Ankündigungen von Veranstaltungen und Terminen

Lesung und Gespräch mit Cees Nooteboom am 16.10.

Cees Nooteboom liest aus seinem neuesten Gedichteband »Mönchsauge«

  • Termin

    Di., 16. Oktober 2018
    um 18:00 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Otto-Braun-Saal
    Potsdamer Straße 33
    10785 Berlin

    Eintritt frei, Anmeldung erbeten

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestelle
    H Potsdamer Brücke (Bus M29)
    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)
    H Kulturforum (Bus M48)

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© SBB-PK, Foto: © Simone Sassen, © Buchcover, CC BY-NC-SA



Cees Nooteboom, Jahrgang 1933, veröffentlichte 1955 seinen ersten Roman. Zunächst schrieb er Reportagen für mehrere niederländische Zeitungen – so auch schon 1955 über den Ungarn-Aufstand oder 1968 über die Studentenunruhen in Paris. Seine Reiseberichte aus allen Kontinenten füllen inzwischen mehrere Bände und sind von genauer Beobachtung getragene, reflektierende Betrachtungen. »Um schreiben zu können, ist eine gewisse connaissance du monde nötig. Darum bin ich auf Reisen gegangen«, sagt Nooteboom.
Seit seinem Roman Rituelen, 1980; (dt. Rituale, 1985) ist Cees Nooteboom international bekannt. Es folgen Romane wie Het volgende verhaal, 1991, (dt. Die folgende Geschichte, 1994) und Allerzielen (dt. Allerseelen, 1999). Sein umfangreiches Werk, das in viele Sprachen übersetzt wurde, umfasst zudem Erzählungen, Berichte und Gedichte. Mit Berlin verbindet Cees Nooteboom eine lange Geschichte. Erstmals besuchte er die geteilte Stadt 1963 und erlebte dann 1989 als Stipendiat des deutschen Austauschprogramms DAAD den Fall der Mauer, was er in Berliner Notizen einfühlsam beschreibt.

Mönchsauge – der neueste Gedichtband von Cees Nooteboom erschien im Mai 2018 in einer niederländisch /deutschen Ausgabe mit Bildern von Matthias Weischer. Die 33 Gedichte von strenger Form und großer Leichtigkeit, Bilder, Trugbilder, Traumbilder einer Wirklichkeit: Phaidros und Sokrates auf dem Dünenpfad, sechs Engel bei Windstärke zehn, ein Marder, der nachdenklich in der Felswand sitzt. Mit Sokrates kehren die Gedichte schließlich doch zu einem Fragezeichen zurück, zur großen Frage der menschlichen Existenz: Woher denn und wohin? »Ein sehr konkreter Lyrikband, in dem man Wind und Sand zu spüren glaubt und der doch gleichzeitig getragen ist von Metaphysik und Meditation.« Tobias Wenzel, Deutschlandfunk Kultur.



Begrüßung

Barbara Schneider-Kempf
Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz

Raimund Fellinger
Suhrkamp Verlag

Lesung und Gespräch mit

Cees Nooteboom

Sigrid Löffler
Literaturkritikerin

Susanne Schaber
Herausgeberin der Werkausgabe

Schlusswort

André Schmitz
Vorsitzender der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e.V.

Kleiner Empfang

Translating Self-Translation (The Case of Nabokov). Werkstattgespräch am 12.11.

…doves and lilies, and velvet… Translating Self-Translation with Remarks on Synaesthesia and Bilingualism (The Case of Nabokov)

  • Termin

    Mo, 12. November 2018
    18.15 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Schulungsraum K3 im Lesesaal
    (Treffpunkt I-Punkt im Foyer)
    Potsdamer Straße 33
    10785 Berlin

    Eintritt frei, Anmeldung erbeten

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestelle
    H Potsdamer Brücke (Bus M29)
    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)
    H Kulturforum (Bus M48)

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Russian writer Vladimir Nabokov (1899 - 1977) in Rome to work on the film screenplay of his most famous book, ‚Lolita‘. (Photo by Keystone/Getty Images) | Britannica ImageQuest © Keystone / Hulton Archive / Getty Images / Universal Images Group


Werkstattgespräch mit Prof. Dr. Zsuzsa Hetényi, University ELTE, Budapest
2018 Stipendiatin im Stipendienprogramm der SPK

From the point of view of translation studies Nabokov’s case is very apt to shed light on some new aspects of practical and theoretical problems of literary translation. First of them is that the fact of self-translation result two original versions representing a double authenticity.
The lecture will also challenge the notion of the minimal and maximal unity and a number of practical problems that translating Nabokov to a third language raises.

