Ankündigungen von Veranstaltungen und Terminen

Lange Nacht der Recherche am 20.6., 17-23 Uhr

Lange Nacht der Recherche am 20.6., 17-23 Uhr

  • Termin

    Mi, 20. Juni 2018
    17-23 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Lesesaal
    Potsdamer Straße 33
    10785 Berlin

    Eintritt frei

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestelle
    H Potsdamer Brücke (Bus M29)
    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)
    H Kulturforum (Bus M48)

  • Alle Veranstaltungen

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Mit uns findet jede*r einen Volltreffer: Ob für den ersten Überblick, ein konkretes Arbeitsthema oder eine Detailfrage – wir bieten die Gelegenheit, in einer einzigen Nacht eine individuelle Literaturliste zu erstellen und sich dazu an zahlreichen Beratungs- und Mitmach-Stationen bei unseren Rechercheprofis den passenden Input zu holen. Aus unseren Workshops, Posterpräsentationen, Kurzvorträgen, 1:1-Beratungen und Kreativangeboten lassen sich Programme nach Maß rund um die Recherche und das wissenschaftliche Arbeiten erstellen. – Und vielleicht findet sich auch das ganz persönliche Glück bei unserem Speed-Dating…

Die Teilnahme ist kostenlos.
Bibliotheksausweis & Anmeldung sind nicht erforderlich.

Programm

Das Programm ist online! Die Details verbergen sich hinter den einzelnen Stationen, eine Übersicht gibt es als PDF.



Station 1: Recherche-Galerie

Was, wo und wie suche ich, um eine sinnvolle Literaturliste zusammenzustellen? An dieser Station stellen wir verschiedene Phasen der Literaturrecherche vor und geben Leitfragen an die Hand, mit denen man sich seinen persönlichen Wissensbedarf klarer machen kann. Hier stehen ein Pool von 26 Computern sowie freie Plätze für die Arbeit mit dem eigenen Laptop bereit, an denen man den ganzen Abend an seiner Literaturliste feilen kann. Unser Team steht für Fragen und Unterstützung bereit.

Zeit: durchgängig den ganzen Abend

Station 2: Workshops zum wissenschaftlichen Arbeiten

In unserem Gruppenarbeitsraum bieten wir verschiedene 30-minütige Workshops zum wissenschaftlichen Arbeiten an. Auf dem Programm stehen Projektplanung, Themeneingrenzung, Mindmapping, Schlüsselbegriffe finden, Lesetechniken und Zitieren/Anmerken.

Zeitplan:

17.45 Uhr – Tischgruppe 1: Projektplanung / Tischgruppe 2: Schlüsselbegriffe finden

18.30 Uhr – Tischgruppe 1: Thema erschließen / Tischgruppe 2: Lesetechniken

19.15 Uhr – Tischgruppe 1: Mindmapping / Tischgruppe 2: Zitieren

20.00 Uhr – Tischgruppe 1: Projektplanung / Tischgruppe 2: Schlüsselbegriffe finden

20.45 Uhr – Tischgruppe 1: Thema erschließen / Tischgruppe 2: Lesetechniken

21.30 Uhr – Tischgruppe 1: Mindmapping / Tischgruppe 2: Zitieren

Dauer: 20-30 Minuten

Station 3: Kurzvorträge zu Recherche und Literaturverwaltung

In unserem Schulungsraum im Lesesaal bieten wir Einführungen zu folgenden Themen an:

  • How to start: Wie funktioniert das Arbeiten in der StaBi am besten? Welches sind die wichtigsten Rechercheinstrumente und wie nutze ich sie am effektivsten? Was sollte ich sonst noch über die Services wissen?
  • Elektronische Ressourcen an der StaBi und freie Webangebote für die Wissenschaft: Wie komme ich online zu den Volltexten und wie drucke oder maile ich diese? Wo finde ich relevante freie Webangebote und wie kann ich die Qualität beurteilen?
  • Literaturverwaltung: Welche Programme zur Literaturverwaltung sind auf dem Markt? Welches Programm kann was am besten und eignet sich für mich?

