Petitionen statt Barrikaden. Das Frauenwahlrecht, die Revolution und die Demokratie

  • Termin

    Mi, 11. Dezember 2019
    18.15 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Simón Bolívar-Saal
    Potsdamer Straße 33
    10785 Berlin

    Eintritt frei, Anmeldung erbeten

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestelle
    H Potsdamer Brücke (Bus M29)
    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)
    H Kulturforum (Bus M48)

Pauline Zell-Thom: Illustriertes Handbuch der Damenschneiderei (…) mit 50 Modell- und Schnitt-Tafeln sowie einem Illustrierten Stickmuster- und Häkelbuch mit 36 Vorlagetafeln von Gertrud Triepel, Leipzig 1903

Werkstattgespräch mit PD Dr. Hedwig Richter
Fachliche Betreuung: Dr. Jens Prellwitz und Michael Czolkoß

Vor 100 Jahren erhielten die Frauen in Deutschland und vielen anderen Ländern das Wahlrecht. In Demokratiegeschichten spielt das Ereignis häufig nur eine nebengeordnete Rolle. Aus gutem Grund: Es passt nicht in die Demokratieerzählungen, die weithin gepflegt werden. Demokratisierung gilt als ein Kampf von unten gegen oben, möglichst in Form von gewalttätigen Revolutionen, bei denen Männer auf Barrikaden Waffen und Fahnen schwingen – und im Hintergrund brennt die Welt. Die Geschichte des Frauenwahlrechts verweist auf eine viel reichere, schwierigere, widersprüchlichere Demokratiegeschichte und kann daher zum allgemeinen Verständnis der komplexen Staatsform der Volksherrschaft beitragen.

PD Dr. Hedwig Richter ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe “Demokratie und Staatlichkeit” am Hamburger Institut für Sozialforschung. Zuvor war sie u. a. an den Universitäten Greifswald und Bielefeld sowie am Deutschen Historischen Institut in Washington tätig.

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