Beiträge, die auch im Stiftungskontext Relevanz haben können.

Lesung mit Florian Illies am 24.5.

Lesung mit Florian Illies am 24.5.

  • Termin

    Freitag 24. Mai 2019

    18 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Otto-Braun-Saal
    Potsdamer Straße 33
    10785 Berlin

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestelle
    H Potsdamer Brücke (Bus M29)
    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)
    H Kulturforum (Bus M48)

  • Alle Veranstaltungen

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Ausschnitt Buchcover 1913, Florian Illies. Copyright: S. Fischer Verlag


1913
Ein Jahresbericht über den Zustand und die Befindlichkeit der Kunst und ihrer Protagonisten und Schöpferinnen. Was dachte man, was fühlte, ahnte, erwartete man in diesem Jahr, in dem man selbstredend nicht wusste, wie sich im darauffolgenden Jahr die Welt grundlegend ändern würde? Zwar wusste die Literatur, die Musik und die Kunst bereits, dass die Menschheit ihre Unschuld verloren hat, aber noch sind die Folgen nicht erkennbar.
Florian Illies erzählt von wahrhaftigen Liebesgeschichten wie jene von Else Lasker-Schüler und Gottfried Benn, imaginiert Begegnungen von Stalin und Hitler in Wien und berichtet, dass Marcel Duchamp in diesem Jahr sein erstes Ready-made aus einem Fahrrad baute.
Aus kleinen und großen Begebenheiten und Erlebnissen formt Florian Illies ein Kaleidoskop des Vorkriegsjahres 1913, dessen einzelne Elemente für sich und in wieder neuen Zusammenhängen aufleuchten.


Zur Veranstaltung am Freitag, 24. Mai 2019, um 18 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein:

Begrüßung
Barbara Schneider-Kempf
Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin

André Schmitz
Vorsitzender der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.

Lesung
1913. Der Sommer des Jahrhunderts und
1913 – Was ich unbedingt noch erzählen wollte
Florian Illies

Kleiner Empfang

Um Anmeldung wird gebeten.


Florian Illies, geboren 1971, studierte Kunstgeschichte und Geschichte in Bonn und Oxford. Seine journalistische Karriere begann er als Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung 1997. Kunst und Journalismus verband Illies ab 2004 mit dem Kulturmagazin Monopol, bis er 2008 zur Wochenzeitung Die Zeit wechselte. Im Sommer 2011 gewann die Neigung zur Kunst die Oberhand und Florian Illies wurde Gesellschafter und Leiter des Auktionshauses Grisebach in Berlin. Seit Januar 2019 ist er Verlegerischer Geschäftsführer des Rowohlt Verlags. Als Autor gelang Florian Illies mit seinem ersten Buch Generation Golf ein großer Erfolg. 2012 erschien 1913. Der Sommer des Jahrhunderts und der Folgeband 1913. Was ich unbedingt noch erzählen wollte 2018.

IF Design Award prämierte Ausstellung zu Gast

Sehnsucht in die Ferne. Reisen mit Annette von Droste-Hülshoff“

 Der Meersburger Droste-Nachlass, der zum Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin gehört, befindet sich seit dem Jahr 1967 als Dauerleihgabe in Münster. Die Projektgruppe »Droste | Reise | Landschaft« erarbeitete die Ausstellung, die mit dem IF Design Award 2018 ausgezeichnet wurde und für den German Design Award 2019 nominiert ist.

 

Ausstellungsdaten

12. April bis 7. Mai 2019
Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin
montags-samstags 11-19 Uhr, freier Eintritt

 

6-fach frei »Im Grase«

Die Texte Annette von Droste-Hülshoffs sind hochmodern. Dies zeigen nicht nur die gegenwärtig zahlreichen literarischen Anknüpfungen an das Werk und Leben der westfälischen Autorin wie jüngst von Karen Duve oder das vor kurzer Zeit im de Gruyter-Verlag erschienene, mehr als 800 Seiten schwere wissenschaftliche Droste-Handbuch. Auch die literarische Wanderausstellung Sehnsucht in die Ferne. Reisen mit Annette von Droste-Hülshoff“ macht diese Modernität insbesondere mit dem Ausstellungsmodul ≫Ich-Ort der Poesie≪ eindrücklich erfahrbar. Zu sehen ist dies in Berlin ab dem 12. April in der Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße.

In der Ausstellung können sich die Besucher in bisher ungekannter Form und gewissermaßen mit allen Sinnen auf das Gedicht „Im Grase“ einlassen. In diesem für ihr Werk ganz zentralen Text unternimmt die Autorin eine höchst virtuose, imaginäre Reise – und gibt dabei zugleich Einsicht in ihren eigenen poetischen Schaffensprozess.

