Beiträge, die auch im Stiftungskontext Relevanz haben können.

Seit 25. Juni wieder geöffnet: Beethoven pur in Ausstellung “Diesen Kuß der ganzen Welt”

Mit Einschränkungen wieder geöffnet: Beethoven pur in „Diesen Kuß der ganzen Welt!“ Die Beethoven-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin“, die Ausstellung mit den Sinfonien Nr. 5 und Nr. 9 sowie dem Brief an die Unsterbliche Geliebte

Nur drei Tage lang konnte Mitte März 2020 die Ausstellung „Diesen Kuß der ganzen Welt!“ Die Beethoven-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin“ besucht werden. Nach dem Ausbruch der Pandemie in Mitteleuropa wurden die 135 wertvollen Originale vorerst in die Tresore zurückgebracht, die Ausstellungsarchitektur blieb für bessere Zeiten stehen.

Vom Donnerstag, 25. Juni 2020, bis Freitag, 24. Juli 2020 wird die Ausstellung nun zu großen Teilen nachgeholt, geöffnet ist sie dienstags bis samstags von 14 bis 19 Uhr.

Anmeldungen für die Ausstellung werden ab 18. Juni entgegen genommen. Leider müssen das Publikum wie auch die Kuratoren der Ausstellung auf Führungen und das einstige Begleitprogramm verzichten. Wegen der Abstandsregeln muss der Besucherstrom per vorheriger Anmeldung kontrolliert werden, Masken sind Pflicht.

Als virtuelle Ausstellung auch online.


„Diesen Kuß der ganzen Welt!“ Die Beethoven-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin“
Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Unter den Linden 8, 10117 Berlin
25. Juni – 24. Juli 2020, dienstags bis samstags 14-19 Uhr
Eintritt frei
Begleitband mit 208 Seiten, 25 €


Honorarfreie Pressebilder https://staatsbibliothek-berlin.de/aktuelles/presse-news/pressebilder/aktuelle-themen/


Aus der größten Sammlung von Autographen Ludwig van Beethovens (1770-1827) – diese befindet sich in der Staatsbibliothek zu Berlin – wurde eine in ihrer Qualität und Fülle nie dagewesene Ausstellung erarbeitet. Sie ist Teil des bundesweiten Programms BTHVN2020 anlässlich des 250. Geburtstages des Komponisten und Klaviervirtuosen Ludwig van Beethoven.

Wissenschaftliche Leitung: Martina Rebmann
Kuratorinnen: Friederike Heinze, Nancy Tanneberger
Graphic Novel: Mikael Ross
Ausstellungsgestaltung: atelier rosenthal

 

In der Ausstellung sind 135 Exponate zusammengetragen, darunter seine beiden berühmtesten Sinfonien, Briefe von und an Beethoven, fünf Konversationshefte und zehn musikalische Skizzen.

Ausgestellt sind etwa die Partituren seiner berühmtesten Sinfonien, der 5. Sinfonie in c-Moll op. 67 und in mehreren Teilen der 9. Sinfonie in d-Moll op. 125. In diesen Autographen zeigen zahlreiche Streichungen, Anmerkungen und Ergänzungen den intensiven Schaffensprozess des Komponisten.

Zu sehen ist auch die letzte seiner Klaviersonaten, Nr. 32 in c-Moll op. 111, wie auch das Klavierkonzert Nr. 5 in Es-Dur op. 73.

Die drei Fassungen seiner einzigen vollendeten Oper Leonore/Fidelio op. 72 verdeutlichen seine über zehnjährige Beschäftigung mit diesem Werk.

Fünf seiner Konversationshefte – von 139 überlieferten besitzt die Staatsbibliothek 137 – dokumentieren, wie der nahezu ertaubte Komponist „Gespräche“ führte.

Das für die Wissenschaft wohl nach wie vor rätselhafteste Lebensdokument Beethovens ist sein Brief an die Unsterbliche Geliebte. An wen dieser Brief gerichtet war, ist bislang nicht geklärt. Er war in Beethovens Nachlass verblieben, nun befindet er sich in der Ausstellung.

Das Oratorium Christus am Ölberge op. 85 gehört zu den wenigen geistlichen Werken, die Beethoven schuf.

Weniger bekannt dürfte seine Befassung mit Volksliedern sein – allein zwischen 1809 und 1820 schrieb Beethoven für einen schottischen Verleger über 170 Volksliedbearbeitungen nieder, einige davon sind zu sehen.

Eine andere Facette Beethovens zeigt die eigens für die Ausstellung geschaffene Graphic Novel „Die neue Musik“ des Berliner Künstlers Mikael Ross, der einen fiktiven Tag in der Kindheit des jungen Ludwig darstellt.

