Cnobloch, 1830. 

Über die Autorin Luise Hölder ist so gut wie gar nichts bekannt – nicht einmal ihre genauen Lebensdaten. Es heißt, sie wurde um 1790 in Fürth geboren und sei um 1850 in Nürnberg gestorben. Im ersten ihrer insgesamt 14 veröffentlichten Werken, die zwischen 1820 und 1832 erschienen, schreibt Luise Hölder in der Vorrede, dass sie ihr ganzes Leben im pädagogischen Bereich tätig war: “Wirklich war mein ganzes Leben der Erziehung der Jugend gewidmet.”

Die pädagogischen Prinzipien der Aufklärung und die Überzeugungen des Philanthropismus, einer reformpädagogischen Bewegung in der Zeit der Aufklärung, prägen die Werke von Luise Hölder. So vertritt sie die Auffassung, dass Kinder von Anschauung und Selbsttätigkeit Kindern sehr viel stärker profitieren als nur vom Lesen. Nur folgerichtig schrieb sie kleine Theaterstücke für Kinder, die sich an den Stücken von Christian Felix Weiße (1726 Annaberg – 1804 Stötteritz) orientierten. Neben Weiße zählte auch Joachim Heinrich Campe (1746 Deensen – 1818 Braunschweig) zu ihren Vorbildern. Dies führte bei Luise Hölder dazu, dass sie eine Fortsetzung von Campes Jugendroman “Robinson der Jüngere”, eine freie Übersetzung und Bearbeitung des “Robinson Crusoe” von Daniel Defoe, verfasste. In der Darstellung der Kinder Robinsons, die ein eigenes Gemeinwesen gründen, zeigen sich Anklänge an die Staatsutopien des 18. Jahrhunderts.

Bereits 1829 hatte sie mit dem Buch “Kurze naturhistorische Erzählungen zur angenehmen Unterhaltung kleinerer Kinder: als erste Vorbereitung zur Naturgeschichte” einen ersten Band mit Geschichten veröffentlicht, der Kindern die Tier- und Pflanzenwelt nahebringen sollten. Der hier vorgestellte Band mit dem bereits im Titel genannten Schwerpunkt auf Fischen und Insekten zeigt, dass Luise Hölder das ganze Spektrum der Naturgeschichte in den Blick nehmen wollte. Ihren letzten beiden Büchern mit religiös-moralischen Erzählungen ist dann die Hinwendung zum Biedermeier anzumerken.

 

Nötige Reparaturen: lose Seiten wieder einbinden, Risse in Kupfertafeln schließen.

Kalkulierte Kosten: 120 €

Übernehmen Sie eine Buchpatenschaft

bei den “Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.”

Wenn Sie Interesse daran haben, dass dieses Kinderbuch restauriert und damit wieder benutzt werden kann, dann schreiben Sie an freunde@sbb.spk-berlin.de.  Für Ihre Hilfe, ein bedrohtes Werk vor dem Verfall zu bewahren, erhalten Sie:

  • ein Exlibris aus alterungsbeständigem Papier mit Ihrem Namen oder einem von Ihnen gewünschten Namen,
  • die Möglichkeit, das restaurierte Werk zu besichtigen beim Jahresempfang oder bei einem Termin nach Vereinbarung,
  • eine Spendenbescheinigung für Ihr Finanzamt. Kontakt: Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V., Gwendolyn Mertz, Unter den Linden 8, 10117 Berlin, Telefon: 030 – 266 43 8000, Mail: freunde@sbb.spk-Berlin.de

Weitere Hinweise zu Buchpatenschaften und eine große Auswahl an Patenschaften aus allen Abteilungen der Staatsbibliothek zu Berlin finden Sie auf der Seite der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.  Das Spektrum reicht weit über Bücher hinaus – hier finden Sie auch Noten, Landkarten, Zeitungen, Handschriften.

