«Swer gerne guote maere hoert oder list’, ist hier genau richtig: Thomasin von Zerklære erklärt die Welt – die Gothaer Handschrift des ‚Welschen Gasts‘»

  • Termin

    Do, 27. Februar 2020
    um 18 Uhr

    Eintritt frei

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Dietrich-Bonhoeffer-Saal
    Potsdamer Straße 33
    10785 Berlin

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestelle
    H Potsdamer Brücke (Bus M29)
    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)
    H Kulturforum (Bus M48)

  • Alle Veranstaltungen

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Vortrag am 27. Februar 2020

Begrüßung
Barbara Schneider-Kempf
Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin

Begrüßung seitens des
Quaternio Verlag Luzern

Lesung/Vortrag
mit Prof. Dr. Jürgen Wolf
Geschäftsführender Direktor – Institut für Deutsche Philologie des Mittelalters der Philipps-Universität Marburg

Kleiner Empfang

»Swer gerne guote maere hoert oder list’, ist hier genau richtig: Thomasin von Zerklære erklärt die Welt – die Gothaer Handschrift des ‚Welschen Gasts’«

Der von Thomasin von Zerklære am Hof des Patriarchen von Aquileja im Winter 1215/16 angeblich in nur 10 Monaten verfasste ‘Welsche Gast’ ist die erste Erziehungslehre in deutscher Sprache in beinahe 15000 Reimpaarversen. Thomasin und sein Auftraggeber, der Patriarch Wolfger, hatten mit ihrer Buchidee mitten ins Herz der Zeit getroffen: Bildungs- und Sittenverfall, so etwas wie Bürgerkrieg im Reich und der grassierenden Untergangsstimmung setzten sie ein hoffnungsvolles, allumfassendes Bildungs- und Erziehungsprogramm entgegen. Und es funktionierte. Der ‘Welsche Gast’ wurde ein Erfolg. Über 800 Jahre nach Werkentstehung sind heute noch 25 Handschriften und Fragmente erhalten, was auf eine sehr große Verbreitung im Mittelalter schließen lässt. Die neu erschienene Faksimile-Edition der reich illustrierten Gothaer Handschrift des Welschen Gasts liegt zum Blättern aus. Ebenso werden die Textzeugen des ‘Welschen Gasts’ aus dem Magazin der Staatsbibliothek Berlin exklusiv an diesem Abend zu sehen sein.

Der Quaternio Verlag Luzern in Zusammenarbeit mit der Staatsbibliothek zu Berlin – PK.