Vortrag mit Joachim Seng: „…meine Existenz um eine Unendlichkeit erweitert“. Shakespeares Einfluss auf den jungen Goethe
Von Jugend an beschäftigte sich Goethe mit dem Werk William Shakespeares. Der erste Eindruck muss enorm gewesen sein, denn 1771 schreibt er in seiner berühmten Rede zum Shakespears-Tag, die er in seinem Elternhaus hielt: „Die erste Seite die ich in ihm las, machte mich auf Zeitlebens ihm eigen“. Goethes Enthusiasmus für den englischen Nationaldichter förderte die Erkenntnis, dass „etwas Höheres über mir schwebe“.

Dr. Joachim Seng, Leiter der Bibliothek des Freien Deutschen Hochstifts Frankfurt
Welche Rolle spielte Shakespeare für Goethes Erweckung zum Dichter? Welche Werke Shakespeares kannte er und was davon hatte er im Original gelesen? Fest steht jedenfalls, dass der 22jährige Goethe mit seinem frühen Bekenntnis zu Shakespeare den „geistigen Handelsverkehr“ zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich poetisch begonnen hat, lange bevor in ihm die Idee der „Weltliteratur“ heranreifte.
Eine Veranstaltung der Goethe-Gesellschaft Berlin e.V.


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