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Historische Rechtskultur & offene Publikationskultur – Alle Bände der ‘Edition Rechtskultur’ jetzt im Open Access

Pressemitteilung der Universität Regensburg

Befördert durch zahlreiche wissenschafts- und förderpolitische Impulse auf nationaler wie europäischer Ebene, gewinnt das Open Access-Publikationsmodell auch in den Rechtswissenschaften zusehends an Bedeutung. In der Absicht, die Idee des offenen Zugangs zu wissenschaftlichem Wissen in den Grundlagen- und interdisziplinären Grenzbereichen juristischer Forschung breiter zu etablieren, bereitet die von Martin Löhnig (Universität Regensburg) in Verbindung mit Ignacio Czeguhn (Freie Universität Berlin) herausgegebene Edition Rechtskultur ihre Open Access-Transformation vor. Als wichtige Etappe auf dem Weg zur geplanten Umstellung seines Geschäftsmodells hat der 2009 gegründete Verlag inzwischen die in drei Schriftenreihen überwiegend zu rechtshistorischen Themen erschienenen Bände seiner Backlist frei im Internet zugänglich gemacht.

Ermöglicht wird diese Initiative durch eine Kooperation mit dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Staatsbibliothek zu Berlin angesiedelten Fachinformationsdienst für internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung <intR>², der Zweitveröffentlichung, Langzeitarchivierung und bibliothekarischen Nachweis der insgesamt 30 Monographien, Dissertationen und Sammelwerke übernimmt.

Allen beteiligten Einrichtungen ist nicht nur das Bekenntnis zu Open Access gemeinsam, sondern auch das konkrete Engagement für dieses Publikationsmodell: Während die Universität Regensburg sowie die Freie Universität Berlin ihren Angehörigen mit institutionellen Finanzierungsfonds und elektronischen Publikationsangeboten günstige Rahmenbedingungen für das Veröffentlichen im Open Access schaffen, umfassen die Aktivitäten des Fachinformationsdiensts für internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung auf diesem Feld vor allem die Organisation von Finanzierungskonsortien sowie den Betrieb des Repositoriums <intR>²Dok für die Erst- und Zweitveröffentlichung rechtswissenschaftlicher Texte, Daten und audiovisueller Materialien.

Frei zugänglich sind die Bände der Edition Rechtskultur sowohl auf den Seiten der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Regensburg als auch von <intR>²Dok:

http://www.edition-rechtskultur.de/

https://intr2dok.vifa-recht.de/receive/mir_mods_00009055 (= Rechtskultur.Wissenschaft: Grundlagen der modernen Rechtsordnung)

https://intr2dok.vifa-recht.de/receive/mir_mods_00009056 (= Rechtskultur.Dogmatik: Geltendes Recht)

https://intr2dok.vifa-recht.de/receive/mir_mods_00009057 (= Rechtskultur.Quellen)

 

events.vifa-recht: der akademische Veranstaltungskalender des FID < intR >²

Heute erzählen wir Ihnen Kalendergeschichten! Denn der Fachinformationsdienst für internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung (FID <intR>²) möchte Ihnen sein jüngstes Serviceangebot vorstellen, das eventuell – im Wortsinne! – auch für nicht juristisch Interessierte von Gewinn ist.

Gemäß dem übergreifenden Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft an die von ihr geförderten Fachinformationsdienste für die Wissenschaft, strebt auch der FID <intR>² danach, die in internationaler und interdisziplinärer Perspektive zu juristischen Themen Forschenden mit nachfrageorientierten Informations- und Serviceangeboten zu unterstützen. Mit Blick auf sein weites, die Grundlagen- und Grenzbereiche eines ohnehin nicht eben kleinen Fachs einbeziehendes Profil gestaltet sich diese Aufgabe mitunter herausfordernd – gerade was die Auswahl aktueller Fachliteratur anbetrifft. Um eng am Puls der internationalen rechtswissenschaftlichen Forschung zu bleiben, hält der FID <intR>² daher stets die Augen sowohl nach neugegründeten Zeitschriften und Schriftenreihen offen als auch nach frisch bewilligten Forschungsprojekten und akademischen Tagungsveranstaltungen.

Da es aber verschenktes Potential wäre, diese Entwicklungen alleine in Form seiner jahresweisen Kartierungen der rechtswissenschaftlichen Forschungslandschaft Deutschlands retrospektiv für die juristische Fachcommunity zu dokumentieren, hat der FID <intR>² einen thematisch fokussierten Veranstaltungskalender eingerichtet. Diese im Folgenden detaillierter beschriebene Online-Plattform hilft nämlich einerseits, jene rechtswissenschaftlichen Kongresse zu identifizieren, auf denen der FID <intR>² sich vorstellen und direkt vor Ort bzw. virtuell mit Angehörigen des Fachs ins Gespräch kommen möchte. Andererseits versteht sich der Veranstaltungskalender als Forum zur zielgruppengerechten Bewerbung von Tagungen, Podien und Workshops sowie zur Veröffentlichung von Call for Papers – schließlich soll man auch akademische Events feiern, wie Sie fallen!

Die Navigation im Veranstaltungskalender ist denkbar einfach: Man kann gezielt nach bestimmten Themengebieten und/oder nach bestimmten Veranstaltungsformaten und/oder nach Veranstaltungen, die im Inland oder im Ausland oder im virtuellen Raum stattfinden, sowie natürlich nach Veranstaltungsdatum suchen. Der Übersichtlichkeit halber gibt es fünf große Themengebiete – nämlich ‘Europäisches / Internationales Recht’, ‘Öffentliches Recht’, ‘Recht interdisziplinär’, ‘Strafrecht’ und ‘Zivilrecht’ –, die jeweils in unterschiedlicher Farbe ausgeflaggt sind. Sind mehrere Themengebiete einschlägig, wird nur das alphabetisch erste zugehörige Etikett angezeigt. In der Detailansicht der Veranstaltung werden aber alle relevanten Themengebiete ausgewiesen und – noch wichtiger – die Veranstaltung wird einem auch bei der Suche nach anderen einschlägigen Themengebieten in der Trefferübersicht angezeigt.

