Einträge von Pia Beckmann

Wortschatz und Wortgewandtheit: Lexikografie und Literatur in arabischen Handschriften

„Schätze des Wissens – arabische Handschriften im Dialog“ ist der Titel einer Veranstaltungsreihe, die das Arabische Kulturhaus und die Stabi Berlin gemeinsam präsentieren, und die sich diesem bedeutenden kulturellen Erbe aus der arabischen Welt widmet. In Vortrags- und Diskussionsrunden veranschaulichen renommierte Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen die Welt der arabischen Handschriften aus historischer, sozialgeschichtlicher, literaturgeschichtlicher sowie naturwissenschaftlicher Perspektive.

Wellenwelten | Příliv příběhů – Tschechische Gegenwartsliteratur in der Stabi: Eigenes Leben gegen fremde Maßstäbe

In der zweiten Ausgabe der Reihe „Wellenwelten“ zu literarischen Begegnungen tschechischer und deutscher Autor:innen treffen Anna Beata Háblová und Anette Selg aufeinander, deren Debütromane aus verschiedenen Perspektiven von Identitätsverlust, Erschöpfung und dem gesellschaftlichen Druck auf die Frauen erzählen. Mit der Moderatorin Maria-Christina Piwowarski sprechen beide Autorinnen über ihr eigenes Schaffen und darüber, ob und wie Literatur die Zerbrechlichkeit und Unruhe der heutigen Generation von Frauen benennen kann.

Die Ukraine in Flammen: Isaak Babels erschütternder Prosazyklus „Die Reiterarmee“

1926 erschien Isaak Babels Prosazyklus Die Reiterarmee. Die Skizzen aus dem polnisch-sowjetischen Krieg, den Babel als embedded journalist miterlebte, machten den jüdischen, im ukrainischen Odessa geborenen und auf Russisch schreibenden Autor auch außerhalb der Sowjetunion schlagartig berühmt. Kurt Tucholsky schrieb in der Weltbühne über das Buch: „Ich und mein Kater […] haben es schon dreimal gelesen und nicht schlecht dabei geschnurrt.“ Dabei ist Die Reiterarmee mitnichten ein behagliches Buch. Wie kein anderer vermochte Babel die Widersprüche der Revolution, in deren Namen er mit der Roten Kavallerie in den Krieg zog, ins Bild zu fassen: hier die utopische Verheißung einer besseren Welt, dort das ungeheure Leiden, mit dem die Zivilbevölkerung für das vermeintliche Glück bezahlte.