Termindetails


Diskursprogramm Biermann im Kontext: Biermann und die Juden – Großer Gesang vom ausgerotteten jüdischen Volk (1994) im Kontext

Wolf Biermann in seiner Ostberliner Wohnung Chausseestraße 131 im Jahr 1975 an seiner Schreibmaschine Modell „Erika“. SBB-PK, Handschriftenabteilung, Referat Nachlässe und Autographen: „Wolf Biermann Archiv“ (Nachlass 610)

Diskursprogramm Biermann im Kontext
Biermann und die Juden
„Großer Gesang vom ausgerotteten jüdischen Volk“ (1994) im Kontext
mit Dmitrij Kapitelman und Annette Leo

Wolf Biermanns Vater Dagobert wurde als Jude und Kommunist in Auschwitz ermordet. Der Sohn schrieb 1964, als er seine Observierung durch die Stasi zu beobachten begann, in sein Tagebuch: „Deutschland ist ein Schandfleck auf dem Erdapfel, es ist das faule Loch, in das die Würmer kriechen, es soll verflucht sein. Ich bin Jude.“ Viele Akteure im kulturellen Leben der DDR waren Juden und Kommunisten zugleich. Das Judentum war in dieser Personalunion das prekäre Element. Welche Rolle spielten die Juden in der DDR? Gab es im antifaschistischen Staat Antisemitismus? Und welche Wege führten zu Biermanns Übersetzung von Jizchak Katzenelsons „Großem Gesang“?

Mit einem einleitenden Ausschnitt aus dem Film „Die Verhaftung der Schuldigen – Holocaust-Mahnmal in Altona“ von Til Biermann (2021)

Eintritt frei | Anmeldung unter: www.dhm.de/anmeldung-biermann

Eine Kooperation der Staatsbibliothek zu Berlin, des Deutschen Historischen Museums und der Bundeszentrale für politische Bildung

Zur Ausstellung Wolf Biermann. Ein Lyriker und Liedermacher in Deutschland im Deutschen Historischen Museum