Das Kontaktformular bietet eine unkomplizierte Möglichkeit, Veranstaltungen oder Calls for Papers zur Aufnahme in den Kalender vorzuschlagen, und stellt somit ein weiteres Instrument für FID <intR>² und juristische Forschungscommunity zur gegenseitigen Vernetzung dar.

Sie möchten den FID <intR>² per E-Mail kontaktieren? Nicht nur Ihre Veranstaltungsvorschläge, sondern auch Fragen aller Art zu unseren Services und forschungsunterstützenden Dienstleistungen, sind jederzeit willkommen! Schreiben Sie dazu an vifa-recht@sbb.spk-berlin.de und Ihre Anfrage wird umgehend bearbeitet.

Foreign Broadcast Information Service (FBIS) Daily Reports, 1941-1996

Testzugang zu FBIS vom 1.3.2019 bis 31.05.2019

Eine Gruppe von Fachinformationsdiensten (FID) und die Staatsbibliothek zu Berlin mit ihrem FID Asien bemühen sich seit geraumer Zeit, die Datenbank „Foreign Broadcast Information Service (FBIS) Daily Reports, 1941-1996“ zu lizenzieren. Die Inhalte sind thematisch nicht nur für verschiedene FID relevant, sondern bieten auch für die interdisziplinäre und transregionale Forschung eine hervorragende Quellengrundlage. Aus diesem Grund strebt die Staatsbibliothek zu Berlin in Abstimmung mit mehreren FID eine Lizenz an, die sowohl die Zugänge und Nutzungsmöglichkeiten im Rahmen aller FID ermöglicht und darüber hinaus als Nationallizenz allen berechtigten Einrichtungen zur Verfügung stehen soll. Die Verhandlungen mit dem Anbieter sind vorläufig abgeschlossen, momentaner Stand ist: das Lizenzmodell einer FID- und Nationallizenz (u.a. inkl. Archivierungs- und Hostingrechten sowie Rechten für Text- und Datamining) wurde anbieterseitig akzeptiert und gleichzeitig konnten die Kosten verhandelt werden.

Uns ist wichtig, von Ihnen zu erfahren, ob unsere Annahme korrekt ist, dass FBIS nicht nur wenigen FID exklusiv zur Verfügung stehen soll, sondern es sinnvoller ist, eine inklusive Lösung für die inter- und transregionale Forschung in Deutschland anzustreben. Dazu dient dieser Testzugang, der über verschiedene Zugangswege sicherstellen soll, dass FBIS gründlich getestet und geprüft werden kann. Nutzen Sie bitte das CrossAsia-Forum oder schicken Sie uns bitte eine Nachricht mit Ihrer Rückmeldung.

Im Anschluss plant die Staatsbibliothek zu Berlin – bei positiver Rückmeldung aus der Wissenschaft – die DFG um finanzielle Unterstützung bei der Lizenzierung von FBIS zu bitten.

Zu den Inhalten:

Foreign Broadcast Information Service (FBIS) Daily Reports, 1941-1996

Die Tagesberichte des Foreign Broadcast Information Service (FBIS) waren für die US-Regierung für mehr als ein halbes Jahrhundert die Quelle für global frei zugängliche Informationen schlechthin. Aufgabe des im Jahr 1941 innerhalb des Office of the Coordinator of Information gegründeten und seit 1947 der CIA unterstellten FBIS war es, im Dienste der politischen Entscheidungsträger und Analysten abgefangene Rundfunksendungen ausländischer Regierungen, offizielle Nachrichtendienste sowie geheime Rundfunksendungen aus besetzten Gebieten weltweit zu überwachen, aufzunehmen, zu transkribieren und schließlich aus über 50 Sprachen zu übersetzen.

Die Datenbank des Anbieters Readex versammelt somit eine Fülle von Informationen aus über 100 Ländern der Welt außerhalb der USA zu den Schlüsselthemen des 20. Jh. wie Kalter Krieg, Nahost-Konflikt, Rassenbeziehungen, Apartheid, Atomwaffen etc.

Die Datenbank gliedert sich in die drei Teile:

FBIS Daily Reports 1941-1974

FBIS Daily Reports 1974-1996

  • Part 1: Middle East, Africa, Near East and South Asia (MEA, NES)
  • Part 2: Sub-Saharan Africa & South Asia (SSA, SAF, AFR, SAS)
  • Part 3: China (CHI)
  • Part 4: Asia, Pacific and East Asia (APA, EAS)
  • Part 5: Latin America (LAT, LAM)
  • Part 6: Eastern Europe (EEU)
  • Part 7: Soviet Union and Central Eurasia (SOV)
  • Part 8: Western Europe (WEU).

sowie

FBIS Daily Reports Annexes

Die Berichte werden als Images angeboten, können im Volltext durchsucht und im PDF-Format heruntergeladen werden. Hilfreich ist es, große Treffermengen durch die Suche nach Kontinenten bzw. Ländern oder Regionen, das Genre wie Text, Exzerpt, Zusammenfassung etc. oder Titel des Berichtes oder auch zeitlich einzugrenzen. Zudem kann nach bestimmten historischen Ereignissen wie z.B. Berlin Blockade gesucht werden.

Dieser Beitrag erschien zuerst im CrossAsia Blog.