Zeitplan:

17.15 Uhr – How to start?

18.00 Uhr – Elektronische Ressourcen an der StaBi und freie Webangebote für die Wissenschaft

18.45 Uhr – Literaturverwaltung

19.30 Uhr – How to start?

20.15 Uhr – Elektronische Ressourcen an der StaBi und freie Webangebote für die Wissenschaft

21.00 Uhr – Literaturverwaltung

Dauer: 30 Minuten

Station 4: Individuelle Fach- und Rechercheberatung

An unserer Auskunftstheke besetzen wir parallel drei Beratungsplätze mit Fach- und Recherche-Experten, die sich den individuellen Fragen und Problemen der Teilnehmer*innen widmen.

Zeitplan:

1-2 Plätze sind durchgängig mit Recherche-Experten besetzt. Dazu kommen Fachexperten zu folgenden Zeiten:

17.00 Uhr – Romanistik

17.30 Uhr – Asienwissenschaften, Rechtswissenschaft

18.00 Uhr – Anglistik/Amerikanistik/Keltologie, Altertumswissenschaften/Klassische Philologie

18.30 Uhr – Kunst, Tanz-, Theater- und Filmwissenschaft, Geschichte

19.00 Uhr – Germanistik/Niederlandistik, Sozialwissenschaften

19.30 Uhr – Philosophie, Wissenschafts- und Technikforschung

20.00 Uhr – Anglistik/Amerikanistik/Keltologie, Romanistik

20.30 Uhr – Rechtswissenschaft, Altertumswissenschaften/Klassische Philologie

21.00 Uhr – Asienwissenschaften, Sozialwissenschaften

21.30 Uhr – Kunst, Tanz-, Theater- und Filmwissenschaft

22.00 Uhr – Geschichte, Allgemeine und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft, Nordische Philologien

Dauer: 30 Minuten

Station 5: Peer to Peer: Nutzer*innen beraten sich

An einer Stelle geht es einfach nicht weiter? Die Fragestellung ist noch nicht ganz schlüssig oder es lässt sich erst gar nicht eine erkennen? – Einfach mal hören, was andere zum eigenen Arbeitsthema sagen, die nicht schon tief in der Materie stecken! An dieser Station bringen wir zwei Personen zusammen, die jeweils 11 Minuten Zeit haben, um kurz ihr Thema oder ein Problem vorzustellen und dann in Gedankenaustausch mit ihrem “unbedarften” Gegenüber zu treten. Gute Tipps gibt es häufig in unerwarteten Momenten…

Startzeiten:

18.30 Uhr

20.00 Uhr

21.30 Uhr

Dauer: jeweils 2x 11 Minuten

Station 6: Posterpräsentationen

Im Ostfoyer ist viel Raum zum Flanieren und Nachdenken. An diesem Abend kann man seine Gedanken noch mit anschaulichen Kurzinformationen zu verschiedenen Themen rund um die Recherche und das wissenschaftliche Arbeiten anregen. So gibt es Poster zu:

  • wissenschaftlichen Qualitätskriterien
  • dem Kreislauf des wissenschaftlichen Arbeitens
  • den Phasen der Literaturrecherche
  • dem Unterschied zwischen systematischer Suche und Schneeballsuche
  • den Merkmalen der gängigen Literaturverwaltungsprogramme
  • den Systematiken der StaBi

Zeit: durchgängig den ganzen Abend

Station 7: Wissenschaftliches Publizieren: Schwerpunkt Rechtsfragen

In vier Vorträgen und jeweils anschließender Zeit für Fragen und Beratung beschäftigen wir uns mit den Grundfragen des Urheber- und Verlagsrechts beim konventionellen Publizieren, mit der Open-Content-Lizenzierung bei Open Access, mit Bildrechten und Rechtsfragen bei Forschungsdaten.

Zeitplan:

17.30–18.00 Uhr – Konventionelles Publizieren, Grundfragen des Urheber- und Verlagsrechts

19.00–19.30 Uhr – Open Access, Open-Content-Lizenzierung

20.30–21.00 Uhr – Bildrechte

22.00–22.15 Uhr – Rechtsfragen bei Forschungsdaten

Im Anschluss an die Vorträge steht der Referent für Fragen und individuelle Beratung zur Verfügung.

