Das älteste Buch der Staatsbibliothek – der koptische Proverbienkodex aus dem 4. Jahrhundert n. Chr.

Internationaler Koptisch Workshop vom 22.9. bis 25.9.2020 ⲕⲟⲡⲁⲗⲕⲱ

Vom 22.9. bis 25.9.2020 findet in der Staatsbibliothek zu Berlin der Internationale Workshop “Koptische Paläographie und Kodikologie” (KoPalKo) statt.

Vortragende sind:
Anne Boud’hors (Paris, CNRS) [via Zoom]
Petra Figeac (Staatsbibliothek zu Berlin)
Esther Garel (Université de Strasbourg) [via Zoom]
Tea Ghigo (Rom, La Sapienza / Universität Hamburg / Berlin, Bundesanstalt für Materialforschung)
Tonio Sebastian Richter (FU Berlin / BBAW)

Im Rahmen dieser Veranstaltung hält Prof. Anne Boud’hors einen öffentlichen Abendvortrag auf Englisch:

An Ancient Coptic Book and its Making: The “Proverbienkodex” of the Berlin State Library.

Donnerstag, 24.09.2020, 18.00

Staatsbibliothek zu Berlin / Dietrich-Bonhoeffer-Saal / Haus Potsdamer Str. 33 / 10785 Berlin

Der Vortrag wird via Zoom digital in den Saal und in die Welt übertragen. Um Anmeldung (mit der Information, ob Sie persönlich kommen oder den Link zur Videokonferenz erhalten möchten) unter folgender Mailanschrift wird gebeten: events@sbb.spk-berlin.de

Beim Proverbienkodex, einem vollständig mit Einband überlieferten Kodex aus dem 4. Jahrhundert n.Chr., handelt es sich um das älteste Buch der Staatsbibliothek.

Tagungsband über den Aufklärer, Orientalisten und Büchersammler Heinrich Friedrich von Diez (1751-1817)

Im September 2017 beschäftigte sich eine von der Fritz-Thyssen-Stiftung geförderte interdisziplinäre wissenschaftliche Tagung an der Staatsbibliothek zu Berlin mit dem Wirken von Heinrich Friedrich von Diez, einer der schillerndsten Figuren der deutschen Spätaufklärung und ein großer Bücherliebhaber. Diez, Jahrgang 1751, begann als eloquenter und schreibwütiger Radikalaufklärer, bevor er als eigenwilliger preußischer Diplomat in Konstantinopel von sich reden machte. Bereits im Alter von vierzig Jahren zog er sich als Privatgelehrter zurück und widmete sich nunmehr dem Studium der türkischen Literatur. Seine  umfangreiche Bücher- und Handschriftensammlung ist eine der herausragenden Gelehrtenbibliotheken an der Staatsbibliothek zu Berlin.

Der kürzlich erschienene Tagungsband vereint erstmals Studien aus den Bereichen der Germanistik, (Bibliotheks-) Geschichte, Orientalistik und Philosophie, um sich Diez’ Persönlichkeit, seinem schriftstellerischen und diplomatischen Wirken sowie seiner Bedeutung als Büchersammler anzunähern. Die achtzehn enthaltenen Beiträge des Bandes ermöglichen uns nun eine viel genauere Vorstellung von diesem streitbaren Gelehrten, dem Goethe einige Inspiration zu seinem West-östlichen Divan verdankte.

Registrierte Benutzerinnen und Benutzer der SBB haben kostenfreien Zugang zum E-Book:

http://erf.sbb.spk-berlin.de/han/609779974/doi.org/10.1515/9783110647662

Eine erste Rezension des Bandes finden Sie hier:

http://www.informationsmittel-fuer-bibliotheken.de/showfile.php?id=10223

Heinrich Friedrich von Diez (1751-1817): Freidenker – Diplomat – Orientkenner. Hg. von C. Rauch und G. Stiening, Berlin: deGruyter 2020. 434 S., 129,95 €

 

Reisende Erzählungen – Finissage

Tausendundeine Nacht zwischen Orient und Europa

Vom 20. November 2019 bis zum 18. Januar 2020 verzauberte Scheherazade die Staatsbibliothek – und zahlreiche Besucherinnen und Besucher der Ausstellung, die in Kooperation mit der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin und der Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin, entstand.

Nachmittagsveranstaltung für Familien mit Claudia Ott (Foto: SBB/Alexander Schwarz)

Mit einer formidablen Finissage, die sich in ihrer Ausgestaltung an verschiedene Zielgruppen richtete und vom Nachmittag bis weit in den Abend erstreckte, wurde die Ausstellung beendet. Claudia Ott, die mit etlichen Preisen ausgezeichnete Arabistin und Übersetzerin, Musikerin und Autorin, zog mit einer Mitmachlesung „Das fliegende Pferd“ nachmittags vor allem Familien mit Kindern in ihren Bann, abends verzauberte sie das vornehmlich erwachsene Publikum mit einer szenischen Lesung zu „Tausendundeine Nacht – Der Anfang und das glückliche Ende“.

Damit wird die Ausstellung zwar geschlossen, ihr Begleitband, der im Insel-Verlag (184 Seiten, 78 farbige Abbildungen, Preis: 18 € (Insel-Bücherei 2038), ISBN 978-3-458-20038-3) erschienen ist, kann jedoch weiterhin über den Buchhandel bezogen werden.

Außerdem stellen wir Ihnen an dieser Stelle gerne die Informationsblätter zur Verfügung, die in der Ausstellung auslagen und häufig schnell vergriffen waren. Sie richteten sich eigentlich an die jüngeren Publikumskreise, erfreuten sich aber offenbar allgemein großer Beliebtheit:

 

Erzählen in den arabischen Ländern

 

 

Die Ursprünge von Tausendundeiner Nacht

 

 

Orientalische Handschriften

 

 

Die Verbreitung von Tausendundeiner Nacht in Europa

 

 

Europäische Wissenschaftler erforschen Tausendundeine Nacht

 

 

Europäische Buchkunst

 

 

Tausendundeine Nacht im Kinderbuch

 

 

Filme, Werbung und Comics