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Auch 2020: Researchers from all over the world welcome!

Nicht verpassen! Am 30. September endet – wie jedes Jahr – die Bewerbungsfrist für unser Stipendium, das im Rahmen des Stipendienprogramms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz für das Folgejahr zur Durchführung von Forschungsarbeiten in der Staatsbibliothek zu Berlin vergeben wird.

6 Gäste werden im laufenden Jahrgang für insgesamt 13 Monate mit diesem Stipendium unterstützt. Sie kommen diesmal aus Polen, Großbritannien, der Türkei, Togo, Hongkong und Australien; neben Bänden aus dem Hauptbestand konsultieren sie orientalische, abendländische und musikalische Handschriften sowie begleitendes Material aus unseren Sonderabteilungen wie auch aus anderen Einrichtungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Themen werden in einzelnen Gastbeiträgen in unserem Blog vorgestellt.

In der aktuellen Bewerbungsrunde für das Jahr 2020 geht es um Stipendien für den 12. Jahrgang dieses erfolgreichen Programms. Wieder sind wir gespannt, welche Bestände besonders gefragt sind und für welche Themen sie benötigt werden!

Der vor einem Jahr an gleicher Stelle angekündigte Abschluss der Baumaßnahmen zur Generalsanierung und Modernisierung des Hauses Unter den Linden hat sich ein wenig verschoben, wird nun aber im November 2019 Realität; die damit einhergehende unvermeidbare mehrmonatige Schließung des Gebäudes und der betroffenen Sonderabteilungen wird sich auch auf die ersten Monate des nächsten Jahres erstrecken. Wie lange es zu Einschränkungen in den Öffnungszeiten und bei der Verfügbarkeit bestimmter Sonderbestände kommen wird, können wir heute leider noch nicht genau absehen.

Für Stipendieninteressierte, die ihren Forschungsaufenthalt bereits für Anfang 2020 planen, deshalb der wichtige Hinweis: Richten Sie sich darauf ein, den Zeitrahmen Ihres Aufenthaltes flexibel nach hinten verschieben zu können! Kontaktieren Sie die Abteilungen, deren Material Sie benötigen. Dort wird man Sie am besten über konkrete Nutzungsmöglichkeiten informieren können. Sobald der Zeitpunkt für die Eröffnung des Hauses Unter den Linden genauer bekannt ist, wird hoffentlich auf unserer Homepage darüber informiert.

Nach wie vor gilt: Uneingeschränkt benutzbar sind im Haus Potsdamer Straße die „normalen“ Magazinbestände, die Orient-, Ostasien– und Osteuropaabteilung mit ihren Beständen – und alle Materialien ab Wiedereröffnung des Hauses Unter der Linden mit neuen Sonderlesesälen im Laufe des nächsten Jahres.

Für Stipendien im Jahr 2020 freuen wir uns über Bewerbungen bis zum 30. September 2019!

Per Post an

Staatsbibliothek zu Berlin
– Die Generaldirektorin –
Potsdamer Straße 33
D-10785 Berlin

Alle Informationen und den Antragsvordruck finden Sie auf den Stipendienseiten unserer Hompage, die komplett auch auf Englisch zur Verfügung stehen.

Konstruktions- und Dekonstruktionsprozesse des Feindbildes in den deutschen Romanen zum Ersten Weltkrieg

Gastbeitrag von Dr. Messan Tossa

Am 11. November 2018 im französischen Compiègne zeigten sich der französische Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel Seite an Seite bei den Feierlichkeiten zur Erinnerung an das Ende des Ersten Weltkrieges. Dieser Auftritt steht heute im Zeichen eines unwiderruflichen Verpönens des Krieges als Fortsetzung der politischen Bestrebungen mit anderen Mitteln. Ein solches Zusammentreffen deutscher und französischer ehemaliger ‚Erbfeinde‘ zum Gedenken an die Kriegsgefallenen nimmt folgender Auszug aus dem Roman Eine Jugend in Deutschland von Ernst Toller vorweg (S. 49):

„Dreihundert Meter rechts von uns, im Hexenkessel, liegt an einem Blockhaus, das zwanzigmal Besitz der Deutschen, zwanzigmal Besitz der Franzosen war, ein Haufen Leichen. Die Körper sind ineinander verschlungen wie in großer Umarmung […]“.

Diesem schaurigen Bild wohnt eine Ambivalenz inne: die unerhörte Verflechtung von Eros und Thanatos, von Tod und Affekt, indem Feinde sich im Tod umarmen.