Nie zuvor wurden durch die Bibliothek der Öffentlichkeit gleichzeitig so viele Werke und Lebenszeugnisse Ludwig van Beethovens vorgestellt. Zwar war im Jahr 1908 die Beethoven-Sammlung der heutigen Staatsbibliothek zu Berlin bereits weitgehend aufgebaut, jedoch spiegelten sich auch im Schicksal dieser außerordentlichen Sammlung fortan die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen Deutschlands im 20. Jahrhundert mit zwei Weltkriegen und der Jahrzehnte dauernden Teilung des Landes wider. Erst nach der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten konnte die Sammlung im Haus Unter den Linden wieder zusammengeführt werden.

Heute lagert der Beethoven-Schatz in modernen Tresoren unter konservatorisch besten Bedingungen. Wir zählen 19.300 von Ludwig van Beethoven mit Kompositionen und Skizzen beschriebene Seiten, des Weiteren ca. 10.000 Seiten handschriftlicher Konversationen, Briefe und andere Dokumente, ergänzt durch 965 Erst- und Frühdrucke Beethovenscher Werke.

Seit dem Jahr 2019 kann sämtliches Material der Beethoven-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz online recherchiert und in hoher Auflösung betrachtet werden. Sowohl die wissenschaftliche Erschließung, Digitalisierung und Onlinestellung wie auch die Ausrichtung der Ausstellung „Diesen Kuß der ganzen Welt!“ wurden von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert.

Leihgaben und Unterstützung für die Ausstellung kamen außerdem vom Beethovenhaus Bonn, Martin Häner aus Olpe, Deutschlandfunk Kultur, dem Zentrum für Digitale Güter, Zedikum, und museum4punk0.


Bitte lesen Sie hier weiter

Die Geschichte der Berliner Beethoven-Sammlung (März 2020)

Beethoven Digital – alles kostenlos online (Juli 2019)

Berlin entsendet Götterfunken nach Bonn und Wien (Dezember 2019)

Website über die Beethoven-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin

Website über die Sinfonie Nr. 9 D-dur, op. 125, im Jahr 2001 aufgenommen in das UNESCO-Register “Memory of the World / Weltdokumentenerbe”

Beethoven-Quartette erworben (September 2016)


Im Rahmen des bundesweiten Programms BTHVN2020 gefördert durch
Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Webinar-Reihe für Promovierende: 2. Juni bis 2. Juli 2020

Als Forschungsbibliothek begleitet die Staatsbibliothek zu Berlin akademische Veröffentlichungsprojekte nicht nur mit Literaturangeboten, sondern seit mehreren Jahren auch mit der modularen Veranstaltungsreihe Publish or Perish!? Wissenschaftliches Publizieren (nicht nur) für Promovierende.

Um Ihnen auch in Pandemiezeiten mit praxiserprobten Tipps u.a. bei der Gestaltung Ihres Verlagsvertrags, bei der Akquise von Druckkostenzuschüssen oder der Klärung von Bildrechten zur Seite stehen zu können, bieten wir dieses Veranstaltungsformat künftig auch als eigenständige, also frei kombinierbare Webinare von jeweils einer Stunde an – und das nunmehr sogar häufiger. Unverändert geblieben ist dagegen der konzeptionelle Zuschnitt unserer Reihe, die wir mit Blick auf ihre neue technische Umsetzung jeweils um ein offenes Beratungsmodul zur gemeinsamen Diskussion Ihrer konkreten Fragen erweitern wollen:

  • Rahmenbedingungen des wissenschaftlichen Publizierens
  • Wissenschaftliches Publizieren im Open Access
  • Bildrechteklärung
  • Forschungsdatenmanagement

Melden Sie sich für die Veranstaltung(en) Ihrer Wahl gleich hier an. Alle Angemeldeten erhalten vor Beginn des Webinars den Zugangslink per E-Mail. Informationen zu Inhalten, Dozent*innen und Procedere erhalten Sie per Klick auf die Veranstaltung.

Termine:

Rahmenbedingungen des wissenschaftlichen Publizierens
Dienstag, 2. Juni 2020, 17-18 Uhr

Fragestunde ‚Rahmenbedingungen des wissenschaftlichen Publizierens‘
Donnerstag, 4. Juni 2020, 17-18 Uhr

Wissenschaftliches Publizieren im Open Access
Dienstag, 9. Juni 2020, 17-18 Uhr

Fragestunde ‚Open Access‘
Donnerstag, 11. Juni 2020, 17-18 Uhr

Bildrechteklärung
Dienstag, 23. Juni 2020, 17-18 Uhr

Fragestunde ‚Bildrechteklärung‘
Donnerstag, 25. Juni 2020, 17-18 Uhr

Forschungsdatenmanagement
Dienstag, 30. Juni 2020, 17-18 Uhr

Fragestunde ‚Forschungsdatenmanagement‘
Donnerstag, 2. Juli 2020, 17-18 Uhr

Ausstellung zu Beethoven 2020

Wiedereröffnung der Ausstellung “Diesen Kuß der ganzen Welt!” Die Beethoven-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin ab 25.6.