Station 8: Speed-Dating

Was treibt eigentlich andere Nutzer*innen in die StaBi und was machen die, wenn sie nicht gerade in der Bibliothek sitzen? Und die Bibliothekar*innen? Es muss ja nicht immer die Literaturrecherche sein: An dieser Station kann man sich einfach mal zu einem gemütlichen Smalltalk mit Bibliothekar*innen oder Nutzer*innen zusammensetzen, ein bisschen von der Arbeit entspannen und neue Leute kennenlernen – in 3x 11 Minuten…

Startzeiten:

19.30 Uhr

20.45 Uhr

22.00 Uhr (ggf.)

Dauer: jeweils 3x 11 Minuten

Station 9: Fernleihe

Was tun, wenn ich in der StaBi nicht alles finde, was ich brauche? Und genau ein Buch brauche ich am besten heute Nacht noch? An dieser Infowand stellen wir all die zahlreichen Möglichkeiten vor, wie man am einfachsten an das gesuchte Material kommt… und erläutern auch gerne, wie die Beschaffung im Hintergrund funktioniert.

Zeit: durchgängig den ganzen Abend

Station 10: StaBi Backstage

Wie genau kommt eigentlich das bestellte Buch zu mir? Wieso kann ich nicht alle Bücher ausleihen und wieso gibt es so viele verschiedene Ausgabestellen? Was mache ich, wenn ein gesuchtes Buch bereits ausgeliehen ist? Wie werde ich von der StaBi informiert? All diesen und zahlreichen anderen Fragen zu unseren umfassenden Benutzerservices widmen wir uns an dieser Station und erläutern an einer Infowand, wie der Kosmos StaBi funktioniert.

Zeit: durchgängig den ganzen Abend

Station 11: Projekte, Portale und spezielle Rechercheinstrumente

In kurzen Stand Up-Sessions stellen wir fünf ausgewählte Angebote der StaBi und darüber hinaus vor.

Zeitplan:

17.30 Uhr – Die digitalisierten Sammlungen der SBB

18.00 Uhr – CrossAsia: Fachinformationen für die asienbezogenen Wissenschaften

18.30 Uhr – Europeana

19.00 Uhr – ARK-Online: Sachliche Suche im Altbestand der SBB

19.30 Uhr – Fachinformationsdienst Recht

20.00 Uhr – Die digitalisierten Sammlungen der SBB

20.30 Uhr – CrossAsia: Fachinformationen für die asienbezogenen Wissenschaften

21.00 Uhr – Europeana

21.30 Uhr – ARK-Online: Sachliche Suche im Altbestand der SBB

22.00 Uhr – Fachinformationsdienst Recht

Dauer: 11 Minuten plus Zeit für Fragen

Station 12: Aktiv entspannen

An einem langen Recherchetag in der StaBi lässt irgendwann die Konzentration nach? Dann empfehlen wir diese Station, an der wir ein paar praktische Methoden zeigen, mit denen man eher sinnfrei oder auch ganz zielgerichtet für kurze Zeit den Kopf frei bekommt und neue Kräfte sammeln kann.

Zeitplan:

17.45 Uhr – Zendoodlen: Meditatives Zeichnen

18.30 Uhr – Visual Notes: Gedanken und Konzepte bildlich darstellen

19.15 Uhr – Papierfalten: Lesezeichen und Ordnungshilfe zugleich

20.00 Uhr – Zendoodlen: Meditatives Zeichnen

20.45 Uhr – Visual Notes: Gedanken und Konzept bildlich darstellen

21.30 Uhr – Papierfalten: Lesezeichen und Ordnungshilfe zugleich

22.15 Uhr – Zendoodlen: Meditatives Zeichnen

Dauer: 11-22 Minuten

Station 13: Blick hinter die Kulissen

Wie funktioniert die StaBi? Wir gewähren einen Blick ins Magazin, ins Großraumbüro und auf unsere Kastenförderanlage, mit der wir die Bücher durch das ganze Haus transportieren.

Führungszeiten:

17.30 Uhr
18.30 Uhr
19.30 Uhr
20.30 Uhr
21.30 Uhr

Dauer:  20-30 Minuten

Treffpunkt: Station 10 – StaBi Backstage

Station 14: Lese-Lounge in der Cafeteria

Unsere Cafeteria ist bis zum Ende der Veranstaltung geöffnet. Zwischendurch sorgen wir hier mit kurzen Lesungen für ein wenig Unterhaltung.

Zeitplan:

19.15 Uhr

20.00 Uhr

20.45 Uhr

21.30 Uhr

22.15 Uhr

Dauer: 11 Minuten

Stillarbeitszone

Während der Veranstaltung ist die Bibliothek auch für reguläre Nutzer*innen geöffnet. Sicherlich wird es an diesem Abend im Lesesaal nicht so leise sein wie sonst, aber wir werden einen Bereich abgrenzen, in dem keine Aktivitäten vorgesehen sind und zumindest ein geräuschärmeres Arbeiten möglich sein wird.