Für die Wanderausstellung ist eben dieses Gedicht in einer interdisziplinären Zusammenarbeit aus Literaturwissenschaftlern und Kuratoren, Gestaltern, Komponisten, Rezitatoren und Programmierern in eine virtuelle Realität überführt. Mittels einer Virtual-Reality-Brille ist diese Interpretation durch den Besucher erfahrbar: Bequem in einem Schaukelstuhl sitzend, kann die Installation durch Bewegungen beeinflusst und so die Erfahrung mit ihr ganz individuell gestaltet werden – eine Option innerhalb virtueller Realitäten, die „6DoF – 6 Dimensions of Freedom“ heißt, sechs Freiheitsgrade in der Bewegung eines Körpers im dreidimensionalen Raum (oben/unten, links/rechts, vor/zurück). Mit ihrer innovativen virtuellen Installation beschreitet die Literaturausstellung, die von der ≫Projektgruppe Droste | Reise | Landschaft≪ getragen und konzipiert und von den Münsteraner Partneragenturen DBCO GmbH und BOK+Gärtner GmbH gestalterisch umgesetzt wurde, Neuland – und präsentiert sich ebenso modern, wie es die Texte Annette von Droste-Hülshoffs selbst sind.

Annette von Droste-Hülshoff konnte von derart vielfacher Freiheit, vom freien und ungebundenen Reisen großen Ausmaßes, nur träumen: Eingeschränkt durch eigene Krankheit, durch Familienpflichten wie Pflegedienste und – als alleinstehende adelige Frau im 19. Jahrhundert – zugleich durch gesellschaftliche Konventionen, spielte sich ihr Leben im Wesentlichen zwischen dem heimischen Münsterland und dem Bodensee ab, wo ihre Schwester lebte und wo Droste selbst 1843 das Fürstenhäuschen erwarb.

Dass sie die Landschaften, die sie bereisen konnte – neben dem Münsterland und dem Bodensee auch das Paderborner Land, das Sauerland und das Rheinland – vortrefflich zu beschreiben wusste, davon legen ihre Prosatexte wie „Westfälische Schilderungen aus einer westfälischen Feder“ und „Bei uns zu Lande auf dem Lande“ ebenso Zeugnis ab wie ihre zahlreichen Briefe und Gedichte. Viel weiter noch als in der Wirklichkeit reiste die für ihre Landschaftsgedichte wie „Der Knabe im Moor“ berühmte Autorin aber in ihrem Kopf – inspiriert von Lektüren und Gesprächen, getrieben von einer tiefen Sehnsucht in die Ferne und der eigenen dichterischen Phantasie. Neben den Reisebedingungen selbst werden in der Ausstellung auch diese imaginären Kopfreisen thematisiert, mit denen sich Droste eine Welt weit über die realen Reisen hinaus erschloss.

Auch nach Berlin schaffte es Droste nie. Doch auch wenn sie nie persönlich hier war – ihre zweite Gedichtausgabe, die 1844 im Stuttgarter Cotta-Verlag erschien, fand hier große Beachtung: „In Berlin scheinen die Gedichte sehr gut fortzukommen, Onkel Fritz sagt, August habe geschrieben, sie machten dort Furore, – du weist aber wie August die Taschen immer voll Mandeln und Rosinen hat, und ihm wird auch Jeder das Beste darüber sagen, – doch scheint‘s jedenfalls gut zu stehn, wenn man auch zwey Drittel substrahirt. … die Preußen sind allerdings auf meiner Seite“ (Brief Annette von Droste-Hülshoffs an ihre Schwester Jenny von Laßberg vom 20. Dezember 1844).

 

Die Projektgruppe Droste | Reise | Landschaft

Die folgenden Institutionen haben die Ausstellung konzipiert und freuen sich, diese nun auch dem Berliner Publikum vorzustellen:

  • Droste-Forschungsstelle der Literaturkommission für Westfalen des Landschaftsverbandes Westfalen/Lippe,
  • Droste-Forum e.V.,
  • Kreismuseum Wewelsburg,
  • Stadtmuseum Brakel,
  • Stadtmuseum Paderborn

 

Honorarfreie Pressebilder

https://staatsbibliothek-berlin.de/aktuelles/presse-news/pressebilder/aktuelle-themen/

Aufbruch in neue Welten: Alexander von Humboldt an Karl Ludwig Willdenow

In diesem Jahr jährt sich der Geburtstag Alexander von Humboldts zum 250sten mal. Von den Hürden einer Forschungsreise berichtet sein Brief an den Botaniker Karl Ludwig Willdenow aus dem Jahr 1799. “… Alle meine Instrumente sind schon an Bord. – Dein Andenken begleitet mich. Der Mensch muß das Große u Gute wollen. Das übrige hängt vom Schiksal ab …” Der vollständige Brief ist nun in zweiter Auflage als Faksimile mit einer Transkription des Humboldt-Experten Ingo Schwarz erschienen und kann für 5 Euro (zuzüglich Porto- und Versandkosten) online bestellt werden: http://sbb.berlin/slf9hx

Einen digitalen Zugang zum Nachlass des Jahrhundert-Forschers bietet das Humboldt-Portal der Staatsbibliothek: https://humboldt.staatsbibliothek-berlin.de