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Asbestbedingte Benutzungseinschränkungen

In den vergangenen Monaten kam es bereits mehrmals zu Sperrungen von Magazinetagen oder -bereichen des Hauses Potsdamer Straße. Über längere Zeiträume konnten daher Medien aus diesen Räumen nicht bestellt und entliehen werden. Auslöser für die Sperrungen waren vermutlich Sanierungsarbeiten an den Rauchmeldeanlagen. Im Zuge der Arbeiten fielen Stäube und Ablagerungen unbekannter Herkunft auf unbenutzten Regalflächen auf. Auf Büchern wurde kein Staub gefunden.

 

Hintergrund: Das Haus Potsdamer Straße wurde in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts gebaut – wie damals üblich, wurden dabei asbesthaltige Dämmmaterialien und –stoffe verwendet. Vor diesem Hintergrund wurde bereits in den Jahren 2006 bis 2016 eine umfangreiche Asbestsanierung durchgeführt, im Zuge derer die gebundenen asbesthaltigen Stoffe vollständig entfernt sowie die Klimaanlagen saniert wurden. Es wurden Böden und Decken erneuert sowie Regale und Bestände umfassend gereinigt. Danach wurden an verschiedenen Punkten im Haus Luftmessungen durchgeführt, die ausnahmslos ohne Befund waren. Diese Luftmessungen werden regelmäßig in einem definierten Zyklus wiederholt, auch diese sind immer ohne Befund.

 

Aktuelle Situation: Nun kommt es seit einigen Monaten trotzdem an einigen Stellen in den Magazinen zu den oben beschriebenen Staubfunden, die wir unter Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben untersuchen ließen und lassen. Über die gesetzlichen Vorgaben hinaus wurden weitere Tupfproben (von abgelagertem, nicht in der Luft befindlichen Stäuben) entnommen und ebenfalls im Labor geprüft. Der größte Teil dieser Staubproben war im Test negativ, in einem kleinen Teil der Proben aber wurden Asbestfasern weit unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte nachgewiesen. Vor diesem Hintergrund wurden die Raumluftmessungen ausgedehnt  – in den Magazinen, aber auch in den Büros und Benutzungsbereichen; diese Raumluftmessungen waren und sind durchweg ohne Befund.

 

Aufgrund der aktuellen Staubfunde sperren wir dennoch aus Sicherheitsgründen die betroffenen Magazinbereiche komplett, um auch geringe gesundheitliche Risiken für unsere Mitarbeitenden möglichst vollständig auszuschließen. Die betroffenen Magazinbereiche werden erneut umfassend gereinigt, danach werden nochmals Raumluftmessungen durchgeführt, und wenn diese negativ ausfallen, werden die gereinigten Magazinbereiche wieder bedient. Mit diesen Maßnahmen gehen wir deutlich über die gesetzlichen Vorgaben hinaus; aber die Gesundheit unserer Mitarbeitenden hat für uns höchste Priorität, und wir sehen hier keine Alternative. Diese Arbeiten und Aktivitäten lassen wir von externen Sachverständigen begleiten, damit wir auf der sicheren Seite sind.

 

Es ist uns bewusst, dass die wiederholte Aussetzung der Medienbereitstellung aus den betroffenen Bereichen für Sie, die Nutzerinnen und Nutzer der Staatsbibliothek, eine sehr schwierige und unbefriedigende Situation erzeugt. Wir versuchen, dies auf verschiedene Weise abzumildern – mit der Ausstellung kostenloser Monatsausweise bzw. der Verlängerung der Laufzeit von Jahresausweisen um die Zeit der Magazinsperrungen, mit der kostenfreien Lieferung von Medien aus den gesperrten Bereichen über die Fernleihe, und seit kurzem auch mit der Einrichtung eines provisorischen Bereitstellungsbereichs für Neuerwerbungen. Dass dies die Einschränkungen nicht vollständig kompensieren kann, wissen wir. Leider können wir aufgrund der geschilderten Situation auch keine Aussage dazu machen, wann sich die Lage wieder normalisiert. Über Ihre  Ideen für weitere Serviceverbesserungen in der derzeitigen schwierigen Situation freuen wir uns und hoffen auf Ihr Verständnis.

