Bücher stehlen, Literatur neu erfinden: Roberto Arlts „El juguete rabioso“
Bücher stehlen, Literatur neu erfinden: Roberto Arlts „El juguete rabioso“
Vortrag von Monika Raič mit Lesung von Maria Hartmann
Eine Veranstaltung in der Reihe (Fast) frisch aus der Druckerpresse – Neuerscheinungen 1926
Der jugendliche Held Silvio Astier, Sohn mittelloser Einwanderer, Schulabbrecher und Bücherdieb, träumt davon, ein neuer Edison, Napoleon, Baudelaire oder Rocambole zu werden. Doch seine Erfolgsfantasien scheitern an den widersprüchlichen gesellschaftlichen Strukturen im Buenos Aires des frühen 20. Jahrhunderts.
Roberto Arlt erzählt diesen Entwicklungsroman in einer Sprache, deren Wirkung er selbst als „Kinnhaken“ beschrieb. Sein Text begegnet dem literarischen Kanon nicht ehrfürchtig, sondern greift diebisch nach ihm und verschiebt Literatur in gesellschaftliche Räume jenseits der Bürgerlichkeit. Um den Gang der Literaturgeschichte zu verändern, betritt Arlt die literarische Bühne Argentiniens und setzt eine Umverteilung des gesellschaftlichen Werts der Literatur in Bewegung.
Monika Raič ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Romanistik der Humboldt-Universität zu Berlin. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählt die argentinische Literatur und insbesondere das Werk Roberto Arlts.
Um Anmeldung wird gebeten.
– Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Ibero-Amerikanischne Institut
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Während der Veranstaltung werden Bildaufnahmen für die Öffentlichkeitsarbeit der Staatsbibliothek zu Berlin angefertigt. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie der Veröffentlichung zu nichtkommerziellen Zwecken zu.
Alle Veranstaltungen der Reihe:
Donnerstag, 30. April 2026, 19 Uhr
Bücher stehlen, Literatur neu erfinden: Roberto Arlts „El juguete rabioso“
Monika Raič, Berlin
Donnerstag, 28. Mai 2026, 19 Uhr
Die Ukraine in Flammen: Isaak Babels erschütternder Prosazyklus „Die Reiterarmee“
Bettina Kaibach, Heidelberg
Donnerstag 25. Juni 2026, 19 Uhr
„Einander Traumlos nah“: Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“
Michael Scheffel, Wuppertal
Dienstag, 7. Juli 2026, 19 Uhr
Willa Cather’s „My Mortal Enemy“ („Mein ärgster Feind“) – eine Novelle des amerikanischen Modernismus
Amy Mohr, München
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