Cultural Heritage Meets Game Development – ein spartenübergreifendes Dialogformat
Als Sammlungsobjekt und wissenschaftlicher Untersuchungsgegenstand sind Computerspiele bereits seit längerem in den Fokus von Kulturerbe- und Forschungseinrichtungen gerückt. Der Dialog von Universitäten, Archiven, Bibliotheken und Museen mit den Kreativunternehmen der Spielebranche, wie er etwa im demnächst eröffnenden House of Games Berlin einen festen Ort finden soll, steckt dagegen noch in den Anfängen – ungeachtet des beträchtlichen gegenseitigen Lern-, Inspirations- und nicht zuletzt Kooperationspotentials.
Um sowohl den Möglichkeitsraum für einen solchen spartenübergreifenden Austausch zu vermessen als auch konkrete (neue) Anwendungsfelder für den Einsatz von Gamification und 3D-Animationstechnologie zu sondieren, laden das Netzwerk FemDevsMeetup in Zusammenarbeit mit NFDI4Culture, der Staatsbibliothek zu Berlin sowie dem Zentrum für kulturelle Bildung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Haus Bastian, zum Meetup ein.
Die geplante Veranstaltung bringt Akteur*innen aus der Kreativwirtschaft, aus Kulturerbeeinrichtungen und aus der Forschung zusammen und fördert den Austausch über institutionelle und disziplinäre Grenzen hinweg. Gemeinsam möchten wir erkunden, wie sich Methoden, Technologien und Perspektiven aus der Spieleentwicklung und der Arbeit mit kulturellem Erbe gegenseitig ergänzen und bereichern können – von 3D-Workflows und semantischer Anreicherung bis hin zu interaktiven und spielerischen Zugängen zu Kulturdaten.
Anhand kurzer Vorträge und ausgewählter Projekteinblicke beleuchtet das Programm aktuelle Praktiken, Fragestellungen und Herausforderungen an der Schnittstelle von Spielebranche und GLAM-Einrichtungen. Im Mittelpunkt stehen dabei keine erprobten Lösungen, sondern das Teilen von Erfahrungen, das Diskutieren von Potenzialen und das Öffnen von Räumen für den Dialog. Im Anschluss an die Vorträge bietet eine moderierte Networking-Session Gelegenheit, Gespräche zu vertiefen, Ideen auszutauschen und neue Kontakte in entspannter Atmosphäre zu knüpfen.
Die Veranstaltung folgt einem kuratierten Programm und richtet sich an Spieleentwickler*innen, Forschende, Fachkräfte aus Kulturerbeeinrichtungen, Sammlungsverantwortliche, Angehörige der Kreativwirtschaft, Kunstschaffende sowie an alle, die sich für kollaborative Ansätze zwischen Games und dem kulturellen Erbe interessieren.