Diesen Kuß der ganzen Welt! Die Beethoven-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin

  • Öffnungszeiten

    25.6. – 24.7.2020
    Di. bis Sa. 14 bis 19 Uhr

    Online-Terminbuchung für den Ausstellungsbesuch erforderlich.

  • Ausstellungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Wilhelm-von-Humboldt-Saal
    Unter den Linden 8
    10117 Berlin

  • Anfahrt

    S- + U-Bahnstationen
    S + U Friedrichstraße
    U Französische Straße

    Bushaltestelle
    H Unter den Linden, Friedrichstraße (Bus 100, 147, 245 und 300)



Grafik: Sandra Caspers, Staatsbibliothek zu Berlin-PK – Lizenz: CC-BY-NC-SA-3.0

Ausstellung zu Beethoven 2020


Ausstellung in der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz – wieder geöffnet vom 25. Juni bis zum 24. Juli 2020
 
Die Staatsbibliothek zu Berlin darf einen großen Beethoven-Schatz ihr Eigen nennen.
In der Musikabteilung befindet sich die weltweit bedeutendste Sammlung an Musikautographen sowie eigenhändigen biographischen Quellen Ludwig van Beethovens. Anlässlich des 250. Geburtstags des Komponisten öffnet die Staatsbibliothek ihre Tresore und zeigt im Rahmen der Ausstellung „Diesen Kuß der ganzen Welt!“ Spitzen-Autographe wie die eigenhändig beschriebenen Notenblätter zur 9. Sinfonie. Ergänzend erscheint dieser Begleitband, der die Entstehungsgeschichte der Sammlung erzählt. Darüber hinaus werden Beethoven-Bestände unter den Aspekten des Werkschaffens, der Korrespondenz und der Rezeption in einen Kontext gestellt und somit vertieft. Eine eigens für die Jubiläumsausstellung kreierte Graphic Novel präsentiert einen Tag im Leben des jungen Beethoven auf spektakuläre Weise.

Keine Institution weltweit kann das musikalische Werk Ludwig van Beethovens in seiner puren Form  – in seiner Handschrift – in solcher Qualität und Fülle zeigen wie die Staatsbibliothek zu Berlin: Seine Sinfonien Nr. 4, 5, 8 und 9, seine Klavierkonzerte 1-3 und 5, die Missa solemnis, die Oper Leonore/Fidelio, zahlreiche Bearbeitungen von Volksliedern und musikalische Skizzen werden in Berlin aufbewahrt – vieles davon wird im Beethoven-Jahr 2020 aus den Tresoren des Hauses Unter den Linden geholt und dem Publikum vorgestellt. Der bedeutendste Beethoven-Schatz an Autographen umfasst aber nicht allein seine Werke, zugleich sind bedeutende Lebensdokumente enthalten, etwa 380 Briefe, darunter auch der von ihm an die Unsterbliche Geliebte verfasste, die 137 Konversationshefte, mit denen der ertaubte Komponist ‘Gespräche’ führte und von denen lediglich zwei weitere an anderen Orten erhalten sind, oder 200 weitere Dokumente zu Leben und Werk Ludwig van Beethovens.

In der Ausstellung “Diesen Kuß der ganzen Welt! Die Beethoven-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin” wird der Weg der wertvollen Autographe nach Berlin nachgezeichnet, wird seine Auseinandersetzung mit der heute zum UNESCO-Weltdokumentenerbe gehörenden 9. Sinfonie und mit seiner einzigen Oper Fidelio lebendig. In seinem Studierzimmer kann man Beethoven ‘über die Schulter’ schauen, eine Graphic Novel zeigt in prachtvollen Bildern einen Tag in Beethovens Kindheit, im Begleitprogramm werden weitere Aspekte aus seinem Leben und Schaffen erläutert. Ein Begleitband dokumentiert dauerhaft die Ausstellung, die es in solcher Breite weder zuvor gab noch in absehbarer Zeit je geben wird.

Die Ausstellung wird im Rahmen des bundesweiten Programms BTHVN2020 mit erheblichen Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

Lesen Sie hier den FAZ-Artikel vom 01.07.2020: FAZ-Beethoven

Online-Terminbuchung für den Ausstellungsbesuch hier

Beachten Sie bitte, dass ein Betreten der Räume nur mit Mund-Nasenbedeckung gestattet ist und halten Sie bitte die Abstands- und Hygieneregeln ein.

Katalog zur Ausstellung:
Die Beethoven-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin
„Diesen Kuß der ganzen Welt!“
Herausgeberinnen: Friederike Heinze, Martina Rebmann, Nancy Tanneberger
24 x 30,5 cm, 208 Seiten, 197 Farb-Abbildungen, Hardcover
ISBN: 978-3-7319-0914-9
25 Euro, zzgl. Porto und Verpackung
Bestellungen über: publikationen@sbb.spk-berlin.de