Hands-On-Workshop: Zeitreise durch Presse und Bild: Der Fall des Schriftstellers X und die Darstellung historischer Ereignisse in Ost und West
Wie wird ein historisches Ereignis in der Presse dargestellt – und welche Perspektiven, Deutungen und Leerstellen prägen unser Bild der Vergangenheit? Am Beispiel der Verhaftung des DDR-Schriftstellers X im Jahr 1963 rekonstruieren die Teilnehmenden in diesem Hands-on-Workshop anhand ausgewählter DDR- und westdeutscher Zeitungsberichte unterschiedliche Perspektiven auf das Geschehen. Zwei Rechercheteams erschließen zunächst getrennte Quellenkorpora und entwickeln eigene Rekonstruktionen, die anschließend im Perspektivwechsel überprüft und revidiert werden. Dabei erfahren die Teilnehmenden unmittelbar, wie Auswahl, Sprache, Bildsprache, zeitgebundene Wissensstände und Leerstellen historische Wahrnehmung prägen. Sie erwerben grundlegende Kompetenzen der historischen Quellenkritik und lernen, zwischen belegbaren Informationen, Interpretation und offenen Fragen zu unterscheiden.
Um Anmeldung wird gebeten
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Knowledge under Pressure – Umkämpftes Wissen“ statt.
Weitere Termine der Reihe:
Dissidenz und Desinformation: Das freie Wort und die Zukunft der offenen Wissensgesellschaft
Mittwoch, 21. Oktober 2026, 18 Uhr
Wer entscheidet, was bleibt? – Sammeln und Bewahren im Zeitalter umkämpften Wissens
Montag, 23. November 2026, 18 Uhr
Journalism Under Pressure. A Conversation with Can Dündar
Dienstag, 1. Dezember 2026, 18 Uhr


