Ankündigungen von Veranstaltungen und Terminen

„Frische teutsche Liedlein“ mit der lautten compagney in der Ausstellung „Bibel – Thesen – Propaganda“

Sonntag, 2. April: Finissage „Bibel – Thesen – Propaganda. Die Reformation erzählt in 95 Objekten“ mit zwei Kurzkonzerten der lautten compagney BERLIN, 14 Uhr und 16.30 Uhr – freier Eintritt

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Am Sonntag, 2. April 2017, schließt um 18 Uhr die einzige Ausstellung, die alle drei im Jahr 1517 gedruckten Ausgaben der 95 Thesen Martin Luthers zur Klärung der Kraft der Ablässe zeigt.

Zur Finissage erklingen in der Staatsbibliothek Lieder aus der Zeit Martin Luthers – und das in höchster Qualität und mit freiem Eintritt. Das mehrfach ausgezeichnete Berliner Ensemble lautten compagney entwickelt zum diesjährigen Jubiläum ein speziell auf die Reformationszeit abgestimmtes Programm. In kleiner Besetzung – Tenor, Zink (Cornett), Gambe und Laute – spielt die lautten compagney am Sonntag in zwei Kurzkonzerten von je 35 Minuten „Frische teutsche Liedlein“. Zwischen den beiden Auftritten der lautten compagney wird um 15 Uhr durch die Ausstellung geführt. Gezeigt werden dabei auch die ersten lutherischen Gesangbücher wie das Achtliederbuch und die früheste Sammlung mehrstimmiger Luther-Choräle von Johann Walter sowie ein eigenhändiger Kompositionsversuch Martin Luthers zu seinem Vaterunserlied.

Johann Walters Gesangbüchlein, Stimmbuch für den Tenor. Musikabteilung. Lizenz: CC-BY-NC-SA

„Frische teutsche Liedlein“ – Lieder aus der Zeit Martin Luthers

In diesem Programm widmen sich der Tenor Robert Sellier und die Spezialisten der Alten Musik deutschen Tenorliedern. Mit dieser typisch deutschen Form der Renaissance lösten sich die Komponisten von den franko-flämischen Vorbildern und schufen Lieder, bei denen die Melodie nicht in der höchsten Stimme, sondern im Tenor liegt. Im Mittelpunkt stehen die Lieder von Ludwig Senfl (um 1490–1543). Zu hören sein werden außerdem Lieder von Heinrich Isaac (um 1450–1517) sowie Stücke aus der fünfteiligen Sammlung Frische teutsche Liedlein von dem Arzt, Komponisten und Liedersammler Georg Forster (um 1510–1568). Die lautten compagney und Robert Sellier laden mit viel Musizierfreude und sprühender Kreativität zu einer erfrischenden Reise in die Zeit der Reformation ein.

Wiederaufnahme der Ausstellung vom 24. bis 28. Mai 2017 zum Evangelischen Kirchentag

Die Ausstellung „Bibel – Thesen – Propaganda“ wird als Teil des Regionalen Kulturprogramms zum Evangelischen Kirchentag erneut zu sehen sein, dies vom 24. bis 28. Mai 2017. Bis dahin müssen die 95 herausragenden Objekte zur Reformationsbewegung aus konservatorischen Gründen in den Tresormagazinen ruhen, neben den Thesendrucken etwa die Prachtbibeln aus der Cranach-Werkstatt oder drastische antipäpstliche Flugblätter jener Zeit.

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„Bibel – Thesen – Propaganda. Die Reformation erzählt in 95 Objekten“
Haus Potsdamer Straße 33 / Kulturforum, 10785 Berlin
freier Eintritt, Führungen sonntags 15 Uhr
Katalog 20 €, Faksimile vom Druck d. 95 Thesen 8 €, beide 25 €

bis 2. April: dienstags bis samstags 11 – 19 Uhr, sonntags 13 – 18 Uhr;
24. Mai – 28. Mai 2017: 11 – 20 Uhr, am Sonntag 11 – 18 Uhr

