Termindetails


Buchpremiere mit Andrea Wulf: Der Reisende. Georg Forster und die Entdeckung der Menschlichkeit

  • Termin

    Montag, 28. September 2026
    18:30 Uhr

    Um Anmeldung wird gebeten.

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Wilhelm-von-Humboldt-Saal
    Unter den Linden 8
    10117 Berlin

  • Anfahrt

    S- + U-Bahnstationen
    S + U Friedrichstraße
    U Unter den Linden

    Bushaltestelle
    H Unter den Linden, Friedrichstraße (Bus 100, 147, 245 und 300)

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Mit Andrea Wulfs neuem Buch tauchen wir in das Leben und die Zeit von Georg Forster ein – einem außergewöhnlichen jungen Naturforscher, Schriftsteller und Revolutionär, der bis in die fernsten Winkel der bekannten Welt reiste und dessen radikale Ideen über Menschlichkeit, Gleichheit und Freiheit die vorherrschenden Weltbilder und Ideologien des Europas des 18. Jahrhunderts in Frage stellten.

Schon früh war klar, dass Georg Forster einen brillanten Geist besaß. Bereits mit zehn Jahren wurde er zum Botaniker, als er seinen jähzornigen Vater auf einer Expedition nach Russland begleitete; mit siebzehn assistierte er James Cook als Naturforscher und Zeichner als er sich dessen zweiter Reise anschloss. Die Resolution stach 1772 in See und drang tief in den antarktischen Polarkreis vor – bis zu den Inselwelten des Südpazifiks, darunter Neuseeland, Tahiti und die Osterinsel. Forster studierte indigene Gemeinschaften und die vielfältigen Kulturen der Welt ohne Vorurteile, und kehrte zurück mit einem tief verwurzelten Glauben an die Gleichheit aller Menschen. Hinter unserer Verschiedenheit erkannte er Verbundenheit – ein komplexes Geflecht, gewoben aus den vielen Schattierungen menschlicher Leben.

Als er Anfang zwanzig war, wurde er in Europa gefeiert – und nutzte seinen Ruhm, um für Freiheit und Menschenrechte einzutreten und gegen Kolonialismus, Rassismus und Sklaverei anzuschreiben. Er bewunderte starke, gebildete Frauen, war stolz auf seine Töchter – und akzeptierte sogar die Affären und Unabhängigkeit seiner Frau. In den Strudel der Französischen Revolution hineingezogen, wurde er zu einem führenden Kopf der kurzlebigen Mainzer Republik, bevor man ihn in Deutschland zum Geächteten erklärte und er während der Schreckensherrschaft ins Pariser Exil gezwungen wurde.

Im Zentrum dieses Buches steht Forsters Suche nach dem, was uns verbindet – nicht nach dem, was uns trennt. Lebendig und fesselnd erzählt Der Reisende die Geschichte eines außergewöhnlichen, abenteuerreichen und leidenschaftlichen Lebens: das Porträt eines Mannes, dessen Ideen seiner Zeit weit voraus waren.

»Forster ist die faszinierende Hauptfigur in Andrea Wulfs lebhaftem neuen Buch, das vor ihrer charakteristischen Lebendigkeit nur so sprüht.«
New York Times

»Ein aufschlussreiches Porträt Georg Forsters, der mit seiner Ablehnung rassistischer Hierarchien seiner Zeit weit voraus war. «
The Guardian

Andrea Wulf, geboren in Indien und aufgewachsen in Deutschland, lebt in London. Als Autorin wurde sie mit einer Vielzahl internationaler Preise ausgezeichnet, vor allem für ihren Weltbestseller Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur, der in 27 Sprachen übersetzt wurde und unter anderem den hochangesehenen Costa Biography Award, den Los Angeles Times Book Prize, den Royal Society Science Book Prize, und in Deutschland den Bayerischen Buchpreis bekam. Ihr neues Buch Der Reisende. Georg Forster und die Entdeckung der Menschlichkeit wird 2026 veröffentlichtSie schreibt u.a. für die New York TimesFinancial Times, und den Guardian. Sie ist Mitglied des PEN American Center und ein Fellow der Royal Society of Literature.  www.andreawulf.com

Um Anmeldung wird gebeten.

Während der Veranstaltung werden Bild- und Videoaufnahmen für die Öffentlichkeitsarbeit der Staatsbibliothek zu Berlin angefertigt. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie der Veröffentlichung zu nichtkommerziellen Zwecken zu.