Wo: Orient- und Ostasienlesesaal

Preisverleihung und gemütlicher Abschluss

Gegen 22.30 Uhr enden die einzelnen Aktionen. Zum Abschluss der Veranstaltung lädt die Staatsbibliothek zu einem kleinen Umtrunk im Foyer ein – mit freundlicher Unterstützung der Berliner Brauerei BRLO brwhouse.

Um 22.45 Uhr findet hier auch die Preisverleihung zu unserem Rechercherätsel statt – zu gewinnen gibt es attraktive Buchpreise von deGruyter, Suhrkamp und dem August Verlag Berlin. Es lohnt sich also, bis zum Ende zu bleiben.

Digital Humanities CC BY-NC-SA

Digital Humanities als Gegenstand und Methode in der mediävistischen Lehre. Werkstattgespräch am 28.6.

Digitales lehren – digitales Lehren. Digital Humanities als Gegenstand und Methode in der mediävistischen Lehre

  • Termin

    Do, 28. Juni 2018
    18.15 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Konferenzraum 4
    Haus Unter den Linden
    (Eingang Dorotheenstraße 27, Treffpunkt Rotunde)
    10117 Berlin

    Eintritt frei, Anmeldung erbeten

  • Anfahrt

    S- + U-Bahnstationen
    S + U Friedrichstraße
    U Französische Straße

    Bushaltestelle
    H Unter den Linden, Friedrichstraße (Bus 147)
    H Staatsoper (Bus 100, 200, TXL)



Digital Humanities CC BY-NC-SA


Dr. des. Manuel Kamenzin, Ruhr-Universität Bochum
Fachliche Betreuung: Dr. Nicole Eichenberger, Dr. Jana Madlen Schütte (Mail
)

Aus dem digitalen Wandel erwachsen für die mediävistische Lehre neue Anforderungen und Chancen.
Dies liegt nicht zuletzt an der zunehmenden Digitalisierung mediävistischen Arbeitens an sich. Handschriften, Quelleneditionen und Forschungsbeiträge sind in wachsender Zahl online verfügbar und zur Erschließung, Auswertung und Organisation von Quellen und Literatur finden Datenbanken immer größere Verbreitung. Hierdurch verändern sich unsere Zugangswege zur Materie, was wiederum zu neuen Methodendiskussionen führt. Sowohl die veränderte Arbeitssituation als auch die daraus resultierenden Debatten beeinflussen bereits den Studienverlauf, wodurch digitale Methoden und Arbeitsmittel zum Gegenstand mediävistischer Lehre werden.

Zudem hat die Digitalisierung durch das Bereitstellen von Arbeitsmaterialien auf E-Learning-Plattformen (Ilias, Blackboard, Moodle etc.), die Verwendung von Präsentationssoftware sowie die scheinbar ständige Erreichbarkeit von Lehrenden und Lernenden via E-Mail die Methoden der Lehre schon jetzt grundlegend verändert. Mit Hilfsmitteln wie Apps, Videomitschnitten und Online-Tutorials sowie Konzepten wie Blended Learning oder dem Inverted Classroom stehen weitere Innovationen zur Verfügung, die Verbesserungen sowie Arbeitserleichterungen versprechen. Es stellt sich somit nicht mehr die Frage ob, sondern vielmehr zu welchem Ausmaß digitale Neuerungen in Lehrveranstaltungen eingebunden werden sollten. Im Vortrag werden Digitalität als Gegenstand und Methode in der mediävistischen Lehre sowie Chancen und Grenzen dieser Veränderungen vorgestellt.

Eine Veranstaltung der Reihe “Digital Humanities in der Mediävistik”

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Gutenberg-Bibel

Lesung mit Daniel Kehlmann am 27.6.

Daniel Kehlmanns neuester Roman: «Tyll» Ulenspiegel – die Neuerfindung einer legendären Figur

  • Termin

    Mi, 27. Juni 2018
    19 Uhr

  • Veranstaltungsort

    Staatsbibliothek zu Berlin
    Otto-Braun-Saal
    Potsdamer Straße 33
    10785 Berlin

    Eintritt frei, Anmeldung erbeten

  • Anfahrt

    S + U Potsdamer Platz

    Bushaltestelle
    H Potsdamer Brücke (Bus M29)
    H Varian-Fry-Straße (Bus 200)
    H Kulturforum (Bus M48)

  • Alle Veranstaltungen

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© SBB-PK, Buchcover: Rowohlt Verlag GmbH, CC NC-BY-SA

Gutenberg-Bibel


Daniel Kehlmann liest aus seinem Roman «Tyll» am 27. Juni 2018

Begrüßen werden Sie Barbara Schneider‑Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz und André Schmitz, Vorsitzender der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V.

