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[die Meldungen der Jahre 2000 – 2016]

Fit in den Frühling mit königlicher Gymnastik, einem Kometenei und dem kleinen Matrosen Fiete – das Bibliotheksmagazin 1/19 ist erschienen

Einen echten König haben wir hinter dem Cover der ersten Ausgabe des Jahres 2019 versteckt. Doch was steckt dahinter? – Wir berichten über erstaunliche, schöne und kostbare Erwerbungen unserer Orientabteilung, darunter eine mittelalterliche Malerei, die König Siddhārtha bei seinen gymnastischen Übungen zeigt. Erfahren Sie außerdem, wie im 17. Jahrhundert über Kometenerscheinungen publiziert wurde und wie der kleine Matrose Fiete aus der App in das Buch geraten ist.

Das Bibliotheksmagazin mit Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München wird herausgegeben von Dr. h.c. (NUACA) Barbara Schneider-Kempf und Dr. Klaus Ceynowa. Es liegt in den zentralen Eingangsbereichen unserer Häuser aus:

Haus Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin
Haus Unter den Linden 8, 10117 Berlin (Eingang Dorotheenstraße 24)
Kinder- und Jugendbuchabteilung und Zeitungsabteilung im Westhafenspeicher: Westhafenstraße 1, 13353 Berlin

Einen ortsunabhängigen Zugang bietet die digitale Version als PDF-Datei zum Herunterladen:
http://staatsbibliothek-berlin.de/die-staatsbibliothek/publikationen-der-staatsbibibliothek/bibliotheksmagazin/

Wieder verfügbar: Faksimile des Gedichts ,Wer bin ich?’ von Dietrich Bonhoeffer

Bereits in vierter Auflage erscheint die Handschrift des Theologen und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer (1906-1945). Das Gedicht ,Wer bin ich?’ entstand im Wehrmachtsuntersuchungsgefängnis Berlin-Tegel, wo Bonhoeffer wegen ,Wehrkraftzersetzung’ inhaftiert war. Die vorliegende Fassung wurde der Staatsbibliothek zu Berlin anlässlich der Übergabe des Nachlasses am 12. Mai 1997 von der deutschen Sektion der Internationalen Bonhoeffer-Gesellschaft geschenkt.

Das Faksimile wird in einer repräsentativen Mappe geliefert und kann für 5 Euro (zuzüglich Porto- und Versandkosten) online bestellt werden:
http://sbb.berlin/qya3cd

Wolfgang Huber stellt am 21.2.19 um 18 Uhr im Haus Potsdamer Straße seine gerade im Beck-Verlag erschienene Biografie ,Dietrich Bonhoeffer – Auf dem Weg zu Freiheit’ vor. Wir präsentieren das Original des Gedichts ,Wer bin ich?’ exklusiv an diesem Abend im Dietrich-Bonhoeffer-Saal. Weitere Informationen:
https://blog.sbb.berlin/termin/buchvorstellung-und-gespraech-mit-wolfgang-huber-am-21-2/

Zum 250. Geburtstag Alexander von Humboldts

Am 14. September 2019 jährt sich der Geburtstag Alexander von Humboldts – des Forschers, Entdeckers, Netzwerkers und Europäers – zum 250. Mal. Dass der heutigen Staatsbibliothek zu Berlin der wissenschaftliche Nachlass dieses in jeder Hinsicht bemerkenswerten Berliners gehören sollte, hatte er testamentarisch verfügt. In den letzten Jahren kamen bedeutende Ergänzungen hinzu: die neun Amerikanischen Reisetagebücher (2013) und 20 Briefe Humboldts an einen befreundeten Naturwissenschaftler (2018). Die etwa 33.000 Blätter im Nachlass sind meist sehr eng und oft in kleiner Schrift beschrieben, auch bediente Humboldt sich mehrerer Sprachen. Bis kurz vor seinem Tod im Jahr 1859 arbeitete er sehr intensiv mit seinen Aufzeichnungen und schuf immer wieder neue Ordnungen – all dies erschwert das Edieren seines Werkes.

Ein überaus bedeutender Schritt für die Forschung wie auch für alle an der Arbeit Alexander von Humboldts Interessierte war die Online-Stellung sämtlicher Humboldt-Dokumente ab dem Jahr 2014: 75.000 Images sind in bester Qualität digital aufbereitet und erschlossen unter https://humboldt.staatsbibliothek-berlin.de zu finden. Projekte aller Art – Forschungen, Editionen, künstlerische Verarbeitungen, Dokumentationen und vieles mehr – können unmittelbarer als je zuvor durchgeführt werden. Dies mildert auch den Umstand, dass ein Drittel des Nachlasses infolge des Zweiten Weltkrieges in Krakau aufbewahrt wird.