Alles ist Anfang

Feierliche Übergabe des Vorlasses von Hans-Joachim Gelberg an die Staatsbibliothek zu Berlin

„Nun legen wir mal die Hand auf das, was wir Kinderliteratur nennen und atmen tief durch. Unsere digitalen Erstleser haben Anspruch auf Qualität. Und es ist glücklicherweise so – mit Bildern und Sprache, mit Worten und Geschichten und Gedichten entsteht Welt, die wir lieben. Wir können sie getrost in die Hände der Autoren, der Künstlerinnen legen. Es ist immer wieder ein Anfang.“ (Hans-Joachim Gelberg, 6. Juni 2019)

Hans-Joachim Gelberg

Seine Kindheit, so berichtet Hans-Joachim Gelberg anlässlich der feierlichen Übergabe seines Vorlasses, habe nicht auf eine berufliche Karriere im Verlagswesen hingedeutet.
Weder besondere schriftstellerische Fähigkeiten noch ein entsprechender Kunstsinn wurden ihm von der Mutter oder den Lehrern zuerkannt. Erst als dem Jungen in einem oberösterreichischen Lager der Kinderlandverschickung die Verantwortung für die Schulbibliothek übertragen und einer seiner Aufsätze als bester ausgezeichnet und vor allen Mitschülern verlesen wurde, entdeckte sich Hans-Joachim Gelberg als möglicher späterer Literat. Fortan verschlang er Weltliteratur, erlebte, wie das durch gesammelte Bücher offenbare Interesse an russischer Literatur vor einer bedrohlichen, intensiveren Hausdurchsuchung durch die russischen Besatzer schützen konnte, und genoss als 15-Jähriger den beglückenden Moment, den eigenen Namen als Autor unter seinem ersten veröffentlichten Aufsatz zu lesen.
All diese prägenden Erfahrungen flossen in Hans-Joachim Gelbergs späteres Handeln als Lektor und Verleger mit ein. So gab er in seiner erfolgreichen Magazinreihe Der bunte Hund später auch anderen Kindern die Gelegenheit, sich erstmals als Autor oder Autorin zu erproben. Dabei hatte er als Buchhändler und später als Lektor nach eigenem Bekunden mit Kinder- und Jugendliteratur zunächst „nicht viel am Hut.“ Erst das Lektorat für die neue Taschenbuchreihe im Arena-Verlag (Würzburg) führte ihn auf diesen Pfad, von dem er während seines gesamten Berufslebens nicht mehr abkam.
Seine Maxime, hochwertige, anspruchsvolle Literatur für Kinder machen zu wollen, bringt Gelberg an diesem Abend mit einem Zitat von C.S. Lewis zum Ausdruck: „Kein Buch ist es wert, mit zehn gelesen zu werden, wenn es nicht gleichermaßen wert ist, mit fünfzig gelesen zu werden.“ Dementsprechend war er seit den späten sechziger Jahren, vor allem aber in den Siebzigern, stets ein Suchender: Immer bestrebt, neue Autor*innen und Illustrator*innen zu finden, die Literatur für ein junges Publikum entsprechend den modernen Ansprüchen schufen, dem aufmüpfigen Zeitgeist der 70er Jahre folgend, und sich dabei am Anspruch und Maßstab der Literatur für Erwachsene orientierten.
Im Herbst 1971 gründete Hans-Joachim Gelberg das Kinder- und Jugendbuchprogramm des Verlags Beltz & Gelberg, dessen orangefarbene Buchumschläge (damals ein unternehmerisches Wagnis!) seitdem Generationen von Kindern und Jugendlichen begleitet haben. Der Verleger Manfred Beltz-Rübelmann hatte ihn geholt und ließ ihn „machen bis zur Schmerzgrenze“. Gelberg verstand seinen Bereich als Autorenverlag. Im Laufe der Jahre unterhielt er Kontakt zu Schriftsteller*innen wie Janosch, Christine Nöstlinger, Mirjam Pressler, Peter Härtling, Leonie Ossowski, Klaus Kordon sowie Josef Guggenmos und vielen anderen. Ja, auch Guggenmos, denn auch Kinderlyrik förderte er. Vom Sinn der Kinder für Lyrik ist Gelberg nach wie vor überzeugt, nur seien Erwachsene hier als Vermittler wichtig. Die Liste der heute wohlbekannten Namen, die teils überhaupt durch Hans-Joachim Gelberg entdeckt wurden, beeindruckt nachhaltig. Für den Bereich der Kinderbuchillustration stehen dafür u.a. Namen wie Axel Scheffler, Rotraut Susanne Berner, Jutta Bauer sowie ganz besonders Nikolaus Heidelbach, dessen Monster-Darstellungen ihm erstmals in den Schaufenstern eines Antiquariats in Amsterdam auffielen. Und Hans-Joachim Gelberg wäre nicht ein engagierter und überzeugter Kinderbuchverleger der 70er-Jahre gewesen, hätte er nicht auch trefflich mit anderen Beteiligten – Kritikern, Autoren, Verlegern – diskutiert und gestritten.
All diese Zeugnisse eines so beispiellos umfassenden Engagements für das Kinder- und Jugendbuch in der wichtigsten Umbruchzeit des 20. Jahrhunderts hat Hans-Joachim Gelberg nun der Staatsbibliothek als Vorlass übergeben. Dafür ist ihm die Staatsbibliothek zu Berlin in höchstem Maße dankbar, betont die Generaldirektorin Barbara Schneider-Kempf in ihrer Ansprache. Und Carola Pohlmann, die Leiterin der Kinder- und Jugendbuchabteilung, fügt hinzu, dass sich ihre Abteilung auch mit dem einschlägigen Fachpublikum freue, dem dieser Schatz somit zum Heben zugänglich wird!