Tyll Ulenspiegel – Vagant, Schausteller und Provokateur – wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Müllerssohn in einem kleinen Dorf geboren. Sein Vater, ein Magier und Welterforscher, gerät schon bald mit der Kirche in Konflikt. Tyll muss fliehen, die Bäckerstochter Nele begleitet ihn. Auf seinen Wegen durch das von den Religionskriegen verheerte Land begegnen sie kleinen Leuten und einigen der sogenannten Großen: dem jungen Gelehrten und Schriftsteller Martin von Wolkenstein, der den Krieg kennenlernen möchte, dem melancholischen Henker Tilman und Pirmin, dem Jongleur, dem sprechenden Esel Origenes, dem exilierten Königspaar Elisabeth und Friedrich von Böhmen, deren Ungeschick den Krieg einst ausgelöst hat, dem Arzt Paul Fleming, der Gedichte auf Deutsch schreiben will, und nicht zuletzt dem fanatischen Jesuiten Tesimond und dem Weltweisen Athanasius Kircher, der verheimlicht, dass er seine aufsehenerregenden Versuchsergebnisse erfunden hat. Ihre Schicksale verbinden sich zu einem Zeitgewebe, zum Epos vom Dreißigjährigen Krieg. Und um wen sollte es sich entfalten, wenn nicht um Tyll, jenen rätselhaften Gaukler, der eines Tages beschlossen hat, niemals zu sterben. Ein großer Roman über die Macht der Kunst und die Verwüstungen des Krieges, über eine aus den Fugen geratene Welt.


Claudio Armbruster, ZDF heute-journal: «Kehlmann ist ein Sprachzauberer. Er lässt den Leser den Dreißigjährigen Krieg spüren, riechen, schmecken. Sein Buch ist dreckig, feucht und kalt, es stinkt nach Pest, Tod und Verderben – und ist dabei trotzdem so lebensbejahend und abgründig komisch. Kurz, «Tyll› ist verdammt großartig.»

Volker Weidermann, Der Spiegel: «‹Tyll› ist das beste Buch, das Daniel Kehlmann bislang geschrieben hat (…). Ja, es ist wieder ein Geschichtsbuch, wie 2005 «Die Vermessung der Welt›, der meistverkaufte deutsche Roman seit Patrick Süskinds ‹Parfum›, das Buch, mit dem Kehlmann zum Weltstar der deutschen Literatur wurde. Aber anders als die hyperionisch erzählte Geschichte der deutschen Weltvermesser (…) ist das neue Werk ein – ja – zu Herzen gehendes, lebensvolles, wundervoll undistanziert geschriebenes, brutales, modernes, romantisches deutsches Epos. (…) ‹Tyll› ist Daniel Kehlmanns Sieg über die Geschichte, sein historischer Triumph.»



Daniel Kehlmann wurde 1975 als Sohn des Regisseurs Michael Kehlmann und der Schauspielerin Dagmar Mettler in München geboren. 1981 Umzug nach Wien. Nach dem Besuch der Jesuitenschule Kollegium Kalksburg studierte er Philosophie und Germanistik in Wien. 1997 erschien sein erster Roman »Beerholms Vorstellung«. Er hatte Poetikdozenturen in Mainz, Wiesbaden und Göttingen inne und wurde mit zahlreichen Preisen, darunter dem Candide-Preis, dem Doderer-Preis, dem Kleist-Preis 2006 sowie zuletzt dem WELT-Literaturpreis 2007 ausgezeichnet. Kehlmanns Rezensionen und Essays erschienen in Magazinen und Zeitungen, darunter »Der Spiegel«, »Guardian«, »Frankfurter Allgemeine Zeitung«, »Süddeutsche Zeitung« und »Volltext«. Sein Roman »Ich und Kaminski« war ein internationaler Erfolg, sein Roman »Die Vermessung der Welt« wurde in bisher vierzig Sprachen übersetzt. Daniel Kehlmann lebt als freier Schriftsteller in Wien und Berlin.