 

Im Jubiläumsjahr 2019 lädt die Staatsbibliothek die Öffentlichkeit ein, das Werk des Forschers und Entdeckers Alexander von Humboldt selbst zu erkunden:

  • Donnerstag, 28. März 2019, Haus Unter den Linden

Die Kulturhistorikerin Andrea Wulf stellt ihr illustriertes Buch „Die Abenteuer des Alexander von Humboldt“ vor, ein Kooperationsprojekt mit der Staatsbibliothek zu Berlin, erscheint im März bei Bertelsmann.

Mit ihrem preisgekrönten Buch „Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur“ hat sich Andrea Wulf bereits einen Namen als Humboldt-Expertin gemacht. Nun ließ sie sich von den Amerikanischen Reisetagebüchern Alexander von Humboldts inspirieren. Gemeinsam mit der New Yorker Illustratorin Lillian Melcher entstand ein opulent bebildertes Buch über Humboldts Südamerika-Expedition, nach Aussage des Verlages das „ungewöhnlichste Buch zum Jubiläumsjahr“. Andrea Wulf lässt darin Humboldt selbst von seinen größten Abenteuern der Jahre 1799 bis 1804 erzählen. Unterhaltsam aufbereitet wird das Ganze mit zahlreichen farbigen Zeichnungen, Dokumenten und Kästen, in denen einzelne Themen vertieft, Personen vorgestellt und Forschungsgegenstände erläutert werden. Die Illustrationen und Faksimiles beruhen auf Originalvorlagen aus den Humboldt-Tagebüchern und anderen Dokumenten im Besitz der Staatsbibliothek. Die Autorin wird ihr neues Buch vorstellen und anschließend für ein Gespräch zur Verfügung stehen.

 

  • Dienstag, 2. Juli 2019, Haus Potsdamer Straße

Der Historiker Patrick Anthony beleuchtet das Weltverständnis der Humboldt-Zeit.

Die von Humboldt propagierte ganzheitliche Naturanschauung („alles hängt mit allem zusammen“) kann als Ursprung der modernen Ökologie verstanden werden. Gleichzeitig teilte er mit vielen Zeitgenossen ein leidenschaftliches Interesse für den Bergbau – heute wissen wir, dass die zunehmende „Ökonomisierung der Natur“ und die industrielle Ressourcengewinnung zu einer Umweltkrise gewaltigen Ausmaßes führte und weiterhin führt. In seinem Vortrag „Bergbau als ‚Hülfsmittel der Natur‘“ geht der Historiker Patrick Anthony der Frage nach, wie die Nutzung der Natur aus der Perspektive eines Zeitgenossen aussah. Er beleuchtet hierfür den Weltumsegler und Naturforscher Georg Forster (1754-1794) und seine Reise durch Bergbaulandschaften des Harzes und des Erzgebirges im Jahre 1784. Mit seinen Reisebeschreibungen beeinflusste Forster den jungen Humboldt, der ihn 1790 an den Niederrhein, nach England und Frankreich begleitete. Patrick Anthony war 2016 als Stipendiat an der Staatsbibliothek zu Berlin und beschäftigt sich im Rahmen seiner Dissertation „Nature’s Working World“ mit Bergbau, Reisen und Umwelt in der Humboldt-Zeit.

 

  • Mittwoch, September 2019, Haus Potsdamer Straße

Rüdiger Schaper und Dorothee Nolte, beide vom Tagesspiegel, im Gespräch über ihre Arbeit mit dem Humboldt-Nachlass und ihre Bücher „Alexander von Humboldt. Die Preußen und die neuen Welten“ (Siedler, 2018) und „Alexander von Humboldt. Ein Lebensbild in Anekdoten“ (Eulenspiegel, 2018)

Mit diesem Abend wird diese dreitägige Präsentation eröffnet:

 

  •  Donnerstag, 12. – 14. September 2019, ganztägig im Haus Potsdamer Straße

3 Tage original: Die Amerikanischen Reisetagebücher von Alexander von Humboldt

Ganz selten nur können solche Pretiosen wie die Reisetagebücher, die Alexander von Humboldts während seiner großen Entdeckungs- und Forschungsreise durch Amerika (1799-1804) fortlaufend mit Berichten, Tabellen mit Messergebnissen oder mit vielfältigen Zeichnungen füllte, aus den Tresoren geholt und dem Publikum präsentiert werden. Im Jubiläumsjahr 2019 ist „Humboldt für alle bei freiem Eintritt!“ für die Staatsbibliothek zu Berlin selbstverständlich, der letzte Tag der Schau markiert den 250. Geburtstag des berühmten Berliners.