Veranstaltung im Dietrich-Bonhoeffer-Saal am 6. Juni 2019

Kennt Ihr die Geschichte von Iwein …?

Lesung von Felicitas Hoppe im Rahmen der Abschlussveranstaltung der Ringvorlesung „Merlin in Bermuda-Shorts“ der Humboldt-Universität zu Berlin

„Kennt Ihr die Geschichte von Iwein, der eines Tages aus lauter Langeweile auszog, um Abenteuer zu suchen und sein Herz dabei gegen ein anderes tauschte und deshalb seinen Verstand verlor? Danach irrte er durch den Immerwald und musste gegen tausend Ungeheuer kämpfen, bis alles doch noch ein gutes Ende nahm.“ so las die u.a. mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnete Autorin Felicitas Hoppe aus ihrem Kinderbuch, Iwein Löwenritter. In dem erst vor gut eineinhalb Jahren nach intensiver Restaurierung für die Benutzung wieder freigegebenen Wilhelm-von-Humboldt-Saal der Staatsbibliothek zu Berlin (Haus „Unter den Linden“) herrschte gebannte Stille. Gedämpftes Licht, höfisch anmutendes Ambiente – man hätte Felicitas Hoppe auch gerne das gesamte Buch vorlesen hören. Da es sich bei der Veranstaltung am 11. Februar aber um den Abschluss der Ringvorlesung „Merlin in Bermuda-Shorts“ der Humboldt-Universität zu Berlin handelte, konnten nur drei kurze Ausschnitte zum Besten gegeben werden. Das angeregte Podiumsgespräch, welches die Lesung flankierte, zog die Zuhörer jedoch gleichfalls in seinen Bann.

(V. l. n. r.:) Julia Benner, Lea Braun, Jutta Eming

Die Initiatorinnen der Reihe, die Dozentinnen des Instituts für deutsche Sprache der Humboldt-Universität Prof. Dr. Julia Benner (Kinder- und Jugendliteratur) und Dr. Lea Braun (Literatur des hohen Mittelalters), hatten ihre Kollegin Prof. Dr. Jutta Eming als ausgewiesene Spezialistin für Hartmanns von Aue Iwein an der Freien Universität Berlin (Institut für Deutsche und Niederländische Philologie) hinzugebeten. Und so entspann sich aus den Fragen Julia Benners und Lea Brauns ein ebenso informatives wie kurzweiliges Gespräch über das Motiv des Ritters in der Literatur, über den Unterschied zwischen Âventiuren und dem heutigen Verständnis vom Abenteuerroman, über pragmatische mittelalterliche Frauenfiguren, Tempuswechsel in der Erzählung und die Frage, ob und wie mittelalterliche Texte für das moderne Publikum adaptiert werden sollen.