Kontakt: benutzung.h2@sbb.spk-berlin.de

Neuerwerbungen teilweise bestellbar – Veränderungen im Buchabholbereich Potsdamer Straße

Ab sofort sind – trotz der anhaltenden Magazinsperrungen – unsere ganz aktuellen Neuerwerbungen bestell- und damit auch ausleihbar. Das gilt in der Regel für die Signaturen ab 10 A 48000.  Diese Bände sind im StaBiKat wie gewohnt abrufbar und elektronisch bestellbar. Selbstverständlich gelten auch für diese Bände die gewohnten Ausleihmöglichkeiten und -modalitäten.

Um Raum für diese stetig wachsende Zahl von Neuerwerbungen zu schaffen, mussten wir im Abholbereich außer Haus in der Potsdamer Straße etwas umräumen und Abholregale im vorderen Bereich komprimieren. Ihre abholbereiten Medien finden Sie nun also im vorderen Bereich, während wir den hinteren abgesperrten Bereich für die Aufstellung der o.g. Bände nutzen.

Alle übrigen Medien, die bisher von der Sperrung betroffen waren, sind auch weiterhin leider nicht zugänglich. Das betrifft die folgenden Signaturen:
1 A 775.000 – 1 A 999.999
10 A 1001 – 10 A 47999
gebundene Zsn… (Zeitschriftenbände) ab 2011

Sollten entliehene Bände aus diesem Signaturbereich nach dem 15.11.2018 zurückgegeben worden sein, können wir Ihnen diese trotzdem bereitstellen. Da es sich dabei
um einzelne Signaturen handelt und täglich neue hinzu kommen, können wir Ihnen leider keine konkrete Liste dieser Bände geben. Wenden Sie sich also bitte mit Ihren konkreten Bestellwünschen an die Auskunftsstellen oder ausgebenden Stellen (Leihstelle Potsdamer Straße und Bücherausgabe Unter den Linden).
Für gänzlich nicht zugängliche Bände bieten wir Ihnen eine kostenfreie Fernleihen an oder unterstützen Sie gerne bei der Recherche in den Beständen anderer Bibliotheken.

Wir rechnen weiterhin damit, dass die Baumaßnahmen Ende Januar beendet sein werden.

Für alle im Zusammenhang mit den Magazineinschränkungen entstehenden Unannehmlichkeiten möchten wir uns nochmals entschuldigen und danken Ihnen für Ihr Verständnis und Ihre Geduld.     

 

Aktuell sind folgende Bestände nicht bestellbar: 1 A 775.000 – Ende ; 10 A 1001 – … sowie gebundene Zeitschriften (Zsn.) ab 2011

Ein Teil des Hochmagazins im Haus Potsdamer Straße muss leider auch in den kommenden Wochen baubedingt geschlossen bleiben. Wir können Ihnen die dort aufgestellten Bestände nicht zur Verfügung stellen.

Sie finden beim Aufruf dieser Titel im Katalog den Hinweis auf eine mögliche Vormerkung, der dann jedoch im Bibliothekskonto mit dem Hinweis „Präsenzbestand“ wieder aufgehoben wird. Beide Informationen sind leider etwas missverständlich, lassen sich aber aus technischen Gründen nicht anders formulieren.

Viele der Medien sind auch in anderen Berliner Bibliotheken verfügbar, wir sind gerne bei der Recherche behilflich.

Alternativ können Sie auch kostenfreie Fernleihbestellungen bei uns aufgeben. Alle Infos zu den verschiedenen Möglichkeiten finden Sie hier.

Als kleine Entschädigung verlängern wir heute (21.11.) Ihre aktuell gültigen Jahreskarten kostenfrei um weitere 30 Tage. Außerdem verzichten wir bei Monatskarten bis auf weiteres auf die Benutzungsgebühr.

Wir bedauern diese Ihnen entstehenden Unannehmlichkeiten und informieren Sie, sobald wir sagen können, wie lange die Sperrungen noch andauern werden.