Der binooki Verlag zu Gast in der Staatsbibliothek zu Berlin am 23.10.

Zwischen Orient und Okzident: Der binooki Verlag zu Gast in der Staatsbibliothek zu Berlin am 23.10.

  • Termin

    Mittwoch, 23. Oktober 2019

    19 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Dietrich-Bonhoeffer-Saal
    Potsdamer Straße 33
    10785 Berlin

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestelle
    H Potsdamer Brücke (Bus M29)
    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)
    H Kulturforum (Bus M48)

  • Alle Veranstaltungen

    Klicken Sie hier um sich weitere Veranstaltungen anzeigen zu lassen.



Der binooki Verlag zu Gast in der Staatsbibliothek zu Berlin


2012 erschienen die ersten Bücher im binooki Verlag, der seinen Sitz in Berlin hat.

Den Verlagsschwerpunkt bilden Erzählungen und Romane, aber auch Krimis und Lyrik von jungen türkischen Autorinnen und Autoren, die bisher nicht auf Deutsch veröffentlicht wurden. Für ihren unternehmerischen Mut, ihren Pioniergeist und ihre kulturelle Vermittlungsarbeit wurden die Verlegerinnen Inci Bürhaniye und Selma Wels mehrfach als kulturelle Brückenbauerinnen ausgezeichnet, u.a. mit dem Kurt-Wolff-Förderpreis, dem BuchMarktAward und mit dem renommierten KAIROS-Preis 2017 der Alfred-Toepfer-Stiftung.

Am 23. Oktober 2019 um 19:00 Uhr geben die Verlegerinnen Selma Wels und Inci Bürhaniye einen Einblick in ihre verlegerische Arbeit, führen durch die Verlagsgeschichte und stellen einige der erfolgreichsten sowie neuen Bücher vor. Lesen wird an diesem Abend die Schauspielerin Inka Löwendorf.

Der Ort dieser Verlagspräsentation ist mit Bedacht gewählt: Die Staatsbibliothek zu Berlin hat eine lange Tradition im Sammeln und Vermitteln türkischer Literatur, die bis zu ihrer Gründung im Jahre 1661 zurückreicht. Moderne türkische Literatur kommt heute über zwei Lieferfirmen aus Istanbul monatlich ins Haus – aus den Bereichen Geschichte, Literatur- und Sprachwissenschaft, Politik, Soziologie und Recht. Gesammelt wird aber auch Lyrik und Belletristik bedeutender Autorinnen und Autoren.

Das 30. Jubiläum der Städtepartnerschaft Berlin-Istanbul ist deshalb genau der richtige Anlass, diese Veranstaltung  am 23.10.19 um 19 Uhr mit freundlicher Unterstützung durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin zu realisieren.

Nach der Veranstaltung dürfen gerne bei einem Getränk und orientalischem Fingerfood weitere Brücken gebaut werden…

Der Eintritt ist frei.

Um Anmeldung bis zum 21.10.2019 wird gebeten unter events@sbb.spk-berlin.de

In Kooperation mit:

Festkonzert anlässlich des 150. Geburtstages des armenischen Komponisten Komitas am 8.10.

Festkonzert mit Ausstellung anlässlich des 150. Geburtstages des armenischen Komponisten Komitas am 8.10.

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Otto-Braun-Saal
    Potsdamer Straße 33
    10785 Berlin

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestelle
    H Potsdamer Brücke (Bus M29)
    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)
    H Kulturforum (Bus M48)

  • Alle Veranstaltungen

    Klicken Sie hier um sich weitere Veranstaltungen anzeigen zu lassen.



Komitas Vardapet, Copyright Silvina Der-Meguerditchian


Festkonzert mit Ausstellungseröffnung

Komitas und sein Erbe

Anlässlich des 150. Geburtstages von Komitas Vardapet (1869–1935)
Unter der Schirmherrschaft des Bundesaußenministers Heiko Maas und des Außenministers der Republik Armenien Zohrab Mnatsakanyan.
In Kooperation mit der Botschaft der Republik Armenien in der Bundesrepublik Deutschland, dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland und dem Komitas Museum-Institut Jerewan

Es sprechen

Dr. h. c. (NUACA) Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin
Meliné Pehlivanian, Kuratorin der Ausstellung „150 Jahre Komitas – Ein Leben zwischen Armenien und Europa“
Ein Vertreter des Auswärtigen Amtes
S.E. Ashot Smbatyan, Botschafter der Republik Armenien