In Anlehnung an die tradierten Kriegsepen Homers wurden Frontsoldaten als durch den Hassaffekt verblendete Akteure dargestellt, deren negative Gefühle dem Gegner gegenüber prägnanter Ausdruck des kriegerischen Habitus sind. Entgegen dieser verzerrten Darstellung des Frontsoldaten und den jeweiligen nationalen Feindbildern zum Trotz zeigen Fiktionen des Großen Krieges eine empathische Affizierung des Soldaten auf. Deutsche Romane zum Ersten Weltkrieg inszenieren Figuren, die den Prozess der Konstruktion des Feindes rückgängig machen und feindlichen Soldaten mit Empathie entgegenkommen.

Meine Studie geht davon aus, dass in den deutschen Romanen zum Ersten Weltkrieg die Haltung der Frontsoldaten den Feinden gegenüber auf einer Reihe von Narrativen basiert, deren Analyse Aufschluss über die Verinnerlichung des Feindbegriffs gibt. Die Verhaltensweisen der Frontkämpfer artikulieren sich innerhalb eines gesamteuropäischen mentalitätsgeschichtlichen Fundus’, der die individuelle Weltauffassung diktiert. Generell setzten sich die Vorstellungen der Frontkämpfer aus einer Reihe von Wertvorstellungen zusammen, die vor dem jüdisch-christlichen Hintergrund der westlichen Zivilisation aus Kategorien wie Nation und Moderne bestehen. Von der graduellen Assimilierung dieser Kategorien hängt die persönliche Einstellung zu Krieg und Feindschaft ab. Die kollektive Festschreibung des Feindes wird in die persönliche Geschichte jedes Frontsoldaten differenziert eingelagert, wodurch seine Positionierung zum nationalen Feindbegriff diktiert wird.

Die Konfrontation zwischen Soldaten an den Fronten des Ersten Weltkriegs fand unter Bedingungen statt, unter denen das Verhältnis zueinander unter feindschaftlichen Vorzeichen stand. Diese Feindschaft ist kein Resultat sozialer Dynamiken, sondern Produkt einer zwingenden psychopolitischen Formatierung. Dies bildet das erste Kennzeichen der feindlichen Relationalität an den Fronten des Großen Krieges. Für Michael Jeismann (S. 382)

„ [war] dieser Antagonismus deshalb unaufhebbar, weil in der je nationalen Selbstdefinition der Widerpart durch den Feind notwendig mitgedacht werden musste. In der negativen Affirmation der Nation durch den Feind lag das Ordnungsprinzip der nationalen Weltanschauung.“

Daraus resultieren Spektren der Wahrnehmung des Feindes, deren semantische Konstruktion und Dekonstruktion meine Arbeit in die theoretischen Konstrukte von Zygmunt Baumans Moderne und Ambivalenz  einlagert. In Anlehnung an Georg Simmels Analysemodell setzt sich Bauman mit den Konzepten Fremd – Freund – Feind auseinander, die als Instrumente zur Stabilisierung des sozialen Organismus funktionalisiert werden. Bauman notiert (S. 23) :

„Freunde und Feinde stehen in Opposition zueinander. Die ersten sind, was die zweiten nicht sind, und umgekehrt. Dies verweist nicht jedoch auf einen gleichen Status. Wie die meisten gegenüberliegenden Pole, die gleichzeitig die Welt, in der wir leben, und das Leben in der Welt ordnen, handelt es sich um eine Variation des beherrschenden Gegensatzes von Innen und Außen. Das Außen ist die Verneinung des Positiven der Innenseite. Das Außen ist, was das Innen nicht ist. Die Feinde sind, was die Freunde nicht sind. Die Feinde sind ‘umgekehrte’ Freunde; sie sind der Dschungel, der die vertraute Ordnung des Freundes aufhebt; die Abwesenheit, die die Gegenwart des Freundes leugnet.“

