Bücher stehlen, Literatur neu erfinden: Roberto Arlts El juguete rabioso

  • Termin

    Donnerstag, 30. April 2026
    19 Uhr

    Um Anmeldung wird gebeten.

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Theodor-Fontane-Saal
    Unter den Linden 8
    10117 Berlin

  • Anfahrt

    S- + U-Bahnstationen
    S + U Friedrichstraße
    U Unter den Linden

    Bushaltestelle
    H Unter den Linden, Friedrichstraße (Bus 100, 147, 245 und 300)

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A modern printing press is demonstrated at the London School of Printing and Kindred Trades. Circa 1950 | Britannica ImageQuest. Mirrorpix \ Universal Images Group
Bücher stehlen, Literatur neu erfinden: Roberto Arlts „El juguete rabioso“

Vortrag von Monika Raič mit Lesung von Maria Hartmann
Eine Veranstaltung in der Reihe (Fast) frisch aus der Druckerpresse – Neuerscheinungen 1926

Der jugendliche Held Silvio Astier, Sohn mittelloser Einwanderer, Schulabbrecher und Bücherdieb, träumt davon, ein neuer Edison, Napoleon, Baudelaire oder Rocambole zu werden. Doch seine Erfolgsfantasien scheitern an den widersprüchlichen gesellschaftlichen Strukturen im Buenos Aires des frühen 20. Jahrhunderts.

Roberto Arlt erzählt diesen Entwicklungsroman in einer Sprache, deren Wirkung er selbst als „Kinnhaken“ beschrieb. Sein Text begegnet dem literarischen Kanon nicht ehrfürchtig, sondern greift diebisch nach ihm und verschiebt Literatur in gesellschaftliche Räume jenseits der Bürgerlichkeit. Um den Gang der Literaturgeschichte zu verändern, betritt Arlt die literarische Bühne Argentiniens und setzt eine Umverteilung des gesellschaftlichen Werts der Literatur in Bewegung.

Monika Raič ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Romanistik der Humboldt-Universität zu Berlin. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählt die argentinische Literatur und insbesondere das Werk Roberto Arlts.

Um Anmeldung wird gebeten.

Während der Veranstaltung werden Bildaufnahmen für die Öffentlichkeitsarbeit der Staatsbibliothek zu Berlin angefertigt. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie der Veröffentlichung zu nichtkommerziellen Zwecken zu.

Alle Veranstaltungen der Reihe:

Donnerstag, 30. April 2026, 19 Uhr
Bücher stehlen, Literatur neu erfinden: Roberto Arlts „El juguete rabioso“
Monika Raič, Berlin

Donnerstag, 28. Mai 2026, 19 Uhr
Die Ukraine in Flammen: Isaak Babels erschütternder Prosazyklus „Die Reiterarmee“
Bettina Kaibach, Heidelberg

Donnerstag 25. Juni 2026, 19 Uhr
„Einander Traumlos nah“: Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“
Michael Scheffel, Wuppertal

Dienstag, 7. Juli 2026, 19 Uhr
Willa Cather’s „My Mortal Enemy“ („Mein ärgster Feind“) – eine Novelle des amerikanischen Modernismus
Amy Mohr, München

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