I argue that in Nabokov’s poetic prose-texts letters can generate sense by their graphic exponents and obtain an independent sense developed into leitmotifs as discrete letters become bearers of sense, isolated from the words, in their independent visual appearance alone. Nabokov’s texts demand a duplex, two-way strategy of reading with a special, now gliding, now stopping eye-movement: the sense is given not (only) by the consecutive line of words, but in very “flesh of the text”. This statement will be demonstrated on some letter-motives of Nabokov’s oeuvre. I will also discuss Nabokov’s synaesthetism as linked to the perception of letters as images. “[…] the color sensation seems to be produced by the very act of my orally forming a given letter while I imagine its outline…”—writes Nabokov in his Speak, Memory.

The interference of sense of taste and the visual activity of mind, originated in Nabokov’s synesthetic capacities developed due to his multilingualism, and complemented by many biographical circumstances merge in Nabokov’s special concept or philosophy of the language. This unique complex has a close correlation both with Russian Symbolist and Avant-garde experiments in language otherwise usually regarded in opposition.

Publish or Perish?! Publikationsberatung für Promovierende ab 20.11.

Wissenswerkstatt

Publish or Perish?! Wissenschaftliches Publizieren für Promovierende

Erst die fristgerechte Veröffentlichung der Dissertationsschrift schließt das Promotionsverfahren formal ab. Denn zur Erlangung dieses akademischen Ritterschlags ist nicht nur der eigene Forschungsbeitrag gegen die Kritik einer universitätsinternen Fachöffentlichkeit zu verteidigen, sondern darüber hinaus auch das Säurebad des internationalen Wissenschaftsdiskurses zu überstehen. Doch die Entscheidung, wie tief Sie überhaupt darin eintauchen wollen, liegt nicht zuletzt auch bei Ihnen. Denn Sie treffen die Wahl des für Ihre individuellen Interessen idealen – also mehr oder eben weniger sichtbaren – Publikationsorts.

Mit Blick auf Vielzahl und Vielfalt der in diesem Zusammenhang zu prüfenden Möglichkeiten sowie vor dem Hintergrund des aktuellen Strukturwandels der Wissenschaftskommunikation unter dem Paradigma der Open Science soll im Rahmen dieser vierteiligen modularen Veranstaltung das unübersichtliche Feld des rasant expandierenden akademischen Publikationsmarkts in groben Linien kartiert werden – als kleine Orientierungshilfe bei Ihrer Suche nach dem für Sie perfekten Publikationsort. Dabei werden so unterschiedliche Aspekte angesprochen wie die Gestaltung von Verlagsverträgen oder die Akquise von Druckkostenzuschüssen und Book Processing Charges.
Während der erste Termin übergreifenden Fragen sowie dem konventionellen Publizieren in Wissenschaftsverlagen gewidmet sein wird, sollen im Rahmen des zweiten Teils die verschiedenen Varianten des Open Access im Vordergrund stehen. Effektive Strategien sowohl zur Klärung von Bildrechten als auch zu Management und Publikation von Forschungsdaten sind Gegenstand der abschließenden beiden Veranstaltungsmodule.

Teil 1: Konventionelles Publizieren in Wissenschaftsverlagen
Dienstag, 20. November 16.30 Uhr

Teil 2: Wissenschaftliches Publizieren im Open Access
Donnerstag, 22. November 16.30 Uhr

Teil 3: Klärung von Bildrechten
Montag, 3. Dezember 16.30 Uhr

Teil 4: Management und Veröffentlichung von Forschungsdaten
Mittwoch, 5. Dezmber, 16.30 Uhr

Unsere Veranstaltungen für Promovierende:
http://sbb.berlin/promovierende


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