Wegweisende Stoffe
eine virtuelle Ausstellung über ausgewählte Stoffkarten im Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin
Wenn man an Karten denkt, ist Stoff meist nicht das erste Material aus dem man sie sich vorstellt. Trotzdem bilden Stoffkarten einen wichtigen Teil in der Geschichte der Kartographie, weshalb die Staatsbibliothek zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz über 150 von ihnen in ihrer Sammlung hat, wobei die älteste Karte bereits über 350 Jahre alt ist.
Thematisch erstrecken sich Stoffkarten über eine große Bandbreite. Von dekorativen Karten, welche oft als Geschenk überreicht wurden und eher Ausstellungsstücke als Gebrauchsgegenstände waren, über Event- und Souvenirkarten als Memorabilien bis hin zu tatsächlichen Nutzkarten bei Reisen oder in Kriegssituationen.
Das Material der Karten ging zumeist zurück auf ihre Funktion. So wurden diese Karten aus den verschiedensten Stoffen hergestellt, z.B. feinen Materialien wie Seide, aus verbreiteteren Stoffen wie Leinen und Baumwolle oder auch später aus widerstandsfähigen synthetischen Stoffen.
Neben ihren Funktionen und Materialien haben sich auch die Herstellungsarten stark voneinander unterschieden. Während einige mit Drucktechniken produziert wurden, sind andere per Hand bemalt oder bestickt worden.
Warum man sich für Stoff, statt der herkömmlicheren Papierkarte, entschieden hat, ist situations- und funktionsabhängig gewesen und für die meisten Karten individuell.





























































