Felicitas Hoppe war eher zufällig auf den Stoff des „Iwein“ gestoßen, als sie nach einer passenden Reiselektüre suchte. Der Text Hartmanns von Aue faszinierte sie so, dass sie später, als Tilman Spreckelsen bei ihr anfragte, ob sie die von ihm im Fischer-Verlag geplante Reihe der „Bücher mit dem blauen Band“ mit einem spannenden, abenteuerlichen Stoff eröffnen wolle, sofort an Iwein, den Ritter der Artusrunde, dachte. Ritter, so die Autorin, seien großartig und lächerlich zugleich. Einerseits werde der Mann in dieser Rolle als ultimative Kampfmaschine dargestellt, andererseits sei er in seiner Rüstung derartig hilflos, dass er von einem Knappen geführt werden müsse, da er durch sein Visier selbst nicht genügend sehen konnte.

Cover: Felicitas Hoppe: Iwein Löwenritter : nach einem Roman von Hartmann von Aue / erzählt von Felicitas Hoppe. Mit 4 Farbtaf. von Michael Sowa. – Frankfurt am Main : Fischer, 2008.

Auch die zu ihrem Buch eingereichten Illustrationen hätten die Lächerlichkeit des Sujets „Ritter“ unterstrichen. Comic-Ritter und andere Varianten seien schlicht inakzeptabel gewesen, so dass die Veröffentlichung hinausgeschoben werden musste. Schließlich habe Michael Sowa, der für die Umschlagillustration gewonnen werden sollte, nach der Lektüre der Erzählung begeistert angeboten, den kompletten Band zu illustrieren. Das sei jedoch finanziell nicht darstellbar gewesen. Insofern habe man sich auf die vier Bildtafeln geeinigt, die nun im Buch enthalten sind. Die dargestellten Szenen habe der Künstler selbst ausgewählt, berichtete Feliciticas Hoppe und bedauerte lediglich, dass keine einzige weibliche Figur zu sehen sei.

Die Faszination, die von der Ritterwelt ausgeht, resümierte sie, beruhe vor allem darauf, dass man sich bei Hofe den Luxus leistete, sich eine schöne, perfekte Welt zu schaffen, die in krassem Gegensatz zur realen Welt draußen stand. Und Jutta Eming sekundierte, dass dies im Prinzip auch für Hartmann von Aue gegolten habe. Der Forschung sei noch immer unbekannt, wer ihn in den Zustand versetzte, diesen Text auf kostbarem Pergament niederzuschreiben. Was auf den ersten Blick an ein Wunder grenze, habe auf höfischem Mäzenatentum beruht.

Auf die Tempuswechsel innerhalb des Textes angesprochen, erklärte Felicitas Hoppe, dass sie deshalb immer Ärger mit ihrem Lektor gehabt habe. – Dabei gebe es diese im mittelalterlichen Original ebenso, merkte Jutta Eming an. – Die Autorin berichtete daraufhin schmunzelnd, dass sie dem Präsens die Funktion eines „Ewigkeits-Tempus“ bzw. „Rampen-Tempus“ zugewiesen und eine Theorie entwickelt habe. „Denn wenn man eine Theorie hat, kann man seine Vorstellungen eher umsetzen, als wenn man sagt: ‚Mir war gerade so danach.‘“

Hätte sie übrigens zuvor mit einigen Mediävisten gesprochen, bekannte sie, hätte sie sich an den Stoff gar nicht herangetraut. Die Rezension des inzwischen verstorbenen Peter Wapnewski, einem der herausragendsten Vertreter seiner Zunft, in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ vom 09.08.2008, S. Z5) habe ihr deutlich vor Augen geführt, wie unvoreingenommen sie an den Text Hartmanns von Aue herangegangen und ihn ungeachtet aller sprachlichen Konventionen und historischen Implikationen für ein junges zeitgenössisches Publikum adaptiert habe. Eine Aufgabe, über die Peter Wapnewski, seinen Kollegen Max Wehrli zitierend, schrieb, dass es „kaum ein schwierigeres Übersetzungsproblem als die neuhochdeutsche Wiedergabe eines mittelhochdeutschen Versromans“ gebe.

Felicitas Hoppe liest aus “Iwein Löwenritter”.

Felicitas Hoppe lässt sich jedoch nicht abschrecken und arbeitet derweil an einer modernen Version der Nibelungensage. „Glaubt es mir, oder glaubt es mir nicht, wahr ist es trotzdem […]!“ [Iwein Löwenritter, S. 14]

Events

Veranstaltung „Zwischen Realität und Virtualität. Aktuelle Entwicklungen im Bilderbuch” am 06.11.

