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Sprache – Literatur – Politik: Aspekte der Sprach- und Literaturförderung in Russland

Eine Vitrinen-Präsentation vor dem Osteuropa-Lesesaal aus Anlass des Jahres der Literatur in Russland 2015

Die Entwicklung und der Schutz der russischen Sprache sowie die Förderung der vaterländischen Literatur gehören neben dem Schutz des Kulturerbes zu den zentralen Aufgaben der russischen Kulturpolitik.

Verschiedene staatliche Förderprogramme unterstützen und initiieren dabei die Bemühungen gesellschaftlicher Gruppen mit dem Ziel, sowohl innerhalb der Russischen Föderation als auch in der Zusammenarbeit mit dem Ausland zu einer Weiterentwicklung und Propagierung der russischen Sprache und Literatur beizutragen. So förderte die russische Regierung umfangreich das Deutsch-Russische Jahr der Bildung, Wissenschaften und Innovation 2011-2012, das Russland-Deutschland-Jahr 2012-2013 sowie das Jahr der russischen Sprache und Literatur in Deutschland 2014-2015. Zur Eröffnungsveranstaltung des russischen Sprach- und Literaturjahres am 6. Juni 2014, dem Geburtstag des russischen Nationaldichters Aleksander Puschkin, in der Staatsbibliothek zu Berlin (SBB) war seitens der Osteuropa-Abteilung eine Auswahl historischer und moderner Bücher gezeigt worden.

Die aktuelle Präsentation verschiedener Aspekte der Sammlung russischer Veröffentlichungen in der SBB basiert auf dieser Auswahl. Gezeigt werden zeitgenössische und moderne Ausgaben und Übersetzungen russischer und deutscher Klassiker, die jeweils das literarische Leben im Partnerland mitgeprägt haben. Darüber hinaus stehen russischsprachige Veröffentlichungen in Deutschland und deutschsprachige Editionen in Russland bzw. der Sowjetunion im Mittelpunkt. Die Präsentation soll die umfangreichen verlegerischen und literarischen Verbindungen sowie den Grad der Verbreitung der Kenntnisse von der jeweils anderen Sprache und Kultur in beiden Ländern anschaulich machen.

Aktuell fördert die russische Regierung das Jahr der Literatur 2015 in der Russischen Föderation (https://godliteratury.ru/).

Olaf Hamann
Leiter der Osteuropa-Abteilung


Vitrinenpräsentation

vom 04. November bis 05. Dezember 2015
Mo – Fr 9 – 21 Uhr
Sa 9 – 19 Uhr

Staatsbibliothek zu Berlin
Foyer des Osteuropa-Lesesaals
im Haus Potsdamer Straße 33
10785 Berlin

Eintritt frei

 

Präsentation “Für heute langt’s” – die vielfältige Welt der Lesezeichen

Lesezeichen OrdnerVom 30. Oktober bis zum 28. November 2015 ist im Foyer der Staatsbibliothek (Potsdamer Straße) eine Präsentation von kuriosen, künstlerischen, historischen, exotischen, werbenden und sprechenden Lesezeichen zu sehen.

In der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek umfasst der Bereich Einblattmaterialien zum Beispiel Flugblätter, Theaterzettel und Exlibris – und eben auch Lesezeichen.  Weiterlesen

Ausstellung SchriftSprache am 1. Oktober eröffnet

Ungewohnt buntes Treiben im Foyer des Hauses Potsdamer Straße: Am 1. Oktober wurde die Ausstellung SchriftSprache – Aksara dan Bahasa durch die Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin, Barbara Schneider-Kempf, den Botschafter der Republik Indonesien, Seine Exzellenz Dr.-Ing. Fauzi Bowo, sowie die Direktorin des Nationalsmuseums Jakarta, Dra. Intan Mardiana, feierlich eröffnet. Nach einem vielseitigen Abendprogramm mit indonesischer Musik und Tanz zogen die beiden Direktorinnen und der Botschafter an der Spitze der Gäste in einer Prozession zum Dietrich-Bonhoeffer-Saal und durchschnitten dort gemeinsam das Band zur Eröffnung. Neben der Präsentation der wertvollen Handschriften im Ausstellungsraum finden im Foyer Vorführungen zu indonesischen Schriften und zur Herstellung von Maulbeerbaumpapier statt. Ebenfalls präsentiert sich das World Culture Forum der UNESCO mit einem Informationsstand über Indonesien. Die Ausstellung findet aus Anlass der Frankfurter Buchmesse statt, auf der in diesem Jahr Indonesien das Ehrengastland ist.

In ihrer Ansprache betonte Barbara Schneider-Kempf die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Indonesien und dem Nationalmuseum, aus der die Neukatalogisierung des indonesischen Handschriftenbestands resultiert. Zu der Ausstellung erscheint ein reich bebilderter zweisprachiger Katalog. Der vor allem für die Wissenschaft interessante Katalog der Handschriften wird ebenfalls in Kürze veröffentlicht.

Die Ausstellung ist noch bis zum 17. Oktober 2015 im Dietrich-Bonhoeffer-Saal der Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße 33, zu sehen (weitere Informationen).