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Blog zur Ausstellung

Wissenswerkstatt-Workshop Haus Potsdamer Straße | SBB-PK CC NC-BY-SA

Wissenswerkstatt im April

In unserer Wissenswerkstatt vermitteln wir Ihnen elektronische Ressourcen oder Internetquellen zu Ihrem Fach, zeigen Ihnen Wege auf, wie Sie schnell und treffsicher zu den gewünschten Suchergebnissen kommen, elektronische Texte oder Digitalisate finden und diese weiter verarbeiten können. Im April möchten wir Sie zu folgenden Workshops einladen:

 

Workshop
Feldforschung im Trockenen – Literaturrecherche für EthnologInnen
Donnerstag, 20. April, 16.30 Uhr

Workshop
Open Access Architektur
Donnerstag, 27. April, 16.30 Uhr

 

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Ein Angebot der Staatsbibliothek zu Berlin und ihrer Kooperationspartner.

Marcel Beyer – Buchpremiere von „Das blindgeweinte Jahrhundert“ am 3. April um 18 Uhr

Buchpremiere: Das blindgeweinte Jahrhundert von Marcel Beyer, Büchner-Preisträger 2016

Lesung mit Marcel Beyer
Einführung: Barbara Schneider-Kempf, Thomas Sparr
Moderation: Jens Bisky

Montag, 3. April 2017
18 Uhr, Simón-Bolívar-Saal, Haus Potsdamer Straße 33
Eintritt frei, um Anmeldung wird unter freunde@sbb.spk-Berlin.de gebeten

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag

 

Cover von Marcel Beyer „Das blindgeweinte Jahrhundert“ Suhrkamp Verlag 2017

Ist Literatur nach dem 20. Jahrhundert, in dem der Tod ein Meister aus Deutschland geworden ist, noch möglich? Welcher Verfahren hat sich solche Literatur zu bedienen? Diese Fragen verfolgt Marcel Beyer, Georg-Büchner-Preisträger des Jahres 2016, in seinen poetischen Untersuchungen, und er hat eine ebenso knappe wie weitreichende Antwort parat: durch Detailarbeit am Material der Realität wie der Literatur.

Seine poetische Bilanz ist weit entfernt von jeder Regelpoetik oder den Creative-Writing-Ratschlägen: Eine Literatur ohne Reflexion auf deren Entstehung und zeitgenössische Tendenzen ist nicht zu haben. Für seine Leser ermutigend: Dieser Autor beherrscht solche Forderungen der Vergangenheit und der Jetztzeit mit Nachdruck und dem notwendigen Spiel.

Marcel Beyer, geboren 1965, studierte Germanistik, Anglistik und Literaturwissenschaft an der Universität Siegen; 1992 Magister artium mit einer Arbeit über Friederike Mayröcker. Der Autor erhielt zahlreiche Preise; bis 1996 lebte Marcel Beyer in Köln, seitdem ist er in Dresden ansässig.

Beschneidung des Antichrist (Antichristfenster: süd II 1c, Marienkirche, Frankfurt/Oder, Chorhaupt) Foto: Sonja Schwirkmann

Antichrist, Endkaiser und Jüngstes Gericht: Werkstattgespräch zu apokalyptischen Prophezeiungen und Eschatologie am 19.4.

Wissenswerkstatt
Antichrist, Endkaiser und Jüngstes Gericht: Apokalyptische Prophezeiungen und Eschatologie im 14. Jahrhundert
Werkstattgespräch mit Ulrike Wuttke
Mittwoch 19. April 2017
18.15 Uhr
Schulungsraum im Lesesaal
Haus Potsdamer Straße 33
Treffpunkt in der Eingangshalle (I-Punkt)
Eintritt frei, Anmeldung erbeten

 