20.Veranstaltung der Reihe Kinderbuch im Gespräch am 06.11.

  • Termin

    06.November 2018

    18 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin

    Simón-Bolívar-Saal
    Potsdamer Straße 33

    10785 Berlin

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestellen

    H Potsdamer Brücke (Bus M29)

    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)

    H Kulturforum (Bus M48)

  • Alle Veranstaltungen

    Klicken Sie hier um zu einer Übersicht unserer Veranstaltungen zu gelangen.






20.Veranstaltung der Reihe “Kinderbuch im Gespräch”

„Zwischen Realität und Virtualität. Aktuelle Entwicklungen im Bilderbuch“

Über die Bedeutung des Bilderbuchs in einer sich wandelnden Medienlandschaft, die Erwartungen unterschiedlicher Rezipientengruppen an das Bilderbuch und die vielfältigen Möglichkeiten der künstlerischen Umsetzung diskutieren im Simón-Bolívar-Saal der Staatsbibliothek zu Berlin (Potsdamer Straße 33)

ATAK (Illustrator, Comiczeichner und Professor an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle),

Ada Bieber (Kinderbuchforscherin, Dozentin an der Humboldt-Universität zu Berlin),

Edmund Jacoby (Verleger, Berlin),

Sabine Keune (Antiquarin, Aachen),

Mariela Nagle (Kinderbuchvermittlerin, Inhaberin der Buchhandlung Mundo Azul, Berlin),

Isabel Pin (Illustratorin, Berlin) und Henning Wagenbreth (Grafiker, Comic-Zeichner und Professor an der Universität der Künste Berlin).

Moderiert wird das Gespräch vom Kinderbuchforscher- und Sammler Friedrich C. Heller und der Leiterin der Kinder- und Jugendbuchabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin Carola Pohlmann.

Begleitend zur Veranstaltung wird eine kleine Ausstellung gezeigt, in der auch Bilderbücher der beteiligten Künstler*innen zu sehen sein werden.

Wir laden Sie zu dieser Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Kinderbuch im Gespräch“ herzlich ein und freuen uns auf eine angeregte Diskussion – auch mit dem Publikum.

Während der Veranstaltung werden Bildaufnahmen für die Öffentlichkeitsarbeit der Staatsbibliothek gemacht. Mit
Ihrer Anmeldung erklären Sie sich mit der Veröffentlichung zu nicht kommerziellen Zwecken einverstanden.

Veranstaltung „Alles ist Anfang. Der Verleger Hans-Joachim Gelberg im Gespräch” am 06.06.

Alles ist Anfang. Der Verleger Hans-Joachim Gelberg im Gespräch

  • Termin

    06. Juni 2019

    18 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin

    Dietrich-Bonhoeffer-Saal
    Potsdamer Straße 33

    10785 Berlin

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestellen

    H Potsdamer Brücke (Bus M29)

    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)

    H Kulturforum (Bus M48)

  • Alle Veranstaltungen

    Klicken Sie hier um zu einer Übersicht unserer Veranstaltungen zu gelangen.




Illustration von Sabine Friedrichson zu: Josef Guggenmos: Groß ist die Welt : die schönsten Gedichte. – Weinheim : Beltz & Gelberg, 2006. – © Beltz & Gelberg



Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Kinderbuch im Gespräch“ am 6. Juni 2019

Als Verleger, Autor und Herausgeber hat Hans-Joachim Gelberg die Kinderbuchlandschaft der Bundesrepublik über Jahrzehnte maßgeblich mitgestaltet. Seit der Gründung im Herbst 1971 zeichnete sich das Kinder- und Jugendbuchprogramm von „Beltz & Gelberg“ durch Mut zur Innovation, hohe literarische und künstlerische Qualität, Kreativität und Originalität aus.

Dank seiner Offenheit, Begeisterungsfähigkeit und Experimentierfreude hat Hans-Joachim Gelberg viele Künstlerinnen und Künstler sowie Autorinnen und Autoren für das Kinderbuch entdeckt und gefördert, darunter Rotraut Susanne Berner, Janosch, Nikolaus Heidelbach, Klaus Kordon, Christine Nöstlinger, Mirjam Pressler oder Axel Scheffler.