Die relationale Potenz dieser Konzepte wird in meiner Studie auf die Mikrostruktur der Frontgesellschaft im Krieg angewandt, die in den Werken Im Westen nichts Neues (1928) von Erich Maria Remarque, Erziehung vor Verdun (1935) von Arnold Zweig, Heeresbericht (1930) von Edlef Köppen, Die Katrin wird Soldat (1930) von Adrienne Thomas und In Stahlgewittern (1920) von Ernst Jünger gezeichnet wird. An diesen Werken wird aufgezeigt, wie die Erfahrung der Kriegsgewalt die psychoaffektive Haltung des Frontsoldaten aufbricht und neue Perzeptionen des Eigenseins und der Andersheit einführt. Hierbei profiliert sich der Erfahrungshorizont des Frontsoldaten in Bezug auf Fremdheit und Andersheit in einer Kategorisierung der Akteure nach Feinden und Freunden, wie sie das Ordnungsprinzip des Krieges vorschreibt. Das Eigene stuft den Fremden im Kontext eines labilen sozialen Organismus ein, in dem sich durch die stetigen Truppenbewegungen, die Gegenwart von Fremden eigener und verbündeter Nationen und die Unstabilität der Frontlinien neue relationale Komplexe in den zwischenmenschlichen Beziehungen herausbilden. Aufschlussreich ist daher das Postulat Wildens (S. 268):

„ Es gibt somit nicht den Fremden ‘an sich’, sondern immer nur den Fremden, der in Relation zu einer bestimmten Ordnung, einem bestimmten Kontext, einer bestimmten Konstruktion von Wirklichkeit gesetzt wird. »

Wie sich diese vielschichtigen Dimensionen des Feindbegriffs in deutschen Romanen zum Ersten Weltkrieg herauskristallisieren, ist Gegenstand meiner Studie.

 

Referenzen

Bauman, Zygmunt : „Moderne und Ambivalenz“. In: Das Eigene und das Fremde. Neuer Rassismus in der Aten Welt? Hrsg. von Ulrich Bielefeld, Hamburger Edition, Hamburg, 1998. S. 23 – 49.

Jeismann, Michael : Das Vaterland der Feinde. Studien zum nationalen Feindbegriff und Selbstverständnis in Deutschland und Frankreich 1792‑1918. Klett Cotta Verlag, Stuttgart, 1992.

Jünger, Ernst: In Stahlgewittern [1920], Klett Cotta Verlag, Stuttgart, 1961.

Köppen, Edlef: Heeresbericht, [1930], Mit einem Nachwort von M. Gollbach, Scriptor Verlag, Kronberg i.T. 1976.

Remarque, Erich Maria: Im Westen nichts Neues [1928], Kiepenheuer und Witsch, Köln, 2009.

Thomas, Adrienne : Die Katrin wird Soldat. Ein Roman aus Elsaß-Lothringen, Propyläen-Verlag, Berlin, 1930.

Toller, Ernst : Eine Jugend in Deutschland [1933], Rowohlt, Reinbek, 1994.

Wilden, Andrea : Die Konstruktion von Fremdheit. Eine interaktionistisch-konstruktivistische Perspektive, Waxmann, Münster, New York, München, Berlin, 2013.

Zweig, Arnold : Erziehung vor Verdun [1934], Aufbau Verlag, Berlin, Weimar, 1981.

 

Herr Dr. Messan Tossa,Université de Lomé, war im Rahmen des Stipendienprogramms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz im Jahr 2019 als Stipendiat an der Staatsbibliothek zu Berlin. Forschungsprojekt: “Zur Imagologie des Feindes in deutschen Antikriegsromanen des Ersten Weltkriegs”

 

Werkstattgespräch zum Feindbild in den deutschen Romanen zum Ersten Weltkrieg am 25. 6. 2019

 

With Nabokov in Berlin

Gastbeitrag von Prof. Zsuzsa Hetényi, Loránd-Eötvös-Universität Budapest

After my arrival at the Stabi, I started by a thorough “obkhod” (going around) of the wonderful retro-modern building of the library for choosing and noting the coziest places for reading at different times of the day, for scanning, for taking photos of the pages, for eating, for cold days and for warmer days (of my mostly golden-sunny October-November stay).

I applied for the fellowship and arrived in Berlin for preparing a monograph on Vladimir Nabokov in English. This book would be my second one on Nabokov, the first one being in Hungarian, a small language with a narrow reading audience. Now I see a kind of omen in the fact that on the cover of my Hungarian book I put a László Moholy-Nagy montage made in 1926 in Berlin.

The cover of my book on Nabokov in Hungarian, 2015, see the link above. - Foto: Zsuzsa Hetényi ; CC-BY-NC-SA

The cover of my book on Nabokov in Hungarian, 2015, see the link above. – Photo: Zsuzsa Hetényi

A Hungarian scholar has many hindrances when aiming to gain a place in a specific field’s scholarly community: besides the small language in the country we have libraries with a very limited budget, and also with a somewhat narrow-minded strategy of purchase. Vladimir Nabokov was a Russian-born writer whose family was forced to leave Russia (because of the revolution of 1917), and went to Europe. Then, already with his own son born in Berlin, he left for the USA, where he started writing in English and became a famous American bestseller writer thanks to his Lolita. Then another move – he returned to Europe, he died in Montreux, Switzerland in 1977. His life was marked by many transitions, but in Berlin he spent the longest period of his life.

