Termindetails


Der Nobelpreis für Literatur 1966

Nelly Sachs, S. J. Agnon und die Wege jüdischer Literatur.

  • Termin

    Mittwoch, 11. November 2026
    18:30 Uhr

    Um Anmeldung wird bis zum 6. November 2026 gebeten.

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Wilhelm-von-Humboldt-Saal
    Unter den Linden 8
    10117 Berlin

  • Anfahrt

    S- + U-Bahnstationen
    S + U Friedrichstraße
    U Unter den Linden

    Bushaltestelle
    H Unter den Linden, Friedrichstraße (Bus 100, 147, 245 und 300)

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Eine Dichterin, ein Schriftsteller, zwei Sprachen und zwei Lebenswege – verbunden durch eine gemeinsame Geschichte. Vor 60 Jahren wurden Nelly Sachs und S.J. Agnon mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Nelly Sachs, die sich vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Schweden hatte retten können, schloss ihre Rede in Stockholm mit dem Gedicht »In der Flucht«. Agnon erinnerte daran, dass sein Werk auf den Grundlagen der jüdischen Überlieferung ruhe, zugleich aber auch von seiner intensiven Lektüre deutscher Literatur und den Erfahrungen in Europa geprägt worden sei. Literatur, Sprache und jüdische Geschichte erscheinen für beide als untrennbar miteinander verwoben.

Der Abend würdigt mit dem Autor Agnon auch seinen Verleger und Mäzen Salman Schocken, der vor seiner Emigration viele Jahre in Sachsen lebte und wirkte. Kaum ein anderer hat Agnons Werk so nachhaltig geprägt.

Programm

Begrüßung
Prof. Dr. Achim Bonte, Generaldirektor der Staatsbibliothek zu Berlin

Grußbotschaften 

Aline Fiedler, Abteilungsleiterin des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus
Prof. Dr. Yfaat Weiss, Direktorin des Leibniz-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow

Impuls
Dr. Caroline Jessen, Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow

Im Anschluss kommen die Literaturwissenschaftlerin Dr. Lina Barouch (London), der Schriftsteller Aris Fioretos (Stockholm) und Thomas Sparr, langjähriger Leiter des Jüdischen Verlags und Editor at Large für Suhrkamp (Berlin), ins Gespräch über die Wege jüdischer Literatur.

Die künstlerische Begleitung des Abends erfolgt durch Assaf Levitin, Kantor im egalitären Minjan der jüdischen Gemeinde Stuttgart.

Um Anmeldung wird bis zum 6. November 2026 gebeten.

Der Abend findet achtundachtzig Jahre nach den barbarischen Pogromen im November 1938 statt. Dem gedenken wir und setzen ein Zeichen für freies und sicheres jüdisches Leben heute und den Kampf gegen den Antisemitismus.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund, dem Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow in Leipzig und dem Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz im Rahmen des sächsischen Themenjahres „Tacheles 2026“ statt.

Während der Veranstaltung werden Video- und Bildaufnahmen für die Öffentlichkeitsarbeit der Staatsbibliothek zu Berlin angefertigt. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie der Veröffentlichung zu nichtkommerziellen Zwecken zu.