VORTRAG am 18.10. über den Gründungsdirektor der Orientabteilung vor 100 Jahren

VORTRAG am 18.10. von Sabine Mangold-Will über Gotthold E. Weil – Gründungsdirektor der Orientabteilung

  • Termin

    Donnerstag, 18. Oktober 2018

    18 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Dietrich-Bonhoeffer-Saal
    Potsdamer Straße 33
    10785 Berlin

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestelle
    H Potsdamer Brücke (Bus M29)
    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)
    H Kulturforum (Bus M48)

  • Alle Veranstaltungen

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© SBB-PK, Sandra Caspers, CC NC-BY-SA



Vor 100 Jahren wurde die Orientabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin gegründet.
Aus diesem Anlass laden wir Sie herzlich am 18. Oktober 2018 um 18 Uhr in den Dietrich-Bonhoeffer-Saal ein.

Grußwort
Barbara Schneider-Kempf
Generaldirektion der Staatsbibliothek zu Berlin

Einführung
Christoph Rauch
Leiter der Orientabteilung in der Staatsbibliothek zu Berlin

Festvortrag
ZWISCHEN BERLIN UND JERUSALEM:
DER ORIENTALIST UND BIBLIOTHEKAR GOTTHOLD WEIL UND DIE ANFÄNGE DER ORIENTABTEILUNG AN DER PREUSSISCHEN STAATSBIBLIOTHEK
Sabine Mangold-Will
apl. Professorin für Neuere und Neueste Geschichte (Köln/Wuppertal)

Präsentation mit Exponaten zum Gründungsdirektor Gotthold Eljakim Weil (* 1882 in Berlin † 1960 in Jerusalem) und der Anfangszeit der Orientabteilung

Anschließend kleiner Empfang

Um Antwort wird gebeten bis zum 10.10.18: pr@sbb.spk-berlin.de

 

Jüdischer Kalender für das Jahr 5779 (2018/2019)

Das Judaica-Portal Berlin-Brandenburg hat einen Jüdischen Kalender für das Neue Jahr 5779 herausgegeben:

https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/frontdoor/deliver/index/docId/41564/file/zjs-kalender.pdf

Der jüdische Kalender beginnt 3761 v. Chr. und richtet sich nach dem Mond.
Unser Jahr 2018/2019 entspricht dem Jahr 5779 – die Zeichen über der Zahl sind die hebräischen Buchstaben für die Jahreszahl.

Auf der Vorderseite des Kalenders befindet sich jeweils ein doppeltes Kalendarium: Die Kalenderblätter folgen dem christlichen Jahr, parallel dazu sind die entsprechenden jüdischen Monatsangaben angegeben. Jüdische Feiertage werden durch hervorgehobene Zahlen im Kalendarium angezeigt. Auf der Rückseite sind diese Feiertage und die jüdischen Monatsnamen in lateinischer Schrift aufgelistet.
Neben dem Kalendarium befindet sich auf der Vorderseite jeweils ein repräsentatives Bild der Bibliothek; mit dem daneben befindlichen QR-Code gelangt man direkt zum jeweiligen Bucheintrag im Judaica-Portal. Auf der Rückseite gibt es eine kurze Bildbeschreibung zum abgedruckten Bild, jede Bibliothek stellt sich kurz vor und man findet die wichtigsten Informationen und Kontaktdaten.
Das Judaica-Portal Berlin-Brandenburg ist ein Gemeinschaftsprojekt des Selma Stern Zentrums für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg in Zusammenarbeit mit dem Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV). Sie stellen sich gemeinsam auf einem Kalenderblatt vor. Daneben finden Sie Kalenderblätter folgender Bibliotheken:

• UB der Universität Potsdam
• UB der Freien Universität Berlin
• UB der Humboldt-Universität Berlin
• UB der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
• Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
• Bibliothek des Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin
• Bibliothek des Abraham Geiger Kollegs
• Bibliothek des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien
• Bibliothek des Jüdischen Museums Berlin
• Bibliothek der Jüdischen Gemeinde zu Berlin
• Bibliothek Institut Kirche und Judentum
• UB Johann Christian Senckenberg Frankfurt am Main • Israelische Nationalbibliothek Jerusalem (RAMBI)

Gesamtkatalog der indonesischen Handschriften der Staatsbibliothek zu Berlin

Nach einer fast dreimonatigen Seefahrt von Jakarta nach Deutschland sind vor kurzem mehrere große und schwere Pakete in der Staatsbibliothek eingetroffen. Darin enthalten der erste Gesamtkatalog der indonesischen Handschriften der Staatsbibliothek – jedes Katalogexemplar im A4-Format, zwei Kilogramm schwer und 873 Seiten dick. Der Katalog ist des Ergebnis einer äußerst fruchtbaren Kooperation mit dem Indonesischen Nationalmuseum, die jetzt im Nachgang der im Oktober 2015 im Dietrich-Bonhoeffer-Saal der Staatsbibliothek stattgefundenen indonesischen Handschriftenausstellung „SchriftSprache – Aksara dan Bahasa“ zu einem solch „schwergewichtigen“ Ergebnis geführt hat. Korrekterweise müsste man zwar eigentlich von „Nusantara-Handschriften“ sprechen, denn Indonesien im heutigen Verständnis gab es zur Entstehungszeit der Handschriften noch nicht, aber da diese Bezeichnung auch international der Einfachheit halber üblich ist, wurde sie auch für diesen Katalog so übernommen.

Ein Katalogisierungsprojekt von Handschriften aus der ganzen Nusantara-Region würde jeden Experten vor eine unlösbare Aufgabe stellen: es gibt einfach zu viele Sprachen und auch Schriften. So konnte der Katalog auch nur von einem Expertenteam zusammengestellt werden. Die Finanzierung des Aufenthalts der jeweiligen Sprachexpert*innen in Berlin und auch des Druckes erfolgte ausschließlich durch das Indonesische Nationalmuseum. Folgende Wissenschaftler haben die Katalogeinträge erstellt: Abimarda Kurniawan, I Made Suparta, Kartika Setyawati, Lisa Misliani, Muhlis Hadrawi, Munawar Holil, Titik Pudjiastuti und Ulrich Kozok. Teilweise konnte auf bereits vorhandene Kataloge aus der Reihe des VOHD (Verzeichnis der Orientalischen Handschriften in Deutschland) oder andere Altkataloge zurückgegriffen werden; viele Handschriften wurden aber auch erstmals beschrieben. Von vielen Handschriften wurden Beispielbilder und Scans von Textauszügen beigegeben, vor allem von den Nichtpapierhandschriften wie z.B. den Batak-Pustaha auf Baumbast aus Sumatra und den Lontarpalmblatthandschriften aus Bali und Java.

Mittlerweile sind bereits mehr als 40% der Kataloginhalte in die Online-Datenbank www.orient-digital.de eingespielt worden; der Rest wird zeitnah ergänzt. Auch ein PDF des Katalogs ist in Vorbereitung und wird in Kürze als download bereitgestellt. Der Papier-Katalog kann über das Sekretariat der Orientabteilung bestellt werden.

 

Titik Pudjiastuti, Thoralf Hanstein (editors): Catalogue of Indonesian manuscripts – Collection Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Bali-Java-Kalimantan-Lombok-Madura-Sulawesi-Sumatra-Sumbawa. Jakarta, Museum Nasional Republik Indonesia. 2016