Soviet censorship had an absolute power in Socialist Hungary until its very end, so an official permission was obligatory for everything. Only that what could be printed in the USSR could be published in Hungary, so Nabokov was prohibited in both places until the late glasnost’ era, until 1987. Hence the paradoxical situation: Hungarian readers started to read Nabokov only a decade after his death, around 1989, when the Soviet censorship was abolished. This is why the Hungarian reading public became somewhat little attuned to Nabokov and this is why Nabokov is not at all on the place which he deserves and owns in world literature, he is only starting his way towards the Hungarian hearts and minds. So a Hungarian librarian will not order books on him, especially not waste the little budget for purchasing a book in English about a Russian writer or in Russian about an American writer. That is why a Hungarian scholar in order to be up-to-date in his or her field has to travel every 5-8 years and go to other big libraries of richer countries with a wider scope of interest.

I am sure of being not the only scholar who, during an intensive reading period, is faced the basic dilemma of the humanities in the postmodern era: the growing number of publications, the obligation to know everything and — a most difficult task — despite the huge burden of secondary reading keeping the creative power to write about one’s own ideas, without losing the pleasure of reading and analyzing the primary text. The biggest good surprises can happen coming across exciting ideas of others and the biggest bitter surprises when finding one’s own ideas already written by someone else earlier.

My four-week stay at Staatsbibliothek zu Berlin was a mixture of intellectual pleasure, hard work and some tension due to the short time and a lot of events, partly planned before, partly unforeseen earlier. Sometimes I left for events or exhibitions during the day – I am convinced that a grant’s successfulness can be measured also by new impressions and information about the city, the country and its history and culture.

I wonder how many books one has to read before writing another book… I asked myself this unanswerable question many times while comparing the amount of books to be read with those already read and my time frame, four weeks of my fellowship. Depending on the search criteria, my narrow field of interest connected to my nearest research goals (Vladimir Nabokov) gave from 189 up to 480 results only in category of books, apart from journal articles. Among them there were about a hundred from recent years and many older ones which I could not find even in US-based libraries. The great difference from American libraries is a result of the purchasing strategy: Stabi keeps an eye equally on the French, Russian and any-language scholarly book-market and purchases according to the subject, not language, publisher or country. So I could find very small but useful editions from the Urals or Central Asia, and also publications from small local institutes in France. Finally, I ordered approximately 90 books – some of them were read partly only, and many were photographed: I have returned to Budapest with about 500 double-page photos, some of them taken in the Rara Collection at Unter den Linden building (with special permission, of course). There, in one of the small journals looking very trendy and not serious, I have discovered a photo taken in 1926 at the rehearsal of a humorous play for the annual Russian ball, with a very young Nabokov sitting first on the left:

Russkii Berlin 1927.2. Actors of the theater piece “Kvatch” to be presented at the Russian Ball in 1927. Nabokov sits first from the left. He is mentioned in the list under his pen name V. V. Sirin he used in Berlin. – Staatsbibliothek zu Berlin. Signatur: 4° Td 2045 R

I was amazed when getting acquainted with Slavistik-Portal, this very professional hub of information about everything possible, including events, news and scientific novelties. With a great regret I left its scrutinizing for later times as I had realized I will be able to do it from home, and I treasured my Berlin-time for things feasible only on the spot.

I visited the library nearly every day of my Berlin stay, the longest day being from 9 a.m. to 9 p.m., when I came first and left last… After a day like that one feels very far from the real world. And in the nights I copied my notes and photos to different memory cards and virtual libraries. I remember one night reading the word “Abholbereit” on the library-“Zettel” as follows: Alcoholbereit… (NB. I am abstinent… Still, I brought home a little “Berliner Luft” bottle given to me as a farewell present from Sabine Kaiser from the Eastern Europe Department, who was my universal helping librarian angel during all my stay.)

