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Unsere “orientalischen” Neuerwerbungen

Sie sind auf der Suche nach aktueller Literatur zum Islam? Sie beschäftigen sich mit armenischer Literatur und würden gerne wissen, welche Literatur die Staatsbibliothek vor kurzem oder in den letzten Jahren aus Armenien erworben hat? Oder Sie möchten sich zur Geschichte Südafrikas informieren?

Mit diesen und weiteren Literaturwünschen zu Asien oder Afrika werden Sie in den “orientalischen” Beständen der Staatsbibliothek zu Berlin fündig. Die Orientabteilung der Staatsbibliothek deckt nämlich ein sehr viel größeres Gebiet ab, als man angesichts ihrer – historisch begründeten – Benennung zunächst annehmen könnte: Sie erwirbt nicht nur Titel mit Bezug zum Nahen Osten und Nordafrika, sondern auch zum subsaharischen Afrika, zu Mittel-, Süd- und Südostasien, zum asiatisch-pazifischen Raum sowie zu Ozeanien und den indigenen Völkern Australiens und Neuseelands. Auch Literatur zum Judentum, zum Hebräischen und Jiddischen wird hier gesammelt. Den Bereich Ostasien betreuen dagegen unsere KollegInnen aus der Ostasienabteilung.

Literatur mit Bezug zum Orient im obigen Sinne meint dabei sowohl Publikationen aus den genannten Regionen (unabhängig von ihrem Thema) als auch Publikationen über diese Regionen (unabhängig vom Erscheinungsland). Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Fächern Philosophie, Religionswissenschaft, Theologie, Geschichte, Politik, den Sozialwissenschaften und den Philologien.

Sie finden deshalb bei uns:

  • Wissenschaftliche Literatur mit Regionalbezug aus den genannten Fachgebieten in westlichen Sprachen sowie in ausgewählten Sprachen der jeweiligen Region
  • Quellen und Belletristik in Originalsprache (u.a. Arabisch, Türkisch, Armenisch, Hindi)

Neuerwerbungslisten der Orientabteilung

Um Ihnen die Orientierung in diesem vielfältigen Angebot zu erleichtern, bieten wir Ihnen seit kurzem neben dem stabikat einen weiteren Zugang zu diesen Beständen: Über die Neuerwerbungslisten der Orientabteilung können Sie sich die in den letzten Jahren erworbenen Titel geordnet nach Regionen, Ländern oder Themen anzeigen lassen und die gewünschte Literatur anschließend direkt in die Lesesäle oder zur Ausleihe nach Hause bestellen.

Neuerwerbungen der Orientabteilung nach Regionen/Ländern
Neuerwerbungen der Orientabteilung nach Themen

Über unsere Neuerwerbungen im Handschriftenbereich informieren wir Sie gesondert:
Neuerwerbungen von orientalischen Handschriften

Auch wenn das Durchstöbern einer Liste nicht ganz so viel Freude macht wie das Stöbern am Regal – wir freuen uns, wenn Sie diesen neuen Zugang nutzen, um den ein oder anderen spannenden Zufallsfund zu machen!

 

Übrigens:
Auch für die regionalen Sonderabteilungen Osteuropa und Ostasien sowie für den Hauptbestand bieten wir Neuerwerbungslisten:
Neuerwerbungen der Osteuropaabteilung
Neuerwerbungen der Ostasienabteilung
Neuerwerbungen des Hauptbestandes (nach Fachgebieten)

 

Digitalisierung auf Wunsch – CrossAsia DoD geht an den Start

Beim neuen CrossAsia Digitisation on Demand (DoD) wird das namensgebende „on Demand“ groß geschrieben. Ab sofort bietet „CrossAsia – Fachinformationsdienst Asien“ mit diesem nachfrageorientierten und disziplinspezifischen Digitalisierungsservice die Möglichkeit, nicht digital und frei im Netz verfügbare Werke mit Relevanz für die Asienwissenschaften zu digitalisieren und nach dem Prinzip des Open Access zugänglich zu machen. Auf Basis von Digitalisierungswünschen soll damit der digital frei verfügbare asienwissenschaftliche Bestand gezielt und bedarfsgerecht in den kommenden drei Jahren um etwa 300 Bände aus den Beständen der Staatsbibliothek zu Berlin (SBB) und circa 150 Bände aus dem Bestand der Universitätsbibliothek Heidelberg und der Bibliothek des Südasien-Instituts (SAI) der Universität Heidelberg erweitert werden.

Zur Digitalisierung vorgeschlagen werden können gemeinfreie Werke – d.h. die Autorin bzw. der Autor ist seit mindestens 70 Jahren verstorben – und sogenannte „vergriffene Werke“ deutscher Verlage mit Erscheinungsjahr bis 1965 für die kein verlegerisches Angebot mehr besteht und die im Buchhandel nicht länger erhältlich sind. Willkommen für die Digitalisierung sind natürlich auch Werke, für die Autorinnen und Autoren CrossAsia die einfachen Nutzungsrechte zur Digitalisierung und Bereitstellung eines Werkes selbst übertragen.

Dank der Förderung seitens der Deutschen Forschungsgemeinschaft kann das Angebot Forscherinnen und Forschern aus dem Kreis der Asienwissenschaften kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Zur Realisierung der Digitalisierungswünsche steht ein Fond für die nächsten drei Jahre zur Verfügung, der es erlaubt die Bände im genannten Umfang zu digitalisieren. Die Mittel werden nach dem Prinzip first-come, first-served eingesetzt. Alle in diesem Zusammenhang angefertigten digitalen Reproduktionen werden unmittelbar als Open-Access-Titel in den jeweiligen Bibliotheken (Digitalisierte Sammlung der SBB bzw. Literatur zu Südasien – digital) online zur Verfügung gestellt.

In den Digitalisierten Sammlungen der SBB und am SAI sind bereits zahlreiche Werke aus den Altbeständen in Berlin und Heidelberg, d.h. erschienen bis Anfang des 20. Jahrhunderts, online frei zugänglich. Im Vergleich dazu strebt dieses – im Umfang durchaus kleinere – Angebot an, gezielt diejenigen Titel aus den Beständen in Berlin und Heidelberg zu digitalisieren, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihre eigene Forschung benötigen. Damit möchte CrossAsia einen Beitrag zur Förderung spezialisierter Forschung im Bereich der Asienwissenschaften leisten.

Einen vergleichbaren Digitalisierungsservice für juristische Quellen und Studien bietet der Fachinformationsdienst Recht der SBB bereits seit Dezember letzten Jahres an.

Weitere Informationen zu dem CrossAsia DoD-Angebot finden Sie unter: http://crossasia.org/service/dod.html