Ausstellung „50 Jahre Verlag Klaus Wagenbach“ vom 28.5. bis 12.7.14

50 Jahre Verlag Klaus Wagenbach
Der unabhängige Verlag für wilde Leser
Eine Ausstellung des Verlags Klaus Wagenbach gemeinsam mit der Staatsbibliothek zu Berlin

28. Mai – 11. Juli 2014

Mo-Fr 9-21 Uhr, Sa 10-19 Uhr
Staatsbibliothek zu Berlin
Foyer
Haus Potsdamer Straße 33
10785 Berlin

Eintritt frei

Führungen immer mittwochs um 18 Uhr

Die Ausstellung zeigt viele Fundstücke und Überreste aus 50 Jahren, sie erzählt die wechselhafte Verlagsgeschichte in zahlreichen Büchern, Fotos und Gegenständen.
Von den ersten Quartheften im März 1965 bis zu den heutigen Ausgaben der 1987 begonnenen roten SALTO-Reihe, den "Romanen für eine Nacht", wird die Geschichte der Verlagsproduktion als eine Geschichte von Ideen präsentiert.

Als Fundgrube für alle, die an der Geschichte der Bundesrepublik seit den sechziger Jahren interessiert sind, erweisen sich zudem zahlreiche, in Vitrinen gezeigte Exponate. Sie stammen aus Schränken und Ordnern des Berliner Hauses und bringen viel Besonderes ans Licht: darunter ein hektographiertes Original des ersten Manifests der Roten Armee Fraktion (das Wagenbach als Rotbuch 29 veröffentlichte), Herstellungsutensilien und -geräte, ein mehrfach korrigiertes Manuskript von Erich Fried, die mit viel Liebe produzierten Quartplatten, eine handschriftliche Postkarte von Alan Bennett, aber auch ein durchaus martialischer Schlagring vom Urgroßvater des Verlagsgründers, der als Symbol für eine gewisse Wehrhaftigkeit Wagenbachs betrachtet werden kann. 


„Der Verlag, gegründet 1964, ist unabhängig und veröffentlicht Bücher aus Überzeugung und Vergnügen, mit Sorgfalt und Ernsthaftigkeit.
Die Geschichte des Verlags ist wechselhaft: Zunächst als Ost-West-Verlag von Klaus Wagenbach gegründet, erhält er bald Lizenzverbot durch die DDR und wird dann der Verlag der Studentenbewegung, insbesondere der Außerparlamentarischen Opposition. Trotzdem bleibt er immer literarisch, mit einer starken Vorliebe für Italien und ist seit den 80er Jahren der Verlag für italienische Literatur und Kunst. Gleichzeitig baut der Verlag ein breites kultur- und kunstgeschichtliches Programm auf.

Seit seiner Gründung der Schwarzen Kunst verschrieben, beginnen die Leser den Verlag unter anderem mit der Reihe S√LTO als den »Verlag der schönen Bücher« zu betrachten. 2002 geht die Leitung des Verlags auf Susanne Schüssler über. Der in den 90er Jahren eingeleiteten Internationalisierung des Programms mit Schwerpunkt auf den romanischen Sprachen folgt eine Ausweitung des Blicks auf die beiden Amerikas und Afrika. 
Heute erscheinen Neuentdeckungen italienischer, spanisch-, französisch-, englisch- und deutschsprachiger Autoren, Klassiker des 20. Jahrhunderts, Kunst- und Kulturgeschichte sowie Politik.“

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