Ernst Gottfried Lowenthal – Ein deutscher Jude. Ausstellung zum 100. Geburtstag vom 10. Dezember 2004 – 7. Januar 2005

Mit Dokumenten aus der weltweit umfangreichsten Privatsammlung zur deutsch-jüdischen Geschichte von 1850 bis 1945 ehrt die Staatsbibliothek zu Berlin den Publizisten Ernst Gottfried Lowenthal. Der Geburtstag Lowenthals – auch "Biograph des Judentums" und "Gentleman der Form und Feder" genannt – jährt sich am 28. Dezember 2004 zum 100. Mal. Seinen Nachlass, der Materialien zur Personengeschichte und zur Geschichte jüdischer Organisationen und Gemeinden enthält, vermachte er im Jahr 1989 der Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin; Lowenthal starb im Jahr 1994.
Mit 25 Jahren kam Ernst Gottfried Lowenthal nach Berlin, wo er ab 1929 als Redakteur der C.V. Zeitung, der meistgelesenen Zeitung Deutscher jüdischen Glaubens, tätig war. Wenig später arbeitete er außerdem bei der "Reichsvertretung der deutschen Juden" mit, deren Präsident Leo Baeck war. 1939 flüchtete Lowenthal nach London, wo er bis 1946 bei Flüchtlingsorganisationen arbeitete. Im selben Jahr kehrte er als einer der ersten Juden nach Deutschland zurück und setzte sich fortan für die Entschädigung Enteigneter sowie die Sicherung jüdischen Kulturgutes ein. Seit dessen Gründung im Jahr 1955 war er Vorstandsmitglied des Leo Baeck Institute mit Sitz in London/New York, welches die Geschichte der deutschen Juden erforscht und publiziert. Mit Büchern und Zeitungsartikeln beleuchtete Lowenthal die Lebensbilder zahlreicher Juden und stärkte seinen Ruf eines ausgezeichneten Chronisten des deutschen Judentums.
Foyer vor dem Handschriftenlesesaal
Haus Potsdamer Straße
Berlin-Tiergarten
Öffnungszeiten
Montag-Freitag 9-17 Uhr,
Samstag 9-13 Uhr,
sonn- und feiertags sowie am
24. und 31. Dezember 2004 geschlossen
Eintritt frei

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