Das frühe 14. Jahrhundert ist ohne Zweifel ein „Krisenjahrhundert“. In dieser Zeit gerieten in der zeitgenössischen Wahrnehmung alltägliche Lebensbereiche aus dem Gleichgewicht. Das bereits vorher verstärkt vorhandene Bedürfnis, sich mit Ewigkeitshoffnung, dem Schicksal der Seelen im Jenseits und der Sicherung des Seelenheils, auseinanderzusetzen, ergriff breite soziale Schichten, nicht zuletzt das städtische Bürgertum. Hierdurch entstanden verstärkt volkssprachige prophetische und eschatologische Texte. Der volkssprachliche eschatologische Diskurs wurde zu einem festen Bestandteil der intellektuellen Emanzipation der Laien gegen Ende des Mittelalters.Im Mittelpunkt des Werkstattgesprächs stehen die Hauptprotagonisten apokalyptischer Prophezeiungen, wie der Weltkaiser der Endzeit, der Antichrist und die eschatologischen Völker, sowie eschatologische Themen wie Himmel, Hölle, Fegefeuer und das Jüngste Gericht im Oeuvre der Autoren Jan van Boendale, Lodewijk van Velthem und Jan van Leeuwen und im anonymen Boek van Sidrac. Diese Texte entstanden in Brabant, einer der wichtigsten, stark urbanisierten Regionen der mittelalterlichen Niederen Lande. Der eschatologische Kanon weist große Übereinstimmungen mit der deutschen Literatur des Mittelalters auf.

Hierzu erschien: Ulrike Wuttke, Im Diesseits das Jenseits bereiten – Eschatologie, Laienbildung und Zeitkritik bei den mittelniederländischen Autoren Jan van Boendale, Lodewijk van Velthem und Jan van Leeuwen, Göttingen, 2016.

 

 

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Zwischen Handwerk und Industrie: Werkstattgespräch zum Verlagseinband des 19. Jahrhunderts am 4.4.

Wissenswerkstatt

Zwischen Handwerk und Industrie: Der Verlagseinband des 19. Jahrhunderts

Werkstattgespräch mit Thomas-Klaus Jacob, Staatsbibliothek zu Berlin
Dienstag, 04. April 2017
18.15 Uhr
Konferenzraum 4
Haus Unter den Linden
Treffpunkt im Eingangsbereich (Rotunde)
Eintritt frei, Anmeldung erbeten

 

In der Entwicklung des Verlagseinbandes ab Mitte des 19. Jahrhunderts zeigen sich im Zuge der Industrialisierung die üblichen Merkmale der entstehenden Massenproduktion. Viele Verlagseinbände des 19. Jahrhunderts zeichnen sich aber auch durch kreative Gestaltung und Techniken aus. Technologische Entwicklungen tragen ganz entscheidend zu den Umwälzungen im Verlagswesen dieser Zeit bei. Da der Verlagseinband als industrielles Produkt bisher kaum im Mittelpunkt der Forschung stand, kann die Einbandforschung für die Publikations-, Verlags- und Technikgeschichte das 19. Jahrhunderts eine Reihe eigener Aspekte beitragen.

Eine Veranstaltung der Reihe Die Materialität von Schriftlichkeit

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Porträt Carl Friedrich Lessings von Carl Ferdinand Sohn | Detail des Vorzustandes – unter UV-Anregung – des Istzustandes

Lessing im Rahmen der Zeit – eine Restaurierung. Werkstattgespräch am 30.3.

 

Wissenswerkstatt

Lessing im Rahmen der Zeit – eine Restaurierung

Werkstattgespräch mit Thuja Seidel
Donnerstag, 30. März 2017
18.15 Uhr
Konferenzraum 4
Haus Unter den Linden (Eingang Dorotheenstraße 27)
Eintritt frei, Anmeldung erbeten

 

Was macht das Porträt von Carl Friedrich Lessing (1856), das in ursprünglicher Rahmung vorliegt, so besonders? Was ist über den Künstler Carl Ferdinand Sohn und seine Maltechnik bekannt? Wie lassen sich Spuren an Gemälde und Zierrahmen interpretieren, so dass sie gültige Aussagen über die Provenienz und die Geschichte des historischen Ensembles liefern? Welchen Ansprüchen musste die Restaurierung genügen? Der Vortrag „Lessing im Rahmen der Zeit – eine Restaurierung“ widmet sich der Entstehungsgeschichte des Porträts unter kunsthistorischen Aspekten und rekonstruiert die Aufbewahrung des Ensembles vor und nach dem Zweiten Weltkrieg. Untersuchungen und Materialanalysen bilden die Grundlage für das Restaurierungskonzept, das, wie die umfangreichen Restaurierungsmaßnahmen, eingehend vorgestellt wird.