PROGRAMM

 Vladik Otaryan (Violine)

Lusine Aghababyan (Violine)

Lilit Mkhitaryan (Bratsche)

Hayk Sukiasyan (Cello)

Komitas – Aslamazyan

– Miniaturen

Karine Babajanyan (Soprano)

Lusine Khachatryan (Klavier)

Komitas

– Hajastan

– Schogher djan

Romanos Melikyan

– Ward (Goethe – Heidenröslein, Übersetzung – A. Babalyan)

Giacomo Puccini

– O mio babbino caro – Lauretta‘s Arie aus der Oper „Gianni Schicchi“

 Sergey Khachatryan (Violine)

Lusine Khachatryan (Klavier)

Komitas Volkslied-Bearbeitungen für Violine und Klavier

– Krunk

– Tsirani Tsar

5 Volkstänze für Solo Klavier

– Jerangi

– Unabi

– Marali

– Shushiki

– Het u aradj

Edvard Mirzoyan

– Indroduction & Perpetuum mobile für Violine und Klavier

vocal-concertisten Berlin e.V.

Künstlerischer Chorleiter, Dirigent: Prof. Kristian Commichau

Komitas

– Lusnake Lusnakn Anusch Hoy

– Jel

– Surb

– Sar, senge

Jean-Philippe Rameau

– Nous quittons

– Tendre Amour

– Jouissons


Der Eintritt ist frei.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 2.10.19 unter events@sbb.spk-berlin.de

Scriptorium: Codicological and Paleographical Aspects of Islamic Manuscripts, with a Special Focus on Manuscript Notes


Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Scriptorium: Workshops on the study of Oriental manuscripts” führte die Orientabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin gemeinsam mit der Freien Universität und der Al-Furqan Islamic Heritage Foundation vom 25.-29. März 2019 einen Workshop zum Thema „Codicological and Paleographical Aspects of Islamic Manuscripts, with a Special Focus on Manuscript Notes” durch. Obwohl sich der Workshop thematisch an ein sehr spezialisiertes Publikum mit weit fortgeschrittenen Arabisch- und Handschriftenkenntnissen richtete, gab es erfreulich viele Anmeldungen.

In einer Zeit, in der die meisten Texte in den Handschriften bekannt und erforscht sind, wendet sich der Fokus der Experten immer mehr zum Studium der Geschichte der Handschriften als Objekte hin. Die Kultur der Manuskriptvermerke/Paratexte in der „Islamicate World“ ist dabei einzigartig vielfältig und bietet erstaunliche Möglichkeiten, u. a. zur Generierung einer belastbaren Sozialgeschichte. Durch Leser- und Eignervermerke in den Handschriften können ganze historische Bibliotheken rekonstruiert oder auch Generationen von gelehrten Nutzern identifiziert werden.

Gemäß dem Anspruch des Workshops, auch als „training course“ zu dienen, wurde neben den theoretischen Einführungen und Fachvorträgen ein starker Fokus auf die so genannten „hands-on sessions“ gelegt. Damit wurde den Teilnehmern die Gelegenheit gegeben, das neu erworbene oder vertiefte Wissen direkt in der Praxis an den Handschriften umsetzen zu können. Thematisch vertieft wurden Überlieferungs-, Eigner-, Stiftungs- und Kollationsvermerke, aber auch die Bestimmung von Papier über Wasserzeichen und die Besonderheiten von „Signaturen“ in islamischen Miniaturen.

Allein in einer Handschrift konnten mehrere Besitzer und Leser identifiziert werden. Weiterhin fanden sich in derselben Handschrift aber auch datierte Vermerke zu Geburten von Söhnen und Töchtern, zu Schäden an Gebäuden bei einem Erdbeben und bei einem Hochwasser des Flusses Baradā in Damaskus; sogar die Geburt eines schwarzen Maultiers wurde festgehalten.

All diese bisher in der Kodikologie eher etwas stiefmütterlich behandelten Vermerke in Handschriften und die daraus gewinnbaren Informationen bieten also noch ein weites Betätigungsfeld für die Forscher der verschiedensten Fachrichtungen.

Das Feedback der Teilnehmer war überaus positiv. Da schon die Nachfrage bei der Anmeldung deutlich höher war als die Zahl der verfügbaren Plätze, wird die Scriptorium-Reihe auch in den nächsten Jahren kontinuierlich weitergeführt werden.