I made research not only on my goal stated in my application (Nabokov during his Berlin period) but for many further chapters, and also for my public lecture held November 12 under the title: “…doves and lilies, and velvet…” – Translating self-translation with remarks on synaesthesia and bilingualism (the case of Nabokov). The beauty of translating self-translating authors to a third language is that we have two originals in our hands. My proposition was to make a hybrid text out of the two and always use the more poeticized one – this is how I worked when translating Nabokov’s Mary/Mashenka and Glory/Podvig into Hungarian.

As for my future book, I worked hard on the problem of influence of Symbolist Andrey Belyi (1880–1934) on Nabokov. First of all, we have to ask what means influence in literature. Influence is the driver of literary evolution. It is not copying, not repetition, not being a disciple, but also contradicting, varying the answers to some problems raised by the elder generation, and – what interested me most – parodying. Already in 1921 Yury Tynianov argued that early Dostoevsky parodied Gogol’s works. Parody is also a postmodern phenomenon as one form of intertextuality. A further study I planned to elaborate in Berlin was Nabokov’s letter-coding, that is, his special device of attributing different meanings to individual letters of the alphabet in accordance with their graphic form. As a simple example, one of his heroes waiting for his execution associates the Russian Г (G, identical to Greek gamma) with a scaffold and Y with a catapult. Nabokov was a synesthete, so he associated also colors and images with letters. As he writes in his memoirs, Speak, Memory!:

“The long a of the English alphabet (and it is this alphabet I have in mind farther on unless otherwise stated) has for me the tint of weathered wood, but a French a evokes polished ebony. This black group also includes hard g (vulcanized rubber) and r (a sooty rag being ripped). Oatmeal n, noodle-limp l, and the ivory-backed hand mirror of o take care of the whites. I am puzzled by my French on which I see as the brimming tension-surface of alcohol in a small glass. Passing on to the blue group, there is steely x, thundercloud z, and huckleberry k. Since a subtle interaction exists between sound and shape, I see q as browner than k, while s is not the light blue of c, but a curious mixture of azure and mother-of-pearl. Adjacent tints do not merge, and diphthongs do not have special colors of their own, unless represented by a single character in some other language (thus the fluffy-gray, three-stemmed Russian letter that stands for sh, a letter as old as the rushes of the Nile, influences its English representation).

I hasten to complete my list before I am interrupted. In the green group, there are alder-leaf f, the unripe apple of p, and pistachio t. Dull green, combined somehow with violet, is the best I can do for w. The yellows comprise various e’s and i’s, creamy d, bright-golden y, and u whose alphabetical value I can express only by ‘brassy with an olive sheen.’ In the brown group, there are the rich rubbery tone of soft g, paler j, and the drab shoelace of h. Finally, among the reds, b has the tone called burnt sienna by painters, m is a fold of pink flannel…”

A third problem to check was Nabokov’s relationship to the German language and culture, which he denied. He said he had not been involved in the social life in Berlin and did not learn and speak German. It is a mystification – he knew German well enough to read German newspapers and also to translate some poems, and was involved in many Russian cultural events in Berlin from giving lectures to playing in a small private theatre-group. He loved Berlin’s museums, the Zoo, strolling about in the streets, and also tennis courts… (as his favorite one, hidden behind the Schaubühne, is abandoned and closed and starts to decompose, I had to climb the fences to get in for a photo…)

Photo: Zsuzsa Hetényi ; CC-BY-NC-SA

Photo: Zsuzsa Hetényi ; CC-BY-NC-SA

So-called “Nabokov-places” are wonderfully listed and placed on a map in Dieter Zimmer’s Nabokovs Berlin (Nikolai, 2001) on the pages 142‑143.

During my stay I met several colleagues and fellow translators, and also visited places and museums (the new Pergamon Panorama before its opening), attended events on Russian culture (e.g. in the Literarisches Colloquium Berlin in Wannsee about the German translation of The Master and Margarita and as many commemorations about German history as I could (Reichstag, Gurlitt exhibition, Topography of Terror). I have never heard before about the fact what a coincidental day November 9 is in German history. My Facebook post on the Pogrom book presentation in the Akademie der Künste and the speech of Mr Frank-Walter Steinmeier got nearly 200 likes – I was happy to bring closer not only this part of German history but especially the culture of remembrance in Germany to some of the Hungarian intellectuals.

I have to return once (or more times?) again.

 

Frau Prof. Zsuzsa Hetényi, Loránd-Eötvös-Universität Budapest, war im Rahmen des Stipendienprogramms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz im Jahr 2018 als Stipendiatin an der Staatsbibliothek zu Berlin. Forschungsprojekt: “A monograph on Nabokov in English”