Im Frühjahr 2019 hat Hans-Joachim Gelberg der  Kinder- und Jugendbuchabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin seinen Vorlass als überaus großzügige Schenkung zur dauerhaften Aufbewahrung übereignet. Anlässlich der feierlichen Übergabe am 6. Juni 2019 wird Hans-Joachim Gelberg über seine Erfahrungen als Lektor und Verleger, über Begegnungen mit Künstlerinnen und Künstlern sowie über seine Beziehung zur Kinderliteratur im Allgemeinen und zur Kinderlyrik im Besonderen  berichten.

Begleitend zur Veranstaltung wird eine kleine Ausstellung gezeigt, in der auch Bücher der o.g. Autor*innen und Künstler*innen zu sehen sein werden.

Wir laden Sie zu dieser Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Kinderbuch im Gespräch“ herzlich ein und freuen uns auf einen anregenden Abend.

Während der Veranstaltung werden Bildaufnahmen für die Öffentlichkeitsarbeit der Staatsbibliothek gemacht. Mit
Ihrer Anmeldung erklären Sie sich mit der Veröffentlichung zu nicht kommerziellen Zwecken einverstanden.

Veranstaltung „Die unendliche Geschichte. Neu illustriert von Sebastian Meschenmoser“ – Podiumsdiskussion am 17.09.

Die unendliche Geschichte. Neu illustriert von Sebastian Meschenmoser – Podiumsdiskussion

  • Termin

    17. September 2019

    18 – 20.45 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin

    Dietrich-Bonhoeffer-Saal
    Potsdamer Straße 33

    10785 Berlin

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestellen

    H Potsdamer Brücke (Bus M29)

    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)

    H Kulturforum (Bus M48)

  • Alle Veranstaltungen

    Klicken Sie hier um zu einer Übersicht unserer Veranstaltungen zu gelangen.




Umschlagillustration für Michael Endes „Die unendliche Geschichte“ von Sebastian Meschenmoser



Eine Veranstaltung im Rahmen des internationalen literaturfestivals berlin am 17. September 2019

„In einer Buchhandlung entdeckt Bastian Balthasar Bux den Roman DIE UNENDLICHE GESCHICHTE. Dieser handelt vom Land Phantásien, das durch das größer werdende Nichts aufgefressen wird. In ihrer Not beauftragt die Kindliche Kaiserin den Jäger Atréju, das Nichts aufzuhalten. Bastian verschlingt das Buch und wird selbst zum Teil der Geschichte vom Land der Irrlichter, Schlafmuffen, Gnome und Glücksdrachen. Das zeitlose Buch erzählt eine universelle Geschichte über Freundschaft, Mut und die Macht der Fantasie.“ (ilb)

Inzwischen gilt der fantastische Roman Michael Endes als Klassiker. Die Vorstellung vom Land Phantásien blieb bislang weitgehend der Imagination der Lesenden überlassen. Der Künstler Sebastian Meschenmoser, der selbst zur ersten Generation derjenigen gehört, die mit dem Werk aufwuchsen, hat nun für den Thienemann-Verlag eine Prachtausgabe gestaltet: Innerhalb von 14 Monaten schuf er 50 großformatige Ölbilder sowie 138 Zeichnungen.
Über diese faszinierende Arbeit wird er sich mit dem Kinderbuchforscher Hans-Heino Ewers sowie Roman Hocke, dem einstigen Lektor Michael Endes, und Kathrin Buchmann, der Programmleiterin des Berliner Zentrums für Kinder- und Jugendliteratur (LesArt), unterhalten. Die Moderation übernimmt die Leiterin der Kinder- und Jugendbuchabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin, Carola Pohlmann.

Wir laden Sie zu dieser gemeinsamen Veranstaltung mit dem internationalen literaturfestival berlin herzlich ein und freuen uns auf einen anregenden Abend. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung unter kinderbuchabt@sbb.spk-berlin.de erforderlich.

Während der Veranstaltung werden Bildaufnahmen für die Öffentlichkeitsarbeit der Staatsbibliothek gemacht. Mit
Ihrer Anmeldung erklären Sie sich mit der Veröffentlichung zu nicht kommerziellen Zwecken einverstanden.