Orte ohne Namen? Ein Bericht über die Möglichkeiten, die stummen Karten der Nördlichen Marianen sprechen zu lehren

  • Termin

    Do, 15. November 2018
    18.15 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Schulungsraum K3 im Lesesaal
    (Treffpunkt I-Punkt im Foyer)
    Potsdamer Straße 33
    10785 Berlin

    Eintritt frei, Anmeldung erbeten

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestelle
    H Potsdamer Brücke (Bus M29)
    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)
    H Kulturforum (Bus M48)

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Karte der deutschen Verwaltungsbezirke der Karolinen, Palau und Marianen“ 1:5 Mio. von Paul Langhans. Gotha : Perthes, 1899. SBB Kart. R 23467

Werkstattgespräch mit Prof. Dr. Thomas Stolz und Dr. Nataliya Levkovych, Universität Bremen

Kann man sich vorstellen, dass dort, wo mehrere Generationen von Menschen gelebt haben, die Geo-Objekte in ihrer Umwelt unbenannt bleiben? Während selbst niemals permanent bewohnte Inseln wie z.B. Jan Mayen im Nord-Atlantik über ein reiches Toponomastikon verfügen, ergibt sich in Mikronesien ein überraschendes Paradox: die Gani genannten nördlichsten Inseln der Marianen ermangeln jeglicher Toponyme, obwohl die Inseln bis in die 1990er Jahre besiedelt waren. Der Vortrag berichtet über ein Projekt der Linguistik an der Universität Bremen in Zusammenarbeit mit dem Humanities Council des Commonwealth of the Northern Marianas, dessen Ziel es ist, das “vergessene” Toponomastikon mit Hilfe der Erinnerungen ehemaliger Bewohner von Gani zu rekonstruieren.