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Ausstellungsplakat BUSONI

Eröffnung 4.9.: BUSONI. Freiheit für die Tonkunst

Am 4. September 2016 wird um 13 Uhr im Foyer der Kunstbibliothek am Kulturforum die Ausstellung BUSONI. Freiheit für die Tonkunst durch die Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin, Barbara Schneider-Kempf, den Direktor der Kunstbibliothek, Moritz Wullen, sowie den Direktor des Staatlichen Instituts für Musikforschung, Thomas Ertelt, feierlich eröffnet.

Zuvor findet um 11 Uhr ein Konzert im Rahmen des diesjährigen Musikfestes der Berliner Festspiele im Kammermusiksaal der Philharmonie mit dem Klavierduo GrauSchumacher statt.  Stiftungspräsident Hermann Parzinger wird gemeinsam dem Künstlerischen Leiter des Musikfests Winfried Hopp die Gäste begrüßen und das Festival eröffnen. Karten  sind zum Preis von 10 – 35 Euro über die Seite des Musikfests erhältlich.

Gemälde / Öl auf Leinwand, Ferruccio Busoni (1916) von Max Oppenheimer

Max Oppenheimer: Ferruccio Busoni, 1916 © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie/Jörg P. Anders

Der Komponist, Klaviervirtuose, Dirigent und Musiktheoretiker Ferruccio Busoni (1866–1924) zählt zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten seiner Epoche. Neben Komponisten wie Arnold Schönberg, Igor Strawinsky, Béla Bartók und Paul Hindemith gilt er als Wegbereiter der Neuen Musik. In vielen seiner Kompositionen streift er die Atonalität der zeitgenössischen Avantgarde, seine Ästhetik kulminiert in der Vision einer freien Musik. Sein nachhaltiger Einfluss auf die Kunst und die Musik des 20. Jahrhunderts macht ihn zu einer der zentralen Figuren der Moderne.

Aus Anlass von Busonis 150. Geburtstag am 1. April 2016 präsentieren die Staatsbibliothek zu Berlin, das Staatliche Institut für Musikforschung und die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin eine umfassende Ausstellung zu Leben und Werk des Komponisten. Im Mittelpunkt steht dabei der Busoni-Nachlass der Staatsbibliothek zu Berlin, einer der kostbarsten musikgeschichtlichen Schätze der Stadt. Er umfasst nicht nur Notenmanuskripte und eine fotografische Porträtsammlung, sondern ebenso mehr als 9.000 Briefe, die Busoni mit bedeutenden Protagonisten und Förderern der europäischen Moderne bis hin zur Avantgarde wechselte, darunter Arnold Schönberg, Stefan Zweig, George Bernard Shaw, Harry Graf Kessler, Max Oppenheimer, Umberto Boccioni, Jakob Wassermann, Bruno Cassirer, James Simon und Ludwig Rubiner.


Eine Ausstellung der Staatsbibliothek zu Berlin – PK, des Staatlichen Instituts für Musikforschung und der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin – PK

4. September 2016 – 8. Januar 2017

Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin
Matthäikirchplatz 6
10785 Berlin

Montag geschlossen / Dienstag, Mittwoch und Freitag 10:00 – 18:00 Uhr
Donnerstag 10:00 – 20:00 Uhr
Samstag und Sonntag 11:00 – 18:00 Uhr

Der Eintrittspreis beträgt 6 Euro, ermäßigt 3 Euro.

BUSONI. Freiheit für die Tonkunst!

Am 1. April feiern wir den 150. Geburtstag des vor allem als Klaviervirtuose und Komponist bekannten Künstlers Ferruccio Dante Michelangelo Benvenuto Busoni (1866-1924). Das Staatliche Institut für Musikforschung, die Staatsbibliothek zu Berlin und die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin würdigen das Leben und Werk Busonis vom 4. September 2016 – 8. Januar 2017 im Kulturforum mit der Ausstellung BUSONI. Freiheit für die Tonkunst!

6_Busoni_London November 1919

Die Staatsbibliothek zu Berlin besitzt den Nachlass von Ferruccio Busoni. Der Komponist, Klaviervirtuose, Dirigent und Musiktheoretiker zählt zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten seiner Epoche. Neben Komponisten wie Arnold Schönberg, Igor Strawinsky, Béla Bartók und Paul Hindemith gilt er als Wegbereiter der Neuen Musik. In vielen seiner Kompositionen streift er die Atonalität der zeitgenössischen Avantgarde, seine Ästhetik kulminiert in der Vision einer freien Musik. Sein nachhaltiger Einfluss auf die Kunst und die Musik des 20. Jahrhunderts macht ihn zu einer der zentralen Figuren der Moderne.

Der sehr umfangreiche Nachlass Busonis, der ab 1925 in mehreren Partien in die heutige Staatsbibliothek zu Berlin kam, gehört zu den kostbarsten musikgeschichtlichen Schätzen der Stadt. Er umfasst rund 15 Tausend verschiedene Stücke, darunter sind 9.000 Briefe von und an Buson, mehr als 350 eigene Kompositionen sowie Bearbeitungen anderer Werke, über 200 Schriften, rund 600 Fotografien, 500 Autographe, 650 Konzertprogramme und 3.000 Kritiken. In der Musikabteilung kann nach all diesen Materialien recherchiert und mit diesen gearbeitet werden.
Die mehr als 9.000 Briefe sind online über die Datenbank Kalliope recherchierbar, das internationale Verbundsystem zum Nachweis von Nachlässen und Autographen. Zu Busonis Korrespondenzpartnern gehörten Arnold Schönberg, Stefan Zweig, George Bernard Shaw, Harry Graf Kessler, Max Oppenheimer, Umberto Boccioni, Jakob Wassermann, Bruno Cassirer, James Simon und Ludwig Rubiner.

Trotz Busonis Bedeutung und der zunehmenden Rezeption liegt sein Einfluss auf die neuere Musik- und Kompositionsgeschichte noch immer weitgehend im Dunkeln. Unter seinen mehr als 300 eigenen Kompositionen stehen die zum Klavier im Zentrum. Sein herausragendstes und zugleich am häufigsten gespieltes Werk ist “Fantasia contrappuntistica” (1910), von diesem sind im Nachlass mehrere Fassungen zu finden.
Zwei seiner insgesamt fünf Opern, “Die Brautwahl” (1912) und “Doktor Faust” (1924/25, vervollständigt von Philipp Jarnach), kommen zunehmend zur Auführung, in den letzten Jahren u.a. in Salzburg, München und Berlin.

Zum Nachhören: RBB Kulturradio brachte am 30. März eine knapp 1/2-stündige Sendung über Ferrucio Busoni, bis zum 6. April kann dieser Beitrag in der RBB Mediathek angehört werden.

Auf der Website der Musikabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin finden Sie
* die ausführliche Ankündigung der Ausstellung,
*
wesentliche Lebensdaten Busonis
sowie
* umfangreiche Informationen zu seinem Nachlass und seinem Werk.