 

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Plastikabfall am Strand der Insel Chiloé (Chile) | © Sven Bergmann

Plastik – Naturen – Kulturen. Werkstattgespräch am 14.3.

Wissenswerkstatt

Plastik – Naturen – Kulturen. Anthropologische Perspektiven auf Plastik im Meer
Werkstattgespräch mit Dr. Sven Bergmann (Universität Bremen)
Dienstag 14. März 2017
18.15 Uhr
Schulungsraum im Lesesaal
Haus Potsdamer Straße 33
Treffpunkt in der Eingangshalle (I-Punkt)
Eintritt frei, Anmeldung erbeten

 

Plastik in den Weltmeeren ist zu einem der größten ökologischen Problemen unserer Zeit geworden. Durch die wachsende Kunststoffproduktion landet ständig neues Plastik im Meer und wird dort häufig zur Gefahr für Lebewesen, die sich darin verheddern oder es mit Nahrung verwechseln – einerseits. Anderseits sind Ansammlungen von Plastikmüll in den Ozeanen zum Habitat für viele Lebewesen geworden. Es entstehen völlig neue Ökosysteme, die Meeresforscher/innen als „plastisphere“ bezeichnen. Wenn menschliche Hinterlassenschaften dazu führen, dass in den Ozeanen neuartige Lebensformen entstehen, macht dies jede klare Unterscheidung von Kategorien wie „Natur“ und „Kultur“ obsolet. Dies stellt etablierte Strategien für verantwortliches Handeln infrage, die auf der konventionellen Idee einer „Reinhaltung“ von Umwelt durch konsequente Trennung von „Natur“ und „Kultur“ beruhen. Hier sind die Sozial- und Kulturwissenschaften gefordert, einen neuen analytischen Umgang mit solchen hybriden Gegenständen zu finden. Genau dieser Fragestellung geht Dr. Sven Bergmann (Universität Bremen) ethnographisch nach.

 

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Wolf Biermann – Lesung aus der Autobiographie und Gespräch am 1. März um 18 Uhr

„Warte nicht auf bessre Zeiten!“

Lesung mit Burghart Klaußner
Wolf Biermann und André Schmitz im Gespräch
Einführung: Barbara Schneider-Kempf und André Schmitz

Mittwoch 1. März 2017
18 Uhr, Otto-Braun-Saal, Haus Potsdamer Str. 33
Eintritt frei, um Anmeldung unter freunde@sbb.spk-berlin.de wird gebeten

Genehmigung des Ullstein Verlages für Porpyläen liegt vor.

Cover von Wolf Biermann: „Warte nicht auf bessre Zeiten!“ Propyläen

Selten sind persönliches Schicksal und deutsche Geschichte so eng verwoben wie bei Wolf Biermann. Ein Leben zwischen West und Ost, ein Widerspruchsgeist zwischen allen Fronten. Geboren 1936 in Hamburg ging er mit sechzehn Jahren in die DDR, die er für das bessere Deutschland hielt. Hanns Eisler ermutigte ihn, Lieder zu schreiben, bei Helene Weigel assistierte er am Berliner Ensemble. Dann fiel er in Ungnade, erhielt Auftritts- und Publikationsverbot. Die Stasi observierte ihn rund um die Uhr, während er im Westen gefeiert und geehrt wurde. Seit den 1960-er Jahren ist er einer der bedeutendsten deutschen Liedermacher und Lyriker. Die Proteste gegen seine Ausbürgerung 1976 gelten als Anfang vom Ende der DDR.

Eindringlich erzählt Biermann vom Vater, der als Jude und Kommunist in Auschwitz ermordet wurde, von der Mutter, die ihn aus dem Hamburger Bombeninferno rettete, vom väterlichen Freund Robert Havemann, mit dem er das Los des Geächteten teilte. Er berichtet von der absurden Welt der DDR-Diktatur, aber auch von ihren täglichen Dramen menschlicher Widerständigkeit. Und er erzählt die Geschichten seiner in den Westen geschmuggelten, im Osten heimlich kursierenden Lieder. Bei aller Heftigkeit des Erlebten lesen sich Biermanns Erinnerungen wie ein Schelmenroman. Wolf Biermann lebt heute mit seiner Frau, der Sängerin Pamela Biermann, in Hamburg.

Genehmigung zur Verwendung K:\ZWR\Bildrechte\Freunde

Burghart Klaußner -© Max Parovsky

 

Burghart Klaußner: geboren 1949 in Berlin, Schauspieler u.a. in Berlin, Hamburg, Zürich, Dresden und zur Zeit in Düsseldorf auf der Bühne, im Film zuletzt in „Der Staat gegen Fritz Bauer“ und in „Terror – Ihr Urteil“. Als Theaterregisseur gab er 2006 sein Debüt; Hörbuchsprecher für Romane z.B. von Daniel Kehlmann und Botho Strauß. Als Sänger mit seinem Programm „Zum Klaußner“ seit 2010 unterwegs. Burghart Klaußner wurde mit zahlreichen Preisen geehrt.

 

 

Eine Veranstaltung der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V. und der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz

Wissenswerkstatt-Workshop Haus Potsdamer Straße | SBB-PK CC NC-BY-SA

Wissenswerkstatt im März

In unserer Wissenswerkstatt vermitteln wir Ihnen elektronische Ressourcen oder Internetquellen zu Ihrem Fach, zeigen Ihnen Wege auf, wie Sie schnell und treffsicher zu den gewünschten Suchergebnissen kommen, elektronische Texte oder Digitalisate finden und diese weiter verarbeiten können. Im März möchten wir Sie zu folgenden Workshops einladen:

 

Workshop
Zahlen, Daten, Fakten – wo finde ich was? (Sozial- und Wirtschaftswissenschaften)
Dienstag, 14. März, 14.00 Uhr

 

Workshops Publish or Perish:

Teil 1: Konventionelles Publizieren in Wissenschaftsverlagen
Dienstag, 21. März, 16.00 Uhr

Teil 2: Wissenschaftliches Publizieren im Open Access
Donnerstag, 23. März, 16.00 Uhr

Teil 3: Klärung von Bildrechten
Dienstag, 28. März, 16.00 Uhr

Teil 4: Management und Veröffentlichung von Forschungsdaten
Donnerstag, 30. März, 16.00 Uhr

 

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Ein Angebot der Staatsbibliothek zu Berlin und ihrer Kooperationspartner.

Technische Rahmenbedingungen des Schriftdesigns: Werkstattgespräch am 7.3.

 

Wissenswerkstatt

Technische Rahmenbedingungen des Schriftdesigns

Werkstattgespräch mit Dr. Thomas Maier, Kunstuniversität Linz
Dienstag 7. März 2017
18.15 Uhr
Konferenzraum 4
Haus Unter den Linden (Eingang Dorotheenstraße 27)
Eintritt frei, Anmeldung erbeten

 

Die technisch-materiellen Rahmenbedingungen haben Einfluss auf die Form der Buchstaben, und das System Bleisatz bestimmt bis heute, wie die Anordnung von Buchstaben auf dem Bildschirm funktioniert. Auch wenn die reale Manifestation der Buchstaben von einer virtuellen Realität abgelöst wurde, gänzlich losgelöst von den Wurzeln der Vorgänger haben sie sich nicht. Das schlägt sich praktisch in der Punktgröße, in Gevierten und Durchschuss nieder, aber auch in Formen und Abständen innerhalb der Schriftarten, die aus dem Bleisatz über den Fotosatz und digitale Schriftgenerationen konserviert wurden. Im Vortrag werden einige konkrete praktische Problemstellungen von Schriftbestimmung und Textverarbeitung erörtert.

Eine Veranstaltung der Reihe Die Materialität von Schriftlichkeit

Alle Veranstaltungen der Wissenswerkstatt.