Werkstattgespräch: Zwischen Codex und Text. Schreibende Frauen im Mittelalter.

  • Veranstaltung

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  • Termin

    Di, 3. Juli 2018
    18.15 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Konferenzraum 4
    Haus Unter den Linden
    (Eingang Dorotheenstraße 27, Treffpunkt Rotunde)
    10117 Berlin

    Eintritt frei, Anmeldung erbeten

  • Anfahrt

    S- + U-Bahnstationen
    S + U Friedrichstraße
    U Französische Straße

    Bushaltestelle
    H Unter den Linden, Friedrichstraße (Bus 147)
    H Staatsoper (Bus 100, 200, TXL)

– Dr. Jürgen Geiß-Wunderlich, Staatsbibliothek zu Berlin –

Im abendländischen Mittelalter sind die Übergänge zwischen Text und Überlieferungsträger zumeist fließend. Die deutschen Begriffe „Buch“ und „Schreiben“ bewahren – wie die meisten europäischen Sprachen – diese semantische Mehrdeutigkeit bis heute. Somit sind das Verfassen, Hören und Lesen von Texten vor der „Medienrevolution“ des Buchdrucks im 15. Jahrhundert eng an die materiellen Gegebenheiten handschriftlicher Überlieferung gebunden. Da fast das ganze Mittelalter hindurch der männlich dominierte Klerus Schrift und Schriftlichkeit fest in seiner Hand hielt, scheint schreibenden Frauen in dieser Hinsicht kaum mehr als eine Nischenfunktion zugekommen zu sein. Es wird in dem Vortrag darum gehen, das Spannungsfeld „weiblichen“ Schreibens im beschriebenen doppelten Wortsinn auszuloten.

Eine Veranstaltung der Reihe Die Materialität